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Die Strandversorgung in Heiligendamm ist in Gefahr.

Montag, 26. Juli 2010 17:13

Heiligendamms erste Reihe ist mondän. Das Grand Hotel hat alle erdenklichen Sterne und gilt als schönstes Hotel der Welt, das Restaurant “Medinis” gehört dazu und hält natürlich mit. Das Golfhaus bietet Kaffee, Kuchen und Snacks, Cocos Milchbar und zwei Imbiss-Betriebe – einer am Kinderstrand und einer am Golfteich – bieten eine Versorgung mit Essen und Trinken für den schmalen Geldbeutel. Ergänzt wird das Angebot durch einen Eiswagen und eine Fisch-Bude.

Wir haben also zwei Extreme: Luxus-Gastronomie und Imbiss-Gastronomie. Über zu wenig Kundschaft können sich beide Anbieter nicht beschweren. Was Heiligendamm fehlt, sind “richtige” Angebote. Der Gast erwartet mehr, als zu essen, zu trinken und das Ganze wieder ausscheiden zu können. Genau das ist aber schon alles, was Heiligendamm zu bieten hat. Der Strand ist natürlich das, was die Gäste anzieht und auch die Bauwerke sind Touristenattraktionen. Die Seebrücke noch und natürlich die Natur – Wiesen und Wälder. Das macht Heiligendamm aus und das war auch die Idee der Planer und Erbauer: Ein Ort der Abgeschiedenheit und Ruhe. Von der Grundidee her gesehen, sind alle Cafés und Imbissbetriebe in Heiligendamm schon zu viel.

Aber die Zeiten haben sich geändert und heute möchten sich die Stadtobersten nicht mehr in Heiligendamm erholen, sondern mit Heiligendamm Geld verdienen. Nur: Wie verdient man Geld, wo es außer Sand, Meer, Parkflächen, je zwei Imbissen und Cafés und eben den Häusern gar nichts zu sehen gibt? Man kassiert Kurtaxe für jeden, der die Promenade gen Strand verlassen will. So weit, so gut. Man kassiert ja auch Gewerbesteuern aber so richtig betrifft das nur das Grand Hotel. Man kann die Anzahl der Parkplätze erhöhen, damit mehr Leute kommen und Kurtaxe bezahlen. Die zahlen dann Parkgebühren und Kurtaxe, eine Currywurst mit Pommes und fahren wieder. Kommen sie wieder? Oft nicht. “Nichts los außer Menschen” oder auch “Da gibt es nicht einmal eine Gaststätte” und auch “Da gibt es ja gar keine Souvenirs”.

Und genau das ist der Punkt: Bis zur oder kurz nach der Wende konnte man in Heiligendamm in der “Palette” essen gehen, in einer Drogerie oder einem Konsum Waren des täglichen Bedarfs kaufen und auch Souvenirs, in erster Linie Postkarten und Ansichtskarten. Auch Strandartikel, wie Kosmetik, Textilien und Spielzeug gab es in Heiligendamm zu kaufen. Darüber hinaus gab es dann eben die Imbiss-Betriebe, Cafés und ein wenig mobilen Handel. Essen gehen kann man heute mehr als damals aber die Restaurants des Grand Hotels sprechen eine andere Klientel an. Lediglich der Herzogliche Wartesaal im Molli-Bahnhof und das Jagdhaus können von sich behaupten, ein Restaurant für die Nicht-Hotelgäste zu sein. Die Frage ist eben, ob das für die Größe Heiligendamms nicht auch reicht.

Zwei Imbiss-Betriebe jedenfalls sollten ausreichen, wenngleich im Osten einer mehr auch nicht schaden und Herrn Butze nicht arm machen würde. Der nämlich rotiert im Sommer regelrecht, um die Schlangen an hungrigen Gästen bedienen zu können. Auch zwei Cafés auf einem Fleck sind sicherlich nicht zu viel und selbst das Jagdhaus steht gleich um die Ecke. Im Westen sieht es da schon schlechter aus: Zwischen Bahnhof und Kinderstrand liegen ein paar Kilometer und dazwischen ist nichts, was die Gäste versorgt. Das ist auch gar nicht vorgesehen, denn der massentouristische Mittelpunkt soll im Osten Heiligendamms sein – rund um den Golfteich. Dieses kaum sichtbare Gewässer stellt einen Biotop dar. Zu was anderem ist das formlose Schlamm-Brachwasser auch nicht zu gebrauchen. Gerade darum findet man hier seltene Vogelarten, wie z.B. die Kraniche´, die ich in einem Foto-Rundgang fotografiert habe. Auch das ist Heiligendamm und auch das muss natürlich erhalten bleiben.

Trotzdem gibt es weder Bälle, noch Schaufeln und Eimer, weder Bikinis und Badehosen, noch Postkarten in diesem massentouristischen Zentrum Heiligendamms. Das macht den Ort aber nicht ruhiger, denn die Leute kommen trotzdem. Die Parkplätze reichen nicht und das ist Absicht. Doch statt dann einfach einen Parkschein zu lösen, Kurtaxe zu bezahlen und baden zu gehen, macht der “Faktor” Mensch etwas anderes: Er hat bezahlt und nun will er auch etwas erleben. Also geht er gen Westen. Und landet derzeit in einer Sackgasse. Alles was er dort sehen kann, ist das Grand Hotel und wenn ihm das Außen nicht reicht, muss er den Eingang suchen. Immerhin gibt es dadurch nicht mehr die Touristenscharen von 2003 auf dem Hotelgelände. Aber befriedigend ist das alles trotzdem nicht.

Ein Ablassventil wird nun geöffnet, indem man gen Westen die Packwerk-Überquerung verlängert und so den Leuten einen Rundweg ermöglicht. Auf diesem Rundweg können die Touristen sich dann davon überzeugen, dass Heiligendamm wirklich nichts weiter zu bieten hat, als das oben aufgezählte. Für die Hotelgäste sieht es derzeit etwas und in Zukunft vielleicht bedeutend anders aus, denn hier gibt es hauseigene Angebote und weitere sind in Planung. Für den Standard-Touristen ist das alles entweder zu teuer oder er begreift nicht, dass er das auch nutzen darf. Das Grand Hotel bietet zwar aktiv den SPA-Bereich, die Bars und Arrangements an aber um Luxushotel zu bleiben, verlangt es dafür natürlich auch die Preise eines Luxus-Hotels. Man kann ja auch schlecht Ausnahmen machen und die Standard- den Luxustouristen vorziehen. Das Grand Hotel wird eine Welt für sich bleiben und nur so kann es funktionieren.

Für den Standard-Touristen bedeutet dies, dass er dort willkommen aber eher nicht daran interessiert ist. Frische Snacks vom Bäcker würden ihn mehr interessieren und eine willkommene Abwechslung zum Imbiss-Angebot sein. Alles, was zum Mitnehmen ist, ist für die Standard-Touristen interessant. Alles, was sie versorgt, für ihren kurzen Heiligendamm-Aufenthalt. Und hier soll eine Strandversorgung ansetzen. Ein kleiner Pavillon, in dem Geschäfte, kleine Gaststätten, wie eine Bäckerei und auch Butzes Imbiss unterkommen können, wenn sein jetziger Standort der Thalasso-Schwimmhalle weichen muss. Die ja selbst auch ein Angebot sein wird. Segel- und Surfschule haben bewiesen, dass Heiligendamm attraktiv ist. Was fehlt, sind Räumlichkeiten. Zugegeben: Angesichts der gähnenden Leere in den Villen der Perlenkette und der Seedeichstraße klingt das komisch. Aber wenn Sie da drinnen gewesen wären, würden Sie davon nichts mieten wollen. Und Räume in von der ECH sanierten Villen in 1A-Lage können sich die kleinen Gewerbetreibenden in einer vom Wetter abhängigen Lokation nicht leisten. Bleibt nur ein Neubau und der ist seit Jahren im Gespräch. Seit wenigen Monaten soll er nun endlich präzisiert werden. Doch vielleicht kommt alles anders und das Ventil bleibt zu, bis der Ball platzt. Sehen Sie selbst:



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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Endlich: Das historische Bad Doberaner Moorbad ist verkauft und wird saniert.

Montag, 26. Juli 2010 17:09

Das Moorbad zu Bad Doberan gehört zu den ältesten Funktionsgebäuden der Stadt. 1820 wurde an dieser Stelle am Mühlenteich südlich des damaligen Ortes Doberan eine Eisenquelle entdeckt und schnell ein Haus mit vier Wannen für Eisenbäder errichtet. Damals wurden die Bäder noch als “Stahlbäder” bezeichnet, sodass der erste repräsentative Bau “Stahlbad” genannt wurde. Dieser Bau entstand 1823 in Form eines eingeschossigen Flachbaus. Geplant und errichtet wurde das gelbe Gebäude im Angesicht der Stadt vom Bauconducteur Carl Theodor Severin, der das Ortsbild Bad Doberans und Heiligendamms maßgeblich prägte. Das Stahlbad erwies sich schon bald als äußerst beliebt, sodass zwei Jahre später eine Aufstockung vorgenommen wurde.

Es klingt unglaublich aber im Jahre 1900 wurde das Stahlbad noch ein zweites Mal aufgestockt und erhielt sein endgültiges Gesicht. Faszinierend an dieser Tatsache ist, dass man ohne dieses Wissen gar nicht merken würde, dass dieses wie aus einem Guss wirkende Bauwerk innerhalb eines halben Jahrhunderts dreimal aufgestockt wurde.
Sowohl Severin, als auch seine Nachfolger gingen behutsam vor und orientierten sich bis ins kleinste Detail an den Grundbau von 1823. Aus einem Flachbau wurde ein repräsentatives Erholungsheim, das bis zuletzt auch so genutzt wurde.

Erst 1996 wurde der Komplex zu klein und zog in die neu errichtete Dr.-Ebel-Klinik ein, die auch den Namen “Moorbad” tragen darf. Seitdem ist das Haus im Besitz des Projektentwicklers Frank Thee, der das sanierungsbedürftige Gemäuer wieder in altem Glanz erstrahlen und gemäß der Geschichte ein Gesundheitszentrum in der Art eines Erholungshotels darin unterbringen wollte. Doch es tat sich nichts und während Thee und die Stadt sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuschoben, ging 2006 das Moorbad in Flammen auf. Die Feuerwehren kämpften um das Gebäude und brauchten lange, um diesen Kampf zu gewinnen.

Doch die Schäden sind enorm und die Forderung Thees nach einer Abrissgenehmigung ließ die Vermutung aufkommen, dass es sich um einen heißen Abriss handele. Zwar konnten die mutmaßlichen Verursacher gefasst werden aber da es sich um Minderjährige handelt, wurden sie nicht bestraft. Manche glauben gar nicht, dass sie die Täter waren. Bis heute hält sich zudem wacker die Anschuldigung, Thee würde mit dem Erwerb des Prestige-Objektes in Top-Lage zu einem Schnäppchenpreis allein ein Geschäft betreiben und gar kein Interesse an der Sanierung haben, sondern ganz im Gegenteil den Abriss wollen, um das Bauland sauber gewinnbringend verkaufen zu können. Aktuell spricht die folgende Kurzmeldung der Ostsee-Zeitung dagegen:

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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Heiligendamm im Fernsehen und Tag der offenen Tür in der MEDIAN-Klinik.

Donnerstag, 20. Mai 2010 10:00

Liebe Leser!

Hin und wieder gibt es auf www.zeit-am-meer.de auch Tipps zu Veranstaltungen oder Informationen zu Fernseh- und Rundfunksendungen über Heiligendamm. Heute gibt es gleich beides:

Am 29.05.2010 von 12:30 Uhr bis 13 Uhr strahlt das ZDF die Sendung “BÜrger, rettet eure Städte” aus. Dabei geht es auch um den Stand der Sanierung u. a. der Perlenkette in Heiligendamm. Ich hatte die Redakteurin der Spiegel-TV-Produktion am 28.04. begleitet. Zu Wort kommen werden neben der ECH auch der Leiter des Denkmalschutzes.

Die MEDIAN-Kurklinik Heiligendamm lädt am 04.06.2010 in der Zeit von 12 Uhr bis 14 Uhr zu einer Besichtigung der neu ausgebauten Zimmerein. Treffpunkt ist das Foyer am Haupteingang der MEDIAN-Klinik.

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Thema: Neu auf www.zeit-am-meer.de | Kommentare (3) | Autor: Martin Dostal

Zwei neue Foto-Rundgänge online.

Montag, 19. April 2010 16:00

Heute habe ich zwei neue Foto-Rundgänge veröffentlicht. Die ersten Fotos sind Winterbilder aus Heiligendamm von 26. Januar 2010, wo wir ja Tief Daisy hinter uns hatten und den tiefsten Winter mit Verkehschaos und allem drum und dran genießen konnten. Der zweite Termin war ein Kurzbesuch am 11. März 2010, als ich eine Berliner Regisseurin begleitete und ihr Heiligendamm zeigte. Die beiden Termine habe ich unter den Titeln “Die Weiße Stadt am Meer” und “Leiser Aufschwung” im Rundgang “2010 – Der zweite Frühling – Die Weiße Stadt am Meer” zusammen gefasst.

Der zweite Fotorundgang fand gerade erst am 17. April statt und zeigt die Stimmung in Heiligendamm kurz vor dem Wiederaufbau der Villa-Perle, für die die Bauarbeiten im Mai beginnen sollen. Es tut sich was in Heiligendamm: Die ECH baut Tennisplätze, die Median-Klinik wird aufgestockt und Herr Otto vom gleichnamigen Versandhaus saniert seine Villa “Krone”. Im Alexandrinencottage dreht Hans Steinbichler “Das Blaue vom Himmel” mit Hannelore Elsner und Juliane Köhler und wir lassen am Drehort an der Waldkirche Fritz Weppers “Mord in bester Gesellschaft – Zum Hochzeitstag alles Böse” Revue passieren.

Sie sind eingeladen zur Bilderreise 2010 in Heiligendamm:

Der zweite Frühling – Die Weiße Stadt am Meer / Leiser Aufschwung:

Die Weiße Stadt am Meer - Winter in Heiligendamm.

Der zweite Frühling – Der Countdown läuft:

Heiligendamm kurz vor dem Wiederaufbau der Villa Perle.

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Thema: Neu auf www.zeit-am-meer.de | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Die Ausarbeitung Harry Klinks und die Stellungnahme Hans Schlags

Montag, 19. Oktober 2009 12:50

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Thema: Heiligendamm 2009: Das verflixte 13. Jahr: Kempinski geht. Das Gesamtkonzept fällt. Der B-Plan kippt. | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Horst Gühler zu angeblich offenen Rechnungen, Kurwald und Protokoll-Schluderei.

Mittwoch, 30. September 2009 10:27

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Thema: Heiligendamm 2009: Das verflixte 13. Jahr: Kempinski geht. Das Gesamtkonzept fällt. Der B-Plan kippt. | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Die Qual (nach) der Wahl: Fortschritt oder Rückschritt?

Freitag, 11. September 2009 13:00

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Thema: Heiligendamm 2009: Das verflixte 13. Jahr: Kempinski geht. Das Gesamtkonzept fällt. Der B-Plan kippt. | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal