Zeit am Meer

Rundgang Mai 2008. Das Baujahr.

 

Wir haben von meinem Bruder erfahren, dass seine Kollegen wieder in Heiligendamm arbeiten und mit der Entkernung eines Gebäudes beginnen. Dabei redeten alle aneinander vorbei, sodass er dachte, es wäre die Villa von Witzleben gemeint und ich dachte - da diese ja gar nicht abgerissen werden, sondern zu einem Restaurant umgebaut werden soll - dass nur die Villen "Schwan" und "Möwe" gemeint sein können.

 

Also führte unser Rundgang zur Perlenkette und wir parkten in der Professor-Vogel-Straße und gingen auf die Promenade. Als wir feststellten, dass die Perlenkette unberührt verfällt, änderten wir unsere Mission dahin gehend, die Ligusterhecke und den Hotelpark unter die Lupe zu nehmen und mal zu sehen, wie sehr sich der Tagesgast nun für ein Foto der Hohenzollernburg verrenken muss.

 

Am Ende des Tages stellte sich dann heraus, dass es das Haus "Waldfriede" in der Kühlungsborner Straße war, das abgerissen wurde.

Zu spät, denn da ist nun schon Gras drüber. Und das gibt es erst beim nächsten Rundgang. Nun erst einmal zu unserem Mai-Rundgang.

 

Damit die Bilder für Sie erkennbar bleiben, ist diese Seite und sind die Rundgang-Seiten breiter, als die anderen.

Wenn Ihr Monitor weniger als 1024 Pixel in der Breite darstellt, finden Sie die Navigation, indem Sie den unteren
Scrollbalken nach rechts schieben. Bei Breitbild-Monitoren ab 1024 Pixel Breite passt alles auf den Bildschirm.

 

 

30.05.2008 - Ein Stück Berlin näher betrachtet.

 

Heute beginnen wir unseren Rundgang einmal am Vormittag. Bisher war das ja nicht möglich aber nun bei nur noch 6 Kilometern Entfernung ist es kein Problem mehr. Wir parken heute zur Abwechslung mal kostenpflichtig auf dem Parkplatz in der Prof.-Vogel-Straße. Unser erster Weg führt uns wie immer auf die Promenade.

 

 

Die ist heute recht leer und auch auf dem Parkplatz standen gerade einmal 5 Autos. Unser erstes Bild zeigt traditionell das Haus "Bischofsstab". Trotz Stativ gelingt es mir nicht, es parallel zum Bildrand zu fotografieren. Die Häuser sind schräg gestellt und werden wohl immer schief aussehen. Und das Stativ ist auch schon 40 Jahre alt.

 

 

Habe ich von meinem Onkel "geerbt". Er war auch leidenschaftlicher Hobbyfotograf. Leider weiß ich bis heute nicht, wo seine Bilder sind. Dieses Bild jedenfalls zeigt die immer noch verfallene und nun auch beschmierte Villa "Anker" von Nordwesten aus.

 

 

Nach dem Anker folgt der Hirsch. Oder auch "Hürsch", wenn Sie die anderen Rundgänge gelesen haben. Der Hirsch verfällt weiterhin. Nun bröckelt selbst der graue Putz und bringt die Steine zum Vorschein. 10 Jahre lässt die ECH ihn nun verfallen.

 

 

Wir sind übrigens hier, um erste Abrissfotos zu machen. Hier müssten wir zum ersten Mal fündig werden, denn Villa "Schwan" sollte im März entkernt und nun abgerissen werden. Das hat sich wohl verzögert, denn noch hängen sogar Gardinen drin.

 

 

Auch die Möwe muss weichen. Man hätte sie mit Hilfe des Denkmalschutzes aufwändig sanieren können aber das wollte die ECH nicht. Das Haus soll abgerissen und an seiner Stelle ein ähnliches neu errichtet werden. Noch tut sich hier nichts.

 

 

Die Möwe und der Schwan sind übrigens neben der schon entfernten Perle die einzigen nicht unterkellerten Villen. Alle unterkellerten, wie hier der "Seestern" dürfen bleiben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

 

 

Auch der Greif bleibt stehen. Er wird aber einige Veränderungen nötig haben, wenn er denkmalgerecht sein soll. Die Dachgaube rechts ist nämlich erst viel später in der DDR-Zeit entstanden. Dass sie da nicht hingehört, ist nicht zu übersehen.

 

 

Das Grab der Villa "Perle". Nach der Perle kam der "Perle-Pavillon" in Form eines Zeltbaus, dann wurden Unmengen an Buxbäumen gepflanzt und diese wurden nun wieder entfernt. Der Rasen wird aber zumindest langsam einheitlicher.

 

 

Die Perle sollte schon im märz wiederaufgebaut werden. Spätestens. Und 2008, um allen Missverständnissen vorzubeugen. Jaja, die ECH und ihre Versprechen.

Das Ensemble. Hätte man die Stablampen nicht auf die rechte Seite stellen können?

 

 

Dort vor dem "Starenkasten" befindet sich nun die versprochene Ligusterhecke.

Hier ist die Promenade ab jetzt zu Ende. Keine Hohenzollernburg-Bilder mehr.

 

 

Und ein Zaun ist natürlich auch wieder dabei, damit die Wilden nicht ausbrechen ;-)

Großartig etwas zu sein scheint dahinter ja nicht...

 

 

Aha. Das ist also ein Hotelpark. Büsche, Gras und Wege. Für mich ist der Einzug eine faule Ausrede, um die ollen Tagesgäste endlich los zu werden.

 

 

Ich kriege meine Burg schon. Voriges Mal hat es auch geklappt. Die Türme sehe ich schon. Nun nur noch die grau-grüne Heiligendammer Mauer entlang nach Westen...

 

 

Oh. Nix mit Burg. Ein Hotelzaun mit Schild nach Kempinski-Manier. Hier kommen nur die rein, die das Gehege bewohnen und die, die die Bewohner betreuen müssen.

Der Mensch dort gehört aber scheinbar zur Wasserwacht, die doch daneben sitzt.

 

 

Ein paar Schritte zurück bis hinter die erste Strandkorb-Reihe bringt die Burg zum Vorschein. Hinter jener grau-grünen Mauer und dem "Starenkasten", der in diesem Bild eher an einen Wachturm hinter der Berliner Mauer erinnert. Es ist ein Nistkasten.

 

 

Von hier hat man sogar zwei dieser Nistkästen. Kein Wunder, dass man hier einen Starfriseur ansiedelte. Bei so vielen komischen Vögeln sind bestimmt auch Stare dabei. Ich stehe nun schon hinter den Strandkörben. Die Burg bleibt verschollen.

 

 

Mehr geht nicht. Ich stehe im nassen Sand direkt am Wasser und die nächste Welle würde mir bereits nasse Füße bescheren. Die Burg ist also für den Tagesgast nur noch von der Seebrücke aus ganz zu sehen. Aus großer Entfernung.

 

 

Und auch das Haus "Mecklenburg wird unten durch die Mauer gebrochen.

 

 

Es bleibt wird immer weniger sichtbar, umso näher man kommt.

 

 

In Zukunft wird es also von der Burg und der Westseite des Hauses "Mecklenburg" von mir keine vollständigen Ansichten mehr geben, sofern ich nicht gerade eine Sondergenehmigung bekomme. Aber ich will das Heiligendamm des Tagesgastes und Einheimischen zeigen und diese kommen nicht ohne weiteres auf das Hotelgelände.

 

 

Natürlich ist es möglich, einen Kaffee dort zu trinken aber bisher hat noch keiner der über 2000 Besucher dieser Internetseite auch nur eine Tasse davon gespendet. Darum bleibt dieses Stück Promenade für mich nur von außen zur Besichtigung. Andererseits trinke ich eh keinen Kaffee und esse lieber ein Eis in Cocos Milchbar.

 

 

Auf dem Weg zur Professor-Vogel-Straße blicken wir noch einmal zurück.

Der Hotelpark besteht also nur aus Gras, Sand, Stein und Hecken. Toll.

 

 

Wenigstens ist die Promenade wieder sauber und wird der Kurtaxe, die der Besucher zu zahlen hat gerecht. Die Stablampen hätten trotzdem besser links stehen sollen.

 

 

Man beachte die eigenwilligen Kreationen von Schildern. Beachten muss man das rechte nicht, denn es steht nicht in der StVO. Das linke Schild ist aber gültig.

 

 

Die Kolonnaden sind nun fast zwei Jahre verlassen und zeigen erste Spuren des noch stärkeren Verfalls. Nicht zuletzt wegen schwerer Baufahrzeuge in der Vogel-Straße.

 

 

Dieses Bild entspricht einem alten Postkartenmotiv aus der DDR, wo von hier die Post und die Garagen fotografiert wurden. Beides wurde 2007 abgerissen.

 

 

Zur mit Steinplatten gefliesten Terrasse des "Schwanencafés" führte ein Weg aus schwarzen Schieferplatten. Dieser ist inzwischen ganz verschwunden.

 

 

Durch den Abriss der Post und der Garagen ergibt sich nun eine ganz neue Perspektive der Villen "Möwe" und "Seestern" von ihren Südseiten aus.

 

 

Aber die Möwe kommt ja weg, sodass wir den Blickwinkel etwas verändern und mit diesem Bild schon einmal das Jahresende 2008 vorweg nehmen. Nur den Seestern.

 

 

Ein Erinnerungsfoto an Villa "Schwan". Auch der Schwan wird Heiligendamm bald verlassen. Als Bad Doberaner mag man da an ein schlechtes Omen denken.

 

 

Dieses Detail ist uns noch nie aufgefallen. Alle Villen verfügen über Strahler, die genau auf die Professor-Vogel-Straße strahlen. Das war sicherlich mal richtig romantisch.

 

 

Wir kommen zum Ende der Professor-Vogel-Straße und sind uns einig, hier zuvor kein Tor gesehen zu haben. Vielleicht war es auch nur etwas verwuchert. Die Terrasse war uns auch noch nie aufgefallen und die wurde bestimmt nicht angebaut.

 

 

Die Professor-Vogel-Straße wurde vom Toilettenhäuschen bis zur Einfahrt des Residenz-Hotel neu asphaltiert und ist nun nur noch für Bewohner und Lieferverkehr frei. Bewohner? Die dürfte nur das Residenz-Hotel vorweisen können.

 

 

Vom Parkplatz aus werfen wir noch einen Blick zum Residenz-Hotel.

Das stand einmal mit dieser Seite direkt an der Professor-Vogel-Straße.

 

 

Unser Ziel ist es, die Villa "Eikboom" von hinten zu fotografieren. Von der Seite aus über den Zaun hinweg haben wir sie nun schon einmal.

 

 

Na das ist ja witzig. Ein Zaun ohne Funktion. Aber zumindest wird bis hier keiner laufen. Ich gehe da jetzt nicht hinein, da das Gras zu hoch ist. Zu gefährlich.

 

 

Dafür entschädigt uns das Golfhaus mit einem schönen Anblick. Die Parkplatz-Situation zwingt wohl den Betreiber, gegen Fremdparker mit Kegeln zu spielen.

 

 

Das ist aber auch verwachsen. Hier soll ja mal ein Thalasso-Zentrum hin aber wenn die so weitermachen, kann man das auch gleich als Biotop unter Naturschutz stellen. Es gibt sogar alte Bilder aus einer ähnlichen Perspektive von Osten her.

 

 

Das Golfhaus ist gewachsen, woraus wir folgern, dass es gut läuft oder nicht gut läuft und deshalb attraktiver gemacht werden musste. Wir tippen aber auf das erste.

Das war es für heute. Unser Rundgang endet hier auf dem Parkplatz. Macht 1 Euro.

 

 

Alle Rundgänge:    

 

Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur Geschichte

 

Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur Geschichte, Architektur und zum Werdegang Heiligendamms ,

sowie zur öffentlichen Diskussion um Heiligendamm. Die Aussagen spiegeln nur die persönliche Meinung des Autors nach dem

Kenntnisstand vom Tag des jeweiligen Rundgangs wieder und sind ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
Für weitere Informationen lesen Sie bitte das Selbstverständnis dieser Dokumentation.

Bitte beachten Sie auch das Special "Vier Touristen-Fragen", welches die Foto-Rundgänge mit wichtigen Fakten zum besseren Verständnis ergänzt.
Bitte informieren Sie sich auch hier: Die Zukunft Heiligendamms | Öffentliche Diskussion | Historie der Sommerfrische | Geschichte | Architektur | Gebäudedatenbank
 

 

2004 - Bestandsaufnahme. Teil 1.

Wenn Sie selbst kostenloses Bildmaterial von vor 2004 (auch von Bad Doberan) oder Informationen zur Verfügung stellen können, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.

2005 - Bestandsaufnahme. Teil 2. 

 

2006 - Das Jahr des Erwachens.

Überraschungen jenseits von Zäunen.

George W. Bush kommt!

Die MS Europa legt an.

 

2007 - Im Zeichen der G8.

30.01. Die Prinzessin ist aufgewacht!

04.02. Die Ruhe vor dem Sturm.

24.02. Die Abrissbagger sind da.

13.03. Irrwege, Umwege u. neue Wege.

24.03. Zäune, Wälle und Wunder.

16.05. Dann zeigen Sie uns doch bitte mal Ihre Ausweise...

09.06. Und sie kommen in Schar'n dorthin, wo die Promis war'n...

19.08. Kleine Stippvisite.

 

2008 - Das Baujahr.

18.03. Dem "Verbrechen" auf der Spur.

30.05. Ein Stück Berlin näher betrachtet.

07.06. Das herzogliche Anbaderitual.

11.08. Sommerfrische in Heiligendamm.

16.08. Test: Öffentlichkeit in Heiligendamm?

25.09. Das war das Baujahr? - Ein Fazit.

 

2009 - Neue Wege.

19.04. Was ist los in Heiligendamm?

22.06. Tuscheln oder Kuscheln?

26.08. Unerkannt durchs Märchenland - Die Hotelführung.

24.11. Der blanke Hans kommt!

 

 

 

2010 - Der zweite Frühling.

26.01. Die weiße Stadt am Meer.

11.03. Leiser Aufschwung.

17.04. Der Countdown läuft.

In Vorbereitung

12.06. Fest der Landleute in Bad Doberan.

03.07. Der erste Spatenstich für Villa Perle

 

2011 -

 

 

 

 

 

 

 

2012 -

 

 

 

 

 

 

 

Lesetipp

Neue Seite 1