|
 |
 |
|
Unser Rundgang
beginnt in der Gartenstraße, die heute unseren Anlandepunkt darstellt.
Wir haben hier einen der wenigen legalen Parkplätze ergattert.Generell
lohnt es sich aber nicht, hier nach Parkplätzen zu suchen. Es gibt nur
vier und es gehört einfach Glück dazu, einen zu bekommen. Das Bild zeigt
das Haus "Mecklenburg" in der Gartenstraße. Es ist uns noch nie
aufgefallen, dass die Fenster im Mittelrisalit noch gardinenverhangen
und blumengeschmückt sind. Namen von Bewohnern finden sich jedoch nicht.
Das Haus ist also ein richtiges Dornröschenschloss.
|
Die hier haben keinen
Parkplatz mehr bekommen. Es sind überwiegend Mitarbeiter des Grand
Hotels. Das ist peinlich, dass Kempinski-Angestellte Heiligendamm
zuparken müssen. Und es sorgte für Schlagzeilen. Eine Woche nach unserem
Besuch wurden Verbotsschilder aufgestellt und Politessen zur Kontrolle
eingesetzt.
Verboten war das
Parken auch schon jetzt bei unserem Besuch. Man darf nämlich generell
nur parken, wo Parken erlaubt ist. Wo es nicht erlaubt ist, ist es
generell verboten. Fairerweise habe ich das Nummernschild dieses
Rostockers verdeckt.
|
|
 |
 |
|
Wir gehen in die
Seedeichstraße und werden von den "freigelegten" Villen Seeadler und
Eikboom empfangen. Mit etwas Grunpflege sieht alles schon viel besser
aus.
|
Trotzdem verfällt der
Seeadler hinter dieser herrlichen Frühlings-Kulisse.
Dabei könnte man hier
richtig schön im Schatten dieses Baumes sitzen.
|
|
 |
 |
|
Die Villa "Eikboom"
verfällt auch weiter. Nur ist sie jetzt gut sichtbar.
|
Der Hinterhof des
Golfhauses ist richtig schön geworden. Und ordentlich vor allem.
|
|
 |
 |
|
Von weitem begrüßt
uns das Residenz-Hotel in schönem Weiß.
|
Die
Professor-Vogel-Straße wurde abgetragen. Die werden doch wohl nicht...?
|
|
 |
 |
|
Ein paar Schritte
zurück und ein schönes Bild von der Villa "Bischofsstab", deren Besitzer
sich gerade bei mir gemeldet und mich mit zusätzlichen Informationen
versorgt hat. Auch er hofft auf ein weiteres Aufblühen Heiligendamms.
Nichts ist wichtiger, als Stetigkeit und Verlässlichkeit. Merkt euch
das, liebe Stadtväter!
|
Neben dem
Bischofsstab geht es dann wie immer auf die Promenade.
Ab jetzt genügt unser
Personalausweis als Beleg zur Befreiung von der Kurtaxe.
Ganz schön sandig
hier.
|
|
 |
 |
|
Es erinnert an
Winterbilder, die ich noch nicht machen konnte. Mangels Schnee.
Rasmus hat mal wieder
fleißig Sand geschaufelt. Früher hinderte eine Hecke und eine Schicht
Steine ihn daran. Die musste man ja unbedingt abreißen.
|
Das Grab der Perle
dient als Buchsbaum-Ziehfläche. Ob es wohl mehr Buchsbäume oder mehr
Maulwurfhügel sind? Der Rasen zeigt noch deutlich, wo die Villa "Perle"
stand. Im März soll es mit dem Wiederaufbau losgehen. 12 Tage hat er ja
noch.
|
|
 |
 |
|
Deshalb sind wir
hier. Die Promenade wurde um 60 Meter verkürzt. Nun erübrigt sich jede
Hoffnung auf einen öffentlichen Kurpark oder einen öffentlichen
Küstenwald.
|
Die Promenade kommt
weg und statt dessen wird das eine grüne Wiese mit ein paar Büschen,
Blumen und Bänken und einer Ligusterhecke als Sichtschutz.
|
|
 |
 |
|
Wir sehen uns das mal
von der Seebrücke aus an. Hier wird deutlich, wie viel 60 Meter
eigentlich sind und was für ein gewaltiges Stück Heiligendamm verloren
geht.
|
Die Promenade wurde
mit Mitteln des Landes und des Bundes auf Kosten der Steuerzahler gerade
erst in den letzten Jahren saniert und wird nun abgerissen.
|
|
 |
 |
|
Graue Wolken
verheißen nichts gutes für Heiligendamm. Seit dem G8-Gipfel ist endlich
auch der olle Aufkleber über dem "H" verschwunden.
|
Gönnen wir uns
angesichts des Ärgers über den Promenadenklau wenigstens eine schöne
Impression in diese Richtung. Nicht die Laune verderben lassen.
|
|
 |
 |
|
Die Ostsee ist heute
in Bewegung und der Himmel ist so klar, dass man mal ein trotzdem etwas
dunkles Bild von der Perlenkette wagen kann. Abends ist hier das Licht
am Besten. Wir holen das noch einmal abends nach, versprochen.
|
Tja, um nun an ein
Bild der Burg zu kommen, müssen wir durch den Sand waten.
Die Treppen sind im
Sande versunken. Hier wurde wohl seit Oktober nichts gemacht, denn es
war nicht übermäßig stürmisch, sondern eben nur lange windig. Hebst
eben.
|
|
 |
 |
|
So sieht nun also die
neue Erlebbarkeit Heiligendamms aus. Wenigstens kann man aber sagen,
dass die da drinnen ganz viele Vögel haben und wir draußen nicht. ;-)
|
Dies ist seit 2000
die Alternative zum Gang durch den Küstenwald. Hier gelangt man zum
Kinderstrand und dort zum Parkplatz oder über Wittenbeck nach
Kühlungsborn.
|
|
 |
 |
|
Oder auch nicht.
Zumindest heute nicht. Rechts im Bild ist Kühlungsborn.
Das ist noch ein
ganzes Ende zu laufen. Heute allerdings nur mit nassen Füßen.
|
Dabei ist es
keineswegs stürmisch. "Frische Brise" sagen wir dazu. Gibt es hier
mehrmals in der Woche. Hätte man beim Bau der Brücke dran denken müssen.
|
|
 |
 |
|
Aber mit Brücken
haben es unsere Stadtväter ja nicht so.
Nach der Seebrücke
flopt nun auch die Packwerkbrücke als Missplanung ohne Wert.
Inzwischen sind
ratlose junge Wanderer mit Kühlungsborn als Ziel hier angekommen und
stehen ratlos vor der planerischen Missbildung. Sie sind nicht die
einzigen. Während wir hier etwa 10 Minuten stehen, finden sich
nacheinander ca. 20 Menschen ein und stehen grübelnd vor der nutzlosen
Packwerk-Brücke. Unter ihnen Radfahrer.
|
Von hier aus sind es
900 Meter bis zum Kinderstrand. Um über die kürzeste legale
Alternativroute dahin zu gelangen, müssen sie umkehren und 2.300 Meter
über die Professor-Vogel-Straße, Kühlungsborner Straße und die Straße
"Am Kinderstrand" laufen und können erst dort zum Strand gehen. Sie
nehmen das Risiko auf sich und klettern über das Packwerk. Das ist
übrigens verboten und sehr gefährlich.
|
|
 |
 |
|
Wir haben genug
gesehen und nicht vor, uns die Ohren zu brechen und wir wollen auch gar
nicht auf die andere Seite. Diese Brücke wird in ihrer Nutzlosigkeit
noch viele Kletterer nach sich ziehen und es muss erst zu Verletzungen
kommen, bevor da mal drüber nachgedacht wird. Hier kommt kein
Krankenwagen hin und selbst ein Notarzt muss gut 10 Minuten laufen.
Fragt sich, wer dann den Helikopter bezahlt, wenn dieser über dem
Alexandrinencottage schwebend Verletzte bergen muss.
|
Wir gehen zurück.
Links sieht man ja, wie weit der Weg vom Packwerk bis zur Promenade ist.
Hier haben wir nun endlich deren Anfang, der nun keiner mehr ist,
erreicht. Der Aufgang dort gehört ab jetzt ganz allein dem Grand Hotel.
Die Kurtaxe ändert sich nicht, da es sich um eine Mischkalkulation
handelt. Von ihr werden auch Kurkonzerte (ich kenne kein einziges)
bezahlt und die Pflege der Grünflächen und des Strandes. Sieht man ja.
Selbst die Schilder sind völlig im Sand versunken.
|
|
 |
 |
|
Die Burg bleibt
unerlebbar, denn sie verschwindet hinter der Mauer. Nur weil der Sand
heute meterhoch liegt (wie gesagt: Er hat Schilder von 2 Metern Höhe
unter sich begraben), kann ich einen düsteren Blick von der Burg
erhaschen. Wobei ich von einem älteren Herrn gestört werde, weshalb das
Bild so dunkel ist.
|
Der Mann bittet mich
die Treppe herauf und schiebt den Bauzaun beiseite, damit ich ein Bild
von der Burg machen kann. Ich bedanke mich höflich, wenngleich ich ja
mit Absicht das erste Bild gemacht hatte. Der Wachdienst in ein paar
Monaten wird wohl nicht so vorkommend sein.
|
|
 |
 |
|
Berlin lässt grüßen.
Gerade Jagdfeld, der in Berlin das Hotel Adlon im Angesicht des
"antifaschistischen Schutzwalls" neu erstrahlen ließ, zwingt die
Besucher des Bades hinter eine Mauer. Taktlos. Und die Stadtväter machen
mit. Im Namen des Volkes.
|
So verschwindet dann
auch das "Haus Mecklenburg" hinter der unansehnlichen grau-grünen Mauer.
Wenigstens ein schönes Relief hätte man hier reinmeißeln können.
Ich will ja nicht
meckern aber der "Starenkasten" stört gewaltig bei den Fotos.
|
|
 |
 |
|
Wir werden uns wohl
an diesen Anblick gewöhnen müssen.
|
In Heiligendamm gibt
es fortan nur noch halbe Sachen.
|
|
 |
 |
|
Wir sind endlich
angekommen. Hier fängt die Promenade von nun an offiziell an.
|
Wie war das noch mit
der Kurtaxe? Gepflegt sieht das hier wirklich nicht aus.
|
|
 |
 |
|
Wir passieren noch
einmal das Grab der "Perle" mit der Buxbaumschule.
Und ärgern uns über
einen geschmacklosen Drahtzaun. Wie kann man nur?
|
Das sieht eher nach
einer Savanne aus. Fehlen nur die Buschbälle, die über die staubige
Straße wehen.
|
|
 |
 |
|
Früher war die
Professor-Vogel-Straße rechts und links mit bunten Blumenbeeten gesäumt,
was ihr einen Flair gab, der einfach zu einem Seebad gehörte. Und heute?
Zäune, Hecken, Moder
und Verfall. Wen soll man dafür danken?
|
Inzwischen darf hier
auch jeder machen, was er will. Die Professor-Vogel-Straße darf nur von
Bewohnern befahren werden. Wer wohnt denn da im verfallenen Schwan?
Die Mittelklassewagen
kommen jedenfalls aus Hannover und Weilheim.
|
|
 |
 |
|
Wir gehen durch den
Wald zur Kühlungsborner Straße. Wobei der Wald hier schon mal dichter
war. Es sieht hier unordentlich aus. Soviel zum Thema "Kurtaxe".
|
Was ist das
eigentlich? Ein liegender Zaun hinter dem stehenden Zaun.
Und beide sind gleich
alt. Soll nun der kleine durch einen großen ersetzt werden?
|
|
 |
 |
|
Fragen über Fragen
heute. In der Kühlungsborner Straße setzt sich das rege Treiben fort.
Und hier sind endlich auch mal wieder ein paar Leute zu sehen.
Einheimische?
|
Weiter geht es zum
Molli-Bahnhof. Hier ist immer alles ordentlich.
Das gehört übrigens
nicht der ECH. Mag man sich etwas zusammenreimen.
|
|
 |
 |
|
Der Parkplatz des
Grand Hotel. Er ist kostenpflichtig. Kein Wunder, dass die alle in der
Gartenstraße parken. Wenn die Mitarbeiter auch hier parken müssen
sollten...
|
Hinter dem Fürstenhof
ist auch noch ein Parkplatz der ECH. Aber da benötigt man eine
Chipkarte. Hier noch ein Blick auf die Orangerie. Oder besser deren
Vorbau.
|
|
 |
 |
|
Hier parkt heute wohl
jeder, wie er lustig ist. Es ist noch nicht einmal Saison aber schon
gibt es massive Parkplatzprobleme und Verstöße gegen die StVO. Die
kostenpflichtigen Parkplätze werden nicht angenommen und die Politessen
haben nicht besseres zu tun, als Parkscheine zu kontrollieren, anstatt
Parksünder zu bestrafen. Warum sollte man denn Parkscheine lösen, wenn
man woanders ungestraft kostenlos am Wegesrand oder gar auf der grünen
Wiese stehen kann?
|
Ein Teil der Autos
sind unverkennbar Fahrzeuge von Arbeitern z.B. von Baufirmen. Hier muss
der Auftraggeber dann eben eine Parkplatzlösung anbieten, denn irgendwo
müssen die Arbeiter ihre Autos ja auch parken. Das Problem ist bei der
ECH schon von Anfang an aufgetreten. Hier betrifft es wohl die
MEDIAN-Klinik. Das geht so nicht.
Genug für heute. Die
Kühlungsborner Straße ist noch unverändert- Hier ist alles okay. Wir
gehen durch die Gartenstraße zurück zum Auto und fahren nach Hause.
|