Wenn Sie diese Seite nicht direkt aufgerufen,
sondern einen Einzelartikel angeklickt haben, bewegt sich die Seite
automatisch zum Beitrag, nachdem sie fertig geladen ist.
Über das Selbstverständnis
dieser Seiten, ihren Verfasser und seinen Ansichten.
Außerdem: Eigene Vorschläge für Bad
Doberan und Heiligendamm.
Viele Monate und eine Menge
Arbeit liegen hinter mir und viel Lesestoff und viele Bilder vor oder auch schon
hinter Ihnen.
Eine Masse an Meinungen,
Zitaten und Analysen spicken die Seiten und auch die Kommentare zu den
Bildern sind mal
mit Aussagen und mal mit
ironischen Bemerkungen versehen. Sie haben längst gemerkt, dass dies nicht die
Dokumentation eines
renommierten Chronisten ist,
sondern viel eher das Werk einer Privatperson, die auch mal ihre eigene Meinung
mit einbringt und hier
und dort versucht, zu
vermitteln und zu moderieren aber an anderer Stelle auch Kritik übt und das
nicht nur einseitig an eine Adresse
gerichtet, sondern an mehrere
Adressen. Das wirft natürlich die Frage auf, wo der Autor steht und wer er ist
und was von der Dokumentation Zitate sind und was die
eigene Meinung. Das möchte ich mit dieser
separaten Seite auflösen.
Worum geht es bei dieser
Dokumentation?
Es geht um Architektur und
Bauwerke, um Künstler und ihre Kunstwerke und um Ideen und ihre Verwirklichung.
Diese Dokumentation befasst sich mit den
Bauwerken Heiligendamms, ihren Bauherren, Baumeistern und ihrer Nutzung und
Perspektive. Es geht um den Ort selbst, seine Geschichte
und seine Zukunft und auch um seine Erlebbarkeit. Dabei geht es auch um die
derzeitigen Ereignisse, die Pläne des Investors und
den Ist-Zustand. Es geht auch um eine Zusammenfassung aller Meinungen,
Argumente, amtlichen Dokumente und Gutachten. Es
geht um Traditionen und Gewohnheiten aber auch um Offenheit und Innovation.
Worum geht es bei der
Dokumentation nicht?
Es geht nicht darum, sich auf
eine Seite zu schlagen und den Investor zu beschimpfen oder zu behindern oder
die Bürgerinitiative, einzelne Parteien oder Politiker zu beharken, dass sie den
Investor behindern würden. Es geht auch nicht darum, irgend eine Partei zu
verteidigen oder ihre Vorgehensweise zu
rechtfertigen und es geht auch nicht so sehr darum, zwischen den Parteien zu
vermitteln. Das müssen die Beteiligten schon selbst
austragen. Und während sie das tun, wird auch dieses zum Teil der Dokumentation. Es geht auch nicht um die letzten
Meldungen aus Heiligendamm und wer was aktuell zu welchem Thema sagt und wer
welche Gegenargumente bringt. Was davon in die
Dokumentation einfließt, das fließt oft erst nach Abschluss des Themas ein. Aber
in der Dokumentation gibt es Links zu Nachrichtenseiten.
Natürlich hat auch eine
Dokumentation stets einige subjektive Tendenzen.
Der Autor entscheidet, ob und
wie er die Fakten präsentiert. Unterschwellig wird der Leser
vielleicht die eine oder andere Position des Autors erkennen können. Wenn das
nicht so wäre, müsste ich sagen, dass mir Heiligendamm
egal wäre. Nur würde ich es dann nicht dokumentieren können. Selbst Jesus von
Nazareth - den die halbe Menschheit als Meister
ansieht - war nicht objektiv. Erhaben wohl aber nicht
objektiv. Seinen Aussagen ist immer seine Position zu entnehmen. Und wenn ein Chronist etwas
festhält, dann tut auch er das im Kontext von Eindrücken.
So ist auch diese
Dokumentation geprägt von Eindrücken und strebt danach, diesen Eindrücken einen
Ausdruck zu geben.
Die Rundgänge sind sehr
persönlich gehalten. Ich versuche auch stets, einfach mal andere Ansichten mit
ins Spiel zu bringen und Aussagen einfach einmal umzudrehen. Dabei geht es nicht
darum, den Personen das Wort im Mund umzudrehen sondern eher darum, einmal
sublime Botschaften zu entlarven oder festzustellen, dass eine Aussage so oder
auch so gemeint sein kann.
Ein guter Redner lässt viel
Auslegung zu und wer etwas verkaufen will, muss ein guter Redner sein.
Egal, ob er Aktien verkaufen
will oder Argumente.
Es geht auch nicht um G8 und
seine Gegner, um Reichtum und Armut, Kapitalismus und Kapitalismuskritik oder um
Ausgrenzung und Einfriedung. Das Thema
ist mit der Neuauflage dieser Dokumentation genau ein Jahr her und darum folgt
auch erst jetzt ein Blog zur Kommunikation. G8 ist das
eine und Heiligendamm das andere. G8 hat hier stattgefunden und hat bei Land und
Leuten etwas hinterlassen und geprägt aber
darum geht es nicht in dieser Dokumentation. Nur auf dieser Seite gibt es einen
Kommentar dazu.
Warum dann diese
Dokumentation?
Der Besonderheit wegen. Der
Ort Heiligendamm ist einmalig, die Architektur und das Ensemble sind einmalig
und auch die Pläne des Investors und die
Schwierigkeiten bei der Kompromissfindung sind einmalig. Jedes einzelne Bauwerk
der mondänen großherzoglichen Baderesidenz ist einmalig und
das gehört einfach dokumentiert. So wie Heiligendamm jetzt ist, wird es nie
wieder sein. Ob es verfällt oder wiederaufersteht - das Heiligendamm des
jetzigen Zeitpunktes wird es nie wieder geben.
Schon das Jahr 2007 hat
gezeigt, wie der Badeort täglich sein Gesicht verändern kann.
An einem Tag wird ein Haus
fotografiert und am anderen Tag steht es nur noch zur Hälfte.
Heute ist hier ein Haufen
Schutt und in der nächsten Woche schon ziehen Bauarbeiter einen Zaun um die
geharkte Leerfläche.
Heiligendamm verändert sich
täglich, fast stündlich. Und wenn jetzt niemand damit anfängt, wird es zu spät
sein.
In Büchern haben mehrere Autoren die
Geschichte oder die Architektur Heiligendamms behandelt oder sie haben Bildbände
heraus gebracht. Aber eine umfangreiche
bebilderte Geschichte mit Architektur- und Gebäudedatenbank, Rundgängen und
einer Dokumentation der Meinungen, Argumente und
Planungen hat so noch niemand in Buchform verfasst.
Im Internet befindet sich
nicht einmal eine umfangsreiche Chronik des
ersten Seebades auf europäischen Festland.
Nirgendwo steht zu lesen, dass hier
eine Eliteschule entstehen sollte und dass
Adolf Hitler Ehrenbürger war, erfährt selbst die Stadtverwaltung zum Teil erst
aus der Presse. Das alles findet sich
verstreut in Büchern von Wolf Karge und Joachim Skerl, von alten und neuen
Autoren und Chronisten und schließlich im Stadt- und
Bädermuseum in Bad Doberan. Aber im Internet - dem Medium der Zukunft - dem
Recherchewerkzeug Nummer eins an Schulen und
Universitäten, in heimischen Jugendzimmern und in Büchereien? Bisher nicht. Hier
mal etwas über die Burg, dort etwas über die
Perlenkette, da etwas über den Herzog und dort etwas über die Baderegeln und
immer mal wieder etwas über die guten alten Zeiten
und die rosige oder ungewisse Zukunft. Alles in einem gibt es derzeit nicht.
Jeder buhlt um seine Meinung. Die einen gegen das Hotel und
die anderen dafür und einige für ihre Definition von Öffentlichkeit in
Heiligendamm. Ganz andere wiederum
verpassen dann gänzlich das Thema.
Wer ist der Verfasser
dieser Dokumentation?
Ich. Mein Name ist Martin
Dostal und ich wurde 1979 in Kühlungsborn geboren und
Ich ging in Bad Doberan zur
Schule und schon damals hatte ich als Alternative zu Englisch als
Wahlpflichtfach Heimatgeschichte beim geschichtsbegeisterten Herrn Büttner.
Geschichte interessierte mich und so hatte ich stets Einsen und Zweien.
Was ich in Geschichte nicht
über Bad Doberan erfuhr, das lernte ich in Kunst.
Auch wenn der Alltag bis 1990
eher auf Hohenfelde beschränkt war, so war Bad Doberan stets gegenwärtig.
Morgens auf dem Weg zur Schule, nachmittags beim Einkauf - Rostock war stets
weit weg. Bad Doberan aber war stets dicht dran.
Nach der Schulreform gab es
viele Freistunden und diese nutzte ich gern, um auf immer wieder neuen Wegen
meine Oma in der Dr.-Leber-Straße zu besuchen.
Dabei faszinierte mich damals
schon die kleine Stadt mit ihren großen Bauten.
1996 ging es dann zur
Ausbildung nach Husum, wo ich meine Lebensgefährtin und ständige
Rundgangsbegleiterin kennen lernte und nach der Ausbildung zur Bürokraft zogen
wir nach Rostock.
Irgendwann ergab es sich
dann, dass ich meinen Beruf als Kundenbetreuer im Contact-Center nicht mehr
ausüben konnte und Rente bekam. Da nun die Notwendigkeit nicht mehr gegeben war,
in Rostock zu wohnen und unsere kleine Plattenbauwohnung ohnehin schlecht
saniert und daher nervig und auch gesundheitsschädlich war, sahen wir uns lange
nach einer neuen Bleibe um.
Das Glück kam dann
kurzfristig, als wir quasi "die Nase voll von der Wohnung" hatten und krampfhaft
eine neue suchten.
Wir waren zwar offen für
alles zwischen Kühlungsborn und Hohe Düne, sowie Ostsee und Warnowtal aber
insgeheim stand es schon fest, dass es Bad Doberan sein sollte. Es hätte auch in
Heiligendamm geklappt aber leider wieder nur in der Platte und - großes Problem
- kein DSL. Das brauche ich aber schon, um die Bilder und Texte hochzuladen. Nun
wohnen wir in einer sanierten alten Villa, direkt an der Straße nach
Heiligendamm. Vor Ort quasi.
Das Heiligendamm meiner
Kindheitserinnerungen war stets ein besonderer Ort. Die Häuser haben mich damals
schon fasziniert.
Ihre monumentale Größe, ihre
anmutende Form und der weiße Glanz. Auch wenn das Ensemble nicht so strahlend
weiß wie heute war, sondern „eher wie Gips“, war es doch im Gegensatz zu der Bad
Doberaner Innenstadt ein Glanz. Meistens fuhren wir mit dem Fahrrad nach
Heiligendamm, zur Schleuse oder zum Kinderstrand. Sonst auch mit dem Auto. Das
Ensemble selbst besuchten wir meistens eher auf der Durchreise, wenn wir
Wartezeit hatten. Oder um ein Eis zu essen oder in den Konsum zu gehen, der doch
ein wenig andere Artikel hatte, als unser Dorfkonsum in Hohenfelde.
Strandartikel gab es in Heiligendamm zu kaufen und Drogerieartikel, die in Bad
Doberan meistens schon vergriffen waren.
Ich habe Heiligendamm stets
als kleine Stadt erlebt und war ganz ratlos, als ich meiner Freundin den
Stadtkern zeigen wollte und feststellte, dass es gar keinen gibt. Ohne Zweifel:
Das öffentliche Leben spielte sich zwischen den Häusern ab.
Man ging am Haus „Berlin“
vorbei zum Haus „Glückauf“, neben dem sich auch schon der Konsum befand.
Von dort aus ging es dann zur
Aussichtsplattform am Haus „Weimar“.
Das war immer ein Muss, wenn
man in Heiligendamm war.
Und von dort aus ging es dann
die Promenade entlang oder durch die Professor-Vogel-Straße und den Wald zurück
zum Molli-Bahnhof.
Mit dem Auto waren wir selten
direkt in Heiligendamm. Meistens nur zum Baden am Kinderstrand oder am
Golfteich, wo man ja auch parken konnte. Vor dem Ensemble haben wir eher nicht
gebadet. Da lagen viele Felssteine und davor war nur wenig Platz zum Baden. Der
zweite Strandabgang war immer unser Ziel. Hier war nicht viel mehr Platz aber
hier war wenigstens etwas Sand.
Und der Imbiss war in der
Nähe – ein wichtiges Kriterium für uns Broiler-Fans. Wenn es hier zu voll war,
badeten wir am Kinderstrand. Da war ja auch ein Imbiss. Und dieser tolle Bach,
den wir immer zu einem See aufstauten aber den Kampf gegen die Macht des
fließenden Wassers stets verloren. Radtouren führten meistens gar nicht bis
Heiligendamm, sondern bis zur Schleuse. Da wurde dann im Grünen gepicknickt.
Nach der Wende wurde der
Strand breiter und die Promenade ebenso und es gab einen kleinen runden Imbiss
auf dem Seebrückenplatz. Da habe ich mit meiner Freundin eine Wurst gegessen und
dann sind wir zur Aussichtsplattform gewandert und haben uns auf die Stufen der
1997 schon leeren Alexandrine gesetzt und den Blick aufs Meer genossen. Wir
waren allein.
Es war mitten in der Woche
und der Trubel blieb auf der Promenade.
Von 1996 bis 2000 – gerade in
der Phase der Umwälzung – habe ich Heiligendamm „verpasst“, weil ich in Husum an
der Nordsee eine Ausbildung machte. Aber dennoch führte ich erst die erste und
dann die zweite Freundin nach Heiligendamm.
Die erste Freundin kam aus
Westerland und die Eltern machten hier Urlaub und hatten hohe Erwartungen an die
„Steilküste“.
Als sie sie dann sahen, waren
sie enttäuscht: Auf Sylt nennt sich das „Kliff“ und so etwas hatten sie quasi
vor der Haustür.
Erwartet hatten sie wohl so
etwas wie den Kreidefelsen auf Rügen. Ham we nich. Und Heiligendamm hatten sie
sich auch irgendwie weißer vorgestellt. Das war 1998 – da stand Heiligendamm
gerade ein Jahr leer und das war schon zu sehen.
Noch später verschwand der
Imbiss und Heiligendamm wurde zur Baustelle.
Mein Bruder war dort auch
beteiligt und hatte die Häuser mit entkernt.
Seine Firma war auch am
Abriss der „Perle“ und aller anderen abgerissenen Gebäude Heiligendamms
beteiligt.
Ich habe ihn auf meinen
Foto-Rundgängen 2007 oft besucht.
Aber zurück zur
Jahrtausendwende: Der Imbiss ging, dafür eröffnete Cocos Milchbar und wurde zum
Ausflugsziel.
Auch das Bistro bleib für uns
interessant. Gebadet wurde trotzdem am zweiten Strandabgang. Gewohnheit eben und
ein wenig auch Faulheit – es war dichter zum Auto. Bis zu dreimal in der Woche
fuhren wir die 50 Kilometer Rostock-Heiligendamm und zurück – nur um zu baden.
Und natürlich auch ein Eis oder ein Schnitzel mit Pommes oder Wurst mit Brot zu
essen. Und um Fotos zu machen. Inzwischen hatte das Hotel eröffnet – wir hatten
es uns am Tag der offenen Tür von innen angesehen und es gefiel uns.
Eher nüchtern, als prunkvoll
aber spürbar hochwertig. Nutzen konnten wir von davon nichts aber das konnten
wir ja vorher auch nicht.
Nach 2003 erlebten wir dann
Heiligendamm als chaotisch vollgestopften Ort, an dem man oft gar keinen
Parkplatz mehr bekam.
Erst 2006 und 2007
verbesserte sich die Situation für die Autofahrer. Aber kaum hatte sich das
herum gesprochen, kamen noch mehr Autofahrer und so wurde es dann wieder enger.
Wir brauchen Parkplätze – natürlich. Und gern auch unterirdisch.
Ich würde das nutzen. Sollen
sich die anderen doch ihre Hände am Lenkrad verbrennen. Voraussetzung ist
natürlich, dass die Preise moderat bleiben. Einen Euro für ein ausgiebiges
Wasser- und Sonnenbad inklusive Zeit für einen Imbiss ist Spitze. Ich wünsche
mir, dass es so bleibt. Inzwischen habe ich ja sogar eine kostenlose Variante
gefunden aber mit Sack und Pack ist das nicht so toll. Ansonsten natürlich
unschlagbar: Das Fahrrad. Und es parkt sogar kostenlos in der ersten Reihe.
Um Bad Doberan musste ich mir
anno 2003 keine Sorgen machen.
Vielleicht wird das eine oder
andere Haus mal abgerissen aber die herzoglichen Gebäude – undenkbar.
In Heiligendamm war ich mir
da nicht so sicher und darum dokumentierte ich.
Ich wollte zeit-am-meer.de
immer so verstanden wissen: Eine Dokumentation. Fakten, Fakten, Fakten.
Aber da habe ich mich
getäuscht: Aus Zuschriften mit geschichtlichen Infos wurden nach und nach auch
Fragen zum aktuellen Geschehen. Warum verfällt Heiligendamm? Warum saniert
keiner die Villen? Warum entstehen immer mehr Zäune? Ich hatte darauf keine
Antwort, denn mich interessierte die Gegenwart gar nicht, sondern die
Geschichte. Klar ärgerte ich mich darüber, dass die ECH so wertvolle Gebäude
verfallen lässt. Aber die Gründe kannte ich nicht. Also musste ich mich belesen.
Meine Informationsquelle
Nummer eins für die Dokumentation: Die Ostsee-Zeitung. Nebenher dann auch das
Internet und weitere Zeitungen. Hier ein paar Infos von Herrn Behrens, dort ein
paar Infos von Herrn Schlag und irgendwo dazwischen musste ich mir eine Meinung
bilden. Meine Meinung war dann ähnlich der, die man nun einmal hat, wenn man von
außerhalb kommt und sich mit Hilfe der Medien ein Bild machen muss: Die ECH will
gar nicht sanieren. Böse ECH. Kann sich von mir was anhören. Irgendwann fragte
ich mich – und fragten auch andere öffentlich – mit welchem Interesse die ECH
die Perlenkette vor der Nase des nobelsten aller Nobelhotels verfallen lassen
will. Grundstücke in 1-A-Lage? Das konnte es auch nicht sein. Jeder weiß, dass
niemand zulassen würde, dass die ECH die Villen allesamt abreißt und die
Grundstücke verscherbelt. Kein Käufer und auch nicht die ECH selbst dürfte hier
jemals etwas errichten, das nicht wenigstens den Perlen ähnlich sieht. Trotzdem:
Die Gründe habe ich damit noch immer nicht gefunden. Ich konnte nachdenken, so
viel ich wollte. Also fing ich an, alle Zeitungsartikel seit 1997 zusammen zu
tragen und mich mit ihnen zu beschäftigen. Wo ich schon dabei war, konnte ich
das auch gleich öffentlich tun und damit etwas für die Seite und irgendwo auch
für die Öffentlichkeit tun. Das Problem einer Diskussionsseite ist aber stets,
dass man da nicht einfach Zeitungsartikel kopieren und im Raum stehen lassen
kann. Man muss etwas dazu sagen. Und im Laufe der Zeit gab es sehr viel dazu zu
sagen, denn zunehmend nahm die Berichterstattung subjektive Tendenzen an. Auf
die Zeitungen konnte ich mich nicht verlassen.
Da stand ich nun mit meiner
Meinung, die ich mir aus dem erworbenen (Halb)wissen gebildet habe. Und ich
stellte in Diskussionen fest, dass meine Meinung zwar hierzulande identisch mit
der der meisten Leute war aber außerhalb „der Provinz“ stark andere Meinungen
vorherrschten. Wie man es zunächst tut, hielt ich an meiner Meinung fest. Aber
da ich nicht gut darin bin, sah ich mir die anderen Meinungen auch an und sah
viele Fakten, die eine ganz andere Wahrheit hervor brachten, als die mir
bekannte. Jedoch animierte auch das mich nicht dazu, meine ganze Meinungssuppe
auszukippen. Was wissen die schon, die da aus der Ferne kommen und schreiben?
Nach und nach verstand ich aber, dass einige Stadtvertreter es sind, die den
Investor daran hindern, seine Versprechen umzusetzen. Also: Böse Stadtvertreter.
Da für mich die Stadtvertreterversammlung die Gesamtheit aller Stadtvertreter
darstellt, war automatisch die ganze Stadtvertreterversammlung Schuld an der
Misere. Damit unterschied ich mich nicht von vielen anderen: Schwarz oder weiß.
Dennoch fiel es mir durch die Recherchen zunehmend schwerer, eine klare Position
einzunehmen. Ich verstand die Probleme der Stadtvertreter genauso, wie die der
ECH und auch die Bedenken der Bürgerinitiative konnte ich nachvollziehen. Wohin
sollte ich mich also ausrichten, wenn ich nicht parteiisch sein wollte? Ich
wusste es nicht. Also dokumentierte ich weiter und ließ die Diskussion außen
vor. Und wenn ich einmal mitdiskutierte, dann waren meine Argumente aus heutiger
Sicht falsch, da ich die Schlüsse aus falschen Informationen ziehen musste.
Ich wohnte mit meiner
Lebensgefährtin von Juni 2000 bis Oktober 2007 in Rostock, studierte und
dokumentierte aber das Geschehen in Heiligendamm. Wir haben den G8-Gipfel also
an beiden Hauptaustragungsorten passiv miterlebt.
Erst mit dem Umzug nach Bad
Doberan waren die Leute näher und war das Geschehen begreifbarer. Ich entdeckte
im Stadtanzeiger zunächst einmal einen ganz anderen Ton, als den von der
Ostsee-Zeitung gewohnten. Hier erkannte ich Wohlwollen und als ich mal
kommentierte und wie gewohnt ein Zitat einbrachte (Ich zitierte eine Mutmaßung
des Bürgerbundes), kam mir erstmals Feindseligkeit entgegen, weil jemand
vermutete, dass ich mit diesem Zitat den Bürgerbund unterstützen würde. Das
klärte sich schnell auf aber je mehr ich mich mit den Kommentaren befasste, je
klarer wurde mir die Situation: Es gibt nur schwarz oder weiß, wenn es um
Heiligendamm geht. Entweder argumentiert man für den Investor oder gegen ihn und
entweder argumentiert man für die Stadtvertreter oder gegen sie. Irgendwo
dazwischen ging es dann auch um Argumente der Bürger und am Rande auch mal um
Heiligendamm.
Nun, mir ging es immer um Heiligendamm. Ich traute den
Stadtvertretern zu, die richtigen Entscheidungen zu treffen und zwangsläufig
bedeutete dies, dass der Investor irgend etwas falsch machen musste, wenn die
Stadtvertreter alles richtig machen. Das einzige, was ich aber dem Investor
vorwerfen konnte war, nicht ausreichend kommunikativ zu sein. Wenngleich ich im
Nachhinein sagen muss, dass Herr Schlag sich oft den Mund fusselig geredet hat
und trotzdem nichts für ihn dabei heraus kam. Entweder redete er also chinesisch
oder es hörte ihm keiner zu. Es dürfte das zweite gewesen sein. Schließlich
entdeckte ich auch die Beiträge von Herrn Gühler und brachte ihn mit meinen
Fragen um manche gemütliche Abende. Aber es soll nicht umsonst gewesen sein:
Seine Erklärungen sind grandios und ich habe sie und werde sie auch zukünftig
gut in die Seiten integriert. Aber das war noch gar nicht genug der Zufälle. Ich
las interessiert die Zeitung „Zukunft Heiligendamm“ und wollte gern Texte und
Grafiken für die Internetseite benutzen. Also mailte ich der Redaktion und
fragte nach, ob ich das darf. Prompt bekam ich eine Einladung und drei Tage
später fand ich mich in der ehemaligen Fachschule wieder, wo mir die Herren
Zimmermann, Schlag und Plöger drei Stunden lang geduldig auf alle Fragen
antworteten, die ich vorsichtshalber mitgenommen habe. Ich erhielt an diesem Tag
und in der Folgezeit Informationen und Pläne, die ich teilweise eingearbeitet
habe und teilweise einfach nur zum besseren Verständnis brauchte. Wenn man die
Dinge anders sieht, kann man auch seine Meinung ändern. Das habe ich getan –
Brecht sagte einmal „Wer A sagt, muss nicht auch B sagen – er kann erkennen,
dass A falsch war“ - und fortan habe ich mich dann an der Diskussion beteiligt.
War ich gerade noch ein mutmaßlicher Bürgerbund-Verfechter, warf man mir nun
vor, den Investor „peinlich zu hofieren“. Außerdem durfte ich mir von einem
Herrn Stranghöner als Reaktion auf meine Ausführungen zur Bürgschaft für das
Grand-Hotel (die ich ja aus erster Hand hatte) anhören (oder durchlesen), dass
ich keine Ahnung von Bürgschaften hätte. Auf meine Frage per E-Mail, woher er
denn seine Informationen bezieht, erhielt ich keine zutreffende Antwort. Das
spricht für sich und gerade lese ich ein Interview mit Herrn Schlag, der da
sagt, dass er sich nicht über Leute ärgert, die sein Vertrauen missbrauchen und
sie aus seinem Leben streicht. Das kommt wie gerufen. Andere Erlebnisse sind
viel schöner: Da bekomme ich einen Anruf von einer Frau, die auch in der
Bürgerinitiative tätig ist und die sich bei mir für meinen Leserbrief in der
Ostsee-Zeitung herzlich bedankte. Herr Arenz hatte schon einmal dasselbe
Erlebnis und dachte zunächst dasselbe, wie ich: „Soll das jetzt ein Scherz
sein?“. Sollte es nicht. Es war eine sehr schöne Geste und eigentlich bis jetzt
die Krönung nach anderen schönen Kontakten. Ich habe mich auch gefragt: Wie kann
ich mich aktiv einbringen? Der erste Gedanke war, in die Bürgerinitiative „Pro
Seebad Heiligendamm“ einzutreten. Aber als ich die Aussagen von Heike Ohde,
Hannes Meyer und Axel Thiessenhusen las, verging mir die Lust dazu. Später
spielte ich mit dem Gedanken, dem Bürgerbund beizutreten. Schließlich finde ich
hier Leute mit Rang und Namen, die ja nicht dumm sind und wenn die im Bürgerbund
sind, muss er gut sein. Dann bemerkte ich, dass die Leute mit Rang und Namen,
die mir sozusagen am Besten gefielen, gar keine Chance hatten. Die
Spitzenkandidaten waren dieselben wie die, die mich davon abhielten, in die
Bürgerinitiative einzutreten. Als der Bürgerbund dann zum zweiten Mal antrat und
seine offensive Werbung in meinen Briefkasten warf, war es nicht nur zu spät für
eine Kandidatur, sondern ich hatte auch absolut kein Interesse mehr an ihm. War
er für mich bisher wenigstens eine Wahlalternative (Ich hatte ja keine
Ahnung...), sah ich in ihm nun genau solche fundamentalistischen Züge, wie bei
den Links- und Rechtsextremen: Verschanzung hinter einer Ideologie – keine
Diskussion – kein Dialog – nicht einmal ein Interview von der ECH-Zeitung. Das
ist für mich dann nicht das, was ich mir unter einer wählbaren Partei
vorstellte.
Wohin konnte ich mich wenden,
um Heiligendamm zu helfen? Die Antwort auf diese Frage hätte mir jeder Philosoph
beantworten können: Suche in dir selbst. Während ich so in mir suchte, fand ich
da einige vergessene Wahrheiten. War ich doch in der Vergangenheit Schreiber
unendlich langer philosophischer Texte und esoterischer Abhandlungen quer durch
das Internet. Die Lösung der Probleme liegt – wie so oft – in unserem Denken.
Die Suche nach der Schuld ist es, die uns aufhält. Dreimal wurde ich durch
Leserbriefe darauf gestoßen, dass es das ist, was die Menschen suchen: Sie
suchen einen Schuldigen, auf dem sie ihre negative Energie abladen können. Und
jeder fand seinen Schuldigen und während man also die Last reihum weiterreichte,
war eine Lösung der Probleme nicht in Sicht. Was ich also tun musste: Die
Menschen dazu animieren, sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen, selbst
Fakten zu sammeln, selbst Informationen auszuwerten und sich selbst ein Bild von
Heiligendamm – als Sache – zu machen. Mein Wunsch an Sie: Wo immer Sie meine
Meinung auf meinen Seiten erkennen: Vergessen Sie sie und bilden Sie sich Ihre
eigene!
Dennoch bin ich auch ein
wenig stolz auf versteckte Angebote seitens einiger Lokalparteien, mich doch
aktiv einzubringen. Jedoch wüsste ich ganz ehrlich nicht, in welche Partei ich
eintreten wollen würde. Wenn, denn als Einzelkandidat. Eine Stimme wäre mir
schon sicher: Ein Leser des Stadtanzeigers fragte mich, auf welcher Liste ich
stand – er hat mich nicht gefunden. Aber gerade hier liegt für mich der Vorteil,
keiner der Beteiligten verpflichtet zu sein: Ich kann zur ECH gehen und bekomme
Informationen, ich kann mir von Herrn Gühler die Sachen erklären lassen, kann
mich mit Herrn Giersberg austauschen, Herrn Klink mir seine Ansichten erklären
lassen, als Bürger dem Bürgermeister ein paar Vorschläge unterbreiten, mich mit
Mitgliedern der Bürgerinitiative unterhalten, Historiker befragen, mich in die
Diskussion einbringen – immer aus einer Position heraus, die mich zu nichts
verpflichtet. Ich will, dass es Heiligendamm gut geht und in meinen Augen ist
das derzeit nur gegeben, wenn es dem Grand Hotel gut geht und wenn es mit den
Bauvorhaben weiter gehen kann. Hätte man sich für ein Staatsbad entschieden,
würde es Heiligendamm nur gut gehen, wenn es dem Staatsbad gut geht und hätte
man sich für einen Einzelverkauf entschieden, ginge es Heiligendamm nur gut,
wenn die einzelnen Investoren gesund sind. Ich weiß nicht, ob ich die
Dokumentation auch begonnen hätte, wenn nicht FUNDUS, sondern irgend ein anderer
Heiligendamm oder Einzelobjekte gekauft hätte. Vermutlich wäre dann gar nicht so
ein Wind um Heiligendamm gemacht worden und ich wäre gar nicht darauf aufmerksam
geworden und es hätte vielleicht auch keinen interessiert.
Meine Intention, überhaupt
mit der Dokumentation zu beginnen war ja, dass sich nichts tat. Ich hatte im
Internet die Seite „Urlaubserfahrungen Heiligendamm“ gefunden und sah die Bilder
von einem verfallenen Heiligendamm. Da dachte ich mir, dass man nicht nur Bilder
zeigen, sondern auch etwas dazu schreiben sollte. Damit fing es dann an. Ich
machte selbst Bilder und nun brauchte ich Informationen, um auch was dazu
schreiben zu können. Im ersten Jahr blieb es bei einem Rundgang mit Bildern und
Texten aber im zweiten Jahr widmete ich mich schon einigen speziellen Plätzen
und Problemen. Im dritten Jahr waren dann plötzlich die ersten Häuser angerissen
und ich entschied mich, nun den Fokus auf die Gebäude zu legen und diese so
genau wie möglich zu dokumentieren. Daraus entstand dann die Gebäudedatenbank.
Als ich nach der Geschichte der Gebäude suchte, fand ich natürlich auch viel
Ortsgeschichte. Um die Architektur zu erklären, bedurfte es ohnehin
geschichtlicher Hintergrundinformationen und so entstanden dann nacheinander die
Chronik und die Architektur-Seite. Bei der Chronik durfte ich mich neben der
Bücher und Schriften auch der Chronik in der OSPA-Filiale bedienen. Bald schon
war das die bisher lückenärmste Chronik Bad Doberans und Heiligendamms.
Irgendwann im Jahre 2008 bekam ich dann aus Holland eine E-Mail mit ein paar
Fragen zum Haus „Krone“. Daraus wurde ein reger Informationsaustausch und der
Schreiber bat mich mehrmals, die Geschichte zu den Bildern zu veröffentlichen,
damit sie nicht in Vergessenheit gerät. Gerade gestern bin ich damit fertig
geworden, ihm diesen Wunsch zu erfüllen – mit der Seite „Historie der
Sommerfrische“.
Das ist mein Stichwort:
Sommerfrische – wissen Sie, was das ist? Die Gebrüder Grimm beschrieben es so:
„Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande zur Sommerzeit“. Ab dem 19.
Jahrhundert war die Sommerfrische ein fester Bestandteil der Aristokraten und
auch der Mittelschicht. Für mich war Heiligendamm genau das: Raus aus der Platte
und auf nach Heiligendamm. Inzwischen wohne ich mitten in dieser Sommerfrische
und bin Teil dessen, was der Urlauber in seiner Sommerfrische erlebt. Damit
fühle ich mich auch verantwortlich für die Urlauber und dafür, dass sie hier
ihre Sommerfrische angenehm verbringen können. Dazu gehört der schöne Anblick
unserer Stadt, ein vernünftiges Verkehrskonzept, ohne die Stadt dabei zu
umfahren und eben Gastfreundschaft. Jeder der dort lebt, wo andere Urlaub
machen, sollte dafür Sorge tragen, dass der Urlaub angenehm ist, Und sei es
durch nette Gesten. Wenn ich durch Heiligendamm oder Bad Doberan gehe, halte ich
Augen und Ohren offen und wenn ich mitkriege, dass ein Radfahrer den Weg nach
Kühlungsborn der ein Fußgänger den Weg zum Bahnhof sucht, dann schalte ich mich
eben mal kurz ein. Das sind Kleinigkeiten, die jeder tun kann. Zu den großen
Sachen komme ich später.
Noch geht es um die
Dokumentation selbst. Irgendwann im Laufe der Dokumentation bemerkte ich, dass
nicht nur ich andere Medien zur Recherche nutzte, sondern auch andere Medien
„mich“. Die TAZ in Arnstadt wies mich auf einen Fehler hin, jener besagte
Niederländer versorgte mich mit Infos und Bildern vom Besuch der Königin Beatrix
als kleines Kind in Heiligendamm und bat mich, das zu veröffentlichen – aus
Berlin versorgten mich zwei Privatpersonen mit Informationen und auch mit einem
Buchautor hatte ich einen netten Austausch. Im Großen und Ganzen bin ich
zufrieden mit meinem Feedback. Bloß die technischen Sachen wurden kritisiert.
Während ich diese Seite schreibe, sind drei Viertel dieser aber schon behoben.
Gut Ding will Weile haben. Ich habe schließlich nichts von dem was ich mache
gelernt. Wenn irgendwann etwas Ruhe in Heiligendamm einkehrt, will ich mich
wieder mehr Bad Doberan widmen. Die Unterseiten Bad Doberans sind noch eher so
Baustellen.
Das soll es zur Erläuterung
der Dokumentation gewesen sein. Abschließend möchte ich die meist gestellten
Fragen beantworten: Schlafe ich auch mal? Ja – 7-9 Stunden am Tag. Und wie
schaffe ich das alles? Ich bin voll erwerbsgemindert und habe daher sehr viel
Zeit. Nur leider nicht genug Geld, um Bilder, Grafiken und Bücher zu kaufen oder
Lizenzen zu erwerben. Wenn Sie also hier Bücher oder ähnliches finden, die Ihnen
gefallen, gehen ein paar Cent Ihrer Käufe an mich. Für die Dokumentation selbst
habe ich noch eine Wunschliste. Wenn Sie möchten, können Sie mir daraus ein Buch
schenken und finden dann hier neue Informationen daraus wieder. Tolle Sache so
etwas.
Nun zurück zu Heiligendamm.
Wie sieht das Heiligendamm meiner Träume aus?
Also von außen – saniert. Ich
hätte mir gewünscht, dass die drei Abrisskandidaten ohne Abriss saniert worden
wären aber ich verstehe auch, dass der Aufwand zu hoch, die Kosten enorm, der
Nutzen gering und letztlich doch kaum etwas 100 Jahre altes übrig gewesen wäre.
Dennoch verweigere ich mich ein wenig, die neue Perle als Anknüpfung zu sehen.
Ich habe das Modell gesehen und wünsche mir sehnlich, dass diese Villa so
aufgebaut wird aber in der Gebäudedatenbank wird es dann zwei miteinander
verlinkte Perlen geben. Immerhin ist eine gute Kopie besser, als ein grüner
Rasen und wenn die ECH könnte, würde Heiligendamm in der ersten Reihe wieder
aussehen, wie früher. Ich habe damit kein Problem. Wichtig ist eben, dass am
Ende da genau so viele Häuser an der selben Stelle stehen, wie zuvor. Mit
anderen Proportionen habe ich schon ein paar Probleme aber das Modell wirkte
nicht „fetter“, als die Original-Perle.
Ich finde es nicht schön,
dass Herr Jagdfeld die 900 Quadratmeter der Alexandrine nicht reichen und er sie
deshalb baulich verändern will. Aber noch schlimmer fände ich, sie weiter
verfallen zu lassen. Die Frage ist ja immer: Was hätte der Herzog getan? Diese Frage stelle
wahrscheinlich nur ich mir. Und wenn ich an die Alexandrine denke, könnte die
Antwort vielleicht auch lauten: „Er hätte sie baulich verändert“. Wer weiß das
schon? Ich bin der Meinung, dass wir akzeptieren sollten, dass Heiligendamm
(also der größte Teil Heiligendamms) nach den Herzögen, Aktiengesellschaften,
Feriendiensten, Sozialversicherungen und Gesellschaftern nun einer Gruppe von
Anlegern gehört, die ein Unternehmen damit beauftragt haben, Heiligendamm so zu
entwickeln, dass für sie dabei Geld heraus springt. Das ist eine neue Ära und
wer weiß – vielleicht haben die Leute sich damals auch so über Veränderungen
aufgeregt, wie heute.
In Heiligendamm wird Geschichte geschrieben – sagte ich ja
schon. Und wenn die schlimmsten Befürchtungen wahr werden sollten – was keiner
ernsthaft hoffen sollte – dann ist auch das unvollendete Heiligendamm ein Stück
Geschichte. Immerhin hat Heiligendamm einen Investor gefunden. Prora kann das
von sich nicht sagen. Prora ist ein Stück Geschichte – nicht fertig geworden –
nie vollendet. Heiligendamm hingegen war quasi schon fertig, wurde aber nicht
gerade nett behandelt. Nun wird saniert – die ersten Ergebnisse sind
unübersehbar und wenn es denn auch weiter geht, steht am Ende ein Wachstum, das
Heiligendamm in seiner ganzen Geschichte schon oft erleben sollte aber nie
erleben konnte. „Wenn es in Heiligendamm einer schafft, dann ist es Jagdfeld“
sagte ein Branchenkenner im Jahre 2000. Dass FUNDUS etwas drauf hat, beweist uns
das fertige Ensemble. Dass es auch in die Hose gehen kann, zeigt uns die
Gutenberg-Galerie. Am Ende entscheidet immer das Geld. So war es 1796 und so ist
es auch 2009. Vieles von dem, was FUNDUS plant, werden wir nicht mehr
miterleben. Das ist vielen gar nicht bewusst. Der Masterplan ist keine Agenda
2010, sondern ein Rahmenplan für die Entwicklung Heiligendamms.
Gebaut wird, was
gebraucht wird. Einiges wird heute schon gebraucht und anderes erst in 20
Jahren. Hat denn jemand erwartet, dass FUNDUS reicher als Bill Gates ist und
dass FUNDUS den ganzen Masterplan sofort umsetzt? Man stelle sich das nur einmal
vor: 200 Villen werden gebaut und dann sucht man erst Mieter oder Käufer. Das
geht gar nicht. So wie es seit 2005 nicht mehr geht, einfach sieben Perlen mit
je sechs Wohnungen aufzubauen und dann die Wohnungen zu inserieren – wer will
noch mal, er hat noch nicht? Jagdfeld ist kein Scheich. Er kann nicht einfach
riesige Areale fertig entwickeln und dann darauf warten, dass sie sich mit Leben
füllen. Ein wenig Verständnis muss man schon aufbringen.
Das Heiligendamm meiner
Träume ist ein Ort, an dem es öffentliche Plätze und privates Gelände gibt und
wo ich einkehren kann, wo ich will. Damit ist das Heiligendamm meiner Träume
keine Zukunftsmusik: Ich war selbst schon auf der Kurhausterrasse Eis essen,
werde mit Sicherheit mal die eine oder andere Bar besuchen und vielleicht mal zu
einem ganz besonderen Anlass einen Verwöhntag im SPA genießen. Wenn es ein
Thalasso-Zentrum gibt und ich das bezahlen kann, dann werde ich das auch nutzen.
Und so hat schon heute jeder die Möglichkeit, die Angebote des Grand Hotels zu
nutzen. Praktisch scheitert das momentan daran, dass man von Norden nur mit
Glück auf das Hotelgelände kommt und nach Süden recht weit laufen will. Aber hey
– das ist ein Problem des Grand Hotels. Dem geht doch das Geld durch die Lappen.
Ich bin konsequent: Ich kaufe auch keine Ware, an der kein Preis steht. Wer
nicht will, der hat schon. Wer nichts verkaufen will, hat es nicht nötig. Wenn
man in das Grand Hotel will, wird man Mittel und Wege finden.
Wenn man
allerdings nur schlechte Erfahrungen sammeln und dann veröffentlichen will,
werden sich auch dafür Mittel und Wege finden. Ich kann überall hin gehen, das
Schlechte suchen und werde es finden. Das widerspricht aber meinem Weltbild. Ich
glaube einfach nicht an Schlechtigkeit und Bosheit. Für mich gibt es für jedes
Verhalten eine Erklärung. Und sei es die falsche. Wenn ich etwas nicht für mich
behalten kann, dann ist es die Wahrheit. Was wirklich wahr ist, muss natürlich
jeder selbst entscheiden. Der Wahrheit ist es egal, ob man sie nackt sieht oder
nicht. Ja ich gebe es zu: Ich bin ein Spanner – ich will die nackte Wahrheit
sehen. Aber für mich ist Wahrheit auch relativ genug, um mit dem Verstand an ihr
zu arbeiten. Ich weiß, dass ich nichts weiß. Nichts von dem was ich sage, kann
ich wirklich wissen. Möglicherweise ist nichts davon real. In unserem
Bezugssystem aber existiert ein Ort namens Heiligendamm und darum gehe ich davon
aus, dass wir da einen gemeinsamen Nenner haben, mit dem wir arbeiten können.
Ich habe Kontakt mit dem
Bürgerbund gehabt – ich habe Herrn Behrens viel gefragt und er hat viel
geantwortet. Ungeachtet meiner Meinung über einiges was er sagt und tut, bin ich
ihm für die Informationen, die er gegeben hat, dankbar und würde es jederzeit
wieder tun. Für mich zählen Menschen. Ich würde den Bürgerbund derzeit nicht
wählen, da ich mich mit seinem Programm nicht identifizieren kann. Aber ich habe
kein Problem, einem Kandidaten eine Stimme zu geben, der in einer Partei sitzt,
mit deren Programm ich mich nicht identifizieren kann. Ich sage es ganz offen,
da ich als Privatperson zu Ihnen spreche: Meine drei Kreuze 2009 gingen an Horst
Gühler (CDG), Jochen Arenz (Einzelkandidat) und Frank Pieplow (Bündnis für Bad
Doberan). Ich habe natürlich den Vorteil, ein riesiges Zeitungsartikel-Archiv
online zur Verfügung zu haben und mir so eine Meinung bilden zu können.
Ich habe
mir die Kandidaten genau angesehen und mich ganz bewusst für diese drei
entscheiden. Herr Gühler hat den nötigen Sachverstand und das nötige
Hintergrundwissen, Herr Arenz den nötigen Elan und Ideenreichtum und Herr
Pieplow die nötige Sachlichkeit und Ruhe. Wenngleich natürlich alle drei von
allem etwas haben. Auch Caroline Brandt wäre für mich eine Möglichkeit gewesen,
wenn es noch eine vierte Stimme gegeben hätte. Aber nur als Kandidat – mit
dem CDU-Programm kann ich mich nicht identifizieren und nach der Selbstdemontage
hätte ich die CDU ohnehin nicht gewählt. Klar wird aber, dass keiner der
Kandidaten die ECH auf Händen trägt. Alle haben ihre Vorstellungen und
Erwartungen an die ECH, die konstruktiv und sachlich aber nicht immer überein
stimmend sind.
Soviel zur Politik. Ich habe
derzeit nicht vor, mich aktiver als über Wahlen daran zu beteiligen.
Zusammenarbeit gern – Parteizugehörigkeit nein. Es sei denn, man redet noch
einmal über das Geld ;-)
Selbstverständlich habe ich
ebenfalls Kontakt zur ECH, zum Grand Hotel und zu FUNDUS. Wo sonst bekommt man
Informationen über das Projekt? Wer sich das Projekt nicht erklären lässt, kann
auch nicht darüber urteilen. Der erste Kontakt war 2007 sehr intensiv, ist dann
wieder eingeschlafen und hat sich 2009 wieder vertieft. Es ist ein angenehmes
Verhältnis, denn ich möchte nur Informationen und ich bekomme sie auch, weil ich
einfach offen genug für die Erklärungen bin. Mir geht es darum, die
Vergangenheit und die Gegenwart zu verstehen und gewissermaßen will ich die
Gewissheit, dass es Heiligendamm in Zukunft auch gut gehen wird. Für mich ist
Heiligendamm mehr, als die Summe seines Volumens. Hier wird Geschichte
geschrieben – so groß, wie zuletzt vor 90 Jahren. Ist Ihnen das eigentlich
bewusst?
Andere sammeln Pilze oder
Briefmarken – ich sammle Informationen über Heiligendamm und Bad Doberan. Es ist
nicht einfach, an Informationen zu kommen. Es ist ja auch nicht einfach, an die
Mauritius zu kommen. Ich mache es genauso, wie der Philatelist: Leute fragen.
Und dabei geht es mir dann eben nicht um die Leute und das was sie tun, sondern
um das, was sie mir sagen können. Sympathie kommt ganz von selbst.
Mir reichte es über Jahre,
Informationen zu sammeln, und daraus eine genaue Dokumentation zu machen. Mir
ging es um die Bauwerke, denn diese machen ja neben Luft, Wald, Sand und Meer
Heiligendamm erst aus. Erst mit dem Bau des Badehauses wurde Heiligendamm zu
dem, was es heute ist. Ich liebe diese Architektur und ich liebe auch diese
Unsauberkeit in ihr. Severin war nicht Palladio – einiges von dem, was er
machte, war nicht gerade Baukunst. Aber gerade diese Nicht-Perfektion macht
Heiligendamm und Bad Doberan so besonders. Schauen wir uns nur die Geschichte
von Severins Wohnhaus an: Er baut sich ein schönes Wohnhaus mit Empore und allem
drum und dran, dann kommt der Herzog und will es haben und nach einigen Jammern
durfte er sich dann ein neues Haus gegenüber bauen. Was macht Severin? Baut
dasselbe noch einmal, bloß kleiner. Einfach köstlich. Oder gleich daneben: Villa
Nizze. Der Apotheker will ein neues Haus bauen aber der Herzog verbietet ihm,
die Apotheke während der Saison zu schließen. Also kann er nicht abreißen und an
gleicher Stelle neu bauen und lässt darum die Apotheke stehen, baut sie dahinter
neu auf, räumt sie dann von vorn nach hinten um und reißt das alte Haus nieder.
Ergebnis: Villa Nizze steht eine ganze Hausbreite nach hinten versetzt und das
fällt sofort ins Auge. Eine Villa tanzt aus der Reihe – genial.
Oder das
Logierhaus (Friedrich-Franz-Palais). Ein Fachwerkhaus im Stil des Klassizismus –
die Balken abwechselnd je nach Regentschaft braun oder weiß. Wo gibt es so
etwas? Noch heute scheiden sich die Geister daran – wie vor 200 Jahren. Einfach
herrlich. Letztes Beispiel: Der Salon des Herzogs. Erbaut im Stil des Schweriner
Schlosses, sandsteinfarben und im krassen Kontrast zum eben genannten
Logierhaus. Kurz darauf entsteht daneben ein vollauf klassizistisches Palais –
knallweiß und im völlig anderen Design. In den 50ern hat man dann die drei
Bauten zu einem Ensemble vereint, indem man sie baulich aneinander anpasste.
Schade drum aber auch das ist Bad Doberan im Wandel der Zeit. Ich liebe diesen
Ort und ich weiß sehr gut, warum die Regenten aus dem fernen Schwerin gerade
hier residierten – immer und immer wieder – Generation um Generation – bis zum
bitteren Ende. Hier ist „dobre an“ - hier ist ein guter Platz. Und das nicht
erst seit 250 Jahren, wie alte Funde beweisen.
Und praktisch? Wie würde ich
Heiligendamm und Bad Doberan verändern?
Ich fange mal mit
Heiligendamm an. Grundsätzlich hätte ich Heiligendamm ganz anders entwickelt.
Da es aber nun passiert ist,
hier nur ein Bild mit kurzer Erläuterung:
Das schwarze sind die
öffentlichen Straßen und grau sind die Anlieger- und Anwohnerstraßen. Wie man
sieht, habe ich den Verkehr auf drei Anlandepunkte verteilt. Im Westen - also
links - habe ich eine neue Zufahrt geschaffen, welche vor dem Ortseingang auf
die vorhandene Straße trifft. Kommt man also von Süden, fährt man automatisch
auf dieser neuen Straße und hat dort auch den Strand und die Parkplätze
ausgeschildert. Als Anwohner, Besucher der MEDIAN-Klinik oder Zulieferer des
Hotels verlässt man die Hauptstraße und fährt auf der alten Straße weiter. Diese
bindet dann auch die Kortüm-Straße und die Gartenstraße an, endet aber auf dem
Parkplatz neben der MEDIAN-Klinik. Ich favorisiere Tiefgaragen - der Parkplatz
zwischen Median-Klinik und Wirtschaftsgebäude stellt also nur das oberste
Parkdeck dar. Der bisherige Median-Parkplatz ist somit eigentlich überflüssig,
könnte aber für den Forsthof oder das Villenviertel bestehen bleiben. Ansonsten
kommt da ja öffentlich keiner mit dem Auto hin.
Die neue Straße bildet einen
Parkplatz an der Median-Klinik, der auch öffentlich ist. Ab dem Parkplatz führt
die Straße weiter Richtung Westen zum bestehenden Waldparkplatz am Kinderstrand.
Ich würde den Waldparkplatz kostenlos machen und den vor der Median-Klinik
kostenpflichtig. Damit würde ein Großteil des Verkehrs nach Westen verlagert
werden. An der Straße zum Kinderstrand muss natürlich auch eine Kombination aus
Fuß- und Radweg sein. Diese würde ich links ansetzen, weil da auch die
Hauptverbindungswege durch den Wald sind und weil man sich so die Option offen
halten kann, den Küstenwald im nördlichen Teil anders zu nutzen. Wie man sieht,
habe ich den Hotelpark auch berücksichtigt, dafür aber einen
Küstenschutzwanderweg entlang der Steilküste eingeplant. Das ist eine Mauer, auf
der man entlang laufen kann und die den Strandabgang, den ich neben dem
Liegnitz-Steg eingeplant habe und die Seebrücke miteinander verbindet. Das
Alexandrinen-Cottage steht auf dem Hotelgelände, ist aber dort nicht
eingebunden, sondern nur erreichbar. Es kommt ja drauf an: Mache ich den Plan
für Jagdfeld, ist das sein Wohnhaus, mache ich ihn für die Stadt, ist das eine
gastronomische und künstlerische Einrichtung und damit außerhalb des
Hotelgeländes und mache ich ihn für mich, ist das mein Wohnhaus (ohne äußerliche
bauliche Veränderungen) und steht ebenfalls außerhalb des Hotelgeländes, ist
aber dennoch nicht öffentlich erreichbar. Ich würde gern die Aussichtsplattform
öffentlich lassen aber dazu ist sie einfach zu dicht am Haus. Dafür würde ich
dann aber vielleicht auf dem Küstenschutzwanderweg ein kleines Plateau an der
höchsten Stelle einplanen. Die dunkelroten Wege sind Hotelwege. Wie genau
sie genutzt werden, wäre Sache des Hotels. Mein Plan berücksichtigt zumindest,
dass man nicht endlos weit nach Westen verdrängt wird, sondern über den
Strandzugang am Liegnitz-Steg einen kürzeren Weg nach Osten hat. Eine
Autoverbindung nach Osten gibt es jedoch bewusst nicht. Heiligendamm soll kein
Durchfahrtsort mehr sein. Wie man sieht, gilt das auch für die Busse und wie man
auch erkennt, geht es auch nicht mehr durch die Seedeichstraße.
Das ist dann auch Zufahrt
Nummer zwei. Die Straße verläuft entlang des jetziges Radweges und in etwa so,
wie der G8-Zaun und knüpft hinter dem Kreisel dort an, wo man jetzt eine scharfe
Linkskurve fährt, um nach Heiligendamm zu gelangen. Wie auch der West-Zubringer
ist diese Straße mit Fuß-Radwegkombination versehen und beleuchtet. Sie mündet
auf die Seedeichstraße und biegt nach Westen in Richtung Börgerende ab. Aber sie
biegt auch nach Osten ab und führt schnurstracks in die Tiefgarage unter dem
Thalasso-Zentrum. Auch die Bewohner der Perlenkette nutzen also diese Straße. Um
aber den Verkehr vorher abzuschöpfen, habe ich statt des vorhandenen kostenlosen
Waldparkplatzes einen kostenlosen Großstellplatz östlich des Golfteiches
geplant.
Bis dort hin würde ich
aufforsten und überhaupt sieht man bei mir einige Aufforstungen. Von
Waldparkplätzen halte ich nichts und ich frage mich, wo die Leute waren, die der
Median-Klinik wegen ein paar Bäumen das Leben schwer machten, als dieser
Waldparkplatz gebaut wurde.
Das Golfteich-Areal ist in
meinem Plan erlebbar, da alles was orange ist, öffentlich ist. Es gibt eine
zweite, längere Seebrücke mit Plateau, an der sich auch nach Westen hin ein
Yachthafen anbringen ließe. Allerdings würde das den Seeblick des
Thalasso-Außenbeckens stören und ich wäre auch eher dafür, den Yachthafen an der
Schleuse anzusiedeln, wo man eh kaum baden kann.
Wie man sieht, gelangt man am
Thalassozentrum vorbei auf der Tiefgarageneinfahrt nach Süden und hat dort eine
Brücke hinüber zum runden Strandversorgungspavillon. Hier finden sich dann
Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten. Der Pavillon ist daher auch recht groß.
Der Platz rings herum soll in erster Linie als Terrasse zur Erholung und zum
Abstellen der Fahrräder dienen aber ich kann mir auch ein paar Bus-Parkplätze
und Behindertenparkplätze vorstellen. Die Halbinsel im Golfteich soll als
Sitzrondell dienen aber nur über das Gelände des Ayurveda-Zentrums öffentlich
zugänglich sein. Nach meinem Verständnis ist zumindest der Nordteil des
Ayurveda-Zentrums öffentlich erreichbar. Damit sich hier aber kein Stau bildet,
führt der Weg weiter nach Osten und bildet am Waldrand direkt am Golfteich im
Südosten eine Lichtung mit Bänken und Unterständen. Von dort geht es dann auch
nach Norden zum Strand. Man kann quasi großräumig den Golfteich einmal umrunden,
ohne dabei von allen Seiten die Tierwelt zu belästigen.
Wie man sieht, ist die
Seedeichstraße zum größten Teil nur noch eine Fuß- und Radwegkombination. Ich
finde, das reicht.
Der Durchgangsverkehr nach
Börgerende muss nicht am Kurwald entlang fahren. Er gelangt über die neue Straße
ans Ziel.
Der Kurwald ist bis auf eine
Waldpromenade unverändert. Waldpromenade bedeutet, dass es einen Hauptweg von
Süden nach Nordosten gibt, der ganz offensichtlich ein Hauptweg ist und dazu
verleitet, ihn zu benutzen. So läuft nicht alles direkt nach Norden und in die
ehemalige Professor-Vogel-Straße. Die wie man sieht die Bauwünsche der ECH
berücksichtigt, jedoch einen öffentlichen Platz an den Kolonnaden beinhaltet.
Damals gab es das Schwanen-Café noch. Vom Schwanen-Café geht es dann zum
Ensemble-Palais, das ja auch einen Ballsaal enthält und daher schon irgendwie
öffentlich zugänglich sein sollte. In sicherer Entfernung verläuft dazu - so
weit es geht südlich - ein öffentlicher Fußweg durch die ehem.
Prof.-Vogel-Straße. Dann folgt eine schulterhohe dichte Hecke, ein wenig Wiese
und schließlich von innen noch einmal ein Weg nur für die Perlen-Bewohner. Diese
haben dann am Haus "Bischofsstab" ein Tor, das auf dem öffentlichen Fußweg
mündet. Die Logistik verläuft Dank Tunnelparkplatz unter der Erde, sodass man
auf der Breite der heutigen Straße bequem zwei Fußwege und etwas Grünfläche
unter kriegt. Für mich ist es wichtig, dass die Professor-Vogel-Straße den
städtischen Charakter behält und nicht einfach nur Vorgartenstraße wird. Einen
Stichweg gibt es aber auch bei mir nicht: Der öffentliche Weg mündet neben dem
Haus "Bischofssta" auf der Promenade. Genau zwischen Cocos Milchbar und dem
Pförtnerhäuschen des Thalasso-Zentrums, die ich hier vor das eigentliche Gebäude
gesetzt habe. Wie sonst soll das gehen, da öffentlich hinein zu gelangen?
Die Promenade und die
Seebrücke habe ich nicht verändert und den Seebrückenplatz habe ich so gelassen,
wie er jetzt ist, da es so einfach Sinn macht. Die Hotelgäste kommen also vom
Ensemble nach Westen, ohne aus- und wieder einchecken zu müssen.
Der Findling bleibt für die
Öffentlichkeit erlebbar und somit bleibt auch das Tor. Der grüne Strich zwischen
Perle und Zaun (rot) ist nur eine Hecke, damit die Hotelgäste nicht über den
Rasen laufen. Die Perlenkette sehe ich als unabhängig vom Hotelgelände an und
darum behandele ich sie auch so.
Das Ensemble selbst habe ich
auch nicht verändert aber das Severin-Palais habe ich ein Stück nach Nordwesten
verschoben und durch Arkaden mit dem Grand Hotel verbunden. Die Arkaden bilden
zugleich den Übergang über die zweite Einfahrt zum Tunnelparkplatz. Ich möchte,
dass die Autos der Hotelgäste auch unter der Erde verschwinden. Direkt am
Hoteleingang befinden sich auch noch ein paar Parkplätze nach Süden hin.
Damit sind wir dann auch im
Ort selbst angekommen. Wie man sieht, habe ich die ganze Straßenführung der
Kühlungsborner Straße verändert. Wie vor 200 Jahren fährt man nun wieder direkt
auf das Ensemble zu. Als Hotelgast passiert man die Schranke und fährt direkt
vor das Hotel vor und checkt ein. Man hat dann auch einen kleinen Park, der aber
von außen einsehbar ist. Eine Hecke und ein kleiner Zaun grenzen ihn nach Süden
hin jedoch vom öffentlichen Bereich ab. Wie jetzt auch gibt es eine Verbindung
hinter dem Kurhaus entlang zur Burg. Der Eiskeller ist berücksichtigt als
kleines Waldstück (dunkelgrün sind immer die Bäume) und bietet weiterhin den
Fledermäusen ein Quartier.
Als Nicht-Hotelgast folgt man
der Straße, die auf einem Parkplatz mündet. Dieser befindet sich auf einer
jetzigen Freifläche und reicht sinnigerweise bis zum Bahnhof heran. Alle anderen
Parkplätze an der Kühlungsborner Straße sind nicht entstanden. Der Bus hat eine
Wendeschleife auf dem Parkplatz. Nun münden hier auch die öffentlichen Wege, die
an der Straße entlang laufen. Hier habe ich dann Heiligendamm anders entwickelt.
Es gibt einen Boulevard, der die Vorderseite der Orangerie einschließt, sich
teilweise um zwei Wohn- und Geschäftshäuser legt und zum Bahnhof führt. Diese
beiden klassizistischen Bauten bieten unten Geschäftsräume und oben Wohnungen.
Der Boulevard ist nicht eintönig, sondern schon umlaufend gegliedert. Er enthält
auch zwei Wasserbecken, die eigentlich nur den Sinn haben, den Zugang zum
Median-Kurpark zu versperren. Median-Gäste kommen abgeschirmt vom Trubel des
Boulevards hinter Bäumen und Hecken entlang in den Kurpark, können sich aber
natürlich auch in den Trubel stürzen. Die Klinik steht damit nicht mehr an einer
Durchfahrtsstraße, sondern an einem Boulevard, von dem es mit einem Park
abgegrenzt ist.
Die öffentlichen Wege führen
in erster Linie zum Bahnhof, sowie nach Südwesten Richtung evangelischer Kirche
und Biergarten, sowie auf zwei unterschiedlich langen Rundwegen nach Norden
Richtung Kurwald und Golfteich-Areal. Man muss den Leuten einfach genug zum
Laufen geben und an wichtigen Punkten Sehenswürdigkeiten oder Gaumenfreuden
bereit halten und dann ist Heiligendamm auch wieder erlebbar. Dass man hier
keine Geschäftsstraßen unterbringen kann, war von vornherein klar. Die beiden
Neubauten gegenüber der Median-Klinik, der Biergarten im Süden, die Kolonnaden
in der Mitte und die Strandversorgungen im Norden müssen reichen. Schließlich
ist der Rest Heiligendamms ja ein Hotel, das selbst Gastronomie hat, die auch
funktionieren will. Was ich noch gemacht habe: Hinter dem Bahnhof gibt es nun
auch feste Wege und eine kleine Lichtung mit Blick auf den ganzen Bahnhof. Von
dort aus geht es dann am Demmler-Palais (das ich auch gelassen habe) vorbei
weiter Richtung Boulevard.
Knallrot sind die Zäune, die
es auch hier geben wird. Viele der Zäune stehen aber in einer Hecke und sind
daher nicht zu sehen.
Am Severin-Palais habe ich
das Hotelgelände etwas nach Osten vergrößert und hier befindet sich der Zaun
mitten im Wald. Wo immer es geht habe ich die Zäune und Hecken an Häusern enden
lassen, die ja selbst auch eine Barriere bilden. Außerdem habe ich öffentliche
Wege so gelegt, dass sie direkt an nichtöffentlichen Straßen verlaufen und dort
ein Zaun seinen Dienst tun kann, ohne dass man sich daran stören würde. Außerdem
habe ich Wasserbecken als natürliche Barriere genommen. Die sehen ja auch noch
dazu schön aus.
In "meinem" Heiligendamm kann
man also ein breites Spektrum genießen: Man kann am Golfteich am Waldrand auf
einer Lichtung sitzen und die herrliche Spiegelung des Wassers genießen. Man
kann auf der Halbinsel des Golfteiches miteinander kuscheln, wie es früher schon
feine Leute taten. Man kann auf einer Lichtung am Waldrand sitzen und auf ein
tolles Molli-Motiv warten.
Man kann auf einem
interessant verwinkelten Boulevard von Geschäft zu Geschäft bummeln und sich
dann zum Biergarten, zum Bahnhof, zum Parkplatz oder zum Kinderstrand begeben.
Man kann einen Rundweg vom Parkplatz hinter dem Ensemble über den Boulevard,
durch den Wald zur neuen Seebrücke, durch die Prof.-Vogel-Straße und den Kurwald
zurück zum Parkplatz laufen.
Man kann sein Auto kostenlos
und zeitlich unbegrenzt im Osten oder Westen abstellen oder auch kostenpflichtig
vor der Median-Klinik, hinter dem Ensemble oder in der Tiefgarage im
Thalasso-Zentrum. Reisebusse können hinter das Ensemble oder direkt an die
Strandversorgung fahren. Radfahrer müssen kaum auf Autos aufpassen. Der
Hoteleingang ist gut erkennbar und wird nicht versehentlich erreicht - wer da
rein will, geht da bewusst hin. Wer einfach nur baden will, parkt im Osten oder
Westen kostenlos und geht direkt an den Strand - fernab von ruhebedürftigen
Hotelgästen. In "meinen" Heiligendamm wird laufen belohnt: Nur wer direkt in Ort
parkt, bezahlt dafür. Und die Median-Patienten haben es dichter zum Strand: Sie
brauchen gar nicht bis ganz nach Osten.
So, das wäre also mein
Konzept gewesen, wenn es nicht alles anders gekommen wäre.
Zum aktuellen Konzept kann
ich noch nicht viel sagen. Noch ist nicht raus, wo die Strandversorgung hin
soll, was mit den Parkplätzen geschieht und ob und wie die
Professor-Vogel-Straße gesperrt wird. Wenn ich mehr weiß, kann ich auch mehr
sagen.
Als nächstes käme dann Bad
Doberan dran.
Hier habe ich es speziell auf
das Verkehrskonzept und den Kammerhof abgesehen.
Aber da brauche ich noch ein
wenig Zeit. Schauen Sie einfach mal wieder vorbei!
Und G8?
Stimmt, da war doch noch
etwas. Meine Meinung zum Gipfel der gierigen Acht ist gespalten. Kann eine
Meinung gespalten sein? Eher nicht. Ich begrüße es, wenn sich
Regierungschefs und Gremien zusammensetzen und über Klimaschutz, Wirtschaft,
Politik und Sozialwesen reden. Aber unser Planet hat
mindestens 193 Staaten und wenn man es richtig machen wollte, dann sollte es ein
G-193-Gipfel sein und nicht eine Zusammen- und Übereinkunft
der 8 geldgierigsten Kriegstreiber. Wer so arbeitet, hat schnell viele Gegner
und wer diesen Gipfel zu sich einlädt, der lädt auch eben
diese Gegner ein.
Auch zwei Monate vor dem Gipfel und einen Monat vor Beginn der
Demonstrationen haben es die Verantwortlichen noch
nicht geschafft, Unterkünfte für die Gegner und Demonstranten zu organisieren
und das Sicherheitskonzept scheint auch erst nach
Zaunschließung zu greifen. Gerüchte über mögliche Standorte für Camps gehen
durch die Medien aber Nachrichten über zu erwartende Sperrungen
der Straße von Doberan nach Kühlungsborn auf Grund von Bauarbeiten werden
einfach vergessen.
Fragt man bei de Kavala nach, heißt es
im April noch, dass zwei Camps sicher sind und über die anderen noch beraten
wird.
Drei Wochen später wollen 100.000 Menschen in Rostock
demonstrieren und damit ist nicht die Hälfte der Einwohner der Hansestadt
gemeint, sondern es handelt sich um Leute, die erst einmal anreisen und irgendwo
unterkommen müssen.
Die Sache stinkt irgendwie.
Man wird den Verdacht nicht los, dass die Verantwortlichen das
Problem sich von selbst lösen lassen wollen, z.B. durch fehlende Unterbringung.
Aber diese Rechnung wird nicht aufgehen. Im Gegenteil. Die
Gegner und Demonstranten kommen und wenn sie nicht genügend Unterkünfte
vorfinden, werden sie in Wäldern und auf Wiesen und Feldern
campen und damit der Umwelt und der Land- und Forstwirtschaft keinen Gefallen
tun und auch nicht mehr so leicht zu kontrollieren sein.
Ich sehe G8 hier so enden, wie es sich die Gegner immer
gewünscht und die Macher immer verdrängt haben.
Wer mit 10.000 Polizisten
eine Demonstration von 250 Neonazis abschirmen muss, der wird zu G8 wohl 10 Mio.
Polizisten brauchen. Die haben wir nicht - so viele Einwohner haben wir hier
nicht einmal - und darum kann es nur schief gehen.
Aber der Sündenbock wäre
schnell gefunden. Entweder geht der Innenminister oder Kempinski ist Schuld,
weil es eingeladen hat.
Wir als Bürger haben nur den
Stress und die Kosten. Aber diese hat m. E. der Gastgeber zu zahlen.
Und der ist Kempinski in
Heiligendamm.
Aber unsere Bundeskanzlerin
Angela Merkel hat es ja vorgemacht, als sie den im und vom Land nicht willkommen
geheißenen
minderbegabten US- und
Kriegspräsidenten in ihre und unsere Heimat einlud und die Rechnung an den
Gastgeber schickte.
Eben jenem, der beim Empfang
am Liebsten gar nicht da gewesen wäre bzw. dessen Vertretung bei den
Demonstranten anzutreffen war. Und nun kommt jener George W. Bush wieder.
Lustig ist es auf jeden Fall,
was da durch G8 Vollendung findet. Gegner werden in Turnhallen, Schulen und einen Schlachthof
untergebracht, Rechtsanwälte schalten eine Hotline für Demonstranten, die in
Schwierigkeiten geraten sind.
Umweltschützer sorgen sich um
die Wale, die von den Sonarsonden der US-Kriegsschiffe angezogen werden könnte.
Weniger lustig sind dann
Meldungen von Mobilgefängnissen und Schallwaffen.
Ob G-8 für unsere Region
etwas anderes als horrende Rechnungen und nie endende Schulden bringt, muss sich
zeigen.
Wenn nicht, muss Ringstorff eben mal in
Holland nachfragen, ob man dort nicht noch 1000 mecklenburgische Landeskinder
gebrauchen könnte. Beim Herzog klappte es ja. Und wie man Tomaten gießt und Käse macht, wissen unsere Landeskinder auch.
Nachtrag am 06.06.2008:
Der
Gipfel liegt nun ein Jahr zurück
Ich überarbeite gerade die Seiten und möchte
doch noch einen Kommentar speziell zum Gipfel in Heiligendamm abgeben.
Zunächst
sei gesagt, dass die Vorbereitungen interessant waren.
Selbst in einem
Polizeistaat, wie es die DDR war, habe ich in der kurzen Zeit meines Erlebens
dieses Staates nicht solche Vorbereitungen gesehen. Deutschland muss eine tiefe
Angst davor haben, dass jemand an seinem System rüttelt.
Die Menge - nein Masse
- an Polizeifahrzeugen und Polizisten waren beachtlich. Und auf eine Art auch beängstigend.
Die Fotorundgänge in Heiligendamm während der G8-Vorbereitungen
waren begleitet von einem mulmigen Gefühl und dem Gedanken, bloß unauffällig zu
bleiben.
Trotzdem wurden wir bei zwei Rundgängen kontrolliert und mussten erst
warten, bis man von der Zentrale aus feststellte, dass wir nicht bekannt sind.
Beide Male folgte die Bitte, die Rundgänge auf nach dem Gipfel zu verschieben.
Beide Male waren es aber auch sehr nette Gespräche mit an der Dokumentation auch
ernsthaft interessierten Polizisten, denen man die Anspannung anmerkte und die
froh zu sein schienen, sich mal normal unterhalten zu können. Wir erlebten auch,
wie ein Autonomer vom Platz verwiesen wurde und bemerkten auch, dass eigentlich
jeder kritisch beäugt wurde.
Beängstigend wurde es nach den Krawallen in Rostock
am 2.06.2007 und als wir feststellten, dass ganz in unserer Nähe ein
Gefangenenlager aufgebaut wurde. Wir wohnten in Rostock-Schmarl und flüchteten
am Tag des P8-Konzertes über Umwege nach Hohenfelde zu meinen Eltern, bis die
Veranstaltung beendet war. Auch in Bad Doberan spürte man die Unsicherheit,
Sorge und Angst der Einwohner und Gewerbetreibenden. Als die Polizei dann immer
wieder friedliche Demonstranten angriff, sie schikanierte und widersprüchliche
Aussagen machte, war das Vertrauen in den Staatsapparat gebrochen und die
Stimmung schlug um zu Gunsten der Demonstranten, die mit Getränken, Backwaren
und Decken versorgt wurden, während die Polizisten links liegen gelassen wurden.
Stille Bewunderung und stille Häme machten sich breit, als die Demonstranten den
Landweg nach Heiligendamm vollends blockiert hatten und bis zum Schluss
durchhielten.
G8 hat für mich aber auch
gezeigt, wozu unser demokratischer und scheinbar so friedliebender Staat in der
Lage ist.
Die Bundeswehr wurde im Inneren eingesetzt, obwohl zuvor immer wieder
betont wurde, dass dies nicht geschehen wird.
Jagdflieger terrorisierten die Camps mit
Tieflügen, Busse und Autos wurden willkürlich kontrolliert und ohne
schwerwiegende Gründe an der Weiterfahrt gehindert und hunderte von
Demonstranten wurden in Lagern festgehalten. Rechtsanwälte wurden an ihrer
Arbeit gehindert, Journalisten wurden blockiert, Sanitäter nicht zu Verletzten
durchgelassen und immer wieder wurden Wasserwerfer und Tränengas gegen
friedliche Demonstranten eingesetzt. Von den über zweitausend festgehaltenen
Demonstranten bekamen nicht einmal hundert ein Verfahren. Das heißt für mich,
dass über 1900 Demonstranten illegitim festgehalten wurden.
Auf einen Verdacht
hin. Hinzu kommt dann noch, dass einiges dafür spricht, dass die Polizei die
Lage mit V-Männern eskaliert hat.
Man hat den Anschein, als
wollte die Polizei einfach etwas Action haben. Aber über ihr steht am Ende
Wolfgang Schäuble - jener paranoider Politiker, der das Attentat nie verkraftet
hat und verbittert in jedem Menschen einen potenziellen Terroristen sieht.
Wenn
man seine Forderungen ansieht - Bundeswehr im Inneren, Vorratsdatenspeicherung, Telefonüberwachung, Bundestrojaner, Früherkennungssystem, Abschuss entführter
Maschinen usw. - dann erscheint einen Heiligendamm als Versuchsfeld dafür, wie
viel der Bürger zulässt und als Eskalationsfeld, um dem Bürger zu zeigen, wie
gefährlich doch Demonstranten und wie wichtig doch diese ganzen Maßnahmen sind.
Das hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, dass der Wechsel von der DDR zur
BRD ein Übergang vom Regen in die Traufe ist. Ich finde, dass die Bundesrepublik
in Heiligendamm ihre Hosen heruntergelassen und uns deutlich gezeigt hat, was
sie wirklich ist. Ein Staat voller Existenzängste, Argwohn und Klischees. In dem
es sich zweifelsohne gut leben lässt, der aber nicht von sich sagen kann, nun so
viel besser zu sein, als alle anderen deutschen Staatsformen vor ihm.
Es gibt noch viel zu tun für
Deutschland. Für uns.
Abschließend dann noch einige organisatorische
Sachen.
Die Informationen stammen aus dem Stadt- und Bädermuseum, dem Buch
"Heiligendamm - Erstes deutsches Seebad" von Wolf Karge, dem Buch "Bäderarchitektur in
Heiligendamm" von Judith Groschang, "Heiligendamm" von Prof. Joachim Skerl und
Thomas Grundner, von Einheimischen, aus
Archiven und aus dem Internet. Alle Bilder, die nicht den Schriftzug dieser
Internetseite tragen, sind von Postkarten, Fotos oder Ansichtskarten abkopiert
und durch den Eigentümer, der meistens nicht mehr ausfindig zu machen ist
geschützt. Keines der Bilder stammt aus Büchern.
Vielmehr bedienen sich Bücher auch der Postkarten. Bitte kopieren Sie daher nur
Bilder mit dem Schriftzug. Wenn Sie Eigentümer eines
Bildes sind, das belegen können und einen Hinweis oder Link unter dem Bild
wünschen oder wenn Sie mir den Gefallen nehmen und das Bild
entfernt sehen wollen, dann wenden Sie sich einfach an mich.
Bitte bedenken Sie,
dass ich hier unentgeltlich einen Beitrag für die Gesellschaft leiste und auf
unentgeltliche Hilfsmittel angewiesen bin. Klagen liegen nicht in meinem Sinne
und würden auch nichts bringen. Zumindest nichts geldwertes.
Mit ein paar
Buchempfehlungen und bezahlten Links kann ich die Kosten der Seite decken und
darum habe ich den Nutzen für den Besucher mit dem Nutzen für mich verbunden.
Dennoch bleibt das im moderaten Rahmen. Kurzum kann also gesagt werden, dass
diese Seite keinen kommerziellen Charakter hat und rein privat ist und alle Einnahmen zur Deckung der
Kosten und Investitionen verwendet werden. Wenn ich Geld damit verdienen wollte,
könnte ich auch eine Lobpreisungspräsenz daraus
machen und einen Vertrag mit dem Grand Hotel abschließen. Will ich aber nicht.
Bitte kopieren Sie auch nicht
einfach die Texte heraus, um sie dann woanders einzufügen. Ich habe nichts
dagegen, möchte aber vorher gefragt werden und eine
Quellangabe sehen. Das gilt auch für eifrige Journalisten. Es hat eine
Heidenarbeit gemacht und wochenlang gedauert, eine so einmalig
vollständige Chronik auszuarbeiten und wenn ich schon kein Geld für die
Übernahme von Bildern und Texten verlange, möchte ich
zumindest, dass die Menschen, die die Inhalte von den Leuten lesen, die für
diese Inhalte Geld kriegen, auch wissen, wer sich da so viel
Mühe gemacht hat.
Zuviel gesetzte Kommas können Sie behalten. Rechtschreibfehler
dürfen Sie mir hingegen mitteilen. Bitte beachten Sie dabei
aber, dass ich selbst in der neuen deutschen Rechtschreibung schreibe, während
die Zitate sich meistens auf Artikel beziehen, die vor
Inkrafttreten der Rechtschreibereform geschrieben wurde. Daher dürfen diese
Zitate auch die bisherigen Schreibweisen beinhalten.
Was ich aber wirklich am Liebsten bekommen möchte, sind
weitere Infos und Berichtigungen, Bilder und Dokumente, gern auch Preislisten oder Bücher über Heiligendamm. Ich kann mir leider nicht alle der hier
präsentierten Bücher leisten und außer dem von Wolf Karge habe ich keines davon.
Was ich auch gern bekomme, ist eine nette Mail mit einer ehrlichen Meinung, ob
nun Lob oder Kritik. Ich hoffe auf einen regen Austausch. Ich freue mich auch über jeden
neuen Link zu Seiten, die auch mit dem Thema zu tun haben und
über jeden Link, der von anderswo zu diesen Seiten führt. Bei so viel
Möglichkeiten, mir eine Freude zu bereiten, kann ich ja gar nicht die Freude an der Sache verlieren. Darum mach'
ich jetzt weiter und wünsche Ihnen viel Freude - laetitia!
Sie dürfen RSS-Feeds gern
in Ihre Internetseite einbinden.
Bitte empfehlen Sie zeit-am-meer
weiter und nutzen Sie die Buttons
für das Social-Bookmarking unter
den Beiträgen, um diese in einem
Social-Network Ihrer Wahl (z.B.
Facebook, Yahoo...) zu verlinken.