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Okt
26
Mittwoch, 26. Oktober 2011 15:27
Das Bündnis für Bad Doberan lud zum 25.10.2011 in die Aula des Friedrich-Franz-Gymnasiums ein. Die Bürger sollen sich beim Bürgermeister und beim ECH-Chefplaner informieren und mit ihnen über Erreichtes, Geplantes und Zukünftiges diskutieren können. Befürchtet wurde eine Diskussion über Frankiernmaschinen aber diese wurde von vornherein entkräftet. So wurde es dann eine doch erstaunlich sachliche Diskussion, mit wenigen Hitzewellen. Mein Protokoll:
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Okt
13
Donnerstag, 13. Oktober 2011 17:22
Als Hartmut Polzin sein Amt als Bürgermeister Bad Doberans antrat, war der Kammerhof ein riesiger Scherbenhaufen. Nun geht seine Amtszeit langsam zu Ende und auch wenn ein Teil des Kammerhofes mit schmucken Eigenheimen bebaut ist, bleibt er doch der “Kummerhof” oder auch “Jammerhof”. Der größte Teil des größten Entwicklungsgebietes der Stadt liegt brach. Straßen und Radwege enden im Niemandsland, Gehwege sind verwuchert, die Brache verwildert und die Wertschätzung der Menschen für dieses Areal entspricht dem einer Müllhalde. Jahrelang gab es Streit um die Rechtmäßigkeit von Geschäften und Verträgen, Anklagen wurden erhoben, Gerichtsverfahren eröffnet, es kam zu Urteilen und Vergleichen und während dieser langen Zeit erinnerten nur alte verblichene Schilder von den kühnen Vorhaben der Stadt und ihrer Kammerhof-Gesellschaft. Nun laufen auch die letzten Verfahren aus – der Landwirt möchte die Fläche vom Insolvenzverwalter kaufen. Was er damit will, ist unklar aber das Ergebnis höchstwahrscheinlich nicht befriedigend: Bewirtschaftet er sie weiterhin als Feld, bleibt die wichtigste unbebaute Fläche der Stadt Ackerland und wenn er sie verkauft, hat die Stadt nur geringe Einflussnahme auf das, was sich dort am Rande der Stadt entwickelt. Das Land ist wertvoll und wer es hat, der hat eine Anlage, die er auf Jahrzehnte festhalten kann, bis jemand ihm den höchsten Preis bietet. Natürlich kommt auch dieser Jemand nicht am Rathaus vorbei aber in Jahrzehnten dürfte es den Stadtvätern egal sein, was auf dem Kammerhof gebaut wird, wenn denn überhaupt etwas gebaut wird, das wenigstens etwas Geld in die Stadtkasse spült. Also tut die Stadt gut daran, zuzugreifen und dieses letzte Stück Entwicklungschance zu erhaschen, bevor es jemand anderes tun. Genau das schlägt der Bauausschuss nun vor und regt an, auch den Bebauungsplan zu überarbeiten, um Interessenten das Bauen in Bad Doberan zu erleichtern. Das alles ist ein gutes Signal. Und es wurde drei Tage nach einem Beitrag von mir im Stadtanzeiger gesetzt:
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Autor: Martin Dostal
Okt
08
Samstag, 8. Oktober 2011 10:37
Lange dümpelte das Alte Moorbad am Ortseingang der Münsterstadt Bad Doberan vor sich hin. Investoren kamen, verkündeten ihre Vorhaben, gingen wieder und blieben fort. Nun fand sich ein aussichtsreicher Investor, der auch Pläne vorlegen und sogar ein Modell zeigen konnte, Bedenken der Behörden hielten sich in Grenzen und im Herbst 2011 sollte das Moorbad eine Baustelle sein. Doch weiterhin stewht hier eine Ruine. Aufgeweicht vom Regen und rissig von der Witterung ist sie zur Gefahr für die Passanten an der zweitwichtigsten Straße Bad Doberans geworden. Der neue Landkreis setzt an, wo der alte verharrte und fordert einen Teilabriss des Moorbades. Der Anfang vom Ende einer Tragödie oder der Anfang vom Ende eines bedeutenden Bad Doberaner Bauwerkes?
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Autor: Martin Dostal
Sep
29
Donnerstag, 29. September 2011 9:13
Am 4. September hatten die Bürger des neuen Großkreises die Wahl: Soll ihr neuer Kreis “Landkreis Güstrow – Bad Doberan” heißen oder “Landkreis Rostock”? Sie entschieden sich für den “Landkreis Rostock” (die Entscheidung wurde im Speckgürtel der Hansestadt zu Gunsten des Bad Doberaner Namensvorschlages umgekippt). Ein Fehler in der Beschlussvorlage des alten Bad Doberaner Kreistages lässt die Entscheidung der Wähler nun zu einer Provinzposse werden: Der neue Landkreis heißt eigentlich “Landkreis Landkreis Rostock” Warum? Lesen Sie selbst:
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Autor: Martin Dostal
Sep
19
Montag, 19. September 2011 13:30
Die Bad Doberaner haben sich entschieden: Ihr neuer Bürgermeister heißt Thorsten Semrau. Bis zum Ende der Legislaturperiode darf Hartmut Polzin Bürgermeister von Bad Doberan bleiben – wenn er denn will. Nach dreizehn Jahren Amtszeit wird es Zeit für einen Rückblick: Was hat Polzin geleistet, was hat er versäumt? Wo stand Bad Doberan 1996 und wo steht es 2011? Welches Erbe tritt Thorsten Semrau an und was kommt auf ihn zu?
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Autor: Martin Dostal
Sep
19
Montag, 19. September 2011 13:28
Im ersten Wahlgang gingen 5.546 der 9.822 Wahlberechtigen zur Wahl. Thorsten Semrau erreichte 33,7% der Stimmen, in Zahlen 1.869 Stimmen und Hartmut Polzin kam auf 31,9%, in Zahlen 1.769 Stimmen. Im zweiten Wahlgang zog es nur noch 4.578 Wähler zur Urne. Hier erzielte Thorsten Semrau 61,8% (2.831 Stimmen) und Hartmut Polzin 38,2% (1.747 Stimmen). 5.195 Bürger gingen nicht zur Wahl – 52,8% der Bad Doberaner Wahlberechtigten haben also gar keinen Bürgermeister gewählt.
Schauen wir uns die Wahlbezirke einmal genauer an:
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Autor: Martin Dostal
Sep
18
Sonntag, 18. September 2011 19:05
Noch vor dem amtlichen Endergebnis zeichnen sich klare Sieger ab: Eine Stunde nach Schließung der Wahllokale liegt Einzelbewerber Thorsten Semrau mit 62% vor Amtsinhaber Hartmut Polzin (SPD), der nur auf 38% kommt. Noch klarer schneidet der erwartete Sieger der Landratswahl ab. Sein Ergebnis von über 60% konnte Thomas Leuchert (SPD) noch einmal toppen: Mit traumhaften 79% liegt er eine Stunde nach der Wahl vor seinem Kontrahenten Matthias Crone (CDU). Die gewnauen Ergebnisse gibt es morgen hier.
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Autor: Martin Dostal
Sep
09
Freitag, 9. September 2011 13:55
Totgesagte leben länger. 1990 wurde der Landkreis Rostock geboren und 1993 wieder begraben. Die letzten ROS-Nummernschilder verschwinden gerade von den Straßen, da kommt der alte Landkreis in neuer Form wieder: Ab 12.09.2011 gibt es wieder einen Landkreis Rostock, diesmal ist Bad Doberan nicht mehr seine Kreisstadt, sondern sein Verwaltungssitz – also Klein-Bonn. Die Aufgabe “Klein-Berlins” übernimmt die neue Kreisstadt Güstrow. Das Duo Güstrow – Bad Doberan soll gemeinsam einen starken Kreis in Mecklenburgs Mitte bilden. Die wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen sind die besten im Land, denn der neue Kreis legt sich um die starke Hansestadt, deren Namen er trägt. Erst einmal müssen aber beide Kreise auf ein Niveau gebracht werden, denn Bad Doberan hat gute Quoten, die es für Güstrow aufzuholen gilt. Das wahre Einsparpotenzial ist gering, denn es ändert sich zu wenig in den Verwaltungen. Trotzdem kann die Kreisgebietsreform langfristige Erfolge bringen. Für die Mandatsträger in den Kreistagen bedeutet die Reform zunächst aber längere Wege und mehr Zeitaufwand.
Punkto Kennzeichen ist noch nichts entschieden. Es kann sein, dass es bei DBR und GÜ bleibt, es könnte auch das alte ROS wieder kommen oder ein neues Kennzeichen, wie z.B. RL.
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Sep
05
Montag, 5. September 2011 10:27
Bad Doberan hat gewählt. Und wie bei der Bürgermeisterwahl 2004 müssen die Münsterstädter in 14 Tagen erneut an die Urne. Denn wie 2004 sgibt es kein eindeutiges Ergebnis: 33,7% stimmen für Thorsten Semrau und 31,9% für Amtsinhaber Polzin. Eine Analyse:
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Autor: Martin Dostal
Aug
28
Sonntag, 28. August 2011 11:19
Die Bürger Bad Doberans sind am 4. September zu einem wahren Wahl-Maraton aufgerufen: Mit Erst- und Zweitstimme sollen sie ihren Kandidaten und ihre Partei in den Schweriner Landtag wählen, mit drei Stimmen wählen sie einen bis drei Kandidaten in den Kreistag dess neuen Großkreises, mit einem Kreuz stimmen sie über den Namen des neuen Großkreises ab (Landkreis Rostock oder Landkreis Güstrow-Bad Doberan) und mit einem Kreuz bestimmen sie den neuen Landrat des Großkreises. Für die Bad Doberaner wird es noch ein Kreuz mehr und dieses Kreuz ist zugleich das wichtigste, denn es betrifft die Bad Doberaner unmittelbar. Da auch diese Internetseite sich mehr direkt mit Bad Doberan und seinen Ortsteilen beschäftigt, habe ich für Sie nur die Konzepte – wenn man sie so nennen kann – der Bürgermeister-Kandidaten zusammen getragen. Vielleicht hilft Ihnen die Übersicht bei der Entscheidung:
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte, ZAM erklärt. |
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Autor: Martin Dostal
Aug
19
Freitag, 19. August 2011 16:52
Das Verfassungsgericht in Greifswald hat über die letzten Klagen gegen das Gesetz zur Kreisgebietsreform entschieden. Mit knapper Mehrheit wurde wenige Wochen vor dem Wahltag das Gesetz und damit auch die Reform bestätigt. Die Kreise Bad Doberan und Güstrow sind damit wie viele andere Kreise des Landes ab September Geschichte. Die beiden ungleichen Schwestern gehen in einem neuen Großkreis auf. Viel ändert sich nicht – auch das GÜ und DBR dürfen die Autofahrer vorerst behalten. Über den Namen stimmen sie am 04.09.2011 ab, sie wählen außerdem den neuen Landrat des Großkreises und die Mitglieder des neuen Kreistages. Der alte Bad Doberaner Kreistag kommt am 31.08.2011 ein letztes Mal öffentlich in den historischen Mauern des Salongebäude in Bad Doberan zusammen: Um sich aufzulösen. Hier in Bad Doberan fing 1793 alles an. Doch auch nach 218 Jahren ist nicht alles zu Ende: Bad Doberan bleibt Verwaltungssitz und ist als “Stadt mit den besseren Werten” das Oberzentrum des neuen Großkreises.
Thema: Bad Doberan und Heiligendamm 2011 - Sichtbare Fortschritte |
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Autor: Martin Dostal
Aug
12
Freitag, 12. August 2011 10:15
Lange Zeit zielte der Wahlkampf der CDU auf den Bürgermeister-Posten in Bad Doberan ab. Spätestens nach der Einbeziehung des CDU-Innenministers Lorenz Caffier (der auf den CDU-Plakaten “C wie Zukunft” für seine Kandidatur auf das Ministerpräsidentenamt warb) wird klar, dass es nicht nur darum geht, den SPD-Bürgermeister Hartmut Polzin vom Thron zu stürzen, sondern auch den bisher unangefochtenen SPD-Landrat Thomas Leuchert (zeit-am-meer.de berichtete weiter oben). Nachdem der Bürgerbund dem CDU-Minister die Mittel in die Hand gelegt hat, Leuchert und Polzin fast gleichzeitig zu stürzen oder zumindest extrem zu schwächen, fahren nun die direkten Kontrahenten ihre Geschütze gegen die SPD-Hochburg auf. Während der noch frische CDU-Bürgermeisterkandidat schweigt, schreit der CDU-Landratskandidat umso lauter. Doch nicht nur er schießt auf den Platzhirsch im Doberaner Landratsamt, sondern auch der Bündnis’90/Grüne-Kandidat Steffen Marklein nutzt die vermeintliche Schwachstelle des Landrates aus. Was eignet sich da besser, als ein Thema, das tausende Menschen berührt? Die Abschiebung der armenischen Familie Bavejan/Injighulyan aus Kühlungsborn ist so ein Thema. Der Landrat Thomas Leuchert setzte sich für die Familie ein und zeigte sich erleichtert, als die Abschiebung nach einer politischen Profilierungsschlacht quer durch alle Ebenen aller Parteien des Landes ausgesetzt wurde. Prompt kritisierten die beiden Anwärter auf das Landrats-Amt den Landrat, warum er nicht schon als Mitglied der Härtefallkommission gegen die Abschiebung der Familie gestimmt hat. Der hatte gute Gründe, das nicht zu tun – auferlegt vom Innenministerium (also CDU-Minister Lorenz Caffiers Ressort) selbst:
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Autor: Martin Dostal
Aug
10
Mittwoch, 10. August 2011 9:49
Der Wahlkampf ist in vollem Gange. Nachdem in Bad Doberan FDP, CDU und Bürgerbund gegen den SPD-Bürgermeister Front machten, der SPD-Landrat mit einbezogen wurde und das erwünschte Ergebnis aufblieb, wurde der CDU-Innenminister und Kandidat für das Ministerpräsidentenamt mit einbezogen. Fortan ging es nicht nur gegen den langjährigen SPD-Bürgermeister, sondern auch gegen den unangefochtenen SPD-Landrat. Der steht unter Druck aus Schwerin, wo der CDU-Innenminister auf Aufklärung drängt. Wer unter Druck steht, macht Fehler und wenn er einen Mitbewerber hat, muss dieser nur darauf warten. Ob Landrat Leuchert in der Sache der Hochwasserkatastrophe Fehler gemacht hat, wissen nur Experten. CDU-Landratskandidat Crone jedenfalls nutzt die Chance, seinem aussichtsreichen Konkurrenten Vorwürfe zu machen. Leuchert hätte Katastrophenalarm ausrufen müssen, tönt es aus Güstrow. Der CDU-Kandidat für das Landratsamt ist derzeit stellvertretender Regierungssprecher in Schwerin. Crone wurde 1958 in Osnabrück geboren und kam 1990 nach Mecklenburg-Vorpommern, wo er in Ankum bei Güstrow wohnt. Die Landes-CDU hat ihn mit 95% der Stimmen zum CDU-Kandidaten für das Landratsamt des neuen Großkreises Güstrow-Bad Doberan gewählt. Wenn er heute schon Landrat wäre, hätten nicht die Feuerwehren, sondern die Bundeswehr gegen die Wassermassen gekämpft:
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Autor: Martin Dostal
Aug
10
Mittwoch, 10. August 2011 9:46
Während Sie auf zeit-am-meer.de schon Ende Juli von den Planungen und Ständen vieler Bad Doberaner “Wunden” lesen konnten, macht die Ostsee-Zeitung daraus eine Serie. Heute berichtet sie von der Jugendherberge auf dem Tempelberg. Zu den Informationen, die Sie hier schon im Juli lesen konnten, sind einige Details hinzu gekommen:
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Autor: Martin Dostal
Aug
04
Donnerstag, 4. August 2011 14:56
Bad Doberan wirbt mit “Molli, Münster, Moor und Meer”. Im “Meer” versteckt sich auch das “Mehr”, das die Münsterstadt zu bieten hat. Was genau dieses “Mehr” ist, kam bisher kaum zum Vorschein. Spätestens seit dem regen Interesse der Ausstellung “Verlorene Gebäude” des Kunstvereins, der dem Roten Pavillon eine nie da gewesene Besucherzahl mit über 4000 Besuchen bescherte, weiß man wieder, was Bad Doberan außer Molli, Münster, Moor und Meer so besonders macht: Es sind die historischen Bauwerke aus 800 Jahren Stadtgeschichte, die einer Ansammlung gleich abwechselnd und auch wechselhaft aneinander gereiht stehen. Die herzoglichen Schlösser, Salons und kleinen Paläste, die Villen, Landhäuser und Stadthäuser mit ihren vielen verschiedenen Formsprachen von der Gotik über Barock und Klassizismus, über Jugendstil, Historismus und Heimatstil – einen ganz eigenen Stil bildend – den lebensfrohen und luftigen Bäderstil. Schon diese Vielfalt ist es Wert, angesehen und erkundet zu werden. Doch nur selten verlassen Touristen die Hauptwege durch die Münsterstadt und nur selten sehen sie mehr, als Molli, Münster, Moor und Meer. Damit sich das ändert und die interessierten Touristen gut informiert werden und damit auch die bisher Uninteressierten neugierig werden, hat der Tourismusförderverein Bad Doberan nun acht Info-Tafeln an historischen Bad Doberaner Bauwerken anbringen lassen. Das soll der Anfang sein für einen interessanten Stadtrundgang. Auch die beiden NPD-Stadtvertreter haben Ideen:
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Autor: Martin Dostal
Aug
01
Montag, 1. August 2011 14:19
Der Kunstverein beendete seine Ausstellung “Verlorene Gebäude” mit einer Podiumsdiskussion mit Bauamtsleiter Norbert Sass und Bürgermeister Hartmut Polzin. Fast 50 Leute sind dem Aufruf gefolgt, im Rathaus an der Runde teilzunehmen. Natürlich habe ich mir das nicht entgehen lassen, weil ich die Informationen für den Architekturführer und die Gebäudedatenbank brauche. Weil es mit den beiden aber noch etwas länger dauert, stelle ich die Ergebnisse schon heute hier zusammen. Es geht um Moorbad, Jugendherberge, altes Rathaus, Severinstraße 8, Goethestraße 1, Immobilienverkäufe, Spekulanten, Gesetzeslücken, Ohnmacht und um städtebauliche Wunden und Lücken in der ganzen Stadt:
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Autor: Martin Dostal
Jul
21
Donnerstag, 21. Juli 2011 10:57
Was des einen Freud’, ist des anderen Leid: Für Bad Doberan und Heiligendamm war Jagdfelds Idee, mit dem FUNDUS-Fonds Nr. 34 Geld für die Sanierung des Grand Hotels einzusammeln ein Segen. Wie sonst hätte man die sagenhafte Summe von 127.000.000 Euro zusammen bekommen sollen, wenn nicht über 1900 investitionswillige Männer und Frauen aus Deutschland, Europa und der Welt? Ohne Anno August Jagdfeld und seine FUNDUS-Gruppe, ohne den Fonds 34 und die 1900 Anleger wäre eine Sanierung des Ensembles in Heiligendamm in diesem Umfang und dieser Güte nicht möglich gewesen: Keiner der anderen Interessenten hatte je vor, ein Luxus-Hotel mit dieser Ausstattung zu errichten. Diese erfreulichen Tatsachen sind die eine Seite der Medaille. Die Kehrseite der Medaille ist, dass keiner der Anleger je die versprochenen Rendite gesehen hat und dass viele Menschen viel Geld verloren haben, weil die Einlagen bei der Fonds-Sanierung (Kapitalschnitt im Frühjahr 2011) auf ein Zehntel des Wertes gesunken sind. Die Gründe sind vielfältig: Das Hotel lief nicht, weil Stadt und Investor sich lange Zeit nicht einig wurden, weil es Neid-Diskussionen und viel zu lange Entscheidungswege seitens der Stadtvertreter gab, weil Planungen immer wieder in Frage gestellt und erklärt werden mussten, Bürgerinitiativen den Ruf Heiligendamms schädigten und auch der Investor immer wieder mit Image-Problemen zu kämpfen hatte. Nun scheint das überwunden und seit dem Baubeginn an Villa “Perle/Großfürstin Marie” stehen die Weichen auf Erfolg. Dennoch sind da die Anleger, von denen viele viel zu viel verloren haben und die nie investiert hätten, wenn man sie vorher über die Risiken aufgeklärt hätte. Genau darum geht es in der Klagewelle: Die Anleger verklagen nicht mehr FUNDUS und Anno August Jagdfeld für seine Versprechen, die er wegen der obigen Gründe nicht einhalten konnte, sondern sie verklagen die Banken, die von den Risiken wussten und die Anleger nicht aufgeklärt haben. Diese lange Einleitung soll diesen Hintergrund einfach einmal erklärt haben. Hier ist der Pressetext:
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Autor: Martin Dostal
Jul
19
Dienstag, 19. Juli 2011 16:17
Was mit Frank Thee aus Schwaan Einheimische nicht geschafft haben, wollen zwei Berliner stemmen: Das Alte Moorbad wieder aufbauen. Nötig hat das von Baumeister C. T. Severin 1825 als Stahlbad errichtete Bauwerk am südlichen Ortseingang der Münsterstadt dies allemal: Der Dachstuhl fehlt, die Giebel drohen abzubrechen und das Haus ist mehr Ruine als Gebäude. Wie schon der Schwaaner Eigentümer kriegen auch die beiden Berliner den Banken ihre Konzepte nicht vermittelt: Weil statt schnell und billig auf Wertarbeit und Denkmalschutz gesetzt wird, halten Banken und auch private Finanziers ihr Geld zurück. Jahrelang hat eine große Lobby kritischer Beobachter in Heiligendamm seine eigenen Ideen zum Besten gegeben und es dem Investor dort nicht leicht gemacht. Punkto Moorbad sind die Reiter auf ihren hohen Rössern blind und taub zugleich: Niemand fragt, niemand hinterfragt. Niemand schaut hin. Das Moorbad indes verfällt weiter und in jedem Winter wetten die Bad Doberaner, wann es umfällt. Dem Architekten, der das Moorbad wieder aufbauen möchte zu Folge wird dies nicht passieren. Und überhaupt: Wem es trifft, der ist selbst Schuld:
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Autor: Martin Dostal
Jul
11
Montag, 11. Juli 2011 10:50
Bisher arbeitete die Tourismuszentrale der Münsterstadt mit ihrem Ostseebad unter dem Dach des Rathauses, geführt von der Stadtverwaltung. Was als Segen gilt, weil es für ein einheitliches Konzept und Image sorgt, kann auch ein Fluch sein: Die gebeutelte Stadt hat nicht genug Geld, um sich Profis und professionelles Marketing zu leisten. Zuweilen sind die Ergebnisse darum etwas altbacken und vieles dauert den Gastronomen und Unternehmern der Stadt zu lange. Nun überlegt die Stadt, neue Wege zu gehen und die Tourismuszentrale auszugliedern. Am 25.07. muss entschieden werden:
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Autor: Martin Dostal