Zeit am Meer

Bautagebuch Villa "Perle/Großfürstin Marie
21.07.2010: Die Baustellen-Einrichtung

 

Liebes Tagebuch...

Das Bau-Tagebuch von zeit-am-meer.de begleitet den Wiederaufbau zunächst der Villa "Perle/Großfürstin Marie"
und schließlich jedes weiteren Gebäudes des historischen Heiligendamms. Es ist ein einzigartiges Tagebuch mit Fotos und Erklärungen.
Es wird abschnittsweise dokumentiert - immer, wenn etwas neues zu sehen ist und sich etwas großes verändert hat.

Erster Schritt des Wiederaufbaus der Perlenkette war der erste Spatenstich für die Villa "Perle/Großfürstin Marie" am 03.07.2010.
Bilder davon gibt es hier: Foto-Rundgang vom 03.07.2010 (Bilder vom ersten Spatenstich für Villa Perle)


Zurück zur Übersicht des Bautagebuches.
 



Der erste Tagebuch-Eintrag erfolgt am 21.07.2010.
Die Baustelle wird eingerichtet. Dazu gehört die Einzäunung und Anlegung von Zugängen und Baustraßen für das schwere Gerät.
Ich bleibe bei der bewährten und begehrten Rundgang-Form. Außer den Baustellenbildern gibt es auch immer ein paar Eindrücke vom Tage.

Kommen Sie doch mit!

 

Damit die Bilder für Sie erkennbar bleiben, ist diese Seite und sind die Rundgang-Seiten breiter, als die anderen.

Wenn Ihr Monitor weniger als 1024 Pixel in der Breite darstellt, finden Sie die Navigation, indem Sie den unteren
Scrollbalken nach rechts schieben. Bei Breitbild-Monitoren ab 1024 Pixel Breite passt alles auf den Bildschirm.

 

21.07.2010: Die Baustelleneinrichtung.

 

Bei unserer Ankunft müssen wir uns heute in Konzentration und Geduld üben.
Erst nach drei Runden um den Parkplatz am Golfteich wird eine Lücke frei.
Auf dem anderen Parkplatz sind Runden gar nicht mehr möglich, da die parkenden Autos die als Durchfahrt gedachte Spur blockierten. Unser Ziel heute ist der Strand aber für das Baustellentagebuch mache ich natürlich einen kleinen Rundgang.

 

 

Die ersten Bilder zeigen den neuen Verlauf der Professor-Vogel-Straße. Sie wurde nach Süden verlegt, weil auf ihrem bisherigen Verlauf das Thalasso-Zentrum samt Landschaftsgestaltung entstehen soll. Von hier aus werden in Zukunft die Häuser der Professor-Vogel-Straße versorgt. Wobei sich das zunächst auf jeglichen Verkehr und nach Fertigstellung der Perlenkette und des Thalasso-Zentrums nur noch auf Liefer-Verkehr beziehen wird. Die Bewohner nutzen einen unterirdischen Tunnelparkplatz.

 


Die neue Straßenführung ist nur befestigt und wurde schon 2006 eingerichtet.
Seitdem versperrten zwei Schlagbäume an den Enden die Zufahrt. Nun sind diese Schlagbäume offen und Fahrzeuge der Baufirmen stehen an der neuen Straße.
 


Wie man sieht, entsteht ein Zaun aus dem Wald kommend bis hin zur Promenade.
Das Areal um die Perlenkette wird großflächig eingefriedet. Doch die Einfriedung betrifft nicht das ganze Grundstück der ECH, sondern nur die Perlenkette selbst.
 

 

Der Zaun ist offenbar kein Billigteil, sondern ein richtiger Zaun. Er muss den Versuchungen neugieriger und fauler Menschen Stand halten, die vielleicht doch einen Weg zu den Perlen oder eine Abkürzung durch den Kurwald suchen. Die ECH hat Erfahrungen mit solchen Leuten. Es liegt auf der Hand, das Gelände einerseits großräumig und andererseits gut sichtbar zu umzäunen. So läuft man nicht erst in eine Sackgasse, sondern sieht rechtzeitig den Zaun und nutzt einen anderen Weg.
 


Um Lücken zu vermeiden, wird der Zaun bis an die Promenade heran gezogen und dort mit den bestehenden Zäunen verbunden. Würde man Schlupflöcher lassen, würden Leute versuchen, über die Professor-Vogel-Straße zum Grand Hotel oder zum Kurwald zu gelangen und damit den Baustellenbetrieb und schließlich auch sich selbst gefährden. Was kleinlich aussieht, ist also Genauigkeit, denn der Bauherr kann haftbar gemacht werden, wenn auf seiner Baustelle Unfälle passieren.
 


Das ist der alte Verlauf der Professor-Vogel-Straße. Der bleibt ab der Einmündung links auch bestehen. Die Einmündung wird mit der Auffahrt zum Haus "Bischofsstab" eine Wendeschleife bilden. Bis zum Grand Hotel bleibt die Straße wahrscheinlich auch bestehen aber nicht als Straße, sondern als Fußweg. Ob das Areal hinter den Perlen einst eingezäunt oder öffentlich zugänglich bleibt, entscheiden die neuen Bewohner der Perlenkette. Herr Schlag hält nichts davon, den Bereich einzuzäunen aber wenn die künftigen Bewohner sich von Touristen gestört fühlen, muss die ECH natürlich handeln.

Ein Anrecht auf Durchgang hat die Öffentlichkeit nicht, denn die Professor-Vogel-Straße wurde durch die Gemeinde und das Land entwidmet und der ECH vererbpachtet. Damit sie keine öffentliche Straße mehr. Im Kurwald setzt sich die Einfriedung an der Grundstücksgrenze der ECH bis zum Severin-Palais fort. Dieser Zaun wird wohl bleiben, um die bisherigen Ströme der Besucher geradewegs zum Meer zu vermeiden.
 

 

Die ECH hatte den ehemaligen Waldweg zwischen Perlenkette und Bushaltestelle mit Hinblick auf die geplante Bebauung mit dem Ensemble-Palais und der Ensemble-Villa durch einen Zaun blockiert, damit die Leute nicht in eine Sackgasse laufen. Die Stadtvertreter ließen auf Intervention des Bürgerbundes den auf öffentlichem Grund befindlichen Zaunteil entfernen und gaben damit die Sackgasse frei. Die Besucher kletterten darauf hin reihenweise über den Zaun, der die Neuanpflanzungen schützen sollte. Die ECH gab schließlich den eigentlich nicht mehr vorhanden Weg frei, bis zur Baustelleneinrichtung. Diese ist nun im Gange und damit fällt der Weg endgültig weg.

Hier sehen wir nun die Bautafel der ECH für den Wiederaufbau der Villa Perle mit dem Anbau Großfürstin Marie. Der neue Zaun soll mit weiteren Tafeln mit Abbildungen dieser Art versehen werden. Diese Praxis wandte die ECH schon vor 10 Jahren bei der Sanierung des Ensembles an. Der Besucher soll sehen, was hier gebaut wird, wer es baut und - so war es 2000 - was es kostet. Die Computergrafiken werden die Villa aus verschiedenen Perspektiven so zeigen, wie sie spätestens 2012 aussehen wird.
 

 

 

Eine Umzäunung des Areals im Süden und Osten bedingt natürlich auch, die östliche Wegführung zu unterbrechen. Der ohnehin von der ECH freiwillig angelegt Weg über das Privatgrundstück sollte einen Rundweg ermöglichen und als Ventil dienen, damit die Leute nicht über die Zäune klettern. Nun würde dieser Weg in eine Sackgasse führen und der Besucherverkehr mitten auf der Baustelle landen. Darum wird der Weg durch einen Zaun versperrt. Der Blick auf die Baustelle bleibt frei und damit es nicht so wüst aussieht, wurden sogar ein paar Buxbäume gepflanzt.

 

 

Das war auch schon der erste Tagebucheintrag im Bautagebuch.
Ich möchte Ihnen jeweils auch ein paar Eindrücke vom Tage vermitteln.
Wir haben heute 27°C im Schatten und eine Wassertemperatur von ca. 20-22°C.
Heiligendamm ist gut besucht aber die Promenade an sich nicht mehr besucht, als an anderen Tagen. Es ist Mittwoch und wir haben es ca. 16:00 Uhr. Die Leute essen Eis, schlendern über die Promenade und sehen sich die Häuser und das Meer an. Krankenwagen stehen auf dem Seebrückenplatz und Tontechniker wimmeln umher.

 

 

Etwas weiter links der Promenade ergibt sich dieses Bild.
Heiligendamm hat keinen Massentourismus aber trotzdem massenhaft Touristen.

 

 

Das ist auch kein Wunder, denn - das Bild ist einen Tag vorher entstanden - die Kulisse Heiligendamms ist vom Strand aus berauschend - fast unwirklich.

 

 

Heute ist der Himmel klar aber die Luft steht. Der Strand ist bunt und gleicht einem Menschenmeer. Man stelle sich nun noch die grauen Villen weiß vor.

 

 

Die erste weiße Villa wird am Ende der Perlenkette entstehen und damit den Kontrast zu den in der Kurve vorn stehenden Villen (Greif, Möwe, Seestern, Schwan) erhöhen.

 

 

Hier sehen wir den östlichsten Strandabgang innerhalb Heiligendamms.
Die scheinbare Leere täuscht - das Gros sitzt hinter mir in der Nähe des WC und des Bistros. Direkt am Strandabgang sitzen die Leute eher vorn am Wasser aber wie man auch sieht, ist das Menschenmeer schier endlos.

 


Die Retter des DRK und der Wasserwacht halten Position in ihrem neuen Wachturm. Der alte wird einst dem Thalassozentrum weichen, wurde aber bis dahin von einer Surfschule bezogen. Das DRK hat den neuen Turm jetzt schon gemäß den Plänen von 2000 so errichtet, dass er neben der monumentalen Meeresschwimmhalle steht.
 

 

Irgendwo müssen so viele Leute ja auch parken und das ist z.B. hier. Sogar die Durchfahrt am Ende ist zugeparkt. Die Stadt verdient gut an diesem kaum erhaltungsintensiven Parkplatz, der zudem noch auf Bauland der ECH steht. Die ECH hat nichts dagegen aber in Zukunft wird es hier eine Tiefgarage geben, die von der ECH unter das Thalasso-Zentrum gebaut und selbst betrieben wird.

 

 

Die teil-öffentliche Tiefgarage mit Stellplätzen für die Meeres-Schwimmhalle wird zugleich Zugang zum privatenTunnelparkplatz der Perlenketten-Bewohner. Klaus Walter von der Ostsee-Zeitung sieht den Parkplatz schon in Kürze nicht mehr zur Verfügung stehen. Jedoch wurde gerade erst dieses Schild eigens angefertigt und aufgestellt. Noch besteht kein Bedarf an der Fläche - außer um selbst zu kassieren.

 

 

Der zweite Schotterparkplatz befindet sich hier neben dem Golfteich. Er ist noch nicht befestigt, da hier ein Strandversorgungszentrum entstehen soll. Die Planungen für dieses Servicezentrum laufen noch. Die Stadt möchte, dass hier ein eingeschossiges Gebäude entsteht, das die Strandversorgung in Form von sanitären Anlagen, Gastronomie und Geschäften gewährleistet. Das Sanitärhaus und das Bistro müssen nämlich irgendwann dem Thalasso-Komplex weichen.

 

 

Der Parkplatz reicht auch so nicht aus. Außer der geplanten Tiefgarage unter dem Thalassozentrum stehen mit dem Waldparkplatz viele Stellplätze zur Verfügung. Gerade für Busse aber auch für Autos sollen neben dem Servicecenter auch wieder Parkplätze entstehen. Hier soll der Anlandepunkt für den Standard-Touristen sein und sogar über eine eigene zweite Seebrücke wurde nachgedacht. Aktuell könnte die untere Naturschutzbehörde einen Strich durch die Rechnung machen.
 

 

Diese sieht nämlich den Biotop Golfteich jetzt schon überbelastet und möchte keine weiteren Belastungen dulden. Schlimmstenfalls bleibt es also beim Schotter-Parkplatz und Heiligendamm bekommt gar keine Strandversorgung. Das will die Stadt aber nicht auf sich beruhen lassen und fordert exakte nachvollziehbare Argumente.

Hier sehen wir, dass auch an der Seedeichstraße durch eine Veränderung der Parkrichtung zusätzliche Stellflächen bis zur Ortsgrenze heran geschaffen wurden. Trotzdem bleibt das Parkplatz-Problem. Heiligendamm hat zu wenig Stellflächen und jede neue wird auch wieder belegt. Der Platz wird so schnell nicht reichen aber es gibt kaum noch Möglichkeiten auf der Oberfläche. Die ECH macht es mit Tiefgaragen vor aber die Stadt kann es nicht nachmachen.

 

 

   Sie hat dafür kein Geld und Tiefgaragen lassen sich nicht so einfach mit Fördermitteln bauen. Manche Autofahrer helfen sich mit Parksünden aus - der vor dem Tor ist gerade gefahren. Gestern gab es sogar eine Prügelei um den letzten freien Parkplatz und die Polizei musste einschreiten.

Für heute war es das. Persönlich beobachtete ich bei mir ob der nun nicht mehr gangbaren Wege ein wenig Wehmut trotz allen Verständnisses für die Situation.
Ich persönlich hoffe, dass die Besucher und Einheimischen den neuen Bewohnern der Perlenkette keinen Grund geben, einen Zaun um die Perlen herum zu fordern.
Es würde was fehlen, wenn sich die Perlen nicht mehr von hinten sähen ließen. Jedoch ist auch unser Haus für alle nur von einer Seite sichtbar.

 

 


Zurück zur Übersicht des Bautagebuches.
 

Alle Rundgänge:    

 

Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur Geschichte

 

Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur Geschichte, Architektur und zum Werdegang Heiligendamms ,

sowie zur öffentlichen Diskussion um Heiligendamm. Die Aussagen spiegeln nur die persönliche Meinung des Autors nach dem

Kenntnisstand vom Tag des jeweiligen Rundgangs wieder und sind ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
Für weitere Informationen lesen Sie bitte das Selbstverständnis dieser Dokumentation.

Bitte beachten Sie auch das Special "Vier Touristen-Fragen", welches die Foto-Rundgänge mit wichtigen Fakten zum besseren Verständnis ergänzt.
Bitte informieren Sie sich auch hier: Die Zukunft Heiligendamms | Öffentliche Diskussion | Historie der Sommerfrische | Geschichte | Architektur | Gebäudedatenbank
 

 

2004 - Bestandsaufnahme. Teil 1.

Wenn Sie selbst kostenloses Bildmaterial von vor 2004 (auch von Bad Doberan) oder Informationen zur Verfügung stellen können, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.

2005 - Bestandsaufnahme. Teil 2. 

 

2006 - Das Jahr des Erwachens.

Überraschungen jenseits von Zäunen.

George W. Bush kommt!

Die MS Europa legt an.

 

2007 - Im Zeichen der G8.

30.01. Die Prinzessin ist aufgewacht!

04.02. Die Ruhe vor dem Sturm.

24.02. Die Abrissbagger sind da.

13.03. Irrwege, Umwege u. neue Wege.

24.03. Zäune, Wälle und Wunder.

16.05. Dann zeigen Sie uns doch bitte mal Ihre Ausweise...

09.06. Und sie kommen in Schar'n dorthin, wo die Promis war'n...

19.08. Kleine Stippvisite.

 

2008 - Das Baujahr.

18.03. Dem "Verbrechen" auf der Spur.

30.05. Ein Stück Berlin näher betrachtet.

07.06. Das herzogliche Anbaderitual.

11.08. Sommerfrische in Heiligendamm.

16.08. Test: Öffentlichkeit in Heiligendamm?

25.09. Das war das Baujahr? - Ein Fazit.

 

2009 - Neue Wege.

19.04. Was ist los in Heiligendamm?

22.06. Tuscheln oder Kuscheln?

26.08. Unerkannt durchs Märchenland - Die Hotelführung.

24.11. Der blanke Hans kommt!

 

 

 

2010 - Der zweite Frühling.

26.01. Die weiße Stadt am Meer.

11.03. Leiser Aufschwung.

17.04. Der Countdown läuft.

In Vorbereitung

12.06. Fest der Landleute in Bad Doberan.

03.07. Der erste Spatenstich für Villa Perle

 

2011 -

 

 

 

 

 

 

 

2012 -

 

 

 

 

 

 

 

Lesetipp

Neue Seite 1