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Wo das Meer das Land berührt steht am Eingang des Alexandrinen-Cottages zu lesen. Einst das Logierhaus der Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin, beherbergte das wunderbare Cottage später zuerst einen Kommandanten der Reichsmarine und dann medizinische Einrichtungen des "Kurbad der Werktätigen" und der "Ostseeklinik". 1997 endete diese Epoche und mit ihr das Kurwesen im zweihundert Jahre alten Ensemble. Ein Mann entdeckte den verschlafenen Ort mit großartiger Tradition, dachte nicht lange nach und verkündete, ihn wieder aufzubauen. "Es gibt Orte auf dieser Welt, die sind nicht von dieser Welt." steht nun in den Prospekten der Kempinski-Gruppe zu lesen.
Genau diesen Ort wollen wir uns in dieser Dokumentation genauer ansehen. Seine Entstehung, seine wechselvolle und imposante Geschichte, seine grandiose Architektur und die Historie jedes einzelnen Gebäudes. Wir sehen uns an, wie das Ensemble zwei Kriege, Revolutionen und Diktaturen überstand, fast von Hitler verunstaltet worden wäre und haarscharf der Sprengung entkam. Zweihundert Jahre zurück und 100 Jahre vorwärts - wir sehen uns den Werdegang und die ehrgeizigen Pläne der FUNDUS-Gruppe an.
Diese Dokumentation stellt sich nicht hinter Investoren oder Bürgerinitiativen oder hinter Gegner oder Befürworter von Kapital und G-8. Es geht um eine einmalige Geschichte, nämlich um die Geschichte des ältesten deutschen Seebades, des ersten Seebades auf dem europäischen Kontinent, dem alsbald die erste Galopprennbahn auf dem europäischen Kontinent folgte. Es geht um den Ort, an dem das Thalasso entdeckt wurde, das Baden im Meereswasser - draußen, wie drinnen. Es geht um eine Geschichte voller Höhen und Tiefen, um eine großartige Architektur und einen unvergesslichen Charme. Es geht um Schönheit und Eminenz, um Magie und Mythos.
Die Dokumentation ist lebendig. Sie ist nicht sachlich und nüchtern, sondern hinterfragt kritisch die Aussagen aller Beteiligten. Sie ist kritisch wenn es darum geht, Traditionen und einzigartige Kulturgüter zu bewahren und offen wenn es darum geht, Visionen zu realisieren und Heiligendamm in eine neue Ära zu bringen. In eine Ära, die der Einzigartigkeit Heiligendamms gerecht werden kann. Heiligendamm gehört untrennbar zu Bad Doberan und Heiligendamms Geschichte ist auch Doberans Geschichte. Man kann unmöglich die Geschichte Heiligendamms verstehen, wenn man die von Doberan nicht kennt. Darum setzt diese Dokumentation im Jahre 1793 auch in Doberan an und wechselt immer wieder - gut erkennbar gemacht - zwischen Heiligendamm und Bad Doberan. Es werden Fakten zu den Gebäuden und zur Geschichte zusammen getragen. Bis hin zur Gegenwart, denn morgen ist heute gestern. Zeit am Meer - das ist Zeit in Heiligendamm, wo sich zum Meer immer das Mehr gesellte: Mehr Macht. Mehr Geld. Mehr Bauwerke.
Rundgänge und eine Gebäudedatenbank bilden das Kernstück der Dokumentation. Aber um die Gegenwart zu verstehen, muss man die Geschichte kennen. Darum behandelt die Dokumentation auch die Pläne des Investors und die neuesten Ereignisse vor Ort. Sie stellt die Aussagen, des Investors, der Bürger und der Verwaltungen gegenüber und analysiert und hinterfragt sie. Die Dokumentation hat keine eigene Meinung, auch wenn der Verfasser natürlich eine hat. Diese aber finden Sie im Selbstverständnis und nur dort.
Heiligendamm ist ein Ort im Aufbruch, wie auch im Abbruch. Deutschlands nobelstes Nobel-Hotel strebt auf zu kühnen Visionen aber der Ort selbst liegt im Sterben und verfällt. Der Kerninhalt dieser Seite sind darum Erinnerungen. Jahr für Jahr fotografiere ich die historischen Bauten Heiligendamms. Immer vom gleichen Standpunkt aus. Solange es noch geht. Ich konserviere den Ist-Zustand jedes einzelnen Kunstwerkes und halte ihn hier für die Öffentlichkeit fest. Es geht um Architektur, um Baukunst und um Traditionen. Es geht um den Erhalt und vor allem geht es um Heiligendamm.
Wenn Zäune einst meine Arbeit behindern und es mir nicht möglich sein sollte, die Dokumentation von den gewählten Standorten fortzusetzen, dann werden Sie hier auch Zäune sehen. Wenn ein Platz überbaut ist, dann werden Sie neue Bauwerke sehen. Und wenn ein Gebäude nicht mehr vorhanden ist, dann werden Sie eine leere Fläche sehen. Ich klage nicht an. Aber die Bilder tun es.
Bitte sein Sie so frei und kopieren Sie sich die Bilder oder drucken Sie sie aus und zeigen Sie sie herum. Einzige Bedingung: Das Wasserzeichen unten rechts muss bestehen bleiben. Wenn Sie sich das eine oder andere Bild einrahmen möchten, können Sie es günstig käuflich erwerben. Für gewerbliche oder journalistische Nutzung wenden Sie sich bitte vorher an mich. Die Bilder sind auf 584x364 Pixel bei 150 DPI reduziert und damit jeweils ca. 1 MB groß. Ich beanspruche für diese Internetseite, stets die beste Bildqualität bei möglichst geringer Ladezeit zu bieten. Durch die überdurchschnittlich gute Qualität wird jedoch ein schneller Internetanschluss mit mindestens 0,5 MBit/s unumgänglich sein. Wenn Sie Bilder bestellen, erhalten Sie diese bei den Bildern von 2004-2006 im Format 1200x600 bei 2,1 MP Auflösung und ab 2007 mit 5,2 MP. Die Bilder sind bis zu 5 MB groß und können gegen Erstattung der Kosten als Abzüge (Preis je nach Format plus 2,00 € Porto bei Standardversand) bestellt werden. Mehr Infos dazu gibt es im Bilderverkauf.
Zum Schluss eine letzte Anmerkung: Eine Dokumentation ist nie fertig. Es gilt, noch zwei Bücher durchzuarbeiten und danach sind die Archive an der Reihe. Es ist nicht möglich, eine Dokumentation über Heiligendamm zuerst auszuarbeiten und dann ins Netz zu stellen. Wenn Sie die Bücher über Heiligendamm lesen werden Sie auch feststellen, dass diese irgendwo in den letzten Jahren abschließen und so vieles Neues ungesagt bleibt. Darum gibt es diese Dokumentation von Heiligendamm jetzt und hier und so, wie sie ist und Sie sind eingeladen, immer wieder hineinzuschauen und neue Informationen zu entdecken.
Und nun viel Spaß bei der Entdeckungsreise auf dem Flecken Erde, wo das Meer das Land berührt.
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Chronik von Heiligendamm
Zusatzinformationen
und Empfehlungen:
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