Beitrags-Archiv für die Kategory 'Heiligendamm 2010 – Hoffnung für Heiligendamm'
Dez
22
Mittwoch, 22. Dezember 2010 20:35
Das Friedrich-Franz-Palais gilt als das erste vom Herzog Friedrich Franz I. in Auftrag gegebene Bauwerk der Residenzstadt Bad Doberan. Damals als Logierhaus für die Gäste der Sommerresidenz errichtet, beherbergte das von C. H. von Seydewitz errichtete Zopfstil-Fachwerkhaus stets Hotellerie. Auch als Kurhaus in der DDR-Zeit erfüllte es diesen Zweck. Nach der Wende fand sich schnell ein neuer Eigentümer und das Traditionshotel wurde als “Friedrich-Franz-Palais” geführt. Zuerst vom Bad Doberaner Unternehmer Metz und dann von der Unternehmerfamilie Kross und Kross-Johnsson. Beide Betreiber haben sich in Bad Doberan sehr verdient gemacht, Metz führte auch das Residenz-Hotel in Heiligendamm und das City-Hotel in Bad Doberan und Kross und Kross-Johnsson retteten das Prinzenpalais aus seinem traurigen Dasein. Es überraschte, dass diese Erfolgsgeschichte nach der Saison 2010 endete und es schlug ein wie eine Bombe, als Axel Kross bekannt gab, dass das Friedrich-Franz-Hotel schließt. Nicht lange blieben die Türen des historischen Hauses geschlossen: Der Eigentümer stellt einen neuen Betreiber vor. Er kommt aus der Nähe des letzten Betreibers und hat große Pläne mit dem ersten Logierhaus an der Ostsee:
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Autor: Martin Dostal
Dez
16
Donnerstag, 16. Dezember 2010 15:03
Seit dem Abdanken des Großherzogs hat Doberan – seit 1921 Bad Doberan – ein Problem: Das Geld reicht selten für die Erfüllung der Wünsche der einstigen Sommerresidenz und seit 1879 auf sich selbst gestellten Stadt. Vieles wurde auf Pump finanziert, oft waren die Finanzen eher vom Glück als von kalkulierbaren Faktoren abhängig und zuletzt drohte Bad Doberan durch die “Kummerhof-Pleite” (den Ruin der stadteigenen Kammerhof-Entwicklungsgesellschaft) gänzlich der Zwangsverwaltung durch Schwerin unterstellt zu werden. Ein guter Sommer 2003, der Bush-Besuch 2006 und der G8-Gipfel 2007 brachten stets Geld in die Kassen und auch das Wohlwollen einzelner Investoren – z. B. die Übernahme von Erschließungskosten durch die FUNDUS-Gruppe – retteten die Stadt immer wieder vor dem Ruin. Nun ist erstmals nach langer Zeit der Etat wieder ausgeglichen. Nicht ganz von selbst aber immerhin. Da gibt Spielraum für Investitionen und die Liste der nötigen Investitionen ist lang:
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Autor: Martin Dostal
Dez
16
Donnerstag, 16. Dezember 2010 15:01
Die leidige Parkplatzsituation in Heiligendamm könnte bald ein Ende haben. Auf einem Teil des ehemaligen Golfplatzes soll ein Saisonparkplatz entstehen. Der Westen Heiligendamms hat durch die Abschneidung vom Ensemble sehr an Attraktivität verloren und während dort die Parkplätze gerade gefüllt werden, gibt es im Osten Heiligendamms Stau und sogar Prügelei um den letzten freien Parkplatz. Die Stadt will reagieren und einen Parkplatz errichten: Links vom Golfteich – im Schutzgebiet. Ob die Naturschützer damit einverstanden sind?
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Autor: Martin Dostal
Dez
16
Donnerstag, 16. Dezember 2010 14:59
Die Narren haben den Rathausschlüssel. Aber sie haben keine Macht im Bad Doberaner Rathaus, können nichts bewirken und beschließen. Darum ist es eine Tradition in Bad Doberan, dass die Stadtvertreter in der fünften Jahreszeit besonders närrisch sind. Begonnen hat die Stadtvertretersitzung mit einer langen Diskussion über die Anrede der Stadtvertreter und Stadtvertreterinnen, wobei der Grünen-Abgeordnete Heinz Keuer die Rechte der Frau so weit ins rechte Licht rücken wollte, dass die Herren Stadtvertreter außen vor bleiben oder sich mit der Anrede “Stadtvertreterin” zufrieden geben musste. Richtig grün wurde es dann, als selbiger Stadtvertreter die Sanierung der Goethestraße wieder kippen wollte, um die Bäume zu schützen. Ob des so zu Stande gekommenen Zeitaufwandes flogen sogleich die Punkte von der Tagesordnung, wegen denen die Bürger zahlreich erschienen waren: Strandversorgung Heiligendamm und Sondernutzung der öffentlichen Straßen. Übrig blieb dann die Entscheidung, ob man die Goethestraße künftig ganz oder nur halb zur kostenpflichtigen Parkzone machen will. Konzept A: abgelehnt. Konzept B: Auch. Damit stand das ganze Parkraumbewirtschaftungskonzept, das seit 2004 in Arbeit ist zur Disposition. Und siehe da: Die Stadtvertreter stimmen in der ersten Runde für ein sonderbares Weihnachtsgeschenk an die Doberaner und ihre Gäste: Kostenloses Parken in der ganzen Stadt. Damit legten sie die Schlinge um den Hals der mecklenburgischen Kleinstadt. Ziehen sie sie zu?
Lesen Sie selbst:
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Autor: Martin Dostal
Dez
11
Samstag, 11. Dezember 2010 13:04
Zu lange schon stand das von Severin erbaute und seinen Nachfolgern aufgestockte Stahlbad leer. Die Witterung, Vandalen und Brandstifter setzten dem zuletzt als Moorbad genutzten historischen Gebäude stark zu und machten es zu einem unübersehbaren Schandfleck direkt an Bad Doberans Ortseingang. Jahrelang wurde das Traditionshaus umher geschoben – die Preisvorstellungen waren hoch und der Investitionsbedarf noch höher. Auch die Auflagen waren nicht ohne, handelt es sich doch um eines der ältesten Gebäude der klassizistischen großherzoglichen Sommerresidenz. Letztlich riss die Zeit unheilbare Wunden und nagte ihr Zahn dermaßen an der Substanz, dass fast nichts mehr zu retten und schützen war. Nur noch der Fördermittel wegen machte es Sinn, die Fassaden stehen zu lassen. Doch selbst die drohten schon, die nächsten Winter nicht mehr zu (über)stehen. Nun ist Rettung in Aussicht: Zwei bisher unbekannte Zwischeninvestoren stellten ihr Konzept vor. Dieses sieht die Sanierung des klassizistischen Meisterwerkes vor aber auch die Erweiterung durch neue und sehr verschiedenartige Gebäude direkt daneben. Nicht ohne Folgen für das Moorbad:
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Autor: Martin Dostal
Dez
07
Dienstag, 7. Dezember 2010 11:34
Zwei Antragsteller soll es für die letzte städtische Baufläche in Heiligendamm geben. Einer davon hat es schon mehrmals in die Zeitungen geschafft. Der anderer hingegen wurde erstmals jetzt erst erwähnt. In der letzten Sitzung des Jahres sollen sich die Stadtvertreter nun entscheiden. Laut Sitzungsvorlage haben sie sich aber längst entschieden. Gerade davon wollen einige Stadtvertreter aber gar nichts wissen – und zwar jene, die den Übergangenen nahe stehen.
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Autor: Martin Dostal
Dez
01
Mittwoch, 1. Dezember 2010 9:54
Die Natur eines Paketverkaufs bringt es mit sich, dass mit dem Paket auch der ganze Inhalt den Eigentümer werchselt. Bei einem so kleinen Ort wie Heiligendamm bleibt beim Verkauf eines 28 Häuser umfassenden Paketes nicht viel beim bisherigen Eigentümer übrig. Da ist dann jeder Quadratmeter Matschwüste plötzlich wertvoll und muss wohl überlegt behandelt werden. In Heiligendamm will die Stadt den Fuß in der Tür behalten, indem sie eines ihrer verbliebenen letzten Grundstücke als Gewerbeland nutzt. Natürlich soll hier nicht irgend ein Gewerbe entstehen, sondern ein lukratives, das der Stadt Geld bringt, das die Leute gern bezahlen. Eine Strandversorgung ist so eine Goldgrube, denn die Gäste Heiligendamms wollen und brauchen etwas zu essen und trinken, Souvenirs und sanitäre Einrichtungen in direkter Strandnähe und dem zukünftigen Betreiber ist eine langfristige Existenz so gut wie sicher. Zumindest wenn er es versteht, mit den vor Ort vorhandenen Angeboten zu harmonieren. Zugleich würde eine Strandversorgung die Attraktivität des ersten deutschen Seebades enorm steigern und damit mehr Touristen anlocken und mehr Einnahmen sichern – auch mittelbar über Parkgebühren, Kurtaxe oder Mollifahrten. Klar ist: Heiligendamm braucht eine Strandversorgung und klar ist auch: Es gibt zwei Bewerber. Unklar ist, wer den Zuschlag kriegt – und warum:
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Autor: Martin Dostal
Okt
19
Dienstag, 19. Oktober 2010 11:31
Die Baukräne in Heiligendamm wurden aufgestellt, Bagger rollten an und es wurde laut in Deutschland ältestem Seebad. Doch es dauerte nicht lange, da rückten die Bagger wieder ab und die Kräne hörten auf, sich zu drehen.
Nicht ohne Bange vernahmen die Doberaner und Heiligendammer eine gewisse Ruhe und Untätigkeit auf der seit 2003 größten Baustelle der Weißen Stadt am Meer. ECH-Chefplaner Hans Schlag konnte die Leute beruhigen: Man macht eine Zwangspause aus Rücksicht auf die Hotelgäste, die nach langer Zeit wieder so richtig das Hotel an seine Belegungs-Grenzen brachten. Das darf man natürlich nicht kaputt machen und so ruhte der Wiederaufbau der “Perle” – und immer auch der “Großfürstin Marie”, da es sich um ein Doppelhaus handelt – bis zum Saisonende. Das ist jetzt erreicht und nun geht es weiter auf Heiligendamms von allen Bürgern, Politikern, Investoren und Planern lang ersehnter Großbaustelle:
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Autor: Martin Dostal
Okt
15
Freitag, 15. Oktober 2010 9:33
Die Ostsee-Zeitung begleitete die Umfrage der Hochschule Heilbronn zum Interesse der Bürger an eigenen Kfz-Kennzeichen und veröffentlicht schon heute das erste Ergebnis. Dieses spricht eine klare Sprache: Die Bad Doberaner Bürger wollen ihr DBR-Nummernschild behalten. MIM und damit auch der Möglichkeit MME erteilen sie eine klare Abfuhr. Nicht so klar sind die Begründungen, die von Gewohnheit über Schönheit bis hin zu Abneigung gegenüber den neuen Varianten reichen. Plötzlich fällt da der Satz “Wir wollen kein GÜ” und entblößt die Ahnungslosigkeit der Bürger und Bürgerinnen. Untermauert wird dies durch weitere Äußerungen wie “Der alte Kreis soll bleiben”. Das sehen auch viele Bürger in anderen Kreisen so: Sie wollen ihren Kreis, ihr Nummernschild und ihre Identität behalten. Nur: Was haben diese Bürger in den letzten sieben Jahren eigentlich gemacht? Warum haben sie das Kind erst in den Brunnen fallen lassen? Wie funktioniert Demokratie? Die Berichterstattung und ein persönlicher Kommentar – lesen Sie selbst:
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Autor: Martin Dostal
Okt
12
Dienstag, 12. Oktober 2010 10:50
Die Kreisgebietsreform ist beschlossene Sache und im September nächsten Jahres gibt es die Kreise Bad Doberan und Güstrow nicht mehr. Beide Kreise gehen in einem neuen Kreis auf (oder unter?), dessen Name noch nicht feststeht aber irgendwie auf “Mittleres Mecklenburg” lauten soll. Dieser neue anonyme Großkreis schaltet die Bürger der beiden ehemaligen Kreise gleich und das soll bis hin zum Nummernschild am Auto reichen. Da “MM” schon Memmingen gehört und “ME” vom ebenso anonymen Mittleren Erzgebirgskreis belegt wird, bleibt nur noch “MME” übrig. Doch wollen die Küstenbewohner überhaupt als “Mittelmecklenburger” abgestempelt werden? Oder möchten sie Doberaner bleiben und ihr “DBR” behalten? Möglich ist es, dass der neue Kreis mit zwei oder drei verschiedenen Kfz-Kennzeichen fährt. Eine Umfrage soll nun Klarheit bringen:
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Autor: Martin Dostal
Okt
12
Dienstag, 12. Oktober 2010 10:47
Im April entsorgte Bad Doberans Bürgermeister Hartmut Polzin seinen Tannenbaum hinter seinem Grundstück in der Nähe des Althöfer Baches und erregte damit seinen Nachbarn Marvin Berg, der ihn prompt anzeigte. Das Stadtoberhaupt konnte belegen, nicht ganz unrecht gehandelt zu haben und so durften Baum und Grünschnitt liegen bleiben.
Nun wollte der Bürgermeister endlich den von Berg monierten Haufen beseitigen und prompt zeigt der ihn wieder an. Damit beginnt Teil 2 des skurrilen Nachbarschaftsstreits auf der Pfarrkoppel:
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Autor: Martin Dostal
Okt
07
Donnerstag, 7. Oktober 2010 9:49
Ein Beschluss ist demokratisch, wenn die Beschließenden demokratisch gewählt wurden. So machte es jüngst der Bahnchef in Bezug auf den Beschluss zu Stuttgart 21 deutlich. In Stuttgart gingen tausende Bürger auf die Straße, um gegen den Beschluss und S21 zu demonstrieren, zu protestieren und zu agieren. Es kam zu Ausschreitungen, deren Gewaltexesse an den G8-Gipfel und den 02.06.2007 in Rostock erinnerten. In Bad Doberan gibt es eine ähnliche Situation, die aber bei weitem nicht so geladen ist. Hier geht es nicht um Bäume im Schlosspark, sondern um Hecken in einer Seitenstraße, die auch keiner Bahnhoftieferlegung, sondern einer Straßenverbreiterung weichen sollen. Die Geschichte ist dieselbe: Demokratisch gewählte Stadtvertreter erhalten eine Vorlage, über die sie positiv beschließen, Bagger rollen an und mit ihnen kommen die Proteste. Hier nur im sehr kleinen Rahmen von ein paar Anwohnern aber die Gefühle sind dieselben: Unverständnis, Hilflosigkeit und Zorn. Am Ende ändert sich nichts und zurück bleibt Resignation und ein leiser Hass auf diesen Staat und seine Gesellschaftsform. Demokratie könnte volksnäher sein und Lokalpolitik und Kommunalverwaltung könnten enger zusammenarbeiten. Das ist das Fazit nach 20 Jahren vereintem Deutschland hier in Bad Doberan. Denn ob Seestraße, Dammchaussee, Goethestraße oder Seitenweg: Die Geschichten sind immer dieselben:
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Autor: Martin Dostal
Okt
05
Dienstag, 5. Oktober 2010 20:05
1793 wurde das erste Hotel an der deutschen Ostseeküste im Auftrag des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg in Doberan direkt am Kamp errichtet. Das historische Zopfstil-Fachwerkhaus diente als Logierhaus und blieb durchweg trotz wechselnder Bezeichnungen (Kurhotel, Kurhaus) ein Hotel. 2005 stand das Haus vor der Versteigerung. Axel Kross und Marie Kross-Jonsson retteten es durch einen Pachtvertrag vor dem Besitzerwechsel und hofften, einst selbst das geschichtsträchtige Haus kaufen zu können. Nun endet ihr Pachtvertrag und damit die Arbeit vieler Angestellter. Das Haus braucht eine Sanierung und die kann der Eigentümer sich scheinbar nicht leisten.
Trotzdem soll das Haus ein Hotel bleiben: Quo vadis, Friedrich Franz – wohin geht das Traditionshotel?
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Autor: Martin Dostal
Sep
30
Donnerstag, 30. September 2010 10:57
Nichts geht in einer Kommune ohne das Umweltamt. Meistens stellt diese Gesetzmäßigkeit kein Problem dar aber in Bad Doberan ist es anders herum: Nichts geht durch das Umweltamt. Dieses nimmt seine Aufgaben sehr ernst und ist schier unerbittlich, wenn es um das Leben von Echsen und Vögeln oder die Erhaltung von “Biotopen” genannten verwucherten Schlammlöchern geht. Die Menschen der Stadt fühlen sich erdrückt von der Tier- und Pflanzenliebe des Amtes.
Ist das Umweltamt außer Kontrolle geraten? Angesichts der Ankündigung, den Plänen für die Strandversorgung in Heiligendamm zu widersprechen und dem aktuellen Bericht über den Widerspruch zur Sommerrodelbahn am Stülower Weg mag mancher glauben, die Umweltschützer schlügen über die Stränge. Doch ist Umweltschutz ja ihre Aufgabe. Wozu dann aber der Ausbau einer Straße auf Boulevard-Niveau so gar nicht passt. Hier soll nämlich das Umweltamt die Straßenbreite fordern, wie der Bauamts-Chef Norbert Sass bekannt gibt:
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Autor: Martin Dostal
Sep
29
Mittwoch, 29. September 2010 14:59
Ab nächstes Jahr würde die Barlachstadt Güstrow Kreisstadt des anonymen Großkreises “Mittleres Mecklenburg” sein.
Dieser Beschluss kam aus Schwerin und wenn man sich die beiden Städte einmal vergleichend anschaut, wird nicht sofort offensichtlich, warum gerade Güstrow Kreisstadt des neuen Großkreises werden soll:
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Autor: Martin Dostal
Sep
29
Mittwoch, 29. September 2010 14:56
Auf den Straßen der Noch-Kreisstadt tut sich etwas. Nein, es sind nicht Demonstrationszüge wütender Bürger gemeint. Diese kennt die Stadt nicht. Also: die Demonstrationszüge. Oder doch die wütenden Bürger? Eigentlich sind die Bagger und Planierraupen, Lkws und Walzen gemeint, die auf den Straßen der Stadt arbeiten. Zuerst erfuhr die Seestraße eine Neugestaltung, dann die Clara-Zetkin-Straße und nun ist der Stülower Weg samt seiner Seitenstraßen dran. Versteht man noch, dass eine Kreisstraße breit genug sein muss und gesteht man der scheidenden Kreisstadt auch zu, zum Ende der Regentschaft noch einmal richtig zu klotzen, mutet die Mutierung der Neben-Sackgassen zu Boulevards als pure Geldverschwendung an. Dabei ist es zu 75% das Geld der Anwohner, das da in den Sand gesetzt wird. Zu sagen haben diese Anwohner nichts und wenn sie es doch versuchen, werden sie barsch abgewürgt. Lesen Sie selbst:
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Autor: Martin Dostal
Sep
24
Freitag, 24. September 2010 9:03
Aus der Luft präsentiert sich die Weiße Stadt am Meer als heller Fleck in der grünen Landschaft. So soll es auch sein, denn das war die Idee derer, die den Sandsteinfassaden weiße Farbe spendierten. Damals kannte man wohl Netze: Fischernetze, Tennisnetze und auch Spinnennetze. Heiligendamm hatte davon alles zu irgend einer Zeit zu bieten. Nur mit dem Internet(z) war es schlecht bestellt. Auf den Netzabdeckungskarten wurde die Weiße Stadt ihrem Namen gerecht und erschien als weißer Fleck in einer grün-roten Landschaft. Sehr zum Leidwesen der Einwohner und Gewerbetreibenden in Heiligendamm, die weder selbst schnell über das Internet kommunizieren, noch es ihren Kunden und Urlaubern anbieten konnten. Einzig das Grand Hotel und die ECH hatten eine relativ schnelle Insellösung gefunden aber der Rest der Heiligendammer schaute in die Röhre oder auf das TFT-Display. Für viele Minuten pro Tag und für viele Jahre des Jahrzehnts. Lokalpolitiker versprachen Abhilfe aber Lokalpolitiker können kaum helfen. Das war auch gar nicht nötig, denn der Mobilfunk-Riese Vodafone hatte längst eine Lösung gefunden. Nun wird sie in Heiligendamm umgesetzt und der weiße Fleck auf der Landkarte – nur auf der Netzabdeckungslandkarte natürlich – verschwindet:
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Autor: Martin Dostal
Aug
24
Dienstag, 24. August 2010 17:05
Vor etwas über einem Jahr trennte sich die Kempinski-Gruppe vom Grand Hotel Heiligendamm. Der Ausstieg des Betreibers kam nicht überraschend aber überstürzt. Das Grand Hotel musste von heute auf morgen umgekrempelt werden: Neue Buchungssoftware, neue Webseiten, Prospekte und Broschüren, neues Geschirr, neue Textilien und Accessoires. Der Schriftzug “Kempinski” durfte nicht mehr in Heiligendamm auftauchen und sollte auch nicht mehr mit Heiligendamm in Verbindung gebracht werden. Erstes meisterte die eiligst gegründete Betreibergesellschaft mit Hilfe von Krediten, für die das Land Mecklenburg-Vorpommern auf Bitten Jagdfelds bürgte. Zweites wird so schnell nicht gelingen, denn das “Kempinski” oder auch “Kempi” hat sich eingebürgert und steht auch ohne gleichnamige Betreiber für Heiligendamm. Immerhin: Das allein ist schon ein Erfolg für das Grand Hotel. Doch für die ca. 200 Investoren des FUNDUS-Fonds 34 zählt nicht das Image, sondern das Geld. Dieses floss unter Kempinski spärlich. Daran konnten auch Versuche, das Grand Hotel anders auszurichten nichts ändern. 2008 hieß es, Heiligendamm wolle einen Stern herunter gehen – ein übliches Verfahren. Im selben Jahr fand man das Luxus-Hotel auf Tchibo vermarktet. Dem entsprechend waren auch unsere Erfahrungen bei einem Test-Kaffee im Kurhaus-Restaurant vernichtend für ein Luxus-Hotel.
Nach dem Weggang der Kempinski-Gruppe änderte sich einiges. Am Haupttor wurde eine Klingel angebracht, am Hinterausgang ein Mitarbeiter mit Schirm, Tisch und Angebotskarten positioniert und bei den Mitarbeitern machten sich Veränderungen in der Aufmerksamkeit und Freundlichkeit bemerkbar. Vielen kostete der Betreiberwechsel der Job aber viele wurden (unter neuen Bedingungen) übernommen und andere neu eingestellt. Neu war auch die Schaffung einer Presseabteilung innerhalb der FUNDUS-Gruppe als Ergänzung zur PR-Mitarbeiterin der ECH. Seitdem bekommt auch zeit-am-meer.de Pressemitteilungen. Die nun folgende zeigt, dass die Neuausrichtung des Grand Hotels nach dem Weggang Kempinskis erfolgreich war und dass Abschied zwar ein scharfes Schwert sein kann aber Zeit alle Wunden heilt. Es war meteorologisch nicht der heißeste oder beste Sommer seit 2003 aber für das Grand Hotel war 2010 trotzdem der beste Sommer seit der Eröffnung. Das – und einem unglücklichen Bericht in Spiegel-TV (sh. Kommentar) – ist dem Hotel eine Pressemitteilung wert:
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Autor: Martin Dostal
Aug
18
Mittwoch, 18. August 2010 15:12
In Gedanken kann man schon die ewigen Kritiker munkeln hören: An der Baugrube für Villa “Großfürstin Marie – Perle” tut sich nichts mehr. Die ECH hat einen Baustopp angeordnet. Über die Gründe kann man in Gedanken schon die Gerüchte-Küche brodeln hören. Doch es gibt ganz einfache Gründe und damit die Gerüchteküche zu bleibt, nennt die ECH diese lieber gleich:
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Autor: Martin Dostal
Jul
27
Dienstag, 27. Juli 2010 15:42
Das klassizistische Ensemble macht Heiligendamm aus und das Grand Hotel macht das klassizistische Ensemble aus. ZEIT-AM-MEER.DE wäre also bei allem Bemühen um Freiheit von Werbung für die Beteiligten nicht komplett, würden nicht auch Meldungen über das Grand Hotel veröffentlicht werden. Eine erfreuliche Meldung gibt es heute in der Bad Doberaner Lokalausgabe “Stadt und Land” der Ostsee-Zeitung: Das Grand Hotel räumt große Auszeichnungen ab:
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Autor: Martin Dostal