Zeit am Meer


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Über das Selbstverständnis dieser Seiten, ihren Verfasser und seinen Ansichten.

Außerdem: Eigene Vorschläge für Bad Doberan und Heiligendamm.

 

 

Viele Monate und eine Menge Arbeit liegen hinter mir und viel Lesestoff und viele Bilder vor oder auch schon hinter Ihnen.

Eine Masse an Meinungen, Zitaten und Analysen spicken die Seiten und auch die Kommentare zu den Bildern sind mal

mit Aussagen und mal mit ironischen Bemerkungen versehen. Sie haben längst gemerkt, dass dies nicht die Dokumentation eines

renommierten Chronisten ist, sondern viel eher das Werk einer Privatperson, die auch mal ihre eigene Meinung mit einbringt und hier

und dort versucht, zu vermitteln und zu moderieren aber an anderer Stelle auch Kritik übt und das nicht nur einseitig an eine Adresse

gerichtet, sondern an mehrere Adressen. Das wirft natürlich die Frage auf, wo der Autor steht und wer er ist und was von der Dokumentation Zitate sind und was die eigene Meinung. Das möchte ich mit dieser separaten Seite auflösen.

 

Worum geht es bei dieser Dokumentation?

 

Es geht um Architektur und Bauwerke, um Künstler und ihre Kunstwerke und um Ideen und ihre Verwirklichung.

Diese Dokumentation befasst sich mit den Bauwerken Heiligendamms, ihren Bauherren, Baumeistern und ihrer Nutzung und Perspektive. Es geht um den Ort selbst, seine Geschichte und seine Zukunft und auch um seine Erlebbarkeit. Dabei geht es auch um die derzeitigen Ereignisse, die Pläne des Investors und den Ist-Zustand. Es geht auch um eine Zusammenfassung aller Meinungen, Argumente, amtlichen Dokumente und Gutachten. Es geht um Traditionen und Gewohnheiten aber auch um Offenheit und Innovation.

 

Worum geht es bei der Dokumentation nicht?

 

Es geht nicht darum, sich auf eine Seite zu schlagen und den Investor zu beschimpfen oder zu behindern oder die Bürgerinitiative, einzelne Parteien oder Politiker zu beharken, dass sie den Investor behindern würden. Es geht auch nicht darum, irgend eine Partei zu verteidigen oder ihre Vorgehensweise zu rechtfertigen und es geht auch nicht so sehr darum, zwischen den Parteien zu vermitteln. Das müssen die Beteiligten schon selbst austragen. Und während sie das tun, wird auch dieses zum Teil der Dokumentation. Es geht auch nicht um die letzten Meldungen aus Heiligendamm und wer was aktuell zu welchem Thema sagt und wer welche Gegenargumente bringt. Was davon in die Dokumentation einfließt, das fließt oft erst nach Abschluss des Themas ein. Aber in der Dokumentation gibt es Links zu Nachrichtenseiten.

 

Natürlich hat auch eine Dokumentation stets einige subjektive Tendenzen.

Der Autor entscheidet, ob und wie er die Fakten präsentiert. Unterschwellig wird der Leser vielleicht die eine oder andere Position des Autors erkennen können. Wenn das nicht so wäre, müsste ich sagen, dass mir Heiligendamm egal wäre. Nur würde ich es dann nicht dokumentieren können. Selbst Jesus von Nazareth - den die halbe Menschheit als Meister ansieht - war nicht objektiv. Erhaben wohl aber nicht objektiv. Seinen Aussagen ist immer seine Position zu entnehmen. Und wenn ein Chronist etwas festhält, dann tut auch er das im Kontext von Eindrücken.

 

So ist auch diese Dokumentation geprägt von Eindrücken und strebt danach, diesen Eindrücken einen Ausdruck zu geben.

Die Rundgänge sind sehr persönlich gehalten. Ich versuche auch stets, einfach mal andere Ansichten mit ins Spiel zu bringen und Aussagen einfach einmal umzudrehen. Dabei geht es nicht darum, den Personen das Wort im Mund umzudrehen sondern eher darum, einmal sublime Botschaften zu entlarven oder festzustellen, dass eine Aussage so oder auch so gemeint sein kann.

Ein guter Redner lässt viel Auslegung zu und wer etwas verkaufen will, muss ein guter Redner sein.

Egal, ob er Aktien verkaufen will oder Argumente.

 

Es geht auch nicht um G8 und seine Gegner, um Reichtum und Armut, Kapitalismus und Kapitalismuskritik oder um Ausgrenzung und Einfriedung. Das Thema ist mit der Neuauflage dieser Dokumentation genau ein Jahr her und darum folgt auch erst jetzt ein Blog zur Kommunikation. G8 ist das eine und Heiligendamm das andere. G8 hat hier stattgefunden und hat bei Land und Leuten etwas hinterlassen und geprägt aber darum geht es nicht in dieser Dokumentation. Nur auf dieser Seite gibt es einen Kommentar dazu.

 

Warum dann diese Dokumentation?

 

Der Besonderheit wegen. Der Ort Heiligendamm ist einmalig, die Architektur und das Ensemble sind einmalig und auch die Pläne des Investors und die Schwierigkeiten bei der Kompromissfindung sind einmalig. Jedes einzelne Bauwerk der mondänen großherzoglichen Baderesidenz ist einmalig und das gehört einfach dokumentiert. So wie Heiligendamm jetzt ist, wird es nie wieder sein. Ob es verfällt oder wiederaufersteht - das Heiligendamm des jetzigen Zeitpunktes wird es nie wieder geben.

 

Schon das Jahr 2007 hat gezeigt, wie der Badeort täglich sein Gesicht verändern kann.

An einem Tag wird ein Haus fotografiert und am anderen Tag steht es nur noch zur Hälfte.

Heute ist hier ein Haufen Schutt und in der nächsten Woche schon ziehen Bauarbeiter einen Zaun um die geharkte Leerfläche.

Heiligendamm verändert sich täglich, fast stündlich. Und wenn jetzt niemand damit anfängt, wird es zu spät sein.

 

In Büchern haben mehrere Autoren die Geschichte oder die Architektur Heiligendamms behandelt oder sie haben Bildbände heraus gebracht. Aber eine umfangreiche bebilderte Geschichte mit Architektur- und Gebäudedatenbank, Rundgängen und einer Dokumentation der Meinungen, Argumente und Planungen hat so noch niemand in Buchform verfasst.

 

Im Internet befindet sich nicht einmal eine umfangsreiche Chronik des ersten Seebades auf europäischen Festland.

Nirgendwo steht zu lesen, dass hier eine Eliteschule entstehen sollte und dass Adolf Hitler Ehrenbürger war, erfährt selbst die Stadtverwaltung zum Teil erst aus der Presse. Das alles findet sich verstreut in Büchern von Wolf Karge und Joachim Skerl, von alten und neuen Autoren und Chronisten und schließlich im Stadt- und Bädermuseum in Bad Doberan. Aber im Internet - dem Medium der Zukunft - dem Recherchewerkzeug Nummer eins an Schulen und Universitäten, in heimischen Jugendzimmern und in Büchereien? Bisher nicht. Hier mal etwas über die Burg, dort etwas über die Perlenkette, da etwas über den Herzog und dort etwas über die Baderegeln und immer mal wieder etwas über die guten alten Zeiten und die rosige oder ungewisse Zukunft. Alles in einem gibt es derzeit nicht. Jeder buhlt um seine Meinung. Die einen gegen das Hotel und die anderen dafür und einige für ihre Definition von Öffentlichkeit in Heiligendamm. Ganz andere wiederum verpassen dann gänzlich das Thema.

 

Wer ist der Verfasser dieser Dokumentation?

 

Ich. Mein Name ist Martin Dostal und ich wurde 1979 in Kühlungsborn geboren und

bin in Hohenfelde bei Bad Doberan aufgewachsen.

 

Ich ging in Bad Doberan zur Schule und schon damals hatte ich als Alternative zu Englisch als Wahlpflichtfach Heimatgeschichte beim geschichtsbegeisterten Herrn Büttner. Geschichte interessierte mich und so hatte ich stets Einsen und Zweien.

Was ich in Geschichte nicht über Bad Doberan erfuhr, das lernte ich in Kunst.

Auch wenn der Alltag bis 1990 eher auf Hohenfelde beschränkt war, so war Bad Doberan stets gegenwärtig. Morgens auf dem Weg zur Schule, nachmittags beim Einkauf - Rostock war stets weit weg. Bad Doberan aber war stets dicht dran.

 

Nach der Schulreform gab es viele Freistunden und diese nutzte ich gern, um auf immer wieder neuen Wegen meine Oma in der Dr.-Leber-Straße zu besuchen.

Dabei faszinierte mich damals schon die kleine Stadt mit ihren großen Bauten.

 

1996 ging es dann zur Ausbildung nach Husum, wo ich meine Lebensgefährtin und ständige Rundgangsbegleiterin kennen lernte und nach der Ausbildung zur Bürokraft zogen wir nach Rostock.

 

Irgendwann ergab es sich dann, dass ich meinen Beruf als Kundenbetreuer im Contact-Center nicht mehr ausüben konnte und Rente bekam. Da nun die Notwendigkeit nicht mehr gegeben war, in Rostock zu wohnen und unsere kleine Plattenbauwohnung ohnehin schlecht saniert und daher nervig und auch gesundheitsschädlich war, sahen wir uns lange nach einer neuen Bleibe um.

Das Glück kam dann kurzfristig, als wir quasi "die Nase voll von der Wohnung" hatten und krampfhaft eine neue suchten.

Wir waren zwar offen für alles zwischen Kühlungsborn und Hohe Düne, sowie Ostsee und Warnowtal aber insgeheim stand es schon fest, dass es Bad Doberan sein sollte. Es hätte auch in Heiligendamm geklappt aber leider wieder nur in der Platte und - großes Problem - kein DSL. Das brauche ich aber schon, um die Bilder und Texte hochzuladen. Nun wohnen wir in einer sanierten alten Villa, direkt an der Straße nach Heiligendamm. Vor Ort quasi.

 

Das Heiligendamm meiner Kindheitserinnerungen war stets ein besonderer Ort. Die Häuser haben mich damals schon fasziniert.

Ihre monumentale Größe, ihre anmutende Form und der weiße Glanz. Auch wenn das Ensemble nicht so strahlend weiß wie heute war, sondern „eher wie Gips“, war es doch im Gegensatz zu der Bad Doberaner Innenstadt ein Glanz. Meistens fuhren wir mit dem Fahrrad nach Heiligendamm, zur Schleuse oder zum Kinderstrand. Sonst auch mit dem Auto. Das Ensemble selbst besuchten wir meistens eher auf der Durchreise, wenn wir Wartezeit hatten. Oder um ein Eis zu essen oder in den Konsum zu gehen, der doch ein wenig andere Artikel hatte, als unser Dorfkonsum in Hohenfelde. Strandartikel gab es in Heiligendamm zu kaufen und Drogerieartikel, die in Bad Doberan meistens schon vergriffen waren.

 

Ich habe Heiligendamm stets als kleine Stadt erlebt und war ganz ratlos, als ich meiner Freundin den Stadtkern zeigen wollte und feststellte, dass es gar keinen gibt. Ohne Zweifel: Das öffentliche Leben spielte sich zwischen den Häusern ab.

Man ging am Haus „Berlin“ vorbei zum Haus „Glückauf“, neben dem sich auch schon der Konsum befand.

Von dort aus ging es dann zur Aussichtsplattform am Haus „Weimar“.

Das war immer ein Muss, wenn man in Heiligendamm war.

Und von dort aus ging es dann die Promenade entlang oder durch die Professor-Vogel-Straße und den Wald zurück zum Molli-Bahnhof.

 

Mit dem Auto waren wir selten direkt in Heiligendamm. Meistens nur zum Baden am Kinderstrand oder am Golfteich, wo man ja auch parken konnte. Vor dem Ensemble haben wir eher nicht gebadet. Da lagen viele Felssteine und davor war nur wenig Platz zum Baden. Der zweite Strandabgang war immer unser Ziel. Hier war nicht viel mehr Platz aber hier war wenigstens etwas Sand.

Und der Imbiss war in der Nähe – ein wichtiges Kriterium für uns Broiler-Fans. Wenn es hier zu voll war, badeten wir am Kinderstrand. Da war ja auch ein Imbiss. Und dieser tolle Bach, den wir immer zu einem See aufstauten aber den Kampf gegen die Macht des fließenden Wassers stets verloren. Radtouren führten meistens gar nicht bis Heiligendamm, sondern bis zur Schleuse. Da wurde dann im Grünen gepicknickt.

 

Nach der Wende wurde der Strand breiter und die Promenade ebenso und es gab einen kleinen runden Imbiss auf dem Seebrückenplatz. Da habe ich mit meiner Freundin eine Wurst gegessen und dann sind wir zur Aussichtsplattform gewandert und haben uns auf die Stufen der 1997 schon leeren Alexandrine gesetzt und den Blick aufs Meer genossen. Wir waren allein.

Es war mitten in der Woche und der Trubel blieb auf der Promenade.

 

Von 1996 bis 2000 – gerade in der Phase der Umwälzung – habe ich Heiligendamm „verpasst“, weil ich in Husum an der Nordsee eine Ausbildung machte. Aber dennoch führte ich erst die erste und dann die zweite Freundin nach Heiligendamm.

Die erste Freundin kam aus Westerland und die Eltern machten hier Urlaub und hatten hohe Erwartungen an die „Steilküste“.

Als sie sie dann sahen, waren sie enttäuscht: Auf Sylt nennt sich das „Kliff“ und so etwas hatten sie quasi vor der Haustür.

Erwartet hatten sie wohl so etwas wie den Kreidefelsen auf Rügen. Ham we nich. Und Heiligendamm hatten sie sich auch irgendwie weißer vorgestellt. Das war 1998 – da stand Heiligendamm gerade ein Jahr leer und das war schon zu sehen.

 

Noch später verschwand der Imbiss und Heiligendamm wurde zur Baustelle.

Mein Bruder war dort auch beteiligt und hatte die Häuser mit entkernt.

Seine Firma war auch am Abriss der „Perle“ und aller anderen abgerissenen Gebäude Heiligendamms beteiligt.

Ich habe ihn auf meinen Foto-Rundgängen 2007 oft besucht.

 

Aber zurück zur Jahrtausendwende: Der Imbiss ging, dafür eröffnete Cocos Milchbar und wurde zum Ausflugsziel.

Auch das Bistro bleib für uns interessant. Gebadet wurde trotzdem am zweiten Strandabgang. Gewohnheit eben und ein wenig auch Faulheit – es war dichter zum Auto. Bis zu dreimal in der Woche fuhren wir die 50 Kilometer Rostock-Heiligendamm und zurück – nur um zu baden. Und natürlich auch ein Eis oder ein Schnitzel mit Pommes oder Wurst mit Brot zu essen. Und um Fotos zu machen. Inzwischen hatte das Hotel eröffnet – wir hatten es uns am Tag der offenen Tür von innen angesehen und es gefiel uns.

Eher nüchtern, als prunkvoll aber spürbar hochwertig. Nutzen konnten wir von davon nichts aber das konnten wir ja vorher auch nicht.

 

Nach 2003 erlebten wir dann Heiligendamm als chaotisch vollgestopften Ort, an dem man oft gar keinen Parkplatz mehr bekam.

Erst 2006 und 2007 verbesserte sich die Situation für die Autofahrer. Aber kaum hatte sich das herum gesprochen, kamen noch mehr Autofahrer und so wurde es dann wieder enger. Wir brauchen Parkplätze – natürlich. Und gern auch unterirdisch.

Ich würde das nutzen. Sollen sich die anderen doch ihre Hände am Lenkrad verbrennen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Preise moderat bleiben. Einen Euro für ein ausgiebiges Wasser- und Sonnenbad inklusive Zeit für einen Imbiss ist Spitze. Ich wünsche mir, dass es so bleibt. Inzwischen habe ich ja sogar eine kostenlose Variante gefunden aber mit Sack und Pack ist das nicht so toll. Ansonsten natürlich unschlagbar: Das Fahrrad. Und es parkt sogar kostenlos in der ersten Reihe.

 

Um Bad Doberan musste ich mir anno 2003 keine Sorgen machen.

Vielleicht wird das eine oder andere Haus mal abgerissen aber die herzoglichen Gebäude – undenkbar.

In Heiligendamm war ich mir da nicht so sicher und darum dokumentierte ich.

Ich wollte zeit-am-meer.de immer so verstanden wissen: Eine Dokumentation. Fakten, Fakten, Fakten.

 

Aber da habe ich mich getäuscht: Aus Zuschriften mit geschichtlichen Infos wurden nach und nach auch Fragen zum aktuellen Geschehen. Warum verfällt Heiligendamm? Warum saniert keiner die Villen? Warum entstehen immer mehr Zäune? Ich hatte darauf keine Antwort, denn mich interessierte die Gegenwart gar nicht, sondern die Geschichte. Klar ärgerte ich mich darüber, dass die ECH so wertvolle Gebäude verfallen lässt. Aber die Gründe kannte ich nicht. Also musste ich mich belesen.

 

Meine Informationsquelle Nummer eins für die Dokumentation: Die Ostsee-Zeitung. Nebenher dann auch das Internet und weitere Zeitungen. Hier ein paar Infos von Herrn Behrens, dort ein paar Infos von Herrn Schlag und irgendwo dazwischen musste ich mir eine Meinung bilden. Meine Meinung war dann ähnlich der, die man nun einmal hat, wenn man von außerhalb kommt und sich mit Hilfe der Medien ein Bild machen muss: Die ECH will gar nicht sanieren. Böse ECH. Kann sich von mir was anhören. Irgendwann fragte ich mich – und fragten auch andere öffentlich – mit welchem Interesse die ECH die Perlenkette vor der Nase des nobelsten aller Nobelhotels verfallen lassen will. Grundstücke in 1-A-Lage? Das konnte es auch nicht sein. Jeder weiß, dass niemand zulassen würde, dass die ECH die Villen allesamt abreißt und die Grundstücke verscherbelt. Kein Käufer und auch nicht die ECH selbst dürfte hier jemals etwas errichten, das nicht wenigstens den Perlen ähnlich sieht. Trotzdem: Die Gründe habe ich damit noch immer nicht gefunden. Ich konnte nachdenken, so viel ich wollte. Also fing ich an, alle Zeitungsartikel seit 1997 zusammen zu tragen und mich mit ihnen zu beschäftigen. Wo ich schon dabei war, konnte ich das auch gleich öffentlich tun und damit etwas für die Seite und irgendwo auch für die Öffentlichkeit tun. Das Problem einer Diskussionsseite ist aber stets, dass man da nicht einfach Zeitungsartikel kopieren und im Raum stehen lassen kann. Man muss etwas dazu sagen. Und im Laufe der Zeit gab es sehr viel dazu zu sagen, denn zunehmend nahm die Berichterstattung subjektive Tendenzen an. Auf die Zeitungen konnte ich mich nicht verlassen.

 

Da stand ich nun mit meiner Meinung, die ich mir aus dem erworbenen (Halb)wissen gebildet habe. Und ich stellte in Diskussionen fest, dass meine Meinung zwar hierzulande identisch mit der der meisten Leute war aber außerhalb „der Provinz“ stark andere Meinungen vorherrschten. Wie man es zunächst tut, hielt ich an meiner Meinung fest. Aber da ich nicht gut darin bin, sah ich mir die anderen Meinungen auch an und sah viele Fakten, die eine ganz andere Wahrheit hervor brachten, als die mir bekannte. Jedoch animierte auch das mich nicht dazu, meine ganze Meinungssuppe auszukippen. Was wissen die schon, die da aus der Ferne kommen und schreiben? Nach und nach verstand ich aber, dass einige Stadtvertreter es sind, die den Investor daran hindern, seine Versprechen umzusetzen. Also: Böse Stadtvertreter. Da für mich die Stadtvertreterversammlung die Gesamtheit aller Stadtvertreter darstellt, war automatisch die ganze Stadtvertreterversammlung Schuld an der Misere. Damit unterschied ich mich nicht von vielen anderen: Schwarz oder weiß. Dennoch fiel es mir durch die Recherchen zunehmend schwerer, eine klare Position einzunehmen. Ich verstand die Probleme der Stadtvertreter genauso, wie die der ECH und auch die Bedenken der Bürgerinitiative konnte ich nachvollziehen. Wohin sollte ich mich also ausrichten, wenn ich nicht parteiisch sein wollte? Ich wusste es nicht. Also dokumentierte ich weiter und ließ die Diskussion außen vor. Und wenn ich einmal mitdiskutierte, dann waren meine Argumente aus heutiger Sicht falsch, da ich die Schlüsse aus falschen Informationen ziehen musste.


 

Ich wohnte mit meiner Lebensgefährtin von Juni 2000 bis Oktober 2007 in Rostock, studierte und dokumentierte aber das Geschehen in Heiligendamm. Wir haben den G8-Gipfel also an beiden Hauptaustragungsorten passiv miterlebt.


 

Erst mit dem Umzug nach Bad Doberan waren die Leute näher und war das Geschehen begreifbarer. Ich entdeckte im Stadtanzeiger zunächst einmal einen ganz anderen Ton, als den von der Ostsee-Zeitung gewohnten. Hier erkannte ich Wohlwollen und als ich mal kommentierte und wie gewohnt ein Zitat einbrachte (Ich zitierte eine Mutmaßung des Bürgerbundes), kam mir erstmals Feindseligkeit entgegen, weil jemand vermutete, dass ich mit diesem Zitat den Bürgerbund unterstützen würde. Das klärte sich schnell auf aber je mehr ich mich mit den Kommentaren befasste, je klarer wurde mir die Situation: Es gibt nur schwarz oder weiß, wenn es um Heiligendamm geht. Entweder argumentiert man für den Investor oder gegen ihn und entweder argumentiert man für die Stadtvertreter oder gegen sie. Irgendwo dazwischen ging es dann auch um Argumente der Bürger und am Rande auch mal um Heiligendamm.

 

Nun, mir ging es immer um Heiligendamm. Ich traute den Stadtvertretern zu, die richtigen Entscheidungen zu treffen und zwangsläufig bedeutete dies, dass der Investor irgend etwas falsch machen musste, wenn die Stadtvertreter alles richtig machen. Das einzige, was ich aber dem Investor vorwerfen konnte war, nicht ausreichend kommunikativ zu sein. Wenngleich ich im Nachhinein sagen muss, dass Herr Schlag sich oft den Mund fusselig geredet hat und trotzdem nichts für ihn dabei heraus kam. Entweder redete er also chinesisch oder es hörte ihm keiner zu. Es dürfte das zweite gewesen sein. Schließlich entdeckte ich auch die Beiträge von Herrn Gühler und brachte ihn mit meinen Fragen um manche gemütliche Abende. Aber es soll nicht umsonst gewesen sein: Seine Erklärungen sind grandios und ich habe sie und werde sie auch zukünftig gut in die Seiten integriert. Aber das war noch gar nicht genug der Zufälle. Ich las interessiert die Zeitung „Zukunft Heiligendamm“ und wollte gern Texte und Grafiken für die Internetseite benutzen. Also mailte ich der Redaktion und fragte nach, ob ich das darf. Prompt bekam ich eine Einladung und drei Tage später fand ich mich in der ehemaligen Fachschule wieder, wo mir die Herren Zimmermann, Schlag und Plöger drei Stunden lang geduldig auf alle Fragen antworteten, die ich vorsichtshalber mitgenommen habe. Ich erhielt an diesem Tag und in der Folgezeit Informationen und Pläne, die ich teilweise eingearbeitet habe und teilweise einfach nur zum besseren Verständnis brauchte. Wenn man die Dinge anders sieht, kann man auch seine Meinung ändern. Das habe ich getan – Brecht sagte einmal „Wer A sagt, muss nicht auch B sagen – er kann erkennen, dass A falsch war“ - und fortan habe ich mich dann an der Diskussion beteiligt.

 

War ich gerade noch ein mutmaßlicher Bürgerbund-Verfechter, warf man mir nun vor, den Investor „peinlich zu hofieren“. Außerdem durfte ich mir von einem Herrn Stranghöner als Reaktion auf meine Ausführungen zur Bürgschaft für das Grand-Hotel (die ich ja aus erster Hand hatte) anhören (oder durchlesen), dass ich keine Ahnung von Bürgschaften hätte. Auf meine Frage per E-Mail, woher er denn seine Informationen bezieht, erhielt ich keine zutreffende Antwort. Das spricht für sich und gerade lese ich ein Interview mit Herrn Schlag, der da sagt, dass er sich nicht über Leute ärgert, die sein Vertrauen missbrauchen und sie aus seinem Leben streicht. Das kommt wie gerufen. Andere Erlebnisse sind viel schöner: Da bekomme ich einen Anruf von einer Frau, die auch in der Bürgerinitiative tätig ist und die sich bei mir für meinen Leserbrief in der Ostsee-Zeitung herzlich bedankte. Herr Arenz hatte schon einmal dasselbe Erlebnis und dachte zunächst dasselbe, wie ich: „Soll das jetzt ein Scherz sein?“. Sollte es nicht. Es war eine sehr schöne Geste und eigentlich bis jetzt die Krönung nach anderen schönen Kontakten. Ich habe mich auch gefragt: Wie kann ich mich aktiv einbringen? Der erste Gedanke war, in die Bürgerinitiative „Pro Seebad Heiligendamm“ einzutreten. Aber als ich die Aussagen von Heike Ohde, Hannes Meyer und Axel Thiessenhusen las, verging mir die Lust dazu. Später spielte ich mit dem Gedanken, dem Bürgerbund beizutreten. Schließlich finde ich hier Leute mit Rang und Namen, die ja nicht dumm sind und wenn die im Bürgerbund sind, muss er gut sein. Dann bemerkte ich, dass die Leute mit Rang und Namen, die mir sozusagen am Besten gefielen, gar keine Chance hatten. Die Spitzenkandidaten waren dieselben wie die, die mich davon abhielten, in die Bürgerinitiative einzutreten. Als der Bürgerbund dann zum zweiten Mal antrat und seine offensive Werbung in meinen Briefkasten warf, war es nicht nur zu spät für eine Kandidatur, sondern ich hatte auch absolut kein Interesse mehr an ihm. War er für mich bisher wenigstens eine Wahlalternative (Ich hatte ja keine Ahnung...), sah ich in ihm nun genau solche fundamentalistischen Züge, wie bei den Links- und Rechtsextremen: Verschanzung hinter einer Ideologie – keine Diskussion – kein Dialog – nicht einmal ein Interview von der ECH-Zeitung. Das ist für mich dann nicht das, was ich mir unter einer wählbaren Partei vorstellte.


 

Wohin konnte ich mich wenden, um Heiligendamm zu helfen? Die Antwort auf diese Frage hätte mir jeder Philosoph beantworten können: Suche in dir selbst. Während ich so in mir suchte, fand ich da einige vergessene Wahrheiten. War ich doch in der Vergangenheit Schreiber unendlich langer philosophischer Texte und esoterischer Abhandlungen quer durch das Internet. Die Lösung der Probleme liegt – wie so oft – in unserem Denken. Die Suche nach der Schuld ist es, die uns aufhält. Dreimal wurde ich durch Leserbriefe darauf gestoßen, dass es das ist, was die Menschen suchen: Sie suchen einen Schuldigen, auf dem sie ihre negative Energie abladen können. Und jeder fand seinen Schuldigen und während man also die Last reihum weiterreichte, war eine Lösung der Probleme nicht in Sicht. Was ich also tun musste: Die Menschen dazu animieren, sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen, selbst Fakten zu sammeln, selbst Informationen auszuwerten und sich selbst ein Bild von Heiligendamm – als Sache – zu machen. Mein Wunsch an Sie: Wo immer Sie meine Meinung auf meinen Seiten erkennen: Vergessen Sie sie und bilden Sie sich Ihre eigene!


 

Dennoch bin ich auch ein wenig stolz auf versteckte Angebote seitens einiger Lokalparteien, mich doch aktiv einzubringen. Jedoch wüsste ich ganz ehrlich nicht, in welche Partei ich eintreten wollen würde. Wenn, denn als Einzelkandidat. Eine Stimme wäre mir schon sicher: Ein Leser des Stadtanzeigers fragte mich, auf welcher Liste ich stand – er hat mich nicht gefunden. Aber gerade hier liegt für mich der Vorteil, keiner der Beteiligten verpflichtet zu sein: Ich kann zur ECH gehen und bekomme Informationen, ich kann mir von Herrn Gühler die Sachen erklären lassen, kann mich mit Herrn Giersberg austauschen, Herrn Klink mir seine Ansichten erklären lassen, als Bürger dem Bürgermeister ein paar Vorschläge unterbreiten, mich mit Mitgliedern der Bürgerinitiative unterhalten, Historiker befragen, mich in die Diskussion einbringen – immer aus einer Position heraus, die mich zu nichts verpflichtet. Ich will, dass es Heiligendamm gut geht und in meinen Augen ist das derzeit nur gegeben, wenn es dem Grand Hotel gut geht und wenn es mit den Bauvorhaben weiter gehen kann. Hätte man sich für ein Staatsbad entschieden, würde es Heiligendamm nur gut gehen, wenn es dem Staatsbad gut geht und hätte man sich für einen Einzelverkauf entschieden, ginge es Heiligendamm nur gut, wenn die einzelnen Investoren gesund sind. Ich weiß nicht, ob ich die Dokumentation auch begonnen hätte, wenn nicht FUNDUS, sondern irgend ein anderer Heiligendamm oder Einzelobjekte gekauft hätte. Vermutlich wäre dann gar nicht so ein Wind um Heiligendamm gemacht worden und ich wäre gar nicht darauf aufmerksam geworden und es hätte vielleicht auch keinen interessiert.

 

Meine Intention, überhaupt mit der Dokumentation zu beginnen war ja, dass sich nichts tat. Ich hatte im Internet die Seite „Urlaubserfahrungen Heiligendamm“ gefunden und sah die Bilder von einem verfallenen Heiligendamm. Da dachte ich mir, dass man nicht nur Bilder zeigen, sondern auch etwas dazu schreiben sollte. Damit fing es dann an. Ich machte selbst Bilder und nun brauchte ich Informationen, um auch was dazu schreiben zu können. Im ersten Jahr blieb es bei einem Rundgang mit Bildern und Texten aber im zweiten Jahr widmete ich mich schon einigen speziellen Plätzen und Problemen. Im dritten Jahr waren dann plötzlich die ersten Häuser angerissen und ich entschied mich, nun den Fokus auf die Gebäude zu legen und diese so genau wie möglich zu dokumentieren. Daraus entstand dann die Gebäudedatenbank. Als ich nach der Geschichte der Gebäude suchte, fand ich natürlich auch viel Ortsgeschichte. Um die Architektur zu erklären, bedurfte es ohnehin geschichtlicher Hintergrundinformationen und so entstanden dann nacheinander die Chronik und die Architektur-Seite. Bei der Chronik durfte ich mich neben der Bücher und Schriften auch der Chronik in der OSPA-Filiale bedienen. Bald schon war das die bisher lückenärmste Chronik Bad Doberans und Heiligendamms. Irgendwann im Jahre 2008 bekam ich dann aus Holland eine E-Mail mit ein paar Fragen zum Haus „Krone“. Daraus wurde ein reger Informationsaustausch und der Schreiber bat mich mehrmals, die Geschichte zu den Bildern zu veröffentlichen, damit sie nicht in Vergessenheit gerät. Gerade gestern bin ich damit fertig geworden, ihm diesen Wunsch zu erfüllen – mit der Seite „Historie der Sommerfrische“.

 

Das ist mein Stichwort: Sommerfrische – wissen Sie, was das ist? Die Gebrüder Grimm beschrieben es so: „Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande zur Sommerzeit“. Ab dem 19. Jahrhundert war die Sommerfrische ein fester Bestandteil der Aristokraten und auch der Mittelschicht. Für mich war Heiligendamm genau das: Raus aus der Platte und auf nach Heiligendamm. Inzwischen wohne ich mitten in dieser Sommerfrische und bin Teil dessen, was der Urlauber in seiner Sommerfrische erlebt. Damit fühle ich mich auch verantwortlich für die Urlauber und dafür, dass sie hier ihre Sommerfrische angenehm verbringen können. Dazu gehört der schöne Anblick unserer Stadt, ein vernünftiges Verkehrskonzept, ohne die Stadt dabei zu umfahren und eben Gastfreundschaft. Jeder der dort lebt, wo andere Urlaub machen, sollte dafür Sorge tragen, dass der Urlaub angenehm ist, Und sei es durch nette Gesten. Wenn ich durch Heiligendamm oder Bad Doberan gehe, halte ich Augen und Ohren offen und wenn ich mitkriege, dass ein Radfahrer den Weg nach Kühlungsborn der ein Fußgänger den Weg zum Bahnhof sucht, dann schalte ich mich eben mal kurz ein. Das sind Kleinigkeiten, die jeder tun kann. Zu den großen Sachen komme ich später.


 

Noch geht es um die Dokumentation selbst. Irgendwann im Laufe der Dokumentation bemerkte ich, dass nicht nur ich andere Medien zur Recherche nutzte, sondern auch andere Medien „mich“. Die TAZ in Arnstadt wies mich auf einen Fehler hin, jener besagte Niederländer versorgte mich mit Infos und Bildern vom Besuch der Königin Beatrix als kleines Kind in Heiligendamm und bat mich, das zu veröffentlichen – aus Berlin versorgten mich zwei Privatpersonen mit Informationen und auch mit einem Buchautor hatte ich einen netten Austausch. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit meinem Feedback. Bloß die technischen Sachen wurden kritisiert. Während ich diese Seite schreibe, sind drei Viertel dieser aber schon behoben. Gut Ding will Weile haben. Ich habe schließlich nichts von dem was ich mache gelernt. Wenn irgendwann etwas Ruhe in Heiligendamm einkehrt, will ich mich wieder mehr Bad Doberan widmen. Die Unterseiten Bad Doberans sind noch eher so Baustellen.


 

Das soll es zur Erläuterung der Dokumentation gewesen sein. Abschließend möchte ich die meist gestellten Fragen beantworten: Schlafe ich auch mal? Ja – 7-9 Stunden am Tag. Und wie schaffe ich das alles? Ich bin voll erwerbsgemindert und habe daher sehr viel Zeit. Nur leider nicht genug Geld, um Bilder, Grafiken und Bücher zu kaufen oder Lizenzen zu erwerben. Wenn Sie also hier Bücher oder ähnliches finden, die Ihnen gefallen, gehen ein paar Cent Ihrer Käufe an mich. Für die Dokumentation selbst habe ich noch eine Wunschliste. Wenn Sie möchten, können Sie mir daraus ein Buch schenken und finden dann hier neue Informationen daraus wieder. Tolle Sache so etwas.

 


 

Nun zurück zu Heiligendamm. Wie sieht das Heiligendamm meiner Träume aus?

Also von außen – saniert. Ich hätte mir gewünscht, dass die drei Abrisskandidaten ohne Abriss saniert worden wären aber ich verstehe auch, dass der Aufwand zu hoch, die Kosten enorm, der Nutzen gering und letztlich doch kaum etwas 100 Jahre altes übrig gewesen wäre. Dennoch verweigere ich mich ein wenig, die neue Perle als Anknüpfung zu sehen. Ich habe das Modell gesehen und wünsche mir sehnlich, dass diese Villa so aufgebaut wird aber in der Gebäudedatenbank wird es dann zwei miteinander verlinkte Perlen geben. Immerhin ist eine gute Kopie besser, als ein grüner Rasen und wenn die ECH könnte, würde Heiligendamm in der ersten Reihe wieder aussehen, wie früher. Ich habe damit kein Problem. Wichtig ist eben, dass am Ende da genau so viele Häuser an der selben Stelle stehen, wie zuvor. Mit anderen Proportionen habe ich schon ein paar Probleme aber das Modell wirkte nicht „fetter“, als die Original-Perle.

 

Ich finde es nicht schön, dass Herr Jagdfeld die 900 Quadratmeter der Alexandrine nicht reichen und er sie deshalb baulich verändern will. Aber noch schlimmer fände ich, sie weiter verfallen zu lassen. Die Frage ist ja immer: Was hätte der Herzog getan? Diese Frage stelle wahrscheinlich nur ich mir. Und wenn ich an die Alexandrine denke, könnte die Antwort vielleicht auch lauten: „Er hätte sie baulich verändert“. Wer weiß das schon? Ich bin der Meinung, dass wir akzeptieren sollten, dass Heiligendamm (also der größte Teil Heiligendamms) nach den Herzögen, Aktiengesellschaften, Feriendiensten, Sozialversicherungen und Gesellschaftern nun einer Gruppe von Anlegern gehört, die ein Unternehmen damit beauftragt haben, Heiligendamm so zu entwickeln, dass für sie dabei Geld heraus springt. Das ist eine neue Ära und wer weiß – vielleicht haben die Leute sich damals auch so über Veränderungen aufgeregt, wie heute.

 

In Heiligendamm wird Geschichte geschrieben – sagte ich ja schon. Und wenn die schlimmsten Befürchtungen wahr werden sollten – was keiner ernsthaft hoffen sollte – dann ist auch das unvollendete Heiligendamm ein Stück Geschichte. Immerhin hat Heiligendamm einen Investor gefunden. Prora kann das von sich nicht sagen. Prora ist ein Stück Geschichte – nicht fertig geworden – nie vollendet. Heiligendamm hingegen war quasi schon fertig, wurde aber nicht gerade nett behandelt. Nun wird saniert – die ersten Ergebnisse sind unübersehbar und wenn es denn auch weiter geht, steht am Ende ein Wachstum, das Heiligendamm in seiner ganzen Geschichte schon oft erleben sollte aber nie erleben konnte. „Wenn es in Heiligendamm einer schafft, dann ist es Jagdfeld“ sagte ein Branchenkenner im Jahre 2000. Dass FUNDUS etwas drauf hat, beweist uns das fertige Ensemble. Dass es auch in die Hose gehen kann, zeigt uns die Gutenberg-Galerie. Am Ende entscheidet immer das Geld. So war es 1796 und so ist es auch 2009. Vieles von dem, was FUNDUS plant, werden wir nicht mehr miterleben. Das ist vielen gar nicht bewusst. Der Masterplan ist keine Agenda 2010, sondern ein Rahmenplan für die Entwicklung Heiligendamms.

 

Gebaut wird, was gebraucht wird. Einiges wird heute schon gebraucht und anderes erst in 20 Jahren. Hat denn jemand erwartet, dass FUNDUS reicher als Bill Gates ist und dass FUNDUS den ganzen Masterplan sofort umsetzt? Man stelle sich das nur einmal vor: 200 Villen werden gebaut und dann sucht man erst Mieter oder Käufer. Das geht gar nicht. So wie es seit 2005 nicht mehr geht, einfach sieben Perlen mit je sechs Wohnungen aufzubauen und dann die Wohnungen zu inserieren – wer will noch mal, er hat noch nicht? Jagdfeld ist kein Scheich. Er kann nicht einfach riesige Areale fertig entwickeln und dann darauf warten, dass sie sich mit Leben füllen. Ein wenig Verständnis muss man schon aufbringen.

 

Das Heiligendamm meiner Träume ist ein Ort, an dem es öffentliche Plätze und privates Gelände gibt und wo ich einkehren kann, wo ich will. Damit ist das Heiligendamm meiner Träume keine Zukunftsmusik: Ich war selbst schon auf der Kurhausterrasse Eis essen, werde mit Sicherheit mal die eine oder andere Bar besuchen und vielleicht mal zu einem ganz besonderen Anlass einen Verwöhntag im SPA genießen. Wenn es ein Thalasso-Zentrum gibt und ich das bezahlen kann, dann werde ich das auch nutzen. Und so hat schon heute jeder die Möglichkeit, die Angebote des Grand Hotels zu nutzen. Praktisch scheitert das momentan daran, dass man von Norden nur mit Glück auf das Hotelgelände kommt und nach Süden recht weit laufen will. Aber hey – das ist ein Problem des Grand Hotels. Dem geht doch das Geld durch die Lappen. Ich bin konsequent: Ich kaufe auch keine Ware, an der kein Preis steht. Wer nicht will, der hat schon. Wer nichts verkaufen will, hat es nicht nötig. Wenn man in das Grand Hotel will, wird man Mittel und Wege finden.

 

Wenn man allerdings nur schlechte Erfahrungen sammeln und dann veröffentlichen will, werden sich auch dafür Mittel und Wege finden. Ich kann überall hin gehen, das Schlechte suchen und werde es finden. Das widerspricht aber meinem Weltbild. Ich glaube einfach nicht an Schlechtigkeit und Bosheit. Für mich gibt es für jedes Verhalten eine Erklärung. Und sei es die falsche. Wenn ich etwas nicht für mich behalten kann, dann ist es die Wahrheit. Was wirklich wahr ist, muss natürlich jeder selbst entscheiden. Der Wahrheit ist es egal, ob man sie nackt sieht oder nicht. Ja ich gebe es zu: Ich bin ein Spanner – ich will die nackte Wahrheit sehen. Aber für mich ist Wahrheit auch relativ genug, um mit dem Verstand an ihr zu arbeiten. Ich weiß, dass ich nichts weiß. Nichts von dem was ich sage, kann ich wirklich wissen. Möglicherweise ist nichts davon real. In unserem Bezugssystem aber existiert ein Ort namens Heiligendamm und darum gehe ich davon aus, dass wir da einen gemeinsamen Nenner haben, mit dem wir arbeiten können.


 

Ich habe Kontakt mit dem Bürgerbund gehabt – ich habe Herrn Behrens viel gefragt und er hat viel geantwortet. Ungeachtet meiner Meinung über einiges was er sagt und tut, bin ich ihm für die Informationen, die er gegeben hat, dankbar und würde es jederzeit wieder tun. Für mich zählen Menschen. Ich würde den Bürgerbund derzeit nicht wählen, da ich mich mit seinem Programm nicht identifizieren kann. Aber ich habe kein Problem, einem Kandidaten eine Stimme zu geben, der in einer Partei sitzt, mit deren Programm ich mich nicht identifizieren kann. Ich sage es ganz offen, da ich als Privatperson zu Ihnen spreche: Meine drei Kreuze 2009 gingen an Horst Gühler (CDG), Jochen Arenz (Einzelkandidat) und Frank Pieplow (Bündnis für Bad Doberan). Ich habe natürlich den Vorteil, ein riesiges Zeitungsartikel-Archiv online zur Verfügung zu haben und mir so eine Meinung bilden zu können.

 

Ich habe mir die Kandidaten genau angesehen und mich ganz bewusst für diese drei entscheiden. Herr Gühler hat den nötigen Sachverstand und das nötige Hintergrundwissen, Herr Arenz den nötigen Elan und Ideenreichtum und Herr Pieplow die nötige Sachlichkeit und Ruhe. Wenngleich natürlich alle drei von allem etwas haben. Auch Caroline Brandt wäre für mich eine Möglichkeit gewesen, wenn es noch eine vierte Stimme gegeben hätte. Aber nur als Kandidat – mit dem CDU-Programm kann ich mich nicht identifizieren und nach der Selbstdemontage hätte ich die CDU ohnehin nicht gewählt. Klar wird aber, dass keiner der Kandidaten die ECH auf Händen trägt. Alle haben ihre Vorstellungen und Erwartungen an die ECH, die konstruktiv und sachlich aber nicht immer überein stimmend sind.

 

Soviel zur Politik. Ich habe derzeit nicht vor, mich aktiver als über Wahlen daran zu beteiligen. Zusammenarbeit gern – Parteizugehörigkeit nein. Es sei denn, man redet noch einmal über das Geld ;-)


 

Selbstverständlich habe ich ebenfalls Kontakt zur ECH, zum Grand Hotel und zu FUNDUS. Wo sonst bekommt man Informationen über das Projekt? Wer sich das Projekt nicht erklären lässt, kann auch nicht darüber urteilen. Der erste Kontakt war 2007 sehr intensiv, ist dann wieder eingeschlafen und hat sich 2009 wieder vertieft. Es ist ein angenehmes Verhältnis, denn ich möchte nur Informationen und ich bekomme sie auch, weil ich einfach offen genug für die Erklärungen bin. Mir geht es darum, die Vergangenheit und die Gegenwart zu verstehen und gewissermaßen will ich die Gewissheit, dass es Heiligendamm in Zukunft auch gut gehen wird. Für mich ist Heiligendamm mehr, als die Summe seines Volumens. Hier wird Geschichte geschrieben – so groß, wie zuletzt vor 90 Jahren. Ist Ihnen das eigentlich bewusst?


 

Andere sammeln Pilze oder Briefmarken – ich sammle Informationen über Heiligendamm und Bad Doberan. Es ist nicht einfach, an Informationen zu kommen. Es ist ja auch nicht einfach, an die Mauritius zu kommen. Ich mache es genauso, wie der Philatelist: Leute fragen. Und dabei geht es mir dann eben nicht um die Leute und das was sie tun, sondern um das, was sie mir sagen können. Sympathie kommt ganz von selbst.


 

Mir reichte es über Jahre, Informationen zu sammeln, und daraus eine genaue Dokumentation zu machen. Mir ging es um die Bauwerke, denn diese machen ja neben Luft, Wald, Sand und Meer Heiligendamm erst aus. Erst mit dem Bau des Badehauses wurde Heiligendamm zu dem, was es heute ist. Ich liebe diese Architektur und ich liebe auch diese Unsauberkeit in ihr. Severin war nicht Palladio – einiges von dem, was er machte, war nicht gerade Baukunst. Aber gerade diese Nicht-Perfektion macht Heiligendamm und Bad Doberan so besonders. Schauen wir uns nur die Geschichte von Severins Wohnhaus an: Er baut sich ein schönes Wohnhaus mit Empore und allem drum und dran, dann kommt der Herzog und will es haben und nach einigen Jammern durfte er sich dann ein neues Haus gegenüber bauen. Was macht Severin? Baut dasselbe noch einmal, bloß kleiner. Einfach köstlich. Oder gleich daneben: Villa Nizze. Der Apotheker will ein neues Haus bauen aber der Herzog verbietet ihm, die Apotheke während der Saison zu schließen. Also kann er nicht abreißen und an gleicher Stelle neu bauen und lässt darum die Apotheke stehen, baut sie dahinter neu auf, räumt sie dann von vorn nach hinten um und reißt das alte Haus nieder. Ergebnis: Villa Nizze steht eine ganze Hausbreite nach hinten versetzt und das fällt sofort ins Auge. Eine Villa tanzt aus der Reihe – genial.

 

Oder das Logierhaus (Friedrich-Franz-Palais). Ein Fachwerkhaus im Stil des Klassizismus – die Balken abwechselnd je nach Regentschaft braun oder weiß. Wo gibt es so etwas? Noch heute scheiden sich die Geister daran – wie vor 200 Jahren. Einfach herrlich. Letztes Beispiel: Der Salon des Herzogs. Erbaut im Stil des Schweriner Schlosses, sandsteinfarben und im krassen Kontrast zum eben genannten Logierhaus. Kurz darauf entsteht daneben ein vollauf klassizistisches Palais – knallweiß und im völlig anderen Design. In den 50ern hat man dann die drei Bauten zu einem Ensemble vereint, indem man sie baulich aneinander anpasste. Schade drum aber auch das ist Bad Doberan im Wandel der Zeit. Ich liebe diesen Ort und ich weiß sehr gut, warum die Regenten aus dem fernen Schwerin gerade hier residierten – immer und immer wieder – Generation um Generation – bis zum bitteren Ende. Hier ist „dobre an“ - hier ist ein guter Platz. Und das nicht erst seit 250 Jahren, wie alte Funde beweisen.


 

Und praktisch? Wie würde ich Heiligendamm und Bad Doberan verändern?

 

Ich fange mal mit Heiligendamm an. Grundsätzlich hätte ich Heiligendamm ganz anders entwickelt.

Da es aber nun passiert ist, hier nur ein Bild mit kurzer Erläuterung:

Das schwarze sind die öffentlichen Straßen und grau sind die Anlieger- und Anwohnerstraßen. Wie man sieht, habe ich den Verkehr auf drei Anlandepunkte verteilt. Im Westen - also links - habe ich eine neue Zufahrt geschaffen, welche vor dem Ortseingang auf die vorhandene Straße trifft. Kommt man also von Süden, fährt man automatisch auf dieser neuen Straße und hat dort auch den Strand und die Parkplätze ausgeschildert. Als Anwohner, Besucher der MEDIAN-Klinik oder Zulieferer des Hotels verlässt man die Hauptstraße und fährt auf der alten Straße weiter. Diese bindet dann auch die Kortüm-Straße und die Gartenstraße an, endet aber auf dem Parkplatz neben der MEDIAN-Klinik. Ich favorisiere Tiefgaragen - der Parkplatz zwischen Median-Klinik und Wirtschaftsgebäude stellt also nur das oberste Parkdeck dar. Der bisherige Median-Parkplatz ist somit eigentlich überflüssig, könnte aber für den Forsthof oder das Villenviertel bestehen bleiben. Ansonsten kommt da ja öffentlich keiner mit dem Auto hin.

 

Die neue Straße bildet einen Parkplatz an der Median-Klinik, der auch öffentlich ist. Ab dem Parkplatz führt die Straße weiter Richtung Westen zum bestehenden Waldparkplatz am Kinderstrand. Ich würde den Waldparkplatz kostenlos machen und den vor der Median-Klinik kostenpflichtig. Damit würde ein Großteil des Verkehrs nach Westen verlagert werden. An der Straße zum Kinderstrand muss natürlich auch eine Kombination aus Fuß- und Radweg sein. Diese würde ich links ansetzen, weil da auch die Hauptverbindungswege durch den Wald sind und weil man sich so die Option offen halten kann, den Küstenwald im nördlichen Teil anders zu nutzen. Wie man sieht, habe ich den Hotelpark auch berücksichtigt, dafür aber einen Küstenschutzwanderweg entlang der Steilküste eingeplant. Das ist eine Mauer, auf der man entlang laufen kann und die den Strandabgang, den ich neben dem Liegnitz-Steg eingeplant habe und die Seebrücke miteinander verbindet. Das Alexandrinen-Cottage steht auf dem Hotelgelände, ist aber dort nicht eingebunden, sondern nur erreichbar. Es kommt ja drauf an: Mache ich den Plan für Jagdfeld, ist das sein Wohnhaus, mache ich ihn für die Stadt, ist das eine gastronomische und künstlerische Einrichtung und damit außerhalb des Hotelgeländes und mache ich ihn für mich, ist das mein Wohnhaus (ohne äußerliche bauliche Veränderungen) und steht ebenfalls außerhalb des Hotelgeländes, ist aber dennoch nicht öffentlich erreichbar. Ich würde gern die Aussichtsplattform öffentlich lassen aber dazu ist sie einfach zu dicht am Haus. Dafür würde ich dann aber vielleicht auf dem Küstenschutzwanderweg ein kleines Plateau an der höchsten Stelle einplanen.  Die dunkelroten Wege sind Hotelwege. Wie genau sie genutzt werden, wäre Sache des Hotels. Mein Plan berücksichtigt zumindest, dass man nicht endlos weit nach Westen verdrängt wird, sondern über den Strandzugang am Liegnitz-Steg einen kürzeren Weg nach Osten hat. Eine Autoverbindung nach Osten gibt es jedoch bewusst nicht. Heiligendamm soll kein Durchfahrtsort mehr sein. Wie man sieht, gilt das auch für die Busse und wie man auch erkennt, geht es auch nicht mehr durch die Seedeichstraße.

 

Das ist dann auch Zufahrt Nummer zwei. Die Straße verläuft entlang des jetziges Radweges und in etwa so, wie der G8-Zaun und knüpft hinter dem Kreisel dort an, wo man jetzt eine scharfe Linkskurve fährt, um nach Heiligendamm zu gelangen. Wie auch der West-Zubringer ist diese Straße mit Fuß-Radwegkombination versehen und beleuchtet. Sie mündet auf die Seedeichstraße und biegt nach Westen in Richtung Börgerende ab. Aber sie biegt auch nach Osten ab und führt schnurstracks in die Tiefgarage unter dem Thalasso-Zentrum. Auch die Bewohner der Perlenkette nutzen also diese Straße. Um aber den Verkehr vorher abzuschöpfen, habe ich statt des vorhandenen kostenlosen Waldparkplatzes einen kostenlosen Großstellplatz östlich des Golfteiches geplant.

Bis dort hin würde ich aufforsten und überhaupt sieht man bei mir einige Aufforstungen. Von Waldparkplätzen halte ich nichts und ich frage mich, wo die Leute waren, die der Median-Klinik wegen ein paar Bäumen das Leben schwer machten, als dieser Waldparkplatz gebaut wurde.

 

Das Golfteich-Areal ist in meinem Plan erlebbar, da alles was orange ist, öffentlich ist. Es gibt eine zweite, längere Seebrücke mit Plateau, an der sich auch nach Westen hin ein Yachthafen anbringen ließe. Allerdings würde das den Seeblick des Thalasso-Außenbeckens stören und ich wäre auch eher dafür, den Yachthafen an der Schleuse anzusiedeln, wo man eh kaum baden kann.

 

Wie man sieht, gelangt man am Thalassozentrum vorbei auf der Tiefgarageneinfahrt nach Süden und hat dort eine Brücke hinüber zum runden Strandversorgungspavillon. Hier finden sich dann Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten. Der Pavillon ist daher auch recht groß. Der Platz rings herum soll in erster Linie als Terrasse zur Erholung und zum Abstellen der Fahrräder dienen aber ich kann mir auch ein paar Bus-Parkplätze und Behindertenparkplätze vorstellen. Die Halbinsel im Golfteich soll als Sitzrondell dienen aber nur über das Gelände des Ayurveda-Zentrums öffentlich zugänglich sein. Nach meinem Verständnis ist zumindest der Nordteil des Ayurveda-Zentrums öffentlich erreichbar. Damit sich hier aber kein Stau bildet, führt der Weg weiter nach Osten und bildet am Waldrand direkt am Golfteich im Südosten eine Lichtung mit Bänken und Unterständen. Von dort geht es dann auch nach Norden zum Strand. Man kann quasi großräumig den Golfteich einmal umrunden, ohne dabei von allen Seiten die Tierwelt zu belästigen.

 

Wie man sieht, ist die Seedeichstraße zum größten Teil nur noch eine Fuß- und Radwegkombination. Ich finde, das reicht.

Der Durchgangsverkehr nach Börgerende muss nicht am Kurwald entlang fahren. Er gelangt über die neue Straße ans Ziel.

Der Kurwald ist bis auf eine Waldpromenade unverändert. Waldpromenade bedeutet, dass es einen Hauptweg von Süden nach Nordosten gibt, der ganz offensichtlich ein Hauptweg ist und dazu verleitet, ihn zu benutzen. So läuft nicht alles direkt nach Norden und in die ehemalige Professor-Vogel-Straße. Die wie man sieht die Bauwünsche der ECH berücksichtigt, jedoch einen öffentlichen Platz an den Kolonnaden beinhaltet. Damals gab es das Schwanen-Café noch. Vom Schwanen-Café geht es dann zum Ensemble-Palais, das ja auch einen Ballsaal enthält und daher schon irgendwie öffentlich zugänglich sein sollte. In sicherer Entfernung verläuft dazu - so weit es geht südlich - ein öffentlicher Fußweg durch die ehem. Prof.-Vogel-Straße. Dann folgt eine schulterhohe dichte Hecke, ein wenig Wiese und schließlich von innen noch einmal ein Weg nur für die Perlen-Bewohner. Diese haben dann am Haus "Bischofsstab" ein Tor, das auf dem öffentlichen Fußweg mündet. Die Logistik verläuft Dank Tunnelparkplatz unter der Erde, sodass man auf der Breite der heutigen Straße bequem zwei Fußwege und etwas Grünfläche unter kriegt. Für mich ist es wichtig, dass die Professor-Vogel-Straße den städtischen Charakter behält und nicht einfach nur Vorgartenstraße wird. Einen Stichweg gibt es aber auch bei mir nicht: Der öffentliche Weg mündet neben dem Haus "Bischofssta" auf der Promenade. Genau zwischen Cocos Milchbar und dem Pförtnerhäuschen des Thalasso-Zentrums, die ich hier vor das eigentliche Gebäude gesetzt habe. Wie sonst soll das gehen, da öffentlich hinein zu gelangen?

 

Die Promenade und die Seebrücke habe ich nicht verändert und den Seebrückenplatz habe ich so gelassen, wie er jetzt ist, da es so einfach Sinn macht. Die Hotelgäste kommen also vom Ensemble nach Westen, ohne aus- und wieder einchecken zu müssen.

Der Findling bleibt für die Öffentlichkeit erlebbar und somit bleibt auch das Tor. Der grüne Strich zwischen Perle und Zaun (rot) ist nur eine Hecke, damit die Hotelgäste nicht über den Rasen laufen. Die Perlenkette sehe ich als unabhängig vom Hotelgelände an und darum behandele ich sie auch so.

 

Das Ensemble selbst habe ich auch nicht verändert aber das Severin-Palais habe ich ein Stück nach Nordwesten verschoben und durch Arkaden mit dem Grand Hotel verbunden. Die Arkaden bilden zugleich den Übergang über die zweite Einfahrt zum Tunnelparkplatz. Ich möchte, dass die Autos der Hotelgäste auch unter der Erde verschwinden. Direkt am Hoteleingang befinden sich auch noch ein paar Parkplätze nach Süden hin.

 

Damit sind wir dann auch im Ort selbst angekommen. Wie man sieht, habe ich die ganze Straßenführung der Kühlungsborner Straße verändert. Wie vor 200 Jahren fährt man nun wieder direkt auf das Ensemble zu. Als Hotelgast passiert man die Schranke und fährt direkt vor das Hotel vor und checkt ein. Man hat dann auch einen kleinen Park, der aber von außen einsehbar ist. Eine Hecke und ein kleiner Zaun grenzen ihn nach Süden hin jedoch vom öffentlichen Bereich ab. Wie jetzt auch gibt es eine Verbindung hinter dem Kurhaus entlang zur Burg. Der Eiskeller ist berücksichtigt als kleines Waldstück (dunkelgrün sind immer die Bäume) und bietet weiterhin den Fledermäusen ein Quartier.

 

Als Nicht-Hotelgast folgt man der Straße, die auf einem Parkplatz mündet. Dieser befindet sich auf einer jetzigen Freifläche und reicht sinnigerweise bis zum Bahnhof heran. Alle anderen Parkplätze an der Kühlungsborner Straße sind nicht entstanden. Der Bus hat eine Wendeschleife auf dem Parkplatz. Nun münden hier auch die öffentlichen Wege, die an der Straße entlang laufen. Hier habe ich dann Heiligendamm anders entwickelt. Es gibt einen Boulevard, der die Vorderseite der Orangerie einschließt, sich teilweise um zwei Wohn- und Geschäftshäuser legt und zum Bahnhof führt. Diese beiden klassizistischen Bauten bieten unten Geschäftsräume und oben Wohnungen. Der Boulevard ist nicht eintönig, sondern schon umlaufend gegliedert. Er enthält auch zwei Wasserbecken, die eigentlich nur den Sinn haben, den Zugang zum Median-Kurpark zu versperren. Median-Gäste kommen abgeschirmt vom Trubel des Boulevards hinter Bäumen und Hecken entlang in den Kurpark, können sich aber natürlich auch in den Trubel stürzen. Die Klinik steht damit nicht mehr an einer Durchfahrtsstraße, sondern an einem Boulevard, von dem es mit einem Park abgegrenzt ist.

 

Die öffentlichen Wege führen in erster Linie zum Bahnhof, sowie nach Südwesten Richtung evangelischer Kirche und Biergarten, sowie auf zwei unterschiedlich langen Rundwegen nach Norden Richtung Kurwald und Golfteich-Areal. Man muss den Leuten einfach genug zum Laufen geben und an wichtigen Punkten Sehenswürdigkeiten oder Gaumenfreuden bereit halten und dann ist Heiligendamm auch wieder erlebbar. Dass man hier keine Geschäftsstraßen unterbringen kann, war von vornherein klar. Die beiden Neubauten gegenüber der Median-Klinik, der Biergarten im Süden, die Kolonnaden in der Mitte und die Strandversorgungen im Norden müssen reichen. Schließlich ist der Rest Heiligendamms ja ein Hotel, das selbst Gastronomie hat, die auch funktionieren will. Was ich noch gemacht habe: Hinter dem Bahnhof gibt es nun auch feste Wege und eine kleine Lichtung mit Blick auf den ganzen Bahnhof. Von dort aus geht es dann am Demmler-Palais (das ich auch gelassen habe) vorbei weiter Richtung Boulevard.

 

Knallrot sind die Zäune, die es auch hier geben wird. Viele der Zäune stehen aber in einer Hecke und sind daher nicht zu sehen.

Am Severin-Palais habe ich das Hotelgelände etwas nach Osten vergrößert und hier befindet sich der Zaun mitten im Wald. Wo immer es geht habe ich die Zäune und Hecken an Häusern enden lassen, die ja selbst auch eine Barriere bilden. Außerdem habe ich öffentliche Wege so gelegt, dass sie direkt an nichtöffentlichen Straßen verlaufen und dort ein Zaun seinen Dienst tun kann, ohne dass man sich daran stören würde. Außerdem habe ich Wasserbecken als natürliche Barriere genommen. Die sehen ja auch noch dazu schön aus.

 

In "meinem" Heiligendamm kann man also ein breites Spektrum genießen: Man kann am Golfteich am Waldrand auf einer Lichtung sitzen und die herrliche Spiegelung des Wassers genießen. Man kann auf der Halbinsel des Golfteiches miteinander kuscheln, wie es früher schon feine Leute taten. Man kann auf einer Lichtung am Waldrand sitzen und auf ein tolles Molli-Motiv warten.

Man kann auf einem interessant verwinkelten Boulevard von Geschäft zu Geschäft bummeln und sich dann zum Biergarten, zum Bahnhof, zum Parkplatz oder zum Kinderstrand begeben. Man kann einen Rundweg vom Parkplatz hinter dem Ensemble über den Boulevard, durch den Wald zur neuen Seebrücke, durch die Prof.-Vogel-Straße und den Kurwald zurück zum Parkplatz laufen.

Man kann sein Auto kostenlos und zeitlich unbegrenzt im Osten oder Westen abstellen oder auch kostenpflichtig vor der Median-Klinik, hinter dem Ensemble oder in der Tiefgarage im Thalasso-Zentrum. Reisebusse können hinter das Ensemble oder direkt an die Strandversorgung fahren. Radfahrer müssen kaum auf Autos aufpassen. Der Hoteleingang ist gut erkennbar und wird nicht versehentlich erreicht - wer da rein will, geht da bewusst hin. Wer einfach nur baden will, parkt im Osten oder Westen kostenlos und geht direkt an den Strand - fernab von ruhebedürftigen Hotelgästen. In "meinen" Heiligendamm wird laufen belohnt: Nur wer direkt in Ort parkt, bezahlt dafür. Und die Median-Patienten haben es dichter zum Strand: Sie brauchen gar nicht bis ganz nach Osten.

 

So, das wäre also mein Konzept gewesen, wenn es nicht alles anders gekommen wäre.

Zum aktuellen Konzept kann ich noch nicht viel sagen. Noch ist nicht raus, wo die Strandversorgung hin soll, was mit den Parkplätzen geschieht und ob und wie die Professor-Vogel-Straße gesperrt wird. Wenn ich mehr weiß, kann ich auch mehr sagen.

 

 

Als nächstes käme dann Bad Doberan dran.

Hier habe ich es speziell auf das Verkehrskonzept und den Kammerhof abgesehen.

Aber da brauche ich noch ein wenig Zeit. Schauen Sie einfach mal wieder vorbei!

 

Und G8?

 

Stimmt, da war doch noch etwas. Meine Meinung zum Gipfel der gierigen Acht ist gespalten. Kann eine Meinung gespalten sein? Eher nicht. Ich begrüße es, wenn sich Regierungschefs und Gremien zusammensetzen und über Klimaschutz, Wirtschaft, Politik und Sozialwesen reden. Aber unser Planet hat mindestens 193 Staaten und wenn man es richtig machen wollte, dann sollte es ein G-193-Gipfel sein und nicht eine Zusammen- und Übereinkunft der 8 geldgierigsten Kriegstreiber. Wer so arbeitet, hat schnell viele Gegner und wer diesen Gipfel zu sich einlädt, der lädt auch eben diese Gegner ein.

 

Auch zwei Monate vor dem Gipfel und einen Monat vor Beginn der Demonstrationen haben es die Verantwortlichen noch nicht geschafft, Unterkünfte für die Gegner und Demonstranten zu organisieren und das Sicherheitskonzept scheint auch erst nach Zaunschließung zu greifen. Gerüchte über mögliche Standorte für Camps gehen durch die Medien aber Nachrichten über zu erwartende Sperrungen der Straße von Doberan nach Kühlungsborn auf Grund von Bauarbeiten werden einfach vergessen.

 

Fragt man bei de Kavala nach, heißt es im April noch, dass zwei Camps sicher sind und über die anderen noch beraten wird.

Drei Wochen später wollen 100.000 Menschen in Rostock demonstrieren und damit ist nicht die Hälfte der Einwohner der Hansestadt gemeint, sondern es handelt sich um Leute, die erst einmal anreisen und irgendwo unterkommen müssen.

Die Sache stinkt irgendwie. Man wird den Verdacht nicht los, dass die Verantwortlichen das Problem sich von selbst lösen lassen wollen, z.B. durch fehlende Unterbringung. Aber diese Rechnung wird nicht aufgehen. Im Gegenteil. Die Gegner und Demonstranten kommen und wenn sie nicht genügend Unterkünfte vorfinden, werden sie in Wäldern und auf Wiesen und Feldern campen und damit der Umwelt und der Land- und Forstwirtschaft keinen Gefallen tun und auch nicht mehr so leicht zu kontrollieren sein.

 

Ich sehe G8 hier so enden, wie es sich die Gegner immer gewünscht und die Macher immer verdrängt haben.

Wer mit 10.000 Polizisten eine Demonstration von 250 Neonazis abschirmen muss, der wird zu G8 wohl 10 Mio. Polizisten brauchen. Die haben wir nicht - so viele Einwohner haben wir hier nicht einmal - und darum kann es nur schief gehen.

Aber der Sündenbock wäre schnell gefunden. Entweder geht der Innenminister oder Kempinski ist Schuld, weil es eingeladen hat.

Wir als Bürger haben nur den Stress und die Kosten. Aber diese hat m. E. der Gastgeber zu zahlen.

Und der ist Kempinski in Heiligendamm.

 

Aber unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es ja vorgemacht, als sie den im und vom Land nicht willkommen geheißenen

minderbegabten US- und Kriegspräsidenten in ihre und unsere Heimat einlud und die Rechnung an den Gastgeber schickte.

Eben jenem, der beim Empfang am Liebsten gar nicht da gewesen wäre bzw. dessen Vertretung bei den Demonstranten anzutreffen war. Und nun kommt jener George W. Bush wieder.

 

Lustig ist es auf jeden Fall, was da durch G8 Vollendung findet. Gegner werden in Turnhallen, Schulen und einen Schlachthof untergebracht, Rechtsanwälte schalten eine Hotline für Demonstranten, die in Schwierigkeiten geraten sind.

Umweltschützer sorgen sich um die Wale, die von den Sonarsonden der US-Kriegsschiffe angezogen werden könnte.

Weniger lustig sind dann Meldungen von Mobilgefängnissen und Schallwaffen.

 

Ob G-8 für unsere Region etwas anderes als horrende Rechnungen und nie endende Schulden bringt, muss sich zeigen.

Wenn nicht, muss Ringstorff eben mal in Holland nachfragen, ob man dort nicht noch 1000 mecklenburgische Landeskinder gebrauchen könnte. Beim Herzog klappte es ja. Und wie man Tomaten gießt und Käse macht, wissen unsere Landeskinder auch.

 

 

Nachtrag am 06.06.2008:

Der Gipfel liegt nun ein Jahr zurück

Ich überarbeite gerade die Seiten und möchte doch noch einen Kommentar speziell zum Gipfel in Heiligendamm abgeben.

 

Zunächst sei gesagt, dass die Vorbereitungen interessant waren.

Selbst in einem Polizeistaat, wie es die DDR war, habe ich in der kurzen Zeit meines Erlebens dieses Staates nicht solche Vorbereitungen gesehen. Deutschland muss eine tiefe Angst davor haben, dass jemand an seinem System rüttelt.

 

Die Menge - nein Masse - an Polizeifahrzeugen und Polizisten waren beachtlich. Und auf eine Art auch beängstigend.

Die Fotorundgänge in Heiligendamm während der G8-Vorbereitungen waren begleitet von einem mulmigen Gefühl und dem Gedanken, bloß unauffällig zu bleiben.

 

Trotzdem wurden wir bei zwei Rundgängen kontrolliert und mussten erst warten, bis man von der Zentrale aus feststellte, dass wir nicht bekannt sind. Beide Male folgte die Bitte, die Rundgänge auf nach dem Gipfel zu verschieben. Beide Male waren es aber auch sehr nette Gespräche mit an der Dokumentation auch ernsthaft interessierten Polizisten, denen man die Anspannung anmerkte und die froh zu sein schienen, sich mal normal unterhalten zu können. Wir erlebten auch, wie ein Autonomer vom Platz verwiesen wurde und bemerkten auch, dass eigentlich jeder kritisch beäugt wurde.

 

Beängstigend wurde es nach den Krawallen in Rostock am 2.06.2007 und als wir feststellten, dass ganz in unserer Nähe ein Gefangenenlager aufgebaut wurde. Wir wohnten in Rostock-Schmarl und flüchteten am Tag des P8-Konzertes über Umwege nach Hohenfelde zu meinen Eltern, bis die Veranstaltung beendet war. Auch in Bad Doberan spürte man die Unsicherheit, Sorge und Angst der Einwohner und Gewerbetreibenden. Als die Polizei dann immer wieder friedliche Demonstranten angriff, sie schikanierte und widersprüchliche Aussagen machte, war das Vertrauen in den Staatsapparat gebrochen und die Stimmung schlug um zu Gunsten der Demonstranten, die mit Getränken, Backwaren und Decken versorgt wurden, während die Polizisten links liegen gelassen wurden. Stille Bewunderung und stille Häme machten sich breit, als die Demonstranten den Landweg nach Heiligendamm vollends blockiert hatten und bis zum Schluss durchhielten.

 

G8 hat für mich aber auch gezeigt, wozu unser demokratischer und scheinbar so friedliebender Staat in der Lage ist.

Die Bundeswehr wurde im Inneren eingesetzt, obwohl zuvor immer wieder betont wurde, dass dies nicht geschehen wird.

Jagdflieger terrorisierten die Camps mit Tieflügen, Busse und Autos wurden willkürlich kontrolliert und ohne schwerwiegende Gründe an der Weiterfahrt gehindert und hunderte von Demonstranten wurden in Lagern festgehalten. Rechtsanwälte wurden an ihrer Arbeit gehindert, Journalisten wurden blockiert, Sanitäter nicht zu Verletzten durchgelassen und immer wieder wurden Wasserwerfer und Tränengas gegen friedliche Demonstranten eingesetzt. Von den über zweitausend festgehaltenen Demonstranten bekamen nicht einmal hundert ein Verfahren. Das heißt für mich, dass über 1900 Demonstranten illegitim festgehalten wurden.

Auf einen Verdacht hin. Hinzu kommt dann noch, dass einiges dafür spricht, dass die Polizei die Lage mit V-Männern eskaliert hat.

 

Man hat den Anschein, als wollte die Polizei einfach etwas Action haben. Aber über ihr steht am Ende Wolfgang Schäuble - jener paranoider Politiker, der das Attentat nie verkraftet hat und verbittert in jedem Menschen einen potenziellen Terroristen sieht.

Wenn man seine Forderungen ansieht - Bundeswehr im Inneren, Vorratsdatenspeicherung, Telefonüberwachung, Bundestrojaner, Früherkennungssystem, Abschuss entführter Maschinen usw. - dann erscheint einen Heiligendamm als Versuchsfeld dafür, wie viel der Bürger zulässt und als Eskalationsfeld, um dem Bürger zu zeigen, wie gefährlich doch Demonstranten und wie wichtig doch diese ganzen Maßnahmen sind. Das hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, dass der Wechsel von der DDR zur BRD ein Übergang vom Regen in die Traufe ist. Ich finde, dass die Bundesrepublik in Heiligendamm ihre Hosen heruntergelassen und uns deutlich gezeigt hat, was sie wirklich ist. Ein Staat voller Existenzängste, Argwohn und Klischees. In dem es sich zweifelsohne gut leben lässt, der aber nicht von sich sagen kann, nun so viel besser zu sein, als alle anderen deutschen Staatsformen vor ihm.

Es gibt noch viel zu tun für Deutschland. Für uns. 

 

Abschließend dann noch einige organisatorische Sachen.

 

Die Informationen stammen aus dem Stadt- und Bädermuseum, dem Buch "Heiligendamm - Erstes deutsches Seebad" von Wolf Karge, dem Buch "Bäderarchitektur in Heiligendamm" von Judith Groschang, "Heiligendamm" von Prof. Joachim Skerl und Thomas Grundner, von Einheimischen, aus Archiven und aus dem Internet. Alle Bilder, die nicht den Schriftzug dieser Internetseite tragen, sind von Postkarten, Fotos oder Ansichtskarten abkopiert und durch den Eigentümer, der meistens nicht mehr ausfindig zu machen ist geschützt. Keines der Bilder stammt aus Büchern. Vielmehr bedienen sich Bücher auch der Postkarten. Bitte kopieren Sie daher nur Bilder mit dem Schriftzug. Wenn Sie Eigentümer eines Bildes sind, das belegen können und einen Hinweis oder Link unter dem Bild wünschen oder wenn Sie mir den Gefallen nehmen und das Bild entfernt sehen wollen, dann wenden Sie sich einfach an mich.

 

Bitte bedenken Sie, dass ich hier unentgeltlich einen Beitrag für die Gesellschaft leiste und auf unentgeltliche Hilfsmittel angewiesen bin. Klagen liegen nicht in meinem Sinne und würden auch nichts bringen. Zumindest nichts geldwertes.

Mit ein paar Buchempfehlungen und bezahlten Links kann ich die Kosten der Seite decken und darum habe ich den Nutzen für den Besucher mit dem Nutzen für mich verbunden. Dennoch bleibt das im moderaten Rahmen. Kurzum kann also gesagt werden, dass diese Seite keinen kommerziellen Charakter hat und rein privat ist und alle Einnahmen zur Deckung der Kosten und Investitionen verwendet werden. Wenn ich Geld damit verdienen wollte, könnte ich auch eine Lobpreisungspräsenz daraus machen und einen Vertrag mit dem Grand Hotel abschließen. Will ich aber nicht.

 

Bitte kopieren Sie auch nicht einfach die Texte heraus, um sie dann woanders einzufügen. Ich habe nichts dagegen, möchte aber vorher gefragt werden und eine Quellangabe sehen. Das gilt auch für eifrige Journalisten. Es hat eine Heidenarbeit gemacht und wochenlang gedauert, eine so einmalig vollständige Chronik auszuarbeiten und wenn ich schon kein Geld für die Übernahme von Bildern und Texten verlange, möchte ich zumindest, dass die Menschen, die die Inhalte von den Leuten lesen, die für diese Inhalte Geld kriegen, auch wissen,  wer sich da so viel Mühe gemacht hat.

 

Zuviel gesetzte Kommas können Sie behalten. Rechtschreibfehler dürfen Sie mir hingegen mitteilen. Bitte beachten Sie dabei aber, dass ich selbst in der neuen deutschen Rechtschreibung schreibe, während die Zitate sich meistens auf Artikel beziehen, die vor Inkrafttreten der Rechtschreibereform geschrieben wurde. Daher dürfen diese Zitate auch die bisherigen Schreibweisen beinhalten.

 

Was ich aber wirklich am Liebsten bekommen möchte, sind weitere Infos und Berichtigungen, Bilder und Dokumente, gern auch Preislisten oder Bücher über Heiligendamm. Ich kann mir leider nicht alle der hier präsentierten Bücher leisten und außer dem von Wolf Karge habe ich keines davon. Was ich auch gern bekomme, ist eine nette Mail mit einer ehrlichen Meinung, ob nun Lob oder Kritik. Ich hoffe auf einen regen Austausch. Ich freue mich auch über jeden neuen Link zu Seiten, die auch mit dem Thema zu tun haben und über jeden Link, der von anderswo zu diesen Seiten führt. Bei so viel Möglichkeiten, mir eine Freude zu bereiten, kann ich ja gar nicht die Freude an der Sache verlieren. Darum mach' ich jetzt weiter und wünsche Ihnen viel Freude - laetitia!