Beiträge vom Juli, 2010

Ausgezeichnet: gusto gibt dem Friedrich-Franz-Restaurant des Grand Hotels acht Pfannen.

Dienstag, 27. Juli 2010 15:42

Das klassizistische Ensemble macht Heiligendamm aus und das Grand Hotel macht das klassizistische Ensemble aus. ZEIT-AM-MEER.DE wäre also bei allem Bemühen um Freiheit von Werbung für die Beteiligten nicht komplett, würden nicht auch Meldungen über das Grand Hotel veröffentlicht werden. Eine erfreuliche Meldung gibt es heute in der Bad Doberaner Lokalausgabe “Stadt und Land” der Ostsee-Zeitung: Das Grand Hotel räumt große Auszeichnungen ab:

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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Neue Wege in Heiligendamm Stadtvertreter sollen über neuen Strandabgang beschließen.

Dienstag, 27. Juli 2010 15:39

Der beste Weg zum Strand ist ein Strandabgang. Davon hat Heiligendamm entlang der Promenade einige zu bieten. Über Treppen und Rampen geht es zum Strand und wer die Promenade dorthin verlässt, muss Kurtaxe bezahlen. Grund genug, den Leuten einiger dieser Zugänge anzubieten. Einer der festen Strandzugänge ging für die Öffentlichkeit 2009 verloren, weil das Westende der Promenade dem Grand Hotel zugeordnet wurde. Nun soll eine Verbindung her, die von der Seebrücke bis zum Strandaufgang Nummer zwei führt. Dieser trägt den Namen “Liegnitzsteg” von Prinzessin Auguste von Liegnitz, die an dieser Stelle einen kleinen Steg anlegen ließ. Davon ist nichts übrig, außer der sandige Pfad – heute allerdings mit eingerammten Bohlen zur Stufenbildung – und die Romantik dieses Ortes. Ganz so romantisch soll es nicht bleiben, denn hier soll ein fester Zugang her, der nach Möglichkeit auch noch das Befahren des Strandes für die Fahrzeuge der Stadtreinigung ermöglicht. Der vorhandene Steg soll entweder mit Fördermitteln oder auf Kosten der ECH – die ihn als Ausgleich für den Wegfall des Küstenoberkanten-Weges errichten musste – mit dem neuen alten Strandabgang verbunden werden. So tituliert die Ostsee-Zeitung zwar “Neuer Strandabgang für Heiligendamm vorgesehen”, dürfte aber damit den alten Strandabgang meinen. Es sei denn…

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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Ein kleines Bauwerk aber ein harter Brocken: Amtshaus-Sanierung wird teurer.

Dienstag, 27. Juli 2010 15:35

Das einst zweite Wohnhaus des Großherzogs Friedrich Franz I von Mecklenburg(-Schwerin) ist ein typischer mecklenburgischer Fachwerkbau. Das idyllisch im Klostergarten gelegene Sommerhaus wurde nach seinem Umzug in das Großherzogliche Palais am Kamp zum Amtshaus umfunktioniert und blieb bis zu seiner Schließung in etwa in dieser Funktion. Zu DDR-Zeiten war hier die Stadtbibliothek Bad Doberans untergebracht und es gab immer noch Amtsstuben, in denen es ganz typisch nach altem Holz und Bohnerwachs roch. Nach der Wende zog das Arbeitsamt hier ein. Irgendwann zog die Bücherei in die neue Mehrzweckhalle am Schulkomplex um und das Arbeitsamt siedelte in den neu gebauten Bürokomplex am anderen Ende des Klosterareals auf dem Kammerhof um. Rings um das Amtshaus herum entstanden Bürohäuser – in der Severinstraße, in der Beethovenstraße und am Kammerhof. Auch die Kreisverwaltung im Rosengarten entstand neu. Von den modernen neuen Büros aus kann man das alte Amtshaus täglich mehr verfallen sehen. Die Augen des altehrwürdigen Hauses sind leer – zugenagelt mit Pappe. Das Gebälk biegt sich unter dem Gewicht der nach vorn heraus biegenden Ziegelsteine, die Scheiben sind kaputt und die Wände beschmiert. Wie Hohn liest sich die Werbung der Sicherheitsfirma, die dieses Denkmal bewacht. Ein Wunder ist es schon, dass dem alten Amtshaus nicht dasselbe Schicksal widerfahren ist, wie 2006 dem Moorbad. Aber nun soll es doch eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden geben: Wie das Moorbad soll auch das Amtshaus saniert werden. Die Planungen sind hier schon ein paar Phasen weiter. Die evangelische Kirchgemeinde hat das Amtshaus mit Mitteln aus dem Verkauf eines anderen Hauses erworben und will es zu einem Gemeindezentrum umfunktionieren. Gerade richtig für dieses Haus in dieser ambitionierten Lage. Doch die veranschlagten Kosten reichen nicht, um dieses erste herzogliche Gebäude der Münsterstadt zu retten. Wie werden die Stadtvertreter entscheiden? Außerdem: Zahlen und Fakten zum Städtebau:

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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Baustellentagebuch Villa “Perle/Großfürstin Marie” – Erster Tagebucheintrag online!

Montag, 26. Juli 2010 17:29

Bautagebuch Villa “Perle/Großfürstin Marie” 21.07.2010: Die Baustelleneinrichtung.

Wie versprochen begleitet zeit-am-meer.de den Wiederaufbau der Villa “Perle/Großfürstin Marie” Schritt für Schritt.
Der erste Schritt erfolgte mit dem ersten Spatenstich am 03.07.2010. Seitdem liefen die Vorbereitungen für die Einrichtung der Baustelle, welche nun Gestalt annehmen. Das Gelände zwischen Seebrückenplatz und Haus “Bischofsstab” und zwischen Kurwald und Promenade wird eingezäunt und eine Baustraße über den neuen Verlauf der Prof.-Dr.-Vogel-Straße verlegt. Zäune werden aufgestellt, Wege abgetragen, Schilder aufgestellt. Erste bildliche Eindrücke gibt es hier.

Fotorundgang: Bautagebuch 21.07.2010: Die Baustelleneinrichtung.
Fotos vom Spatenstich und der anschließenden Feier gibt es hier:
Foto-Rundgang vom 03.07.2010 (Bilder vom ersten Spatenstich für Villa Perle)


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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm, Neu auf www.zeit-am-meer.de | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Umweltschutz hintenrum: Wie die Grünen Allee-Bäume zu retten versuchen.

Montag, 26. Juli 2010 17:19

Die Goethestraße soll saniert werden. Das ist inzwischen bekannt. Es liegen mehrere Pläne vor, von denen einige Fuß- und Radwege und andere nur Fußwege berücksichtigen. Bei einigen dürfen die alten Bäume stehen bleiben und bei anderen müssen sie durch Neuanpflanzungen ersetzt werden. Diese Neuanpflanzungen sind einigen Bürgern und Stadtvertretern ein Dorn im Auge. Dennoch wurde für den Plan gestimmt, der die Goethestraße nach den Gesichtspunkten des Städtebaus aufwertet: Molli-Trasse, zweispurige Fahrbahn, Fußweg und Fuß-Radweg-Kombination. Dazu neue Bäume – diesmal gleich richtig gepflanzt. Dass eine Sanierung der Goethestraße nötig ist, wissen alle und dagegen hat keiner etwas einzuwenden. Doch städtebauliche Überlegungen vor den Umweltschutz zu setzen, stößt gerade den Grünen sauer auf. Da die Meinung der Stadtvertreter sich durch den einzigen Grünen-Stadtvertreter aber nicht ändern lässt, versucht der es einfach hinten herum. Lesen Sie selbst:

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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Wird Bad Doberan den touristischen Anforderungen gerecht Protokoll einer Podiumsdiskussion.

Montag, 26. Juli 2010 17:16

Der ruhende Verkehr in Bad Doberan und Heiligendamm ist ein Problem. Das hat die Stadt erkannt und das erkennen auch ihre Bürger. Wie man es nicht ändern sollte, wissen viele. Eine Podiumsdiskussion sollte nun Anreize bringen, wie man es denn ändern könnte. Am Ende ging es nur um Grundsatzfragen aber am Rande der Diskussion wurde auf Nachfrage noch einmal betont, was teils vergessen und teils bezweifelt wurde: Eine Umgehungsstraße zur Umgehung Bad Doberans – wie sie die Gemüter seit Jahren erhitzte – ist vom Tisch. Definitiv. So deutlich war das vorher gar nicht.

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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Die Strandversorgung in Heiligendamm ist in Gefahr.

Montag, 26. Juli 2010 17:13

Heiligendamms erste Reihe ist mondän. Das Grand Hotel hat alle erdenklichen Sterne und gilt als schönstes Hotel der Welt, das Restaurant “Medinis” gehört dazu und hält natürlich mit. Das Golfhaus bietet Kaffee, Kuchen und Snacks, Cocos Milchbar und zwei Imbiss-Betriebe – einer am Kinderstrand und einer am Golfteich – bieten eine Versorgung mit Essen und Trinken für den schmalen Geldbeutel. Ergänzt wird das Angebot durch einen Eiswagen und eine Fisch-Bude.

Wir haben also zwei Extreme: Luxus-Gastronomie und Imbiss-Gastronomie. Über zu wenig Kundschaft können sich beide Anbieter nicht beschweren. Was Heiligendamm fehlt, sind “richtige” Angebote. Der Gast erwartet mehr, als zu essen, zu trinken und das Ganze wieder ausscheiden zu können. Genau das ist aber schon alles, was Heiligendamm zu bieten hat. Der Strand ist natürlich das, was die Gäste anzieht und auch die Bauwerke sind Touristenattraktionen. Die Seebrücke noch und natürlich die Natur – Wiesen und Wälder. Das macht Heiligendamm aus und das war auch die Idee der Planer und Erbauer: Ein Ort der Abgeschiedenheit und Ruhe. Von der Grundidee her gesehen, sind alle Cafés und Imbissbetriebe in Heiligendamm schon zu viel.

Aber die Zeiten haben sich geändert und heute möchten sich die Stadtobersten nicht mehr in Heiligendamm erholen, sondern mit Heiligendamm Geld verdienen. Nur: Wie verdient man Geld, wo es außer Sand, Meer, Parkflächen, je zwei Imbissen und Cafés und eben den Häusern gar nichts zu sehen gibt? Man kassiert Kurtaxe für jeden, der die Promenade gen Strand verlassen will. So weit, so gut. Man kassiert ja auch Gewerbesteuern aber so richtig betrifft das nur das Grand Hotel. Man kann die Anzahl der Parkplätze erhöhen, damit mehr Leute kommen und Kurtaxe bezahlen. Die zahlen dann Parkgebühren und Kurtaxe, eine Currywurst mit Pommes und fahren wieder. Kommen sie wieder? Oft nicht. “Nichts los außer Menschen” oder auch “Da gibt es nicht einmal eine Gaststätte” und auch “Da gibt es ja gar keine Souvenirs”.

Und genau das ist der Punkt: Bis zur oder kurz nach der Wende konnte man in Heiligendamm in der “Palette” essen gehen, in einer Drogerie oder einem Konsum Waren des täglichen Bedarfs kaufen und auch Souvenirs, in erster Linie Postkarten und Ansichtskarten. Auch Strandartikel, wie Kosmetik, Textilien und Spielzeug gab es in Heiligendamm zu kaufen. Darüber hinaus gab es dann eben die Imbiss-Betriebe, Cafés und ein wenig mobilen Handel. Essen gehen kann man heute mehr als damals aber die Restaurants des Grand Hotels sprechen eine andere Klientel an. Lediglich der Herzogliche Wartesaal im Molli-Bahnhof und das Jagdhaus können von sich behaupten, ein Restaurant für die Nicht-Hotelgäste zu sein. Die Frage ist eben, ob das für die Größe Heiligendamms nicht auch reicht.

Zwei Imbiss-Betriebe jedenfalls sollten ausreichen, wenngleich im Osten einer mehr auch nicht schaden und Herrn Butze nicht arm machen würde. Der nämlich rotiert im Sommer regelrecht, um die Schlangen an hungrigen Gästen bedienen zu können. Auch zwei Cafés auf einem Fleck sind sicherlich nicht zu viel und selbst das Jagdhaus steht gleich um die Ecke. Im Westen sieht es da schon schlechter aus: Zwischen Bahnhof und Kinderstrand liegen ein paar Kilometer und dazwischen ist nichts, was die Gäste versorgt. Das ist auch gar nicht vorgesehen, denn der massentouristische Mittelpunkt soll im Osten Heiligendamms sein – rund um den Golfteich. Dieses kaum sichtbare Gewässer stellt einen Biotop dar. Zu was anderem ist das formlose Schlamm-Brachwasser auch nicht zu gebrauchen. Gerade darum findet man hier seltene Vogelarten, wie z.B. die Kraniche´, die ich in einem Foto-Rundgang fotografiert habe. Auch das ist Heiligendamm und auch das muss natürlich erhalten bleiben.

Trotzdem gibt es weder Bälle, noch Schaufeln und Eimer, weder Bikinis und Badehosen, noch Postkarten in diesem massentouristischen Zentrum Heiligendamms. Das macht den Ort aber nicht ruhiger, denn die Leute kommen trotzdem. Die Parkplätze reichen nicht und das ist Absicht. Doch statt dann einfach einen Parkschein zu lösen, Kurtaxe zu bezahlen und baden zu gehen, macht der “Faktor” Mensch etwas anderes: Er hat bezahlt und nun will er auch etwas erleben. Also geht er gen Westen. Und landet derzeit in einer Sackgasse. Alles was er dort sehen kann, ist das Grand Hotel und wenn ihm das Außen nicht reicht, muss er den Eingang suchen. Immerhin gibt es dadurch nicht mehr die Touristenscharen von 2003 auf dem Hotelgelände. Aber befriedigend ist das alles trotzdem nicht.

Ein Ablassventil wird nun geöffnet, indem man gen Westen die Packwerk-Überquerung verlängert und so den Leuten einen Rundweg ermöglicht. Auf diesem Rundweg können die Touristen sich dann davon überzeugen, dass Heiligendamm wirklich nichts weiter zu bieten hat, als das oben aufgezählte. Für die Hotelgäste sieht es derzeit etwas und in Zukunft vielleicht bedeutend anders aus, denn hier gibt es hauseigene Angebote und weitere sind in Planung. Für den Standard-Touristen ist das alles entweder zu teuer oder er begreift nicht, dass er das auch nutzen darf. Das Grand Hotel bietet zwar aktiv den SPA-Bereich, die Bars und Arrangements an aber um Luxushotel zu bleiben, verlangt es dafür natürlich auch die Preise eines Luxus-Hotels. Man kann ja auch schlecht Ausnahmen machen und die Standard- den Luxustouristen vorziehen. Das Grand Hotel wird eine Welt für sich bleiben und nur so kann es funktionieren.

Für den Standard-Touristen bedeutet dies, dass er dort willkommen aber eher nicht daran interessiert ist. Frische Snacks vom Bäcker würden ihn mehr interessieren und eine willkommene Abwechslung zum Imbiss-Angebot sein. Alles, was zum Mitnehmen ist, ist für die Standard-Touristen interessant. Alles, was sie versorgt, für ihren kurzen Heiligendamm-Aufenthalt. Und hier soll eine Strandversorgung ansetzen. Ein kleiner Pavillon, in dem Geschäfte, kleine Gaststätten, wie eine Bäckerei und auch Butzes Imbiss unterkommen können, wenn sein jetziger Standort der Thalasso-Schwimmhalle weichen muss. Die ja selbst auch ein Angebot sein wird. Segel- und Surfschule haben bewiesen, dass Heiligendamm attraktiv ist. Was fehlt, sind Räumlichkeiten. Zugegeben: Angesichts der gähnenden Leere in den Villen der Perlenkette und der Seedeichstraße klingt das komisch. Aber wenn Sie da drinnen gewesen wären, würden Sie davon nichts mieten wollen. Und Räume in von der ECH sanierten Villen in 1A-Lage können sich die kleinen Gewerbetreibenden in einer vom Wetter abhängigen Lokation nicht leisten. Bleibt nur ein Neubau und der ist seit Jahren im Gespräch. Seit wenigen Monaten soll er nun endlich präzisiert werden. Doch vielleicht kommt alles anders und das Ventil bleibt zu, bis der Ball platzt. Sehen Sie selbst:



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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Endlich: Das historische Bad Doberaner Moorbad ist verkauft und wird saniert.

Montag, 26. Juli 2010 17:09

Das Moorbad zu Bad Doberan gehört zu den ältesten Funktionsgebäuden der Stadt. 1820 wurde an dieser Stelle am Mühlenteich südlich des damaligen Ortes Doberan eine Eisenquelle entdeckt und schnell ein Haus mit vier Wannen für Eisenbäder errichtet. Damals wurden die Bäder noch als “Stahlbäder” bezeichnet, sodass der erste repräsentative Bau “Stahlbad” genannt wurde. Dieser Bau entstand 1823 in Form eines eingeschossigen Flachbaus. Geplant und errichtet wurde das gelbe Gebäude im Angesicht der Stadt vom Bauconducteur Carl Theodor Severin, der das Ortsbild Bad Doberans und Heiligendamms maßgeblich prägte. Das Stahlbad erwies sich schon bald als äußerst beliebt, sodass zwei Jahre später eine Aufstockung vorgenommen wurde.

Es klingt unglaublich aber im Jahre 1900 wurde das Stahlbad noch ein zweites Mal aufgestockt und erhielt sein endgültiges Gesicht. Faszinierend an dieser Tatsache ist, dass man ohne dieses Wissen gar nicht merken würde, dass dieses wie aus einem Guss wirkende Bauwerk innerhalb eines halben Jahrhunderts dreimal aufgestockt wurde.
Sowohl Severin, als auch seine Nachfolger gingen behutsam vor und orientierten sich bis ins kleinste Detail an den Grundbau von 1823. Aus einem Flachbau wurde ein repräsentatives Erholungsheim, das bis zuletzt auch so genutzt wurde.

Erst 1996 wurde der Komplex zu klein und zog in die neu errichtete Dr.-Ebel-Klinik ein, die auch den Namen “Moorbad” tragen darf. Seitdem ist das Haus im Besitz des Projektentwicklers Frank Thee, der das sanierungsbedürftige Gemäuer wieder in altem Glanz erstrahlen und gemäß der Geschichte ein Gesundheitszentrum in der Art eines Erholungshotels darin unterbringen wollte. Doch es tat sich nichts und während Thee und die Stadt sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuschoben, ging 2006 das Moorbad in Flammen auf. Die Feuerwehren kämpften um das Gebäude und brauchten lange, um diesen Kampf zu gewinnen.

Doch die Schäden sind enorm und die Forderung Thees nach einer Abrissgenehmigung ließ die Vermutung aufkommen, dass es sich um einen heißen Abriss handele. Zwar konnten die mutmaßlichen Verursacher gefasst werden aber da es sich um Minderjährige handelt, wurden sie nicht bestraft. Manche glauben gar nicht, dass sie die Täter waren. Bis heute hält sich zudem wacker die Anschuldigung, Thee würde mit dem Erwerb des Prestige-Objektes in Top-Lage zu einem Schnäppchenpreis allein ein Geschäft betreiben und gar kein Interesse an der Sanierung haben, sondern ganz im Gegenteil den Abriss wollen, um das Bauland sauber gewinnbringend verkaufen zu können. Aktuell spricht die folgende Kurzmeldung der Ostsee-Zeitung dagegen:

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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Es ist vollbracht: Der erste Spatenstich für die Errichtung der Villa “Perle / Großfürstin Marie”

Montag, 5. Juli 2010 11:07

“Was lange währt, wird endlich gut”. Klaus Rohde vom ZVK bringt es auf den Punkt. Am 03.07.2010 vollzogen FUNDUS-Chef Anno August Jagdfeld und Bürgermeister Hartmut Polzin vor den Augen von ca. 200 geladenen Gästen den symbolischen ersten Spatenstich zum Wiederaufbau der Villa Perle/Großfürstin Marie. Alle freuten sich über den Wiederaufbau des 2007 abgerissenen Prunkstücks der legendären Perlenkette. Wirklich alle? Hannes Meyer vom Bürgerbund nutzte die Presse für sich. Oder gegen sich. Lesen Sie selbst:

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Thema: Heiligendamm 2010 - Hoffnung für Heiligendamm | Kommentare (0) | Autor: Martin Dostal

Bilder vom ersten Spatenstich für Villa “Perle / Großfürstin Marie” vom 03.07.2010 online.

Sonntag, 4. Juli 2010 15:41

Am 3. Juli 2010 erfolgte der lang ersehnte und fest versprochene erste Spatenstich für den Wiederaufbau der Villa “Perle” und ihrem Anbau “Großfürstin Marie”. Der krönende Abschluss der Perlenkette musste 2007 der G8-Pressetribüne weichen, nachden die Villa nicht mehr zu retten war und der Denkmalschutz sie schweren Herzens zum Abriss frei gab. Nach langer Diskussion gaben die Bad Doberaner Stadtvertreter im Dezember 2009 grünes Licht für den Wiederaufbau der Villa “Perle” und die Sanierung der Perlenkette. Damit geht der Wiederaufbau der Weißen Stadt am Meer zumindest in der ersten Reihe 10 Jahre nach dem ersten Spatenstich für das Grand Hotel nun in die nächste Etappe.

Wir gehörten zu den etwa 200 geladenen Gästen, weshalb wir Ihnen exklusive Bilder vom ersten Spatenstich durch FUNDUS-Chef Anno August Jagdfeld und Bürgermeister Hartmut Polzin zur Verfügung stellen können. Viel Spaß mit den Bildern!

FUNDUS-Chef Anno August Jagdfeld und Bürgermeister Hartmut Polzin beim ersten Spatenstich für den Wiederaufbau der Villa "Perle/Großfürstin Marie".

FUNDUS-Chef Anno August Jagdfeld und Bürgermeister Hartmut Polzin beim ersten Spatenstich für den Wiederaufbau der Villa "Perle/Großfürstin Marie".

Hier geht es zu den Bildern.

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