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Bei unserer
Ankunft müssen wir uns heute in Konzentration und Geduld üben.
Erst nach drei Runden um den Parkplatz am Golfteich wird eine Lücke
frei.
Auf dem anderen Parkplatz sind Runden gar nicht mehr möglich, da die
parkenden Autos die als Durchfahrt gedachte Spur blockierten. Unser Ziel
heute ist der Strand aber für das Baustellentagebuch mache ich natürlich
einen kleinen Rundgang.
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Die ersten Bilder zeigen den neuen Verlauf
der Professor-Vogel-Straße. Sie wurde nach Süden verlegt, weil auf ihrem
bisherigen Verlauf das Thalasso-Zentrum samt Landschaftsgestaltung
entstehen soll. Von hier aus werden in Zukunft die Häuser der
Professor-Vogel-Straße versorgt. Wobei sich das zunächst auf jeglichen
Verkehr und nach Fertigstellung der Perlenkette und des
Thalasso-Zentrums nur noch auf Liefer-Verkehr beziehen wird. Die
Bewohner nutzen einen unterirdischen Tunnelparkplatz.
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Die neue Straßenführung ist nur befestigt und wurde schon 2006
eingerichtet.
Seitdem versperrten zwei Schlagbäume an den Enden die Zufahrt. Nun sind
diese Schlagbäume offen und Fahrzeuge der Baufirmen stehen an der neuen
Straße.
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Wie man sieht, entsteht ein Zaun aus dem Wald kommend bis hin zur
Promenade.
Das Areal um die Perlenkette wird großflächig eingefriedet. Doch die
Einfriedung betrifft nicht das ganze Grundstück der ECH, sondern nur die
Perlenkette selbst.
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Der Zaun ist offenbar kein Billigteil,
sondern ein richtiger Zaun. Er muss den Versuchungen neugieriger und
fauler Menschen Stand halten, die vielleicht doch einen Weg zu den
Perlen oder eine Abkürzung durch den Kurwald suchen. Die ECH hat
Erfahrungen mit solchen Leuten. Es liegt auf der Hand, das Gelände
einerseits großräumig und andererseits gut sichtbar zu umzäunen. So
läuft man nicht erst in eine Sackgasse, sondern sieht rechtzeitig den
Zaun und nutzt einen anderen Weg.
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Um Lücken zu vermeiden, wird der Zaun bis an die Promenade heran gezogen
und dort mit den bestehenden Zäunen verbunden. Würde man Schlupflöcher
lassen, würden Leute versuchen, über die Professor-Vogel-Straße zum
Grand Hotel oder zum Kurwald zu gelangen und damit den Baustellenbetrieb
und schließlich auch sich selbst gefährden. Was kleinlich aussieht, ist
also Genauigkeit, denn der Bauherr kann haftbar gemacht werden, wenn auf
seiner Baustelle Unfälle passieren.
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Das ist der alte Verlauf der Professor-Vogel-Straße. Der bleibt ab der
Einmündung links auch bestehen. Die Einmündung wird mit der Auffahrt zum
Haus "Bischofsstab" eine Wendeschleife bilden. Bis zum Grand Hotel
bleibt die Straße wahrscheinlich auch bestehen aber nicht als Straße,
sondern als Fußweg. Ob das Areal hinter den Perlen einst eingezäunt oder
öffentlich zugänglich bleibt, entscheiden die neuen Bewohner der
Perlenkette. Herr Schlag hält nichts davon, den Bereich einzuzäunen aber
wenn die künftigen Bewohner sich von Touristen gestört fühlen, muss die
ECH natürlich handeln.
Ein Anrecht auf Durchgang hat die Öffentlichkeit nicht, denn die
Professor-Vogel-Straße wurde durch die Gemeinde und das Land entwidmet
und der ECH vererbpachtet. Damit sie keine öffentliche Straße mehr. Im
Kurwald setzt sich die Einfriedung an der Grundstücksgrenze der ECH bis
zum Severin-Palais fort. Dieser Zaun wird wohl bleiben, um die
bisherigen Ströme der Besucher geradewegs zum Meer zu vermeiden.
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Die ECH hatte den ehemaligen Waldweg
zwischen Perlenkette und Bushaltestelle mit Hinblick auf die geplante
Bebauung mit dem Ensemble-Palais und der Ensemble-Villa durch einen Zaun
blockiert, damit die Leute nicht in eine Sackgasse laufen. Die
Stadtvertreter ließen auf Intervention des Bürgerbundes den auf
öffentlichem Grund befindlichen Zaunteil entfernen und gaben damit die
Sackgasse frei. Die Besucher kletterten darauf hin reihenweise über den
Zaun, der die Neuanpflanzungen schützen sollte. Die ECH gab schließlich
den eigentlich nicht mehr vorhanden Weg frei, bis zur
Baustelleneinrichtung. Diese ist nun im Gange und damit fällt der Weg
endgültig weg.
Hier sehen wir nun die Bautafel der ECH für den Wiederaufbau der Villa
Perle mit dem Anbau Großfürstin Marie. Der neue Zaun soll mit weiteren
Tafeln mit Abbildungen dieser Art versehen werden. Diese Praxis wandte
die ECH schon vor 10 Jahren bei der Sanierung des Ensembles an. Der
Besucher soll sehen, was hier gebaut wird, wer es baut und - so war es
2000 - was es kostet. Die Computergrafiken werden die Villa aus
verschiedenen Perspektiven so zeigen, wie sie spätestens 2012 aussehen
wird.
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Eine Umzäunung des Areals im Süden und Osten
bedingt natürlich auch, die östliche Wegführung zu unterbrechen. Der
ohnehin von der ECH freiwillig angelegt Weg über das Privatgrundstück
sollte einen Rundweg ermöglichen und als Ventil dienen, damit die Leute
nicht über die Zäune klettern. Nun würde dieser Weg in eine Sackgasse
führen und der Besucherverkehr mitten auf der Baustelle landen. Darum
wird der Weg durch einen Zaun versperrt. Der Blick auf die Baustelle
bleibt frei und damit es nicht so wüst aussieht, wurden sogar ein paar
Buxbäume gepflanzt.
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Das war auch schon der erste Tagebucheintrag
im Bautagebuch.
Ich möchte Ihnen jeweils auch ein paar Eindrücke vom Tage vermitteln.
Wir haben heute 27°C im Schatten und eine Wassertemperatur von ca.
20-22°C.
Heiligendamm ist gut besucht aber die Promenade an sich nicht mehr
besucht, als an anderen Tagen. Es ist Mittwoch und wir haben es ca.
16:00 Uhr. Die Leute essen Eis, schlendern über die Promenade und sehen
sich die Häuser und das Meer an. Krankenwagen stehen auf dem
Seebrückenplatz und Tontechniker wimmeln umher.
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Etwas weiter links der Promenade ergibt sich
dieses Bild.
Heiligendamm hat keinen Massentourismus aber trotzdem massenhaft
Touristen.
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Das ist auch kein Wunder, denn - das Bild
ist einen Tag vorher entstanden - die Kulisse Heiligendamms ist vom
Strand aus berauschend - fast unwirklich.
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Heute ist der Himmel klar aber die Luft
steht. Der Strand ist bunt und gleicht einem Menschenmeer. Man stelle
sich nun noch die grauen Villen weiß vor.
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Die erste weiße Villa wird am Ende der
Perlenkette entstehen und damit den Kontrast zu den in der Kurve vorn
stehenden Villen (Greif, Möwe, Seestern, Schwan) erhöhen.
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Hier sehen wir den östlichsten Strandabgang
innerhalb Heiligendamms.
Die scheinbare Leere täuscht - das Gros sitzt hinter mir in der Nähe des
WC und des Bistros. Direkt am Strandabgang sitzen die Leute eher vorn am
Wasser aber wie man auch sieht, ist das Menschenmeer schier endlos.
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Die Retter des DRK und der Wasserwacht halten Position in ihrem neuen
Wachturm. Der alte wird einst dem Thalassozentrum weichen, wurde aber
bis dahin von einer Surfschule bezogen. Das DRK hat den neuen Turm jetzt
schon gemäß den Plänen von 2000 so errichtet, dass er neben der
monumentalen Meeresschwimmhalle steht.
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Irgendwo müssen so viele Leute ja auch
parken und das ist z.B. hier. Sogar die Durchfahrt am Ende ist
zugeparkt. Die Stadt verdient gut an diesem kaum erhaltungsintensiven
Parkplatz, der zudem noch auf Bauland der ECH steht. Die ECH hat nichts
dagegen aber in Zukunft wird es hier eine Tiefgarage geben, die von der
ECH unter das Thalasso-Zentrum gebaut und selbst betrieben wird.
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Die teil-öffentliche Tiefgarage mit
Stellplätzen für die Meeres-Schwimmhalle wird zugleich Zugang zum
privatenTunnelparkplatz der Perlenketten-Bewohner. Klaus Walter von der
Ostsee-Zeitung sieht den Parkplatz schon in Kürze nicht mehr zur
Verfügung stehen. Jedoch wurde gerade erst dieses Schild eigens
angefertigt und aufgestellt. Noch besteht kein Bedarf an der Fläche -
außer um selbst zu kassieren.
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Der zweite Schotterparkplatz befindet sich
hier neben dem Golfteich. Er ist noch nicht befestigt, da hier ein
Strandversorgungszentrum entstehen soll. Die Planungen für dieses
Servicezentrum laufen noch. Die Stadt möchte, dass hier ein
eingeschossiges Gebäude entsteht, das die Strandversorgung in Form von
sanitären Anlagen, Gastronomie und Geschäften gewährleistet. Das
Sanitärhaus und das Bistro müssen nämlich irgendwann dem
Thalasso-Komplex weichen.
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Der Parkplatz reicht auch so nicht aus.
Außer der geplanten Tiefgarage unter dem Thalassozentrum stehen mit dem
Waldparkplatz viele Stellplätze zur Verfügung. Gerade für Busse aber
auch für Autos sollen neben dem Servicecenter auch wieder Parkplätze
entstehen. Hier soll der Anlandepunkt für den Standard-Touristen sein
und sogar über eine eigene zweite Seebrücke wurde nachgedacht. Aktuell
könnte die untere Naturschutzbehörde einen Strich durch die Rechnung
machen.
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Diese sieht nämlich den Biotop Golfteich
jetzt schon überbelastet und möchte keine weiteren Belastungen dulden.
Schlimmstenfalls bleibt es also beim Schotter-Parkplatz und Heiligendamm
bekommt gar keine Strandversorgung. Das will die Stadt aber nicht auf
sich beruhen lassen und fordert exakte nachvollziehbare Argumente.
Hier sehen wir, dass auch an der Seedeichstraße durch eine Veränderung
der Parkrichtung zusätzliche Stellflächen bis zur Ortsgrenze heran
geschaffen wurden. Trotzdem bleibt das Parkplatz-Problem. Heiligendamm
hat zu wenig Stellflächen und jede neue wird auch wieder belegt. Der
Platz wird so schnell nicht reichen aber es gibt kaum noch Möglichkeiten
auf der Oberfläche. Die ECH macht es mit Tiefgaragen vor aber die Stadt
kann es nicht nachmachen.
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Sie hat dafür kein Geld und
Tiefgaragen lassen sich nicht so einfach mit Fördermitteln bauen. Manche
Autofahrer helfen sich mit Parksünden aus - der vor dem Tor ist gerade
gefahren. Gestern gab es sogar eine Prügelei um den letzten freien
Parkplatz und die Polizei musste einschreiten.
Für heute war es das. Persönlich beobachtete ich bei mir ob der nun
nicht mehr gangbaren Wege ein wenig Wehmut trotz allen Verständnisses
für die Situation.
Ich persönlich hoffe, dass die Besucher und Einheimischen den neuen
Bewohnern der Perlenkette keinen Grund geben, einen Zaun um die Perlen
herum zu fordern.
Es würde was fehlen, wenn sich die Perlen nicht mehr von hinten sähen
ließen. Jedoch ist auch unser Haus für alle nur von einer Seite
sichtbar.
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