Zeit am Meer

Rundgang Winter 2010 - Der zweite Frühling.

 

Der Countdown läuft.

Alles wird gut. Die Kritiker sind verstummt, die Ostsee-Zeitung zählt die Tage und die EntwicklungsCompagnie Heiligendamm (ECH) arbeitet auf Hochtouren.
Wenige Monate nach der schlussendlich doch noch positiven Entscheidung der Stadtvertreter läuft in Heiligendamm der Countdown für den Wiederaufbau der Villa "Perle" mit ihrem Anbau "Großfürstin Marie". Die Wohnungen sind bereits verkauft, ein Jahr Bauzeit ist vorgesehen - wegen der Hochwertigkeit der Restaurierung und Ausstattung und zugleich soll auch die Tiefgarage - Tunnelparkplatz genannt - entstehen. Wenn es irgendwie geht, will die ECH auch parallel andere Perlen sanieren, sowie die Vermarktung erfolgreich und die Finanzierung gesichert ist. Alles hängt nun davon ab, wie viele zahlungskräftige Menschen sich für Heiligendamm begeistern und das wiederum hängt von der Stimmung im Ort ab. Diese Stimmung wollen wir in Wort und Bild festhalten. Rundgang Nummer eins in diesem Jahr - das andere waren ja mehr Kurzbesuche - findet an einem warmen Sonntag im April statt. Stimmung-Horchen in Heiligendamm...

Kommen Sie doch mit!

 

Damit die Bilder für Sie erkennbar bleiben, ist diese Seite und sind die Rundgang-Seiten breiter, als die anderen.

Wenn Ihr Monitor weniger als 1024 Pixel in der Breite darstellt, finden Sie die Navigation, indem Sie den unteren
Scrollbalken nach rechts schieben. Bei Breitbild-Monitoren ab 1024 Pixel Breite passt alles auf den Bildschirm.

 

 

17.04.2010 - Der Countdown läuft.

 

Wir nutzen den frühen Sonntagnachmittag für einen ersten richtigen Rundgang. Vielleicht tut sich schon was an der Villa "Perle", ansonsten schauen wir halt, wie die Stimmung ist. Erste Station: Forsthof. Hier wird gebuddelt und planiert.

 

 

Wo 2006 George W. Bush und 2007 die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Acht (G8) mit ihren Helikoptern landeten, entstehen nun - die ECH hat es in der April-Ausgabe der "Zukunft Heiligendamm" angekündigt - Tennisplätze für das Grand Hotel.

 

 

Am Forsthaus gibt ein kleines Baustellenschild Auskunft zu diesen Arbeiten.
Auftragnehmer sind Merkel Ingenieur Consult aus Bad Doberan, MZS Zaunbau aus Bargeshagen und die Rostocker GaLaBau - alles regionale Unternehmen. Wie man also sieht, profitiert die Region auch heute noch vom Engagement Jagdfelds.
 


Und wie man auch sieht, setzt die ECH ihre Pläne genau so um, wie im Masterplan vorgesehen, wenn man sie nur lässt. Das Unternehmen hat zum Jahreswechsel seinem Sitz einen neuen Anstrich spendiert. Das ehemalige Hotel "Dunker's" und  die spätere Fachschule für angewandte Kunst (FaK) strahlt wieder in cremeweiß.

 

 

Gerade kommt die Molli aus Kühlungsborn an und ermöglicht dieses schöne und lebhafte Bild von der Hauptverkehrsader Heiligendamms mit der Median-Klinik.

 

 

Das einstige Armenkrankenhaus steht zum Verkauf. Die Wohnung im Dachgeschoss steht leer und sucht einen Mieter. (Info: http://rnm.me/7ml - PLZ 18209 eingeben)

 

 

Bisher habe ich das übersehen: Die Median-Klinik wird nicht nur straßenseitig aufgestockt, sondern erhält auch waldseitig eine Etage oben drauf gesetzt.

 

 

Das alles geschieht im laufenden Betrieb. Lärm wird nur gemacht, während die Kurpatienten gerade in den Anwendungen sind.

 

 

Übrigens hat sich meine Prognose erfüllt: Auch der Median-Kurpark wurde mit einem Tor versehen, damit er nicht von Touristen durchlaufen wird.

 

 

Wir beobachten recht ratlose Radfahrer, deren Karten offenbar zu alt für das Wegenetz Heiligendamms sind. Sie fahren daher falsch und gefährdet noch dazu.

 

 

Das Märchenschloss zeigt sich heute von seiner besten Seite.

 

 

Auch die weißen Riesen strahlen mit dem Himmel um die Wette.

 

 

Ein VIP-Mobil der Marke Landrover passier die Einfahrt des Grand Hotel.

 

 

Die noch spärlich grünen Bäume geben den Blick auf die Kolonnaden frei.

 

 

Und beim Anblick dieses Bildes glaubt man, es sei gemalt, statt fotografiert.
Die Ampel will uns heute ärgern: Sie bleibt stur auf rot stehen.

 

 

Etwas widerstrebend nutzen wir die holprige festgetretene Abkürzung durch den Kurwald, nachdem wir eine alte Dame am Wegesrand ihr Geschäft verrichten ließen.

 

 

Die Kolonnaden werden nach den Plänen der ECH nach hinten verbreitert, um mehr Raum für die Wohnungen und Terrassen zum Sitzen  zu schaffen.

 

 

Ich hätte mir hier eine Fortführung der Idee der Kaufhallen gewünscht aber mitten im geschlossenen Wohngebiet rentiert sich das wohl nicht. Rechts das Waldhaus.

 

 

Im Waldhaus nutzen ECH und Hotel die Räume. Nächste Station: Promenade.

 

 

A Hürsch. ;-) Der Hirsch verliert langsam sein Fell.

 

 

Auch der Schwan musste im Winter einige Federn lassen. Seine Zeit läuft ab.

 

 

Der Seestern funkelt schon lange nicht mehr aber er darf bleiben.

 

 

Nicht so die Möwe. Sie befindet sich im Sturzflug und ist nicht mehr zu retten.

 

 

Der Winter hat ihr stark zugesetzt. Jetzt fällt mehr als nur der Putz.

 

 

Der Greif greift auch weiterhin und wartet auf seine große Schwester - die Perle.

 

 

Die soll nächsten Monat neu errichtet werden. Majestätisch: Haus Mecklenburg.

 

 

Unser Weg führt uns auf die Seebrücke. Ich muss zugeben, nicht gern auf Seebrücken zu sein. Erstens wird mir dort wegen der Bewegung darunter oft schwindlig und zweitens traue ich dem Holz oder seinen Pflegern nicht.

 

 

Ich tu es nur für die Bilder - also gewissermaßen für Sie. :-)
Wobei es sich heute mehr als sonst lohnt: Die Sonne steht günstig, der Himmel ist klar und von einer isländischen Vulkanaschewolke ist weit und breit nichts zu sehen.

 

 

Ich erinnere mich an die neue Perspektive, die ich ausprobieren wollte. Hier ist die Nummer ein: Haus "Bischofsstab". Wirkt schief, weil es schräg steht. Ich habe aber das Raster der Kamera horizontal auf die Dachspitze gelegt - an mir lieg es nicht.

 

 

Villa "Anker" habe ich an Land mal wieder vergessen. Dafür ist dieses Bild dann umso schöner. Der Anker soll als einziges nur 5 statt 6 Wohnungen beherbergen, weil sonst eine keinen Balkon hätte. Denkmalschutz und Originaltreue gehen vor.

 

 

Sechs Wohnungen werden es im Schwan sein, der dann aber nicht wieder zu erkennen sein wird, weil er so wie er jetzt ist gegenüber dem Original zu verunstaltet ist. Darum soll er auch abgerissen und völlig neu wieder errichtet werden.

 

 

Dieses Bild ist wieder wie von Bob Ross gemalt. Auch der Seestern sieht seinem Original nicht mehr so sehr ähnlich. Aber hier ist die Substanz gut und es wurde nicht verändert, sondern nur vereinfacht. Darum kann er ohne Abriss saniert werden.
 

 

Anders bei der Möwe. Sie verlor alles: Türme, Balkone, Arkaden, Fachwerk und sogar Erker und Loggien. Sie wieder originalgetreu herzurichten käme einem Abriss gleich. Darum - und wegen der Substanz wird sie abgerissen und neu aufgebaut.

 

 

Beim Greif wird nicht ganz wieder alles so wie bei seiner ersten Eröffnung. Die rechte Dachgaube ist nachträglich entstanden. Aber die ECH lässt sie aus praktischen Gründen bestehen. Immerhin: Sie ist auch schon vor der DDR-Zeit entstanden.

 

 

Das ist also der derzeitige Stand der Perlenkette.

 

 

Geradeaus haben wir dann das klassizistische Ensemble Heiligendamms.

 

 

Und weiter rechts baut der Herr Otto die Villa "Krone" zum Sommerhaus um.

 

 

Noch weiter rechts thront die Alexandrine - irgend etwas ist da anders.

 

 

Gardinen hängen in den Fenstern. Aber die hat nicht Anna Maria Jagdfeld dort hin gehängt, sondern das Team um Hans Steinbichler, welches hier - wir erinnern uns an den März-Rundgang - "Das Blaue vom Himmel" dreht.

 

 

Aus eins mach sechs: Der Strandkorb zwischen Kurhaus und Grand Hotel hat Gesellschaft bekommen. Während wir darüber nachdenken, wie Strandkörbe sich wohl fortpflanzen fragen wir uns, ob sie mitten auf dem Weg stehen.

 

 

Also mitten drauf wohl nicht - scheinbar am Rand vor der Wiese.

 

 

Zurück geht es durch die Professor-Dr.-Vogel-Straße.

 

 

Wir gehen Richtung Bahnhof und stellen fest, dass es eine richtige Allee ist.

 

 

Nach Norden mündet sie auf den Parkplatz vor dem Ensemble.

 

 

Das kleine Waldstück steht den großen in nichts nach: Eine Annemonenwiese.

 

 

Diese Wiese hingegen ist noch leer. Erst die Perlen und dann der Demmler-Park.

 

 

Die über die Orangerie ragenden Burgtürme sind immer wieder zauberhaft.

 

 

Die schnöde Architektur der Median-Klinik weniger aber was soll man machen...

 

 

Schnell durch - die Schranken gehen zu.

 

 

Eine Molli fährt von Bad Doberan in den Bahnhof ein.

 

 

Kurz darauf folgt von der anderen Seite der Gegenzug aus Kühlungsborn.

 

 

Manchen wird es erstaunen: "DEN" Molli gibt es nicht. Es sind ganze vier Loks.

 

 

Letzte Station: Der Drehort für die ZDF-Sendereihe "Mord in bester Gesellschaft - das eitle Gesicht des Todes". Auf dem Sandweg dorthin sehen wir den Fürstenhof und die DKB-Wohnblöcke Heiligendamms von hinten. Davor die Fernwärmetrasse.
Nicht Ohrenburg aber typisch Ostdeutschland. Gibt es im Ruhrgebiet aber auch.

 

 

 Das hier ist der einzige befahrbare Zugang zur evangelischen Kapelle. Der Weg ist trotzdem ein Fußweg - nur die Forst und der Kirchenverein dürfen ihn benutzen. Außerdem ist Fritz Wepper alias Wendelin Winter ja nicht über Bahnschienen gefahren. Das Bild mit der Asphaltstraße ist woanders entstanden.

 

 

Und er musste keine Schlagbäume passieren. Dennoch: Autos haben hier gestanden während der Dreharbeiten und auch Johannes' Motorrad war hier.

 

 

Wobei die Kirche nicht immer dieselbe war. Diese hier hat und hatte keine Ranken an den Wänden. Auch das Innere stimmt nicht mit der Filmkulisse überein.

 

 

Doch wir finden den Stein, über den Johannes beim Versuch, seine Mutter zu überfahren mit dem Motorrad flog und auch den Baumstamm, an dem er sich die tödlichen Verletzungen zuzog. Ein Stück Formschaumstoff liegt dazwischen - sieht aus wie etwas vom Sattel. Aber wohl kaum von Johannes' Maschine.
 

 

Das also war die Kameraposition. Hier standen die Kameraleute, als Johannes mit dem Motorrad durch die Luft wirbelte und auf den Baumstamm aufschlug und als die wahre Mörderin - seine Mutter - auf ihn zulief. Gerade lief "Zum Hochzeitstag alles Böse" wieder vom SWR und wir stehen hier. Filmland MV - ist doch schön.

 


Ach ja: Und wie ist nun die Stimmung in Heiligendamm? Erdarbeiten hier, Dachausbau da, Innenausbau hier, Dreharbeiten dort - es tut sich was in Heiligendamm. Verhalten, still aber stetig. Der zweite Frühling der mondänen Prinzessin lässt sich schon erahnen. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, die Gelassenheit vor dem Start, die Vorfreude auf das, was uns erwartet. Wir kommen wieder. Im Mai.

Nachtrag: Ein paar Tage nach dem Rundgang war ich noch einmal am Alexandrinen-Cottage. Die Bilder davon finden Sie HIER.
 

 

Alle Rundgänge:    

 

Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur Geschichte

 

Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur Geschichte, Architektur und zum Werdegang Heiligendamms ,

sowie zur öffentlichen Diskussion um Heiligendamm. Die Aussagen spiegeln nur die persönliche Meinung des Autors nach dem

Kenntnisstand vom Tag des jeweiligen Rundgangs wieder und sind ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
Für weitere Informationen lesen Sie bitte das Selbstverständnis dieser Dokumentation.

Bitte beachten Sie auch das Special "Vier Touristen-Fragen", welches die Foto-Rundgänge mit wichtigen Fakten zum besseren Verständnis ergänzt.
Bitte informieren Sie sich auch hier: Die Zukunft Heiligendamms | Öffentliche Diskussion | Historie der Sommerfrische | Geschichte | Architektur | Gebäudedatenbank
 

 

2004 - Bestandsaufnahme. Teil 1.

Wenn Sie selbst kostenloses Bildmaterial von vor 2004 (auch von Bad Doberan) oder Informationen zur Verfügung stellen können, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.

2005 - Bestandsaufnahme. Teil 2. 

 

2006 - Das Jahr des Erwachens.

Überraschungen jenseits von Zäunen.

George W. Bush kommt!

Die MS Europa legt an.

 

2007 - Im Zeichen der G8.

30.01. Die Prinzessin ist aufgewacht!

04.02. Die Ruhe vor dem Sturm.

24.02. Die Abrissbagger sind da.

13.03. Irrwege, Umwege u. neue Wege.

24.03. Zäune, Wälle und Wunder.

16.05. Dann zeigen Sie uns doch bitte mal Ihre Ausweise...

09.06. Und sie kommen in Schar'n dorthin, wo die Promis war'n...

19.08. Kleine Stippvisite.

 

2008 - Das Baujahr.

18.03. Dem "Verbrechen" auf der Spur.

30.05. Ein Stück Berlin näher betrachtet.

07.06. Das herzogliche Anbaderitual.

11.08. Sommerfrische in Heiligendamm.

16.08. Test: Öffentlichkeit in Heiligendamm?

25.09. Das war das Baujahr? - Ein Fazit.

 

2009 - Neue Wege.

19.04. Was ist los in Heiligendamm?

22.06. Tuscheln oder Kuscheln?

26.08. Unerkannt durchs Märchenland - Die Hotelführung.

24.11. Der blanke Hans kommt!

 

 

 

2010 - Der zweite Frühling.

26.01. Die weiße Stadt am Meer.

11.03. Leiser Aufschwung.

17.04. Der Countdown läuft.

In Vorbereitung

12.06. Fest der Landleute in Bad Doberan.

03.07. Der erste Spatenstich für Villa Perle

 

2011 -

 

 

 

 

 

 

 

2012 -

 

 

 

 

 

 

 

Lesetipp

Neue Seite 1