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Okt
26
Mittwoch, 26. Oktober 2011 15:23
Seit FUNDUS das Grand Hotel in Heiligendamm eröffnet hat, beherrscht ein Thema die Diskussionen: Das eingezäunte Hotelgelände. Wo einst die Wege als Volkseigentum deklariert waren, versperren heute Zäune den Durchgang. Nicht nur in Heiligendamm aber gerade dort erhitzt es die Gemüter. Ein Stichweg vom Bahnhof zur Promenade wäre eine Lösung, die aber dem Hotel nach eigenen Angaben schadet. Ein Gutachten bestätigte diese Auffassung, sodass Investor und Stadt sich darauf einigten, für fünf Jahre auf den Stichweg zu verzichten und dann den weiteren Verzicht von bestimmten Bedingungen abhängig zu machen: Die EntwicklungsCompagnie Heiligendamm (ECH) soll beweisen, dass der Stichweg benötigt wird. Wenn nach fünf Jahren das Hotel gut läuft, 20% der Investitionssumme verbaut sind und eine Lösung für die Median-Patienten gefunden ist, dann soll dauerhaft auf einen Stichweg verzichtet werden. Mit dem laufenden Jahr endet diese Frist. Sind die Voraussetzungen für einen dauerhaften Verzicht auf einen Stichweg erfüllt oder wird es bald einen Stichweg quer durch das Hotelgelände (und in die Herzen der FUNDUS-Gruppe und ihres Chefs Anno August Jagdfeld) geben? Eine Analyse:
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Okt
08
Samstag, 8. Oktober 2011 10:37
Lange dümpelte das Alte Moorbad am Ortseingang der Münsterstadt Bad Doberan vor sich hin. Investoren kamen, verkündeten ihre Vorhaben, gingen wieder und blieben fort. Nun fand sich ein aussichtsreicher Investor, der auch Pläne vorlegen und sogar ein Modell zeigen konnte, Bedenken der Behörden hielten sich in Grenzen und im Herbst 2011 sollte das Moorbad eine Baustelle sein. Doch weiterhin stewht hier eine Ruine. Aufgeweicht vom Regen und rissig von der Witterung ist sie zur Gefahr für die Passanten an der zweitwichtigsten Straße Bad Doberans geworden. Der neue Landkreis setzt an, wo der alte verharrte und fordert einen Teilabriss des Moorbades. Der Anfang vom Ende einer Tragödie oder der Anfang vom Ende eines bedeutenden Bad Doberaner Bauwerkes?
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Sep
13
Dienstag, 13. September 2011 15:23
Vier Kandidaten sind angetreten, um für die nächsten fünf Jahre die Geschicke der Stadt zu lenken: Der Amtsinhaber Hartmut Polzin wollte es noch einmal wissen und seine Herausforderer Rolf Kuchenbuch von der CDU und Birgit Schwebs von der Linken, sowie der parteilose Thorsten Semrau wollten ihm diesen Gefallen verderben und nach zwei Amtszeiten einen Wechsel herbei führen. Mit dem Wechsel hat es nicht ganz geklappt: Kuchenbuch erzielte nur 12,1% der Stimmen und auch die als Favoritin gehandelte Birgit Schwebs schaffte es mit 22,3% nicht in die Stichwahl. Fast gleichauf lagen Amtsinhaber Polzin mit 31,9% und Thorsten Semrau mit einem kleinen Vorsprung auf 33,7%, also etwa hundert Stimmen mehr. Schon einmal traten Semrau und Polzin 2004 gegeneinander in der Stichwahl an. Damals fehlten Semrau nur 589 Stimmen an einem Machtwechsel. 2004 standen 5 Kandidaten zur Wahl und Polzin errang in der Stichwahl 2447 Stimmen, während Semrau auf 1858 Stimmen kam. So gesehen hat Polzin gegenüber 678 Stimmen verloren und Semrau 11 Stimmen gewonnen. Aber das sind so absolute Werte und seit 2004 hat sich so viel geändert, dass man da keine Rückschlüsse ziehen kann. Klar wird nur eines: Von 5.547 Wählern wollen 3.778 einen Wechsel und nur 1.769 eine Weiterführung des Amtes durch Hartmut Polzin. 4.275 Wahlberechtigten ist alles egal – sie sind gar nicht erst wählen gegangen. Wie wird sich das Verhältnis nun auf die Stichwahl auswirken? Wollen die 1.909 Kuchenbuch- und Schwebs-Wähler wirklich einen Wechsel oder wollten sie nur ihren Kandidaten im Bürgermeisteramt? Stimmen alle für Semrau oder geben viele ihre Stimme Polzin, dessen SPD-Programm gerade den Schwebs-Wählern am Nächsten sein dürfte? Hat es Vorteile, parteilos zu sein? Oder werden viele Wähler gar nicht ein zweites Mal zur Urne gehen, weil “ihr” Kandidat eh verloren hat und sie nicht “die zweitbeste Wahl” treffen wollen? Das sind die Fragen der Analytiker und Strategen. Die Bürger jedoch haben ganz andere Sorgen und die Ostsee-Zeitung weiß um diese und fühlt den beiden Stichwahl-Kandidaten den Puls. In zwei Teilen veröffentlichte sie die Fragen von Chefredakteur Frank Pubantz:
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Sep
09
Freitag, 9. September 2011 13:55
Totgesagte leben länger. 1990 wurde der Landkreis Rostock geboren und 1993 wieder begraben. Die letzten ROS-Nummernschilder verschwinden gerade von den Straßen, da kommt der alte Landkreis in neuer Form wieder: Ab 12.09.2011 gibt es wieder einen Landkreis Rostock, diesmal ist Bad Doberan nicht mehr seine Kreisstadt, sondern sein Verwaltungssitz – also Klein-Bonn. Die Aufgabe “Klein-Berlins” übernimmt die neue Kreisstadt Güstrow. Das Duo Güstrow – Bad Doberan soll gemeinsam einen starken Kreis in Mecklenburgs Mitte bilden. Die wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen sind die besten im Land, denn der neue Kreis legt sich um die starke Hansestadt, deren Namen er trägt. Erst einmal müssen aber beide Kreise auf ein Niveau gebracht werden, denn Bad Doberan hat gute Quoten, die es für Güstrow aufzuholen gilt. Das wahre Einsparpotenzial ist gering, denn es ändert sich zu wenig in den Verwaltungen. Trotzdem kann die Kreisgebietsreform langfristige Erfolge bringen. Für die Mandatsträger in den Kreistagen bedeutet die Reform zunächst aber längere Wege und mehr Zeitaufwand.
Punkto Kennzeichen ist noch nichts entschieden. Es kann sein, dass es bei DBR und GÜ bleibt, es könnte auch das alte ROS wieder kommen oder ein neues Kennzeichen, wie z.B. RL.
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Aug
19
Freitag, 19. August 2011 16:52
Das Verfassungsgericht in Greifswald hat über die letzten Klagen gegen das Gesetz zur Kreisgebietsreform entschieden. Mit knapper Mehrheit wurde wenige Wochen vor dem Wahltag das Gesetz und damit auch die Reform bestätigt. Die Kreise Bad Doberan und Güstrow sind damit wie viele andere Kreise des Landes ab September Geschichte. Die beiden ungleichen Schwestern gehen in einem neuen Großkreis auf. Viel ändert sich nicht – auch das GÜ und DBR dürfen die Autofahrer vorerst behalten. Über den Namen stimmen sie am 04.09.2011 ab, sie wählen außerdem den neuen Landrat des Großkreises und die Mitglieder des neuen Kreistages. Der alte Bad Doberaner Kreistag kommt am 31.08.2011 ein letztes Mal öffentlich in den historischen Mauern des Salongebäude in Bad Doberan zusammen: Um sich aufzulösen. Hier in Bad Doberan fing 1793 alles an. Doch auch nach 218 Jahren ist nicht alles zu Ende: Bad Doberan bleibt Verwaltungssitz und ist als “Stadt mit den besseren Werten” das Oberzentrum des neuen Großkreises.
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Aug
19
Freitag, 19. August 2011 16:49
Als die Stadtvertreter 2009 per Erweiterungsantrag der FDP den Rundweg in Heiligendamm beschlossen, hatten sie klare Vorstellungen: Von der Seebrücke sollte ein Holzsteg an der Promenadenmauer entlang über das Packwerk unterhalb des Alexandrinencottages vorbei zum Strandaufgang “Liegnitzsteg” führen und damit eine feste und für Gehbehinderte taugliche Verbindung der beiden Strandabgänge schaffen. Die Kosten sollten aus Fördermitteln bezahlt werden und den städtischen Anteil wollte wie vorgeschlagen die FUNDUS-Tochter ECH übernehmen. Drei Jahre später reifen die Pläne und als die fertigen Entwürfe Anfang Juni auf en Tischen der Stadtvertreter landeten, war man sich gar nicht mehr so einig und schlüssig, diese Pläne genau so umzusetzen. Auch die Bürger sahen das alles auf einmal ganz anders. Stadtvertreter Jochen Arenz bemüht sich um einen kostengünstigen Kompromiss. Schon werden Stimmen laut, man wolle den Rundweg vereiteln. Viel Aufklärung scheint nötig um trüben medialen Fahrwasser:
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Aug
15
Montag, 15. August 2011 12:48
Sie gehören schon zum politischen und printmedialen Alltag: Die Angriffe eines einzelnen FDP-Stadtvertreters gegen den SPD-Bürgermeister Hartmut Polzin. Immer ist es Harry Klink, der den Rathauschef attackiert und immer sind es schwere Vorwürfe, die FDP-Ortschef Harry Klink macht. Doch in den allermeisten Fällen macht er sie allein, spricht nur von sich selbst, lässt seine Fraktion aus dem Spiel und weil er weiß, dass er nicht für die anderen 24 Mandatsträger spricht, vermeidet er auch ein “Wir”. Selten geht es gegen die Partei des Bürgermeisters und eigentlich nie gegen andere Mitglieder der SPD. Was ist dran an Klinks Vorwürfen gegen den Führungsstil und die vermeintlichen Klüngel? Geht es überhaupt um Politik? Oder ist das ein persönlicher und einseitiger Kampf Harry Klink gegen Hartmut Polzin? Gerüchte sagen: “Ja”. Und sie sagen noch andere Dinge über Harry Klink:
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Aug
04
Donnerstag, 4. August 2011 14:59
“Einen Spielplatz für Heiligendamm” war 2009 eine der Hauptforderungen der Interessengemeinschaft Heiligendammer Gastgeber (IHG). Ihr Mitbegründer Axel Goedeke hat den Zuschlag für den Bau einer Strandversorgung in Heiligendamm bekommen und mit dieser soll dann auch der Spielplatz Realität werden. Ganz unproblematisch ist die Lage nicht und auch die Finanzierung stößt auf Kritik, denn was wie ein Win-Win-Geschäft aussieht, kann auch als eine Abwälzung eines Teils der Finanzierung auf die Stadt angesehen werden. Eine Analyse:
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Aug
04
Donnerstag, 4. August 2011 14:56
Bad Doberan wirbt mit “Molli, Münster, Moor und Meer”. Im “Meer” versteckt sich auch das “Mehr”, das die Münsterstadt zu bieten hat. Was genau dieses “Mehr” ist, kam bisher kaum zum Vorschein. Spätestens seit dem regen Interesse der Ausstellung “Verlorene Gebäude” des Kunstvereins, der dem Roten Pavillon eine nie da gewesene Besucherzahl mit über 4000 Besuchen bescherte, weiß man wieder, was Bad Doberan außer Molli, Münster, Moor und Meer so besonders macht: Es sind die historischen Bauwerke aus 800 Jahren Stadtgeschichte, die einer Ansammlung gleich abwechselnd und auch wechselhaft aneinander gereiht stehen. Die herzoglichen Schlösser, Salons und kleinen Paläste, die Villen, Landhäuser und Stadthäuser mit ihren vielen verschiedenen Formsprachen von der Gotik über Barock und Klassizismus, über Jugendstil, Historismus und Heimatstil – einen ganz eigenen Stil bildend – den lebensfrohen und luftigen Bäderstil. Schon diese Vielfalt ist es Wert, angesehen und erkundet zu werden. Doch nur selten verlassen Touristen die Hauptwege durch die Münsterstadt und nur selten sehen sie mehr, als Molli, Münster, Moor und Meer. Damit sich das ändert und die interessierten Touristen gut informiert werden und damit auch die bisher Uninteressierten neugierig werden, hat der Tourismusförderverein Bad Doberan nun acht Info-Tafeln an historischen Bad Doberaner Bauwerken anbringen lassen. Das soll der Anfang sein für einen interessanten Stadtrundgang. Auch die beiden NPD-Stadtvertreter haben Ideen:
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Aug
01
Montag, 1. August 2011 14:19
Der Kunstverein beendete seine Ausstellung “Verlorene Gebäude” mit einer Podiumsdiskussion mit Bauamtsleiter Norbert Sass und Bürgermeister Hartmut Polzin. Fast 50 Leute sind dem Aufruf gefolgt, im Rathaus an der Runde teilzunehmen. Natürlich habe ich mir das nicht entgehen lassen, weil ich die Informationen für den Architekturführer und die Gebäudedatenbank brauche. Weil es mit den beiden aber noch etwas länger dauert, stelle ich die Ergebnisse schon heute hier zusammen. Es geht um Moorbad, Jugendherberge, altes Rathaus, Severinstraße 8, Goethestraße 1, Immobilienverkäufe, Spekulanten, Gesetzeslücken, Ohnmacht und um städtebauliche Wunden und Lücken in der ganzen Stadt:
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte, ZAM erklärt. |
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Autor: Martin Dostal
Jul
21
Donnerstag, 21. Juli 2011 10:57
Was des einen Freud’, ist des anderen Leid: Für Bad Doberan und Heiligendamm war Jagdfelds Idee, mit dem FUNDUS-Fonds Nr. 34 Geld für die Sanierung des Grand Hotels einzusammeln ein Segen. Wie sonst hätte man die sagenhafte Summe von 127.000.000 Euro zusammen bekommen sollen, wenn nicht über 1900 investitionswillige Männer und Frauen aus Deutschland, Europa und der Welt? Ohne Anno August Jagdfeld und seine FUNDUS-Gruppe, ohne den Fonds 34 und die 1900 Anleger wäre eine Sanierung des Ensembles in Heiligendamm in diesem Umfang und dieser Güte nicht möglich gewesen: Keiner der anderen Interessenten hatte je vor, ein Luxus-Hotel mit dieser Ausstattung zu errichten. Diese erfreulichen Tatsachen sind die eine Seite der Medaille. Die Kehrseite der Medaille ist, dass keiner der Anleger je die versprochenen Rendite gesehen hat und dass viele Menschen viel Geld verloren haben, weil die Einlagen bei der Fonds-Sanierung (Kapitalschnitt im Frühjahr 2011) auf ein Zehntel des Wertes gesunken sind. Die Gründe sind vielfältig: Das Hotel lief nicht, weil Stadt und Investor sich lange Zeit nicht einig wurden, weil es Neid-Diskussionen und viel zu lange Entscheidungswege seitens der Stadtvertreter gab, weil Planungen immer wieder in Frage gestellt und erklärt werden mussten, Bürgerinitiativen den Ruf Heiligendamms schädigten und auch der Investor immer wieder mit Image-Problemen zu kämpfen hatte. Nun scheint das überwunden und seit dem Baubeginn an Villa “Perle/Großfürstin Marie” stehen die Weichen auf Erfolg. Dennoch sind da die Anleger, von denen viele viel zu viel verloren haben und die nie investiert hätten, wenn man sie vorher über die Risiken aufgeklärt hätte. Genau darum geht es in der Klagewelle: Die Anleger verklagen nicht mehr FUNDUS und Anno August Jagdfeld für seine Versprechen, die er wegen der obigen Gründe nicht einhalten konnte, sondern sie verklagen die Banken, die von den Risiken wussten und die Anleger nicht aufgeklärt haben. Diese lange Einleitung soll diesen Hintergrund einfach einmal erklärt haben. Hier ist der Pressetext:
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Jul
19
Dienstag, 19. Juli 2011 16:21
Heiligendamm war schon immer etwas Besonderes. So ist es auch eine Besonderheit, dass der Heiligendamm-Investor (allgemeine Bezeichnung für den größten Investor des Ortsteils) sich alle paar Jahre einmal an die Öffentlichkeit wenden und seine Pläne erklären muss. Natürlich lässt sich Heiligendamm nicht an einem Tag entwickeln und die Pläne lassen sich auch nicht an einem Tag erklären. Immer mal wieder muss etwas aktualisiert und geändert werden und darum hat die EntwicklungsCompagnie Heiligendamm zusammen mit dem Grand Hotel eine Zeitung (mit dem Titel “Zukunft Heiligendamm”) herausgebracht, die die Bürger der Stadt mit Informationen auf dem Laufenden hält. Das an sich ist schon besonders aber es bringt nicht immer den gewünschten Erfolg. Dann nämlich, wenn Stadtvertreter ganz bestimmter Fraktionen “Verklärungs-Kampagnen” starten, um die öffentliche Meinung mit Mutmaßungen, Annahmen, Spinnereien und Lügen zu beeinflussen, um populistisch die eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen und Stimmen zu fangen. Nach solchen Verwirrspielen muss dann jeweils ein Geschäftsführer der ECH ran, um das Spinnennetz zu entflechten und die Fakten auf den Tisch zu legen. 2009 erreichte die Verklärung vor der Kommunal-Wahl ihren Höhepunkt und ECH-Geschäftsführer Hans Schlag stand Rede und Antwort, 2011 ist das Spinnennetz kurz vor der Bürgermeister- und Kreistagswahl zu dick geworden und ECH-Geschäftsführer Heiner Zimmermann setzt die traurige Tradition fort, Dinge erklären zu müssen, die keiner Erklärung bedürften, wenn sie nicht dauernd verklärt würden:
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Autor: Martin Dostal
Jul
08
Freitag, 8. Juli 2011 9:46
Nach alter FDP-Manier lehnen sich Vorderbänkler aus dem Fenster, machen krach. Ist die FDP erst an der Macht, geht es nur noch bergab mit ihr. Gerhard und Westerwelle haben sich selbst demontiert und bis zur nächsten Wahl war dann stets die FDP wieder so schwach, dass sie reihenweise schlechte Ergebnisse einfuhr. Dieses fragwürdige System funktioniert bis in die unteren Spitzen der liberalen Partei: Dort tut in Bad Doberan Harry Klink ähnliches: Er redet, wie er denkt, dass es bei den Bürgern gut ankommt und lehnt sich dabei sehr weit aus dem Fenster, zetert und jammert in aller Öffentlichkeit, gibt anderen Stadtvertretern, besonders aber dem Bürgermeister immer neue Abreibungen und wenn es dann Kritik hagelt, bleiben nur noch Monologe mit Paragrafen-Zitaten oder ein “Ich möchte dazu nichts sagen” übrig. So kennen die Stadtvertreter Klink schon seit langer Zeit. Dank der Ostsee-Zeitung lernen nun auch die Bürger diese “dunkle” Seite des FDP-Fraktionschefs kennen:
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Autor: Martin Dostal
Jul
06
Mittwoch, 6. Juli 2011 11:10
Eigentlich ist mir gar nicht nach Dichtung zumute und eigentlich möchte ich ein Teil selber Bezeichnung nutzen, um es dort anzubringen, wo ich mich frage, ob da etwas nicht ganz dicht ist. Aber das jährliche Sommerspektakel überstresster und teilweise nicht mehr zurechnungsfähiger Stadtvertreter lässt sich nur noch mit Ironie und Sarkasmus begegnen. Im Glashaus wird fleißig mit Steinen geworfen und wenn dabei ein Dachschaden entsteht, will es keiner gewesen sein. Alle Bemühungen, die Stadtvertreter mit Klausuren oder wenigstens Gesprächen zur Vernunft zu bringen, scheinen in 2011 schon wieder gescheitert: Immer dieselben springen auf, wenn auch nur der Name “Jagdfeld” geflüstert wird. Und immer ist es dasselbe Spiel: Bereits beschlossene Sachen sollen wieder rückgängig gemacht werden. So auch heute: Nun sollen die Bürger keinen Rundweg um Heiligendamm bekommen. Das, wofür die Stadtvertreter – einige von ihnen auf dem sprichwörtlichen hohem Ross – jahrelang gekämpft haben, lassen sie nun fallen wie eine heiße Kartoffel. Was sind die Worte und Beschlüsse der Bad Doberaner Stadtvertreter überhaupt noch wert?
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Autor: Martin Dostal
Jul
02
Samstag, 2. Juli 2011 10:56
Auf dem ersten Blick erschreckt die reißerische OZ-Meldung: “Jagdfeld teilt die Weiße Stadt neu auf.” Warum das denn? Will er Heiligendamm verkaufen? Kann er sich Heiligendamm nicht mehr leisten? Oder will er ein linkes Ding drehen? Den Stadtvertretern erging es nicht anders, als sie die Beschlussvorlagen so kurz vor ihrer Sommerpause auf den Tisch bekamen. Einige fühlen sich bedrängt, andere haben kein Verständnis und wieder andere verstehen nicht, was die ECH will. Sollten sie aber. Sehen Sie selbst:
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Autor: Martin Dostal
Jun
28
Dienstag, 28. Juni 2011 15:45
Die jetzige Legislaturperiode könnte in die Geschichte Bad Doberans eingehen: Ale skurrilste Wahlperiode der Stadt. Grund dafür ist eine Klage des Bad Doberaners Bodo Wiegand-Hoffmeister (SPD). Er zweifelt die Rechtmäßigkeit der Kommunalwahlen von 2009 an, weil die CDU zwei Listen eingereicht und der Wahlleiter einfach die erste angenommen hat. Wiegand-Hoffmeister stellt die Frage, ob dieses Verfahren mit der Demokratie vereinbart werden kann und ob nicht solch eine Lücke im System dazu taugt, eine ganze Partei zu entern. Das Gericht muss entscheiden und als es um die Anhörung ging fiel ihm ein, dass die Stadtvertreter zu beteiligen sind. Der neue Termin steht, die Meinungen der Stadtvertreter sind gespalten und das Rathaus sieht seine Arbeit in Frage gestellt. Der eigentliche Witz an der Sache kommt zum Schluss: Die Entscheidung, ob die Stadtvertreter rechtmäßig im Rathaus sitzen fällt erst, wenn sie sowieso ihre Sachen packen: Zum Ende der Legislaturperiode. Was das für Bad Doberan bedeutet, ist noch völlig ungeklärt.
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Autor: Martin Dostal
Jun
03
Freitag, 3. Juni 2011 12:51
Ein Schandfleck mitten im Zentrum der Münsterstadt verschwindet. Was sich auf dem ersten Blick gut anhört, ist bei genauerem Hinsehen eine Katastrophe: Der Schandfleck war ein zwei Jahrhunderte altes Bauwerk, welches noch direkt vom großartigen Bad Doberaner Baumeister Carl Theodor Severin gebaut wurde. Ausgerechnet in der nach ihm benannten Straße verfiel das prächtige klassizistische Stadthaus seit der Wende. Mehrere Brände, teilweise Abstürze und besonders die Witterung setzten der Bauruine über Jahre hinweg stark zu. Der Eigentümer wurde gemahnt, reagierte mit Sicherungsmaßnahmen, ließ aber das Gebäude verfallen. Damit bediente er alle Klischees, die ein westdeutscher Hauseigentümer im Osten Deutschlands bedienen kann. Am 01.06.2011 stürzte das Ober- und Dachgeschoss des Bauwerkes in zwei Phasen um 06:10 und gegen 14 Uhr ein. Der Verkehr in der Stadt geriet ins Chaos, benachbarte Häuser mussten evakuiert werden und es steht zu befürchten, dass weitere Einstürze Schäden an den sanierten Nachbargebäuden verursachen. Am Nachmittag stand fest, dass das Haus abgerissen werden muss. Der Eigentümer wirkt erschrocken, schmiedet aber schon Zukunftspläne. Ganz so, als hätte er nur darauf gewartet:
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Autor: Martin Dostal
Jun
01
Mittwoch, 1. Juni 2011 20:00
Immer wieder las und hörte ich: “Polzin hat viel für die Stadt getan”. Weil ich weiß, dass ein Bürgermeister allein nicht alles entscheiden kann (und viele Entscheidungen ganz ohne seine Meinung getroffen werden) hinterfragte ich diese Aussagen: Was genau hat er für die Stadt getan? Die meisten sagen, er hat Bad Doberan (und immer auch seine Ortsteile) zu neuem Glanz verholfen. Das triste Grau ist schönen Fassaden gewichen, die furchtbaren Straßen sind saniert worden und die holprigen Gehwege wurden erneuert. Die Wiederauferstehung der Weißen Stadt am Meer fällt in Polzins Amtszeit, die Wiederbelebung alter Traditionen, der Bush-Besuch 2006, der G8-Gipfel von 2007. Was noch?
Man muss unterscheiden, was der Bürgermeister im Auftrag der Stadtvertreter ausführt und was er selbst initiiert.
Vor allem aber muss man sich einen Überblick verschaffen. Genau das habe ich getan: Ich habe dem Ortsverband der SPD geschrieben und erhielt in für meine Erfahrungen rekordverdächtig kurzer Zeit eine Antwort von Frau Mersjann.
Gern zähle ich auf, welche Verdienste sie Bürgermeister Hartmut Polzin zuordnet und hole damit das nach, was die Ostsee-Zeitung einfach weggelassen hat:
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Autor: Martin Dostal
Feb
24
Donnerstag, 24. Februar 2011 10:45
Donnerstag ist Live-Ticker-Tag in der Ostsee-Zeitung. Drei wichtige Kurznachrichten weiß das Lokalmedium mitzuteilen. Das beschlossene Parkraumbewirtschaftungskonzept (was für ein Wortungetüm!) wurde geprüft und als schlüssig befunden. Die Gebührenpflicht für weitere innerstädtische Straßen rund um den Markt kommt also. Die bisher favorisierte Lösung des Anwohnerparkproblems mit Anwohnerparkausweisen wurde kritisiert und kommt darum wohl nicht. Im Klartext: Die Anwohner müssen sehen, wo sie Platz für ihr Auto finden – vor dem Haus kostet es Geld. Während in der Neuen Reihe und den Nebenstraßen der Baumstraße viele Höfe existieren, auf denen die Autos der Anwohner Platz finden, kann gerade die Baumstraße kaum Alternativen bieten. Absehbar ist, dass die Anwohner ihre Autos in den letzten verbleibenden kostenfreien Straßen abstellen, bis auch hier das Parken Geld kostet, wie es in Kühlungsborn und Warnemünde schon lange der Fall ist. Außerdem vermeldet werden ein gutes Plus in der Stadtkasse und die Absicht, die knarrende Seebrücke in Heiligendamm endlich zu sanieren.
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Autor: Martin Dostal
Feb
23
Mittwoch, 23. Februar 2011 11:10
Schon seit Wochen kündigte sich der Beschluss an, der vielen Bad Doberaner Gaststätten und Cafés Bauchschmerzen bereitet. Die Stadt muss die Gebühren für die Nutzung des öffentlichen Raumes erhöhen, um realistische Preise für das städtische Land rechtfertigen zu können. Wer Land hat, muss dieses zu Preisen verpachten, die es nicht abwerten. Für die Betreiber von Cafés und Gaststätten aber auch von Geschäften bedeutet dies, dass sie für ihre Tische und Stühle auf dem Gehsteig oder ihre Auslagen vor dem Schaufenster zukünftig mehr bezahlen müssen. Fünfzehn Cent pro Quadratmeter und Tag sind in der Hauptsaison zu berappen und zehn Cent in der Nebensaison. Wie sich diese Erhöhung auf die Stadtkasse auswirkt, wurde nicht errechnet. Außerdem zur Diskussion standen in der Sitzung vom 21.02.2011 die Strandversorgung in Heiligendamm, für deren Bau der Parkplatz an der Seedeichstraße weichen muss, die Wahl des Bürgermeisters, die Gartenabfallverbrennung und einige Tätigkeiten und Untätigkeiten Hartmut Polzins:
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Autor: Martin Dostal