Sonntag, 11. September 2011 16:17
Lieber Besucher, liebe Besucherin,
Den vielen Rückmeldungen zu zeit-am-meer.de entnehme ich eine gewisse Spannung. Ich hatte Anfang des Jahres große Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen – um es in der Sprache der Architekten zu auszudrücken – angekündigt und nun haben wir schon September und nichts davon ist wirklich zu sehen.
Das hat einen einfachen Grund: Ich möchte das bisherige Geflecht los werden, das mich zwingt, mit drei unterschiedlichen Softwarelösungen zu arbeiten. In Zukunft möchte ich so gut es geht nur WordPress benutzen und weil ich dafür alle Seiten mehr oder weniger anpassen oder neu erstellen muss, werde ich die Seiten erst aktualisieren, wenn alles fertig ist.
Im Moment bin ich sehr mit der Internetseite von Hohenfelde beschäftigt und bilde mich gewissermaßen nebenbei fort. Ich habe viele Bücher durchgearbeitet, mit Leuten gesprochen und geschrieben, Fragen gestellt, Antworten bekommen, an Vorträgen teil genommen, viele Fotos gemacht und gerade heute habe ich anlässlich des Tages des Offenen Denkmals teil genommen, um auch in die Räume zu kommen, in die ich sonst nicht so einfach hinein gelange. Wer nun glaubt, ich müsste mich doch langweilen, wenn nur Fakten vorgetragen werden, die ich schon kenne, der irrt: Heute habe ich vieles dazu gelernt – Kleinigkeiten, die aber für mich sehr wertvoll sind. Ein wenig konnte ich dann auch beitragen aber ich versuche, mich zurück zu halten. Ich habe inzwischen einen ordentlichen Stapel beidseitig beschriebener DIN A4 – Blätter zusammen – alles neue Informationen. Mein Ziel ist es, noch in diesem Jahr den Architekturführer fertig zu stellen.
Dieser wird aus mehreren zusammenhängenden Internetseiten bestehen, die sich aber ausdrucken lassen werden. Ich möchte den Architekturführer dem Stadtarchiv in Papierform schenken und er soll auch für Recherchen nutzbar sein. Ich bin quasi mittendrin – der Architekturführer entsteht zunächst als reiner Text in einer Worddatei. Er fängt bei der geologischen Entstehung der Region an, geht über die Klosterzeit bis zum Bau des Amtshauses und beleuchtet viel tiefer als bisher die gesellschaftlichen, kulturellen und auch persönlichen Hintergründe jeder Investition. Statt wie bisher nur Heiligendamm zu betrachten, werde ich ab sofort deb historischen Notwendigkeiten gerecht und betrachte Bad Doberan mit seinen Ortsteilen als Gesamtheit. Man kann das nicht trennen und man kann auch nicht das eine ohne das andere erklären.
Ich möchte den Architekturführer als neuen Kern der Internetpräsenz verstanden wissen und werde darum die komplette Stadtentwicklung in allen mir möglichen Facetten aufzeigen – so wie es Professor Skerl in seinen Vorträgen auch macht.
Der Architekturführer wird reich bebildert sein. Ich habe eine riesige Sammlung an Bildern zusammen bekommen, muss aber noch bei einigen Dingen die Rechte klären. Mein Ziel ist es, immer alte und neue Bilder zu zeigen. Aus dem Architekturführer heraus soll eine Gebäudedatenbank entstehen, die möglichst viele Gebäude unserer Stadt baugeschichtlich – aber auch nutzungsgeschichtlich – dokumentiert. In Absprache mit Frau Gläwe werde ich Katasterdaten mit in die Datenblätter (jedes Gebäude bekommt eine eigene Unterseite mit Daten, historischen und aktuellen Bildern.) aufnehmen, sodass Interessierte die Informationen, die zum Digitalisieren es zu viel werden würde, im Stadtarchiv weiter recherchieren können.
Die “Geschichte der Sommerfrische” wird mit in den Architekturführer einfließen. Einige Ereignisse werde ich in der Zeittafel der Chronik (Geschichte) in Infokästchen etwas ausführen. Überhaupt werde ich viele Infokästchen verwenden, um einerseits die wichtigsten Informationen kompakt zusammen zu tragen und andererseits die mitunter sehr textlastigen Seiten aufzulockern.
Herausgetrennt werde ich eine Zeittafel mit der Geschichte der Stadt als Extra-Seite belassen und auch die aktuelle Diskussion bleibt auf einer Extra-Seite. Hier werde ich versuchen, mich ein wenig weiter zu beschränken. Bisher habe ich auch Kleinigkeiten dokumentiert – diese werde ich lieber sammeln und dann in den Architekturführer einfließen lassen, wenn es um die jüngere Geschichte und Entwicklung der Stadt geht.
Bei den Diskussions-Seiten werde ich es so einrichten, dass jeder Beitrag (Artikel) kommentiert werden kann. Indem ich WordPress nicht mehr nur als Gerüst, sondern als komplettes CMS benutze, werde ich auch Diskussionen eröffnen, Umfragen erstellen und Abstimmungen anbieten können. Ich werde zeit-am-meer.de mit Facebook und Twitter verbinden – bisher musste ich immer manuell alles von Frontpage zu WordPress und von dort zu Facebook kopieren – da brauchte ich schon bei einfachen Beiträgen immer eine halbe bis ganze Stunde zu.
Sie, liebe Besucherin, lieber Besucher, möchte ich einladen, mich mit Bildern und Informationen zu unterstützen. Fangen Sie doch einfach bei Ihrem Wohnhaus oder Ihrer Arbeitsstelle an. Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn ich Informationen schon habe und sie noch einmal bekomme, denn dadurch kann ich sie verifizieren. Schreiben Sie mir doch, wo Sie wohnen, wann und durch wen Ihr Haus gebaut wurde, wer der Bauherr war und vielleicht auch, welche bekannten Persönlichkeiten dort schon wohnten. Ich brauche besonders auch Bilder aus der DDR- und der Nachwendezeit vor dem Jahr 2000, weil ich den unsanierten Zustand dokumentieren will. Das Sanierungsjahr, evtl. auch die Kosten und Ergebnisse (Grundrissänderungen etc.) sind sehr interessant. Wenn Sie alte Bilder von Bad Doberan und seinen Ortsteilen haben, senden Sie mir bitte Scans zu oder ich hole sie ab, scanne sie ein und bringe sie zurück oder fotografiere sie mir vor Ort ab. Alte Texte, Speisekarten, Logos, Karten, Gläser, Textilien etc. sind ebenfalls willkommen – ich möchte sie gar nicht sammeln, sondern nur dokumentieren, also ein Foto von machen. Es ist doch der spannendste Teil der Geschichte, wenn sich ein altes Parfümflakon der Doberaner Parfümfabrik oder ein altes Doberaner Senfglas zu sehen – wenn auch nur auf Fotos. Enthalten Sie es den Menschen nicht vor!
Vielleicht können Sie aber auch direkt eine Frage aus meiner langen Liste beantworten: Hier geht es zu den Fragen.
Ich halte Sie weiterhin über den Fortschritt auf dem Laufenden und freue mich über weitere Anregungen.
Ihr Martin Dostal
PS: Ab 2012 heißt die Internetseite nur noch www.zeit-am-meer.de. Damit wird alles einfacher zu merken sein.