Zeit am Meer


Bad Doberan und Heiligendamm - Geschichte, Werdegang und Zukunft. Chronik, Foto-Rundgaenge, Gebaeudedatenbank, Oeffentliche Diskussion.
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Kurhaus (Salon, Badehaus)

 

Bauzeit

1814-1816

Bauherr

Großherzog Friedrich Franz I

Architekt

Carl Theodor Severin

Baustil

 

Klassizismus mit dorischer Säulenhalle.

 

Umbauten

 

sehr viele Veränderungen,

Ein- Um- An- und Überbauten

 

Nutzungen

 

Gesellschafts- Tanz- Speise- Badehaus, Logierzimmer, Wohnung, dann

Kurhaus (Restaurant, Verwaltung, Wohnräume, Küche, Saal), schließlich Restaurant, Küche, Verwaltung und Hotel

 

Namen

 

Salon, Badehaus, Gesellschaftshaus

Kurhaus (1953)

 

Das Kurhaus von der Promenade aus im Jahr 2005.

 

Entstehung

 

Das Kurhaus wurde durch Großherzog Friedrich Franz I 1814 als Bade- Tanz- Speise- und Gesellschaftshaus bei Carl Theodor Severin in Auftrag gegeben. Severin legte zwei Entwürfe vor. Einer stellte ein Gebäude dar, dass in gleicher Größe parallel aber versetzt zum Badehaus stehen würde und der andere zeigte eine Halle, die im rechten Winkel zum Badehaus und auf das Meer ausgerichtet stehen würde. Die Entscheidung fiel für die zweite Variante und 1814 begann Severin mit dem Bau des Hauses. Das Salongebäude am Heiligen Damm nun wurde 120 Fuß lang und 28 Fuß breit und hatte eine 8 Fuß breite Vorhalle. Hier griff Severin auf die Lehren seiner Meister zurück. Schinkel hatte bereits 1802 eine Zeichnung angefertigt, die einen Raum einer Halle  darstellte, durch dessen Fenster man zwischen Säulen hindurch zum Meer sah. Er selbst hatte eine solche Halle nur in einer meerlosen Form am Ufer der Havel in Gliencke in Form des dortigen Kasinos verwirklichen können. Sein Schüler Severin nun hatte die Chance, Schinkels Idee - wissend oder nicht - zu verwirklichen. Dazu baute er einen Kubus mit einem Innenhof, der an die Peristylhöfe antiker Villen erinnerte. Die umgebenen Kolonnaden sollten zum Verweilen im Freien auch bei schlechtem Wetter einladen und der Innenhof sollte zur Entspannung dienen. An der Seeseite schuf Severin eine Vorhalle mit acht geschossübergreifenden Säulen. Im Gegensatz zum Palais in Doberan waren diese Säulen nicht nur eingestellt, sondern tragend und sie hatten keine Basis mehr, wie es Palladio lehrte, sondern orientierten sich an den toskanischen Säulen des Dorismus, wie sie von Erdmannsdorf bereits verwendet hatte.

Diese sprießen wie Bäume direkt aus der Sockelplatte des Hauses. Andrea Palladio hatte seinerzeit noch gemäß dem "Quattro Libri dell' Architettura" von 1570 Säulen mit flachem Enchius, einem Kapitell mit quadratischem Abakus und einem durch einen Stab abgesetzten Hals verwendet. Und auch die Zahl der glatten Säulen kommt nicht von ungefähr, sondern von der Akropolis in Athen. Severin setzte der Halle ein Walmdach auf, das sich hinter einer Attika mit Fenster verbarg aber er schnitt das Walmdach und die Attika ein, was der Halle das Aussehen eines Tempels verlieh. Statt einer Vorhalle realisierte Severin den Eingang über das Vestibül und schuf damit einen Portikus. Um den  klassizistischen Stil zu halten, setzte Severin auf der schon doppelten Attika noch ein Tympanon auf. Heute befindet sich darin eine Uhr. Ursprünglich war dieser  Freudentempel zum Meer hin zweigeschossig und nach Süden hin eingeschossig. Im Vorderteil waren im Erdgeschoss der Saal, drei Gesellschaftszimmer, Wohn- und Wirtschaftsräume untergebracht. Im Westflügel bekam der Bademeister eine neue Wohnung und die alte Wohnung im Badehaus wurde zu Logierzimmern umgestaltet. Wieder einmal war das Material knapp und das Jahr 1815 verstrich, das Jahr 1816 und die Saison 1817 rückte näher. Der Herzog - seit 1815  nun Großherzog - drückte im Herbst 1816 sein Befremden und sein Missfallen über das langsame Fortschreiten aus und befürchtete, zur Saison 1817 nicht fertig zu werden. Das musste auch bald Severin selbst befürchten aber er schaffte es gerade rechtzeitig zur Saison, das Gebäude fertig zu stellen. Im Inneren war nur noch der Maler Johannes Hauthmann aus Lübeck die Saison über beschäftigt. Die Halle am Meer war nun also endlich fertig. Sie war sandsteinfarben und hob sich somit von den anderen Gebäuden ab. Aber eigentlich tat sie das schon durch ihre Größe. Über dem Eingang wurde ein halbrundes Relief angebracht, das die Göttin Hygieia mit Schale und Schlange zeigt und links daneben wurde über jedes Fenster ein Relief mit Abbildungen von Nereiden und rechts über jedes Fenster eines mit Tritonen angebracht. Dieses Relief stellt die Hochzeit des Poseidon dar und ist nicht etwa mit Farbe gemalt, sondern als blauen Jasper und weißem Sandstein angefertigt worden. An der Attika brachte man einen Spruch von Immanuel Gottlieb Huschke (1761-1828) an, auf dem da zu lesen steht: HEIC TE LAETITIA INVITAT POST SANEA BALNUM. Sinnlich übersetzt (da es wörtlich keinen Sinn ergibt) bedeutet dies: Hier empfängt dich Freude, entsteigst du gesundet dem Bade. Heute dreht man das zu: Freunde empfängt dich, entsteigst du gesundet dem Bade. Und in der Tat: Die Zeit der Aufklärung hatte begonnen und statt Puder, Parfum, Korsetts und Beinkleider hielt Hygiene Einzug in die Paläste und Domizile der europäischen Bevölkerung. Dafür steht in Heiligendamm Hygieia über der Tür des Kurhauses.

 

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Geschichte

 

Fast jedes der in der Gebäudedatenbank vorgestellten Gebäude verfügt über eine mindestens hundertjährige Geschichte. Diese habe ich hier

zusammen getragen. Die Geschichte des Seebades insgesamt finden Sie auf der Startseite. Bitte helfen Sie mir mit Informationen und Bildern,

die Geschichte der Gebäude möglichst zusammen hängend zu dokumentieren. Um Kontakt mit mir aufzunehmen, klicken Sie bitte hier.

 

 

>> Information: Die Architektur Heiligendamms und seine Baumeister.

>> Buch-Tipp: Bäderarchitektur in Doberan-Heiligendamm.

 

1873: Heiligendamm wird verkauft und geht pleite.

 

1873 wurde das Gebäude zusammen mit den anderen an eine Aktiengesellschaft

unter dem Vorstand des Baron Otto von Kahlden auf Iden verkauft, der 1885 alle

Aktien aufkaufte und praktisch Privateigentümer Heiligendamms wurde.

1879 bekam Doberan das Stadtrecht.

Heiligendamm gehörte jedoch nicht dazu und wurde somit als eigenständiger Ort behandelt.

1910 verkaufte Rudolf von Kahlden (der Sohn Otto von Kahldens) das Ensemble an den

Schriftsteller Walter John-Marlitt, der sich verspekulierte und das Unternehmen 1911 in den Ruin trieb.

Die Aktiengesellschaft meldete Konkurs an. Die Gläubiger kauften das Bad für 1.510.000 Mark, um

wenigstens die Hypotheken zu retten und gründen am 21.02.1911 die "Ostseebad Heiligendamm GmbH".

Die vier Gesellschafter sind der Leipziger Großhändler Joachim Hermann Felix Wolf, die Hamburger

Großhändler Julius Lachmann und Hermann Sanders und der Hamburger Rentier Adolf Glüenstein.

Die gezeichneten Aktien hatten eine Stammeinlage von 38,5% und einen Wert von 800.000 Mark,

von denen 350.000 Mark auf Lachmann und je 150.000 Mark auf die anderen Anteilseigener gingen.

 

1919: Die Revolution streift Heiligendamm.

 

Am 14.11.1918 dankte der Großherzog Friedrich Franz IV von Mecklenburg-Schwerin ab.

Die Arbeiter- und Soldatenräte besetzten die Gebäude und ließen sie von den gerade zuvor

abgezogenen Soldaten bewachen. Es entbrannte ein Streit zwischen den verschiedenen

Ämtern über die Finanzierung der Gebäude, welcher letztlich darin endete, dass der

Großherzog seine Gebäude wieder in Besitz nehmen  durfte. Die Besetzung wurde

aufgelöst und die großherzogliche Familie bezog die Gebäude wieder.

Ein Hauch der Revolution hatte das  Seebad gestreift.

 

1920: Ein Baron rettet Heiligendamm.

 

1920 war die Louis Wolff KG aus Lübeck Hauptaktionär der Aktiengesellschaft.

1922 meldete diese Insolvenz an.

1923 zeichnete Oskar von Rosenberg für eine Treuhandvereinbarung Berlin 225.000 Goldmark,

Kurt Kramer in Vertretung für die Berlinsche Bodengesellschaft 150.000 und der Doberaner

Rechtsanwalt Fritz Knaack für die Grunderwerbsgesellschaft Berlin mit 225.000 Goldmark.

Mit 600.000 Goldmark werteten die drei neuen Gesellschafter die GmbH an.

Fritz Knaack übernahm 1925 die Geschäftsleitung für die GmbH und bekam eine Schlüsselstellung.

Hinter den Kulissen kontrollierte Baron Rosenberg mit seiner O.A. Rosenberg Zürich alle Anteile

und verschiedene Gesellschaften und vorgeschobene Gesellschaften. Ihm ist es letztlich zu verdanken,

dass das Seebad den Verfall durch Inflation und Krieg entkommt. Es wurde ein Aufsichtsrat gebildet,

in dem auch Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg saß, der später auch Vorsitzender des Rennvereins

und des Golfvereins wurde. Der Herzog hatte großen Anteil an der Entwicklung, während der Geldgeber

Baron Rosenberg nie in Erscheinung trat und über ihn geschwiegen wurde. Dennoch wurde schnell klar,

dass Heiligendamm durch einen sehr reichen jüdischen Österreicher gerettet wurde.

 

1930: Pächter kommen und gehen.

 

1930 wurde gegen den Pächter, Bruno Pagel (Besitzer des Sporthotel Oberwiesenthal)

das Konkursverfahren eingeleitet. Neuer Pächter wurde die Baugenossenschaft des

Deutschen evangelischen Volksbundes eGmbH aus Mühlheim an der Ruhr.

1931 meldete auch diese Konkurs an und Günter Siegert übernahm

die Leitung des Badebetriebes mit 400 Zimmern mit 500 Betten.

Am 01.04.1936 wurde Heiligendamm wieder mit Bad Doberan vereinigt.

 

1939 Heiligendamm wird beschlagnahmt.

 

1938 weilten Adolf Hitler und Benito Mussolini in Heiligendamm.

Bad Doberan ernannte Adolf Hitler als erste deutsche Stadt zum Ehrenbürger.

Im August 1939 wurde das Ensemble von der Reichsmarine beschlagnahmt und zum Reserve-Lazarett erklärt.

Im August 1941 wurde es von der Ostseebad Heiligendamm GmbH an die Reichsmarine verkauft.

 

1942: Die weiße Stadt am Meer wird grün und voll.

 

1942 erhielt das Gebäude einen dunklen Tarnanstrich.

1943 zogen Kadetten in das Gebäude ein.

Durch die schweren Bombardements in Rostock folgten bei ständiger Engerbelegung der Kadetten auch Flüchtlinge.

Am 26.07.1943 gingen bei einem Bombenabwurf im Wald die Fensterscheiben zu Bruch.

1944 folgten weitere Flüchtlinge aus Pommern und Schlesien. Das Gebäude wurde voll ausgefüllt.

Die Kadetten und Flüchtlinge kamen in den Genuss der herzoglichen Möbel, auf die sie allerdings gern verzichtet hätten.

 

1945: Heiligendamm soll gesprengt werden.

 

1945 besetzte die Rote Armee das Gebäude. Nach dem Abkommen der Alliierten mussten alle militärischen

Einrichtungen in Deutschland gesprengt werden. Nur mit Mühe ließ sich die Sowjetarmee davon überzeugen,

dass es sich nicht um eine militärische Einrichtung handelt. Statt der Sprengung folgte der Abbau der

Versorgungsleitungen, Heizungen, Sanitär und Elektrik im Auftrag der SMAD durch eine Berliner Firma.

Das Innenleben wurde als Reparation abtransportiert und vieles wurde auch durch Anwohner gestohlen.

Ende 1945 standen die großen Häuser des Ensembles fensterlos und leer inmitten einer Wüste aus

Bauschutt und Grasbüscheln und hallten jeden Schritt geisterhaft wider.

 

1946: Der Herzog will sein Bad zurück.

 

1946 erhob Herzog Christian Ludwig Restitutionsanspruch. Die aufkeimenden kommunistischen

Kräfte in der Ostzone nutzten dies für eine Kampagne gegen den Herzog und natürlich auch

gegen die Aristokratie und für ihren im Aufbau befindlichen Sozialismus.

Der Herzog musste den Anspruch aufgeben und auf sein Bad verzichten.

 

1947: Heiligendamm wird Volkseigentum.

 

1947 erhielt die Sozialversicherung Mecklenburg-Vorpommern die Gebäude und baute sie zu einem Kurbad aus.

Die Gebäude der Perlenkette wurden zu Gästehäusern für Kurgäste. Das Grand Hotel wurde zum Hauptgebäude

des Kurbades und enthielt klinische Einrichtungen, die Kantine, Logistik, Verwaltung und Mehrbettzimmer.

Die Kolonnaden wurden im Obergeschoss zu Wohnungen und im Erdgeschoss zu Geschäften und einem

Café ausgebaut, das Prinzessin-Reuß-Palais (Residenz-Hotel) und das Haus "Bischofsstab" wurden vom

Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) übernommen und zu Ferienheimen umfunktioniert.

Die drei westlichen Cottages (Krone, Mariencottage, Alexandrinencottage) wurden zu Spezialkliniken

für Hautkrankheiten, TBC und Atemwegserkrankungen, die Burg wurde zum Erholungsheim für Bergleute.

Die Häuser an der Seedeichstraße wurden Wohnhäuser und an der Kühlungsborner Straße wurden die

Häuser "Tabea" und "Waldfriede" zu Wohnhäusern und ein weiteres Haus daneben wurde mit dem

Kinderheim baulich vereint und diente nun als Fachschule für angewandte Kunst (FaK) mit Wohnheim.

In der Gartenstraße wurde aus der Villa der Familie von Witzleben ein Kindergarten und das gegenüber

liegende Ferienheim wurde wieder zum Ferienheim. Die Orangerie und das Fachwerkhaus gegenüber

wurden zu Gewerbeflächen.

 

1953 wurde das Gebäude in "Kurhaus" umbenannt und ging 1957 in den Besitz des Nachfolgers der SV-MV über.

Diese war die Sozialversicherung der DDR.

 

Die Gebäude des Ensembles erhielten alle 2 Jahre einen weißen Anstrich. Eine Brigade von 8 Mann kümmerte

sich täglich um die Gebäude und die Einrichtungen und besserte aus, verputzte neu, überweißte oder ersetzte.

Der Putz war wegen des Alters sehr anfällig und Verputzungen des Stucks waren sehr aufwändig. So wurde

oftmals der Stuck einfach entfernt. Baulich wurden viele Vereinfachungen vorgenommen und für die Nutzung

unnötige oder störende Elemente, wie Türme, Erker, Zwerchhäuser oder Gauben wurden entfernt,

die Dachgeschosse teilweise ausgebaut und mit Gauben erweitert und marode Fenster wurden durch

Massenartikel ersetzt, was auch einige Anpassungen des Mauerwerkes nötig machte. Balkone und besonders

Zierrat wurden entfernt und Terrassen angebaut. Die Villa "Greif" erhielt eine Dachgaube, während man die Türme

an den Villen "Möwe", "Schwan" und "Perle" entfernte und die Grundrisse änderte.

 

Heiligendamm wuchs durch die Erschließung des Gebietes südlich der Kühlungsborner Straße.

Dort entstanden Eigenheime und eine Gartenanlage. Jeder Hausbauer baute so, dass er irgendwo

noch ein paar Zimmer zusätzlich hatte, in denen er gegen gute Bezahlung Kurgäste unterbringen konnte.

Jede Möglichkeit wurde für die Unterbringung von Kurgästen genutzt aber auch die Anzahl der Mitarbeiter

wuchs ständig an, sodass Wohnungsbau nötig wurde. Zwischen dem Fürstenhof (Altersheim) und dem

Forsthaus wurde ein Wohngebiet mit zwei Wohnblöcken in industrieller Bauweise angelegt. Die Straße

wurde nach dem Badearzt Professor Adolf Kortüm, Prof. Vogels Nachfolger, benannt. Die Fachschule

wurde während der Sommerferien als Unterkunft für Ferienkinder, vornehmlich aus Berlin, Sachsen,

Sorben und der Tschechoslowakei genutzt.

 

1992: (K)einer will Heiligendamm.

 

1990 wurde die "Ostseeklinik GmbH" gegründet und der Kurbetrieb weitergeführt. 1992 wurde das Gebäude

als Bestandteil des Ensembles ausgeschrieben. Es meldeten sich einige Interessenten, von denen aber nur

das Angebot das Angebot der Dr.-Marx-Gruppe für die Nutzung einer Kurklinik mit Neubau neben dem Ensemble

in Frage kam. Dieser Investor sprang nach hitzigen Diskussionen wegen des Neubaus ab und so wurde das

Ensemble nebst eines gewaltigen Flächenpotenzials innerhalb des Ortes 1996 an die FUNDUS-Gruppe aus

Köln mit ihrer Tochter "Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm GmbH" (ECH) verkauft.

Die Sanierung sollte im Jahr 1997 beginnen aber zuerst musste Geld gesammelt, geplant und genehmigt werden.

Der Klinik-Neubau der Dr.-Marx-Gruppe kam trotzdem: 1996 in Form der MEDIAN-Klinik.

 

1997: Alles muss raus.

 

1997 wurden die Mieter der verkauften Gebäude gekündigt, da mit der Sanierung begonnen werden sollte.

Das Haus "Bischofsstab" und das Prinzessin-Reuß-Palais wurden saniert und zu Hotels umgebaut,

wobei das "Bischofsstab" auch Gastronomie beherbergte. Das Prinzessin-Reuß-Palais wurde zunächst

in "Adlon am Meer" geführt, musste aber auf Grund einer Intervention des Adlon in Berlin in "Residenz-Hotel"

umbenannt werden. Das Golfhaus wurde zum Café und ein Sanitärhaus wurde an der Promenade errichtet.

Vier Jahre zuvor bekam Heiligendamm wieder eine Seebrücke, die aber keine Landungsbrücke ist.

 

2003: Es kehrt Leben ein.

 

Nach drei Jahren Planungs- und Genehmigungsphase - und dem Umstand, dass die FUNDUS-Gruppe seit

1997 erst Geld sammeln musste - wurde im Jahre 2000 mit der Entkernung der Häuser "Mecklenburg",

"Grand Hotel", "Hohenzollernburg", des Kurhauses  und der Orangerie begonnen. Das Haus "Brahn"

wurde zügig zu einem Kinderclub umgebaut und neben dem Grand Hotel wurde ein Neubau

hochgezogen. Nach drei Jahren sahen die Häuser "Mecklenburg", "Grand Hotel", "Orangerie",

"Kurhaus" und "Burg Hohenzollern" wieder fast so aus, wie nach ihrer ersten Fertigstellung

und das "Severin-Palais", der "Kids Club" und der Anbau an der Orangerie passten sich dem an.

Nicht saniert wurden die Häuser "Perle", "Greif", "Seestern", "Möwe", "Schwan", "Hirsch", "Anker",

Eikboom", "Seeadler", "Krone", sowie die Kolonnaden, das Marien-Cottage und das Alexandrinen-Cottage.

Unbenutzt und leer blieben der Fürstenhof, die Villa der Familie von Witzleben, Krieg's Hotel, die Häuser

"Waldfriede", "Tabea" und die Fachschule, die im Jahr 2000 geräumt wurde, die Palette, das Fachwerkhaus

und die Scheune dazwischen. Im Mai 2003 konnten sich die Bürger und die Medien an einem Tag der offenen

Tür auf einer festgelegten Route Räume des Grand Hotels, des Kurhauses und des Hauses "Mecklenburg"

ansehen. Die Hohenzollern-Burg, das Severin-Palais und die Orangerie blieben geschlossen.

Am 1. Juni 2003 eröffnete das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm

und wurde prompt zum schönsten Hotel Deutschlands gekürt.

 

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Historische Bilder

 

Heiligendamm war schon immer ein beliebtes Motiv für Künstler und Fotografen. Zum Glück, denn so fanden sich viele Postkarten, Fotos, Bilder und Kartenausschnitte.

Diese können Sie hier ansehen. Bitte kopieren Sie die Bilder nicht auf Datenträger und verwenden Sie sie nicht weiter, da sie urheberrechtlich geschützt sein könnten.

Da ich die Scans immer nur von Vorderseiten bekomme, kann ich den Urheber nicht mehr ausfindig machen. Bekannte Urheber sind u.a. die Verlage Bild und Heimat,

Laban, Thiel, "Lederbogen-Verlag und im Falle des Kunstbildes von 1880 der Godewind-Verlag. Urheber sind auch das Fotohaus Hanns Eggers und die "Erhard Neubert KG.

Möglicherweise sind einige Bilder den Büchern "Bad Doberan-Heiligendamm in alten Bildern" und "Bad Doberan-Heiligendamm" von Friedrich Rochow und Klaus Havemann

oder der Sammlung von Dr. Frank Mohr entnommen worden. Wenn Sie der Urheber eines Bildes oder Bildausschnittes sind, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Weiteres Bildmaterial finden Sie auf proheiligendamm.de, holiday-check.de sehladen.de, bruehn.de und heiligendamm-urlaubserfahrungen.de.

 

1816
1820

1840
1887
um 1900
1911
1920
1930

1955
1959
1960
1970
1980
1990
1993
1998
2003

 

Aktuelle Bilder

 

Das Kurhaus von der Promenade aus: Norden (07/2005, von der Kühlungsborner Straße aus (01/2007).

Das Kurhaus vom Hotel-Eingang aus.: Osten (03/2007), von der Promenade aus: Westen (01/2007).

 

Hier gelangen Sie zum 360°-Rundgang mit Innenansichten auf kempinski-heiligendamm.de.

 

Weitere Bilder gibt es bei den Rundgängen und in den Impressionen.

Wenn Sie Bilder kaufen möchten, klicken Sie bitte hier.

Und wenn Sie auch so gute Bilder machen möchten, klicken Sie auf die Kamera.

 

 

Zukunftsperspektiven

 

 

 

 

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