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Rundgang 2007 - Im Zeichen der G8. |
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Das G8-Special. |
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Heiligendamm im Juni 2007. Die Welt schaut an die Ostsee. 13 Kilometer Hochsicherheitszaun. 2,50 m hoch, 70 in den Boden hinein ragend, geschützt mit schweren Betonblöcken und bewacht von hunderten Polizisten. Hinter dem Zaun werden 8 Staatschefs und der Präsident des Europarates, sowie Delegationen und Staatschefs anderer Länder erwartet. Dazu tausende Journalisten und zehntausende Demonstranten. 16.000 Polizisten und Bundespolizisten, 2.800 Soldaten, die Bundesmarine, ein Flugzeuggeschwader und tausende Helfer sollen für die Sicherheit der Gäste sorgen. Am 01.06. beginnt der Auftakt im Rostocker Stadthafen mit einem Treffen. Nur 50 Leute kommen aber Rostock hat sich bereits verschanzt. Viele Schaufenster sind vernagelt oder vergittert, Sicherheitsdienste bewachen Banken und große Unternehmen, Geldautomaten werden geleert und Kaufhäuser geschlossen. Eine Gefangenensammelstelle entsteht in Rostock-Schmarl und 5.000 Polizisten sind auf dem Weg in die Hansestadt. Am 02.06. beginnt die Großdemonstration in zwei Zügen. Der Zug vom Schutower Kreuz erreicht friedlich den Stadthafen und der zweite Zug vom Hauptbahnhof hinterlässt bereits vor Erreichen des Stadthafens eine Spur der Verwüstung. Ein schwarzer Block mit autonomen Demonstranten hat sich gebildet und beim Erreichen des Stadthafens fliegen Steine und Flaschen und zwei Autos gehen in Flammen auf. Die Lage eskaliert und die Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas ein. In den Medien beschuldigen sich Demonstranten und Sicherheitskräfte gegenseitig. Von fast tausend Verletzten ist die Rede und diese Zahl wird immer wieder nach unten korrigiert. Ein peinlicher Schlagabtausch zwischen Veranstaltern und Sicherheitskräften beginnt und Frust macht sich auf allen Seiten breit. In Rostock bleibt es ruhig und der Protest verlagert sich nach Heiligendamm. Trotz Demonstrationsverbotes und Sicherheitszone gelingt es den Demonstranten, die Polizei zu narren und bis auf 20 Meter vor den Zaun zu gelangen. Mit Wasserwerfern werden die Demonstranten zurückgedrängt und man einigt sich auf eine Demarkationslinie. Immer mal wieder eskaliert die Lage und beruhigt sich auch wieder. Straßen und Schienen werden blockiert, die Einheimischen kommen zu spät oder gar nicht zur Arbeit, die Kinder werden zuhause unterrichtet und der Nahverkehr kommt immer wieder zum Erliegen. Die Demonstranten erreichen ihr Ziel. den Landweg zu blockieren, sodass die Teilnehmer des Gipfels eingeflogen werden müssen. Und die Presse wird von der Bundeswehr über den Seeweg von Kühlungsborn nach Heiligendamm gebracht, weil der Molli nicht durch kommt. Die Heiligendammer sind in diesen Tagen eingeschlossen in ihrem Ort und können nur mit Mühe hinein oder heraus. Der Gipfel verläuft friedlich und für die Staatschefs zur Zufriedenheit, die Demonstranten geben am 08.06. die Straßen wieder frei und am Tag zuvor feiern 80.000 Leute auf dem Gelände des IGA-Parks in Rostock das Pop-Konzert "Deine Stimme gegen Armut". Am 09.06. wird der Zaun um Heiligendamm wieder geöffnet und langsam kehrt wieder Normalität ein.
Wie versprochen gibt es hier aktuelle Bilder zu Heiligendamm während des G8-Gipfels. Geplant waren mehrere Rundgänge vor dem Gipfeltreffen, einige am Zaun während des Gipfels und ein Rundgang am Tag danach. So begannen wir dann kurz vor dem Aufbau der Pressetribüne mit dem ersten Rundgang und am Ende des Rundganges wurden wir von der Polizei angehalten und mussten uns ausweisen und die Polizei bat freundlich darum, die Arbeit an der Dokumentation auf die Zeit nach dem Gipfel zu verschieben. Das war kein Platzverweis und auch in keiner Form bindend aber wir hatten keine Lust, jedes Mal gestört zu werden und beließen es darum bei dem einen Rundgang vor dem Gipfel. Wir wollten dann während des Gipfels Bilder von der Bewachung und den Demonstranten machen aber nach dem Krawall-Samstag in Rostock waren wir nicht mehr so sicher, ob das eine gute Idee wäre. Just als wir dann die ruhige Strecke über Börgerende nehmen, unser Auto in Zaunnähe abstellen und von der Ostseite aus Bilder machen wollten erfuhren wir, dass die B105 und die Bäderstraße blockiert werden und unsere einzigen Alternativen (Hinter Bollhagen und Rennbahn) sehr brenzlig waren. Also ließen wir es ganz bleiben und suchten erst am 09.06. wieder Heiligendamm auf. Besser als gar nichts - also kommen sie und schauen Sie.
Wenn Sie Bilder aus dem Rundgang verwenden möchten, können Sie das gern tun, solange Sie den Schriftzug drauf lassen. Für eine kommerzielle Nutzung oder eine Nutzung auf kommerziellen Internetseiten oder in den Medien, melden Sie sich bitte zuerst bei mir. Ansonsten können Sie die Bilder auch ohne Schriftzug bestellen und im Zuge der Lizenzbestimmungen frei verwenden. Informationen und Bestellungen hier.
Viel Spaß!
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Der 16.05.2007 - Dann zeigen Sie uns doch bitte mal Ihre Ausweise...
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Unser letzter Rundgang vor dem Gipfel findet am 16.05.2007 statt. Es ist ein etwas trüber Tag aber da wir einen Termin in Hohenfelde haben, machen wir gleich einen kleinen Abstecher nach Heiligendamm, parken auf dem Parkplatz der MEDIAN-Klinik (auf dem öffentlichen Teil) und gehen zu Fuß in den Ort hinein. Das schont die Umwelt, die Nerven und den Geldbeutel. Wir passieren das alte Forsthaus, das sich wie gehabt hinter der Scheune zu unserer Rechten...
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... Moment - die Scheune ist weg! Es tut sich etwas. Und die Planen lassen die Vermutung zu, dass die Scheune nicht weg bleiben, sondern wieder aufgebaut werden soll. Laut ECH soll hier ein öffentlicher Biergarten mit Festscheune hin. Wenn es dabei bleibt, ist das ein guter Anfang und man bäckt erst einmal kleine Brötchen bei der ECH. Dummerweise werden in ein paar Tagen hier neben dieser Bruchbude die Staatschefs mit dem Helikopter landen und daran vorbei fahren.
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Wir gelangen zur ehemaligen Fachschule, die ja bekanntlich abgerissen wurde. Langsam wächst Gras drüber. Die Baracken kommen auch noch weg und das Haus "Waldfriede" soll auch weg aber es gehört nicht der ECH und der Besitzer kann sich einen Abriss derzeit nicht leisten. Nur darum steht es noch.
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Auf der gegenüber liegenden Seite fällt uns eine asphaltierte Einfahrt zum Platz hinter dem Fürstenhof auf. Dort sollte ja ein Parkplatz entstehen, der dann irgendwann einmal durch Tennis- und Konferenzplätze ersetzt werden soll. Die Einfahrt ist nun mit einer Schrankenanlage versehen.
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Und der Parkplatz gut besucht, wie man sieht.
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Die Freifläche mit Blick auf den rechten Flügel der Fachschule.
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Und dann kommen wir auch schon an die Seehospiz. Hier sieht man auch die Nebenbauten, die ein Karree bildeten. Das Armenkrankenhaus war als Hof gebaut. Doch was ist denn das weiße da hinter dem Haus?
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Also ein Kornspeicher ist es sicherlich nicht. Wir fragten am Ende unseres Rundgangs einen Polizisten aber der konnte uns dazu auch nichts sagen. Inzwischen wissen wir, dass es das Pressezentrum war - mit Parkhaus.
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An den Molli-Schienen begegnet uns das nächste Gebäude. Ein massiver Flachbau im Bäderstil. Zweck unbekannt.
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Von hinten stellt sich das massive Gebäude als Zelt dar. Gut gemacht, das muss man schon sagen. Es war übrigens das Bewirtungs-Zelt für die restlichen Teilnehmer.
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Wir gehen zum Bahnhof, einen Gutschein für eine Molli-Fahrt kaufen. Eine tolle Geschenk-Idee, wie auch der Herr am Schalter fand. Offenbar aber eine kaum bekannte Idee, er musste nämlich erst einmal rückfragen, wie man Gutscheine erstellt. Dazu gab es dann viele schöne Prospekte und die Beschenkten haben sich gefreut. Der Fahrttermin steht noch aus aber selbstverständlich bin ich als Führer dabei. Auf dem Bild sehen wir noch einmal das Pressezentrum.
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Vorbei an metallenen Dixies in Edelstahl-Optik (ich habe es mir gespart, die auch noch zu fotografieren, um nicht von den Polizisten angesprochen zu werden) geht es durch das Wäldchen zur Kühlungsborner Straße. Diese ist mit Gerüsten und Leitungsüberführungen überbaut. Auch die Molli-Schienen sind mit solchen Gerüsten versehen worden. Diese Gerüste führen später Kabel über die Straßen, damit niemand darüber stolpert. Sie werden mit Wasserbehältern stabilisiert.
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Ich bin heute irgendwie durch den Wind und renne an der Stelle vorbei, an der die Post und die Garagen standen. Also ein Foto von hier. Die vielen komischen Gestalten da im Wald sind übrigens Leute. Davon sind heute viele hier.
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Der Stein darf ja nun bleiben und über die Perle ist Gras gewachsen. Majestätisch erhebt sich das Haus "Mecklenburg" in den hellen Himmel und ich muss schnell ausweichen, um nicht von einer Radfahrer-Kolonne umgefahren zu werden.
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Der Herr mit dem roten Pullover fragte mich gerade, ob man da wo wir herkommen auch zum Bahnhof kommt. Er war nicht mehr der jüngste und ihm war nur der Weg über die Seedeichstraße bekannt aber der ist zu lang. Nicht gut für den Bahnhof...
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Na wer sagt es denn - die von mir als fehlend monierten Abfahrten wurden ohne mein Zutun auf die Treppenstufen gesetzt. Endlich kann man Rollis und Kinderwagen auf einer 45°-Rampe direkt in den Sand schieben. Bis zum Wasser sind es noch 10 m.
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Wenn das man langt. Daneben befindet sich dann auch gleich eine Sandrampe, die viel lieber genutzt wird aber auch für Rollis und Kinderwagen nichts taugt.
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Es trübt sich ein. Hier sieht man die unter "Architektur" beschriebene Eröffnung des Ensembles von West nach Ost. Und unbenutzte Strandkörbe mit Mauerblick.
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Die Hochwasserschutzmauer ist endlich heruntergefahren. Angesichts der Sockel der Villen wünscht man sie sich aber wieder zurück. Inzwischen dürfte es in die "Möwe" hinein regnen, denn das Dach des linken Flügels ist teilweise abgedeckt.
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Ein Blick zurück auf die Promenade mit ihrem weißen Ensemble, den gräulichen (!) Villen und den richtig grauen Sonnenschirmen auf der Terrasse des "Medini's" Wir gehen erst einmal in Cocos Milchbar und essen ein Kugel-Eis in der Waffel.
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Hinter dem Café am Alten Golfteich ist Ordnung eingekehrt. Aus dem nicht gerade ordentlichen Platz im Hinterhof wurde in ziemlich kurzer Zeit ein Parkplatz.
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Irgend etwas ist hier anders. Ja - ein Zaun. Ein billiger Bauzaun ganz nach Manier der ECH. Nur macht er sich hier ganz gut, denn er soll ja nur ein Wrack einfrieden.
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Es regnet. Und wir eilen zum Auto und nehmen noch schnell das Zelt mit. Es ist einfach fantastisch anzusehen und ein Wunderwerk der Zeltbauarchitektur. Aber wir werden nass und haben keine Zeit für weiterführende Gedanken.
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Also eilen wir durch die Kühlungsborner Straße und passieren dabei das Seehospiz und ein Haus, das vermutlich aus den 20ern stammt und eines, das schon auf den alten Plänen auftaucht. Heute sind das Wohnhäuser. Schöner Bürgersteig übrigens.
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Kurz vor dem Auto fahren an uns mehrere Autos der Polizei und der Bundespolizei vorbei in das Gelände des Heizkraftwerkes und ein Polizeiauto hält vor uns an. Wir werden gefragt, was wir hier tun und unsere Personalien werden überprüft und man empfiehlt uns, nach dem Gipfel weiterzuarbeiten, um nicht andauernd angehalten und überprüft zu werden. Vielleicht ist es auch besser so. Wir machen uns auf den Weg nach Hohenfelde und stellen fest, dass einer der Polizisten mich schon einige Wochen vorher einmal gefragt hat, was ich da mache.
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In Hohenfelde hat sich die Bundeswehr mit einer Sanitätseinheit niedergelassen und der Feldwebel zeigt uns das Camp, in dem 268 Soldaten und Soldatinnen in Zelten zu je 12 Personen nächtigen. Das eigentliche Lazarett steht am Dorfrand auf dem Gelände des Krankenhauses und arbeitet direkt mit diesem zusammen. Links sieht man die Schlafzelte und rechts die sanitären Einrichtungen. Das Objekt wird von Feldjägern bewacht und wir dürfen es fotografieren, weil ich die Internetseite und die Chronik für das Dorf mache. Link: www.hohenfelde.net.
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Der 09.06.2007 - Und sie kommen in Schar'n dorthin, wo die Promis war'n...
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Wir hatten vor gehabt, am 07.06. Bilder vom Zaun mit den Sicherheitskräften und den Demonstranten zu machen aber nachdem ein Reporter des Stern (glaube ich) von Wasserwerfern verletzt wurde, war mir das doch zu riskant. Wir wollten zuerst über Börgerende an den Zaun aber die Bäderstraße und die B105 waren dicht und so konnten wir nur über Stäbelow und Clausdorf nach Bad Doberan und auf halber Strecke entschlossen wir uns, das Ganze abzublasen und statt dessen im vom Lärm der Hubschrauber gebeutelten Hohenfelde ein Bild von der Radarstation zu machen. Der gesamte Luftverkehr von Laage nach Heiligendamm und Kühlungs- born passierte in diesen Tagen das kleine Dorf Hohenfelde. Die Ärmsten.
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Also fiel die ganze Gipfel-Session aus und wir fuhren am 09.06. - 5 Stunden nach der Öffnung des Zaunes nach Heiligendamm. Die Straßen waren bunt aber sauber und auch neben den Straßen war alles weggeräumt. Die Zäune standen natürlich noch und den Feldern sah man die Ereignisse der Vortage an. Aber zumindest haben die Demonstranten für Ordnung gesorgt. Und zwar besenrein. Das muss auch einmal gesagt werden. Und sie haben sich mit Transparenten an Zäunen für die Gastfreundschaft der Einheimischen bedankt. Die in der Tat überwiegend den Demonstranten wohlwollend gestimmt waren und gern auch Brötchen, Kaffee und Wasser, sowie Unmengen an Decken an sie verteilten.
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Wir sind inzwischen durch die Kontrollstelle an der Galopprennbahn gefahren und haben uns auf dem Parkplatz niedergelassen, um die Kontrollstelle und das dazu gehörende Camp der Sicherheitskräfte genauer zu betrachten. Es ist schon ein tolles Gefühl, da zu stehen, wo gestern noch die Weltöffentlichkeit keinen Einblick hatte. Wir stehen am Tor der Versorgungseinfahrt, die vom Kreisel hier her führt.
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Ein Blick nach Osten über die auf dieser Seite unbeschädigten Gerstenfelder zeigt den Zaun, der an der Galopprennbahn entlang nach Süden verläuft. Die Rennbahn wurde noch einmal extra eingezäunt, da der Schaden in die hunderttausende gehen würde, wenn sie von Demonstranten, Polizei und Fahrzeugen benutzt worden wäre. Die beiden Gebäude rechts gehören zur Rennbahn. Das linke Bauwerk steht davor.
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Der Zaun scheint endlos zu sein. Der Blick schweift weiter nach Südosten.
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Und im Süden stehen noch Fahrzeuge, die vermutlich der Bundeswehr gehören.
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Damit der Parkplatz nicht zerstört wird, ist er mit einer Pflasterung aus Stahl- Puzzleteilen überbaut worden. Für das schwere Gerät und die Lkws.
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Dennoch hat der Rasen gelitten, weil viele der Fahrzeuge schon vor dem Zaun abgestellt wurden. Der Kontrollpunkt noch einmal von Westen her.
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Wir mussten von hinten in den Ort hineinfahren, uns um Lkws schlängeln und auf dem Parkplatz an der Seedeichstraße parken. Wir betreten die Promenade und sehen schon bald die Pavillons auf der Freifläche der abgerissenen Villa "Perle".
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Es war immer von einer Pressetribüne die Rede, von der aus die Fotografen die Linse direkt auf die Kurhaus-Terrasse richten können sollten. Darum sollte der Findling ja weg. Und nun steht da ein Pavillon mit einer Terrasse zur Seeseite.
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Was für ein Gefühl - der legendäre G8-Strandkorb. Ohne das Brett mit den Flaggen aber da ist er. Leider hinter dem Zaun. Und im Gegensatz zu einigen Touristen waren wir vernünftig und sind nicht über den Rasen gelatscht, um uns gegenseitig da drin sitzend zu fotografieren. Es sind eben nicht immer die Einheimischen...
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Der Fläche wegen hätte man die Perle für dieses Zelt auch nicht abreißen müssen, denn das hätte auch vor der Villa noch Platz gefunden. Aber das war ja auch nicht der Grund für den Abriss. Zumindest nicht der von der ECH genannte, sondern nur einer der vielen der ECH unterstellten. Aber das steht ja alles auf der Startseite.
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Es gibt sie noch. Drei einsame Demonstranten haben den Weg hier her gefunden und da gerade Kameras in der Nähe waren, haben sie das schnell ausgenutzt. So kommen wir dann doch noch an unser Bild von Demonstranten.
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An der Burg wird ein Zelt abgebaut. Ich fotografierte dies und bemerkte dabei nicht, dass ich im Visier eines Kamerateams stand. Es folgte ein lustiges gegenseitiges Ausweichen. Die Kameraleute sind übrigens dunkelhäutig, wie ich später feststellte.
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Nun bin ich also irgendwo auf der Welt verewigt als Rotschopf, der mit der Kamera über die Hecke schaut. Hier wieder der legendäre Ecken-Blick am "Mecklenburg".
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Es ist voll heute. Nicht nur viele Schaulustige sind gekommen, sondern auch viele Polizisten, die sehen wollen, was sie da eigentlich beschützt haben.
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Viele von ihnen werden wiederkommen und hier Urlaub machen. Vielleicht liegen schon nächstes Jahr die am Strand nebeneinander, die sich gestern am Zaun gegenüber standen. Ein weiteres Kamerateam zieht gerade an uns vorbei.
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Es gibt einen rollstuhltauglichen Strandzugang. Leider aber nur auf dem Abschnitt, der zum Hotel gehört und da es sich um Holz handelt, wird das auch nicht bleiben. Aber so etwas meinte ich die ganze Zeit - bloß noch 2 Meter weiter als das hier.
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Es geht zurück zur Professor-Vogel-Straße. Hoffentlich waren die Zelte klimatisiert. In ihnen habe ich jedenfalls eine Bar entdeckt und eben Tische und Stühle.
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Eine Frau kommentierte diesen Anblick mit "Der ist es egal, wer da drin saß" und ich ergänzte lachend: "Der ist nichts heilig". Aber sie hat es noch nicht getan.
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Die Zeltkonstruktion verdeckt ein wenig die Professor-Vogel-Straße. Eigentlich könnte man sie stehen lassen aber besser wäre der Wiederaufbau der "Perle".
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Die Terrasse ist definitiv nicht auf die Kurhausterrasse ausgerichtet. Aber von der gibt es auch nur wenige Bilder und dann auch noch solche, wo Bush Bier verschüttet.
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Wieder ein Zaun mehr. Aber solche Zäune sind ja nicht schlecht.
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Solche hingegen schon. Aber so kann der Rasen erst einmal ungestört wachsen.
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Ein Blick zurück. Kabelüberführungen am "Schwan". Der ja noch immer weg soll.
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Und unsere Endstation ist der heute gut gefüllte Parkplatz an der Seedeichstraße.
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Weitere Bilder vom G8-Gipfel gibt es z.B. bei der Ostsee-Zeitung. |
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Alle Rundgänge: 2004 2005 2006 2006 - Das Bush-Special 2007 - Der Januar. 2007 - Der Februar. 2007 - Der März. 2007- Das G8-Special |
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Weiterführende Informationen |
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