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Heute beginnen wir unseren Rundgang einmal
am Vormittag. Bisher war das ja nicht möglich aber nun bei nur noch 6
Kilometern Entfernung ist es kein Problem mehr. Wir parken heute zur
Abwechslung mal kostenpflichtig auf dem Parkplatz in der
Prof.-Vogel-Straße. Unser erster Weg führt uns wie immer auf die
Promenade. |
Die ist heute recht leer und auch auf dem
Parkplatz standen gerade einmal 5 Autos. Unser erstes Bild zeigt
traditionell das Haus "Bischofsstab". Trotz Stativ gelingt es mir nicht,
es parallel zum Bildrand zu fotografieren. Die Häuser sind schräg
gestellt und werden wohl immer schief aussehen. Und das Stativ ist auch
schon 40 Jahre alt.
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Habe ich von meinem Onkel "geerbt". Er war
auch leidenschaftlicher Hobbyfotograf. Leider weiß ich bis heute nicht,
wo seine Bilder sind. Dieses Bild jedenfalls zeigt die immer noch
verfallene und nun auch beschmierte Villa "Anker" von Nordwesten aus. |
Nach dem Anker folgt der Hirsch. Oder auch "Hürsch",
wenn Sie die anderen Rundgänge gelesen haben. Der Hirsch verfällt
weiterhin. Nun bröckelt selbst der graue Putz und bringt die Steine zum
Vorschein. 10 Jahre lässt die ECH ihn nun verfallen. |
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Wir sind übrigens hier, um erste Abrissfotos
zu machen. Hier müssten wir zum ersten Mal fündig werden, denn Villa
"Schwan" sollte im März entkernt und nun abgerissen werden. Das hat sich
wohl verzögert, denn noch hängen sogar Gardinen drin. |
Auch die Möwe muss weichen. Man hätte sie
mit Hilfe des Denkmalschutzes aufwändig sanieren können aber das wollte
die ECH nicht. Das Haus soll abgerissen und an seiner Stelle ein
ähnliches neu errichtet werden. Noch tut sich hier nichts. |
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Die Möwe und der Schwan sind übrigens neben
der schon entfernten Perle die einzigen nicht unterkellerten Villen.
Alle unterkellerten, wie hier der "Seestern" dürfen bleiben. Ein Schelm,
wer Böses dabei denkt.
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Auch der Greif bleibt stehen. Er wird aber
einige Veränderungen nötig haben, wenn er denkmalgerecht sein soll. Die
Dachgaube rechts ist nämlich erst viel später in der DDR-Zeit
entstanden. Dass sie da nicht hingehört, ist nicht zu übersehen.
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Das Grab der Villa "Perle". Nach der Perle
kam der "Perle-Pavillon" in Form eines Zeltbaus, dann wurden Unmengen an
Buxbäumen gepflanzt und diese wurden nun wieder entfernt. Der Rasen wird
aber zumindest langsam einheitlicher. |
Die Perle sollte schon im märz
wiederaufgebaut werden. Spätestens. Und 2008, um allen
Missverständnissen vorzubeugen. Jaja, die ECH und ihre Versprechen.
Das Ensemble. Hätte man die Stablampen nicht
auf die rechte Seite stellen können? |
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Dort vor dem "Starenkasten" befindet sich
nun die versprochene Ligusterhecke.
Hier ist die Promenade ab jetzt zu Ende.
Keine Hohenzollernburg-Bilder mehr. |
Und ein Zaun ist natürlich auch wieder
dabei, damit die Wilden nicht ausbrechen ;-)
Großartig etwas zu sein scheint dahinter ja
nicht... |
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Aha. Das ist also ein Hotelpark. Büsche,
Gras und Wege. Für mich ist der Einzug eine faule Ausrede, um die ollen
Tagesgäste endlich los zu werden. |
Ich kriege meine Burg schon. Voriges Mal hat
es auch geklappt. Die Türme sehe ich schon. Nun nur noch die grau-grüne
Heiligendammer Mauer entlang nach Westen... |
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Oh. Nix mit Burg. Ein Hotelzaun mit Schild
nach Kempinski-Manier. Hier kommen nur die rein, die das Gehege bewohnen
und die, die die Bewohner betreuen müssen.
Der Mensch dort gehört aber scheinbar zur
Wasserwacht, die doch daneben sitzt. |
Ein paar Schritte zurück bis hinter die
erste Strandkorb-Reihe bringt die Burg zum Vorschein. Hinter jener
grau-grünen Mauer und dem "Starenkasten", der in diesem Bild eher an
einen Wachturm hinter der Berliner Mauer erinnert. Es ist ein
Nistkasten. |
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Von hier hat man sogar zwei dieser
Nistkästen. Kein Wunder, dass man hier einen Starfriseur ansiedelte. Bei
so vielen komischen Vögeln sind bestimmt auch Stare dabei. Ich stehe nun
schon hinter den Strandkörben. Die Burg bleibt verschollen.
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Mehr geht nicht. Ich stehe im nassen Sand
direkt am Wasser und die nächste Welle würde mir bereits nasse Füße
bescheren. Die Burg ist also für den Tagesgast nur noch von der
Seebrücke aus ganz zu sehen. Aus großer Entfernung. |
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Und auch das Haus "Mecklenburg wird unten
durch die Mauer gebrochen.
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Es bleibt wird immer weniger sichtbar, umso
näher man kommt. |
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In Zukunft wird es also von der Burg und der
Westseite des Hauses "Mecklenburg" von mir keine vollständigen Ansichten
mehr geben, sofern ich nicht gerade eine Sondergenehmigung bekomme. Aber
ich will das Heiligendamm des Tagesgastes und Einheimischen zeigen und
diese kommen nicht ohne weiteres auf das Hotelgelände. |
Natürlich ist es möglich, einen Kaffee dort
zu trinken aber bisher hat noch keiner der über 2000 Besucher dieser
Internetseite auch nur eine Tasse davon gespendet. Darum bleibt dieses
Stück Promenade für mich nur von außen zur Besichtigung. Andererseits
trinke ich eh keinen Kaffee und esse lieber ein Eis in Cocos Milchbar. |
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Auf dem Weg zur Professor-Vogel-Straße
blicken wir noch einmal zurück.
Der Hotelpark besteht also nur aus Gras,
Sand, Stein und Hecken. Toll. |
Wenigstens ist die Promenade wieder sauber
und wird der Kurtaxe, die der Besucher zu zahlen hat gerecht. Die
Stablampen hätten trotzdem besser links stehen sollen. |
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Man beachte die eigenwilligen Kreationen von
Schildern. Beachten muss man das rechte nicht, denn es steht nicht in
der StVO. Das linke Schild ist aber gültig.
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Die Kolonnaden sind nun fast zwei Jahre
verlassen und zeigen erste Spuren des noch stärkeren Verfalls. Nicht
zuletzt wegen schwerer Baufahrzeuge in der Vogel-Straße. |
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Dieses Bild entspricht einem alten
Postkartenmotiv aus der DDR, wo von hier die Post und die Garagen
fotografiert wurden. Beides wurde 2007 abgerissen. |
Zur mit Steinplatten gefliesten Terrasse des
"Schwanencafés" führte ein Weg aus schwarzen Schieferplatten. Dieser ist
inzwischen ganz verschwunden. |
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Durch den Abriss der Post und der Garagen
ergibt sich nun eine ganz neue Perspektive der Villen "Möwe" und
"Seestern" von ihren Südseiten aus.
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Aber die Möwe kommt ja weg, sodass wir den
Blickwinkel etwas verändern und mit diesem Bild schon einmal das
Jahresende 2008 vorweg nehmen. Nur den Seestern. |
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Ein Erinnerungsfoto an Villa "Schwan". Auch
der Schwan wird Heiligendamm bald verlassen. Als Bad Doberaner mag man
da an ein schlechtes Omen denken. |
Dieses Detail ist uns noch nie aufgefallen.
Alle Villen verfügen über Strahler, die genau auf die
Professor-Vogel-Straße strahlen. Das war sicherlich mal richtig
romantisch. |
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Wir kommen zum Ende der
Professor-Vogel-Straße und sind uns einig, hier zuvor kein Tor gesehen
zu haben. Vielleicht war es auch nur etwas verwuchert. Die Terrasse war
uns auch noch nie aufgefallen und die wurde bestimmt nicht angebaut. |
Die Professor-Vogel-Straße wurde vom
Toilettenhäuschen bis zur Einfahrt des Residenz-Hotel neu asphaltiert
und ist nun nur noch für Bewohner und Lieferverkehr frei. Bewohner? Die
dürfte nur das Residenz-Hotel vorweisen können. |
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Vom Parkplatz aus werfen wir noch einen
Blick zum Residenz-Hotel.
Das stand einmal mit
dieser Seite direkt an der Professor-Vogel-Straße. |
Unser Ziel ist es, die Villa "Eikboom" von
hinten zu fotografieren. Von der Seite aus über den Zaun hinweg haben
wir sie nun schon einmal. |
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Na das ist ja witzig. Ein Zaun ohne
Funktion. Aber zumindest wird bis hier keiner laufen. Ich gehe da jetzt
nicht hinein, da das Gras zu hoch ist. Zu gefährlich. |
Dafür entschädigt uns das Golfhaus mit einem
schönen Anblick. Die Parkplatz-Situation zwingt wohl den Betreiber,
gegen Fremdparker mit Kegeln zu spielen. |
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Das ist aber auch verwachsen. Hier soll ja
mal ein Thalasso-Zentrum hin aber wenn die so weitermachen, kann man das
auch gleich als Biotop unter Naturschutz stellen. Es gibt sogar alte
Bilder aus einer ähnlichen Perspektive von Osten her. |
Das Golfhaus ist gewachsen, woraus wir
folgern, dass es gut läuft oder nicht gut läuft und deshalb attraktiver
gemacht werden musste. Wir tippen aber auf das erste.
Das war es für heute. Unser Rundgang endet
hier auf dem Parkplatz. Macht 1 Euro. |
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