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Und Bad Doberan?
Entscheidungen, die sich positiv auf Bad Doberan auswirkten. Natürlich sind unsere Stadtvertreter keine Pappnasen, sondern durchaus in der Lage - wenn sie sich dann mal einig sind - gute Entscheidungen für Bad Doberan zu treffen. Dabei soll es jetzt nicht um Dinge gehen, die umgesetzt wurden, wie die Stadtsanierung, die Straßensanierung, die Ausschreibung von Flächen, die Satzungen oder das Kultur- und Bildungsprogramm oder die Baugenehmigungen, die Bad Doberan das eine oder andere Gebäude schenkten. Nein, es geht um Dinge, die heute nicht zu sehen sind, weil sie weise verhindert wurden.
Da hätten wir als erstes die Ansiedlung von Coca Cola. Der Riese hatte die Qualität des Mineralwassers erkannt und wollte davon profitieren. Die Glashäger fand daran keinen Gefallen und meldete Bedenken an. Schließlich würden nun zwei Großbetriebe am Grundwasser zapfen. Letztlich kam es nicht zu einer Ansiedlung von Coca Cola in Bad Doberan. Das Werk ging nach Stralsund, wo es aber nicht mehr ist. Die beiden CCE-Niederlasssungen Mecklenburg-Vorpommerns befinden sich nun in Trollenhagen und Ziesendorf, das auch zum Landkreis Bad Doberan gehört. Die Glashäger konnte ihren Marktanteil weiter steigern und bei dem von ihm mitproduzierten Produkt "VITA-COLA" liegt der Marktanteil in Thüringen als einzigen Flecken Europas höher als bei Coca Cola und Pepsi.
Tja und dann wollte die Kaufland Stiftung ein Kaufland am Bad Doberaner Ostrand ansiedeln. Das war sehr verlockend aber manchmal muss man auch eine Lanze für seine Einzelhändler brechen. Das tat die Stadt und verhinderte eine Ansiedlung. Die Gewerbetreibenden in der Innenstadt werden es ihnen danken.
Dieselben Bedenken kamen auf, als dann ein LIDL sich am Drümpel niederlassen wollte. Ein Blick auf andere Standorte zeigte aber, dass die Befürchtungen unbestätigt sind, weil LIDL kein direkter Konkurrent zum Einzelhandel ist, solange der nicht gerade genau dasselbe Sortiment anbietet. LIDL durfte sich ansiedeln. Da zuvor das Möbelhaus ein paar Meter weiter an der Ecke Rostocker Straße / Friedrich-Franz-Straße abgerissen wurde und HB Möbel in das Gebäude des ehemaligen Dienstleistungskombinates umzog, interessierte sich ALDI für das gerade richtig große Grundstück. Ein ALDI direkt neben dem LIDL - ob das gut geht? Und vor allem gab es ja schon ein ALDI im EKZ und dort standen ohnehin schon ein paar Räume leer - was würde damit passieren? ALDI versprach, die Filiale im EKZ bestehen zu lassen und durfte sich in der Rostocker Straße ansiedeln. Da das ALDI im EKZ ein großes Einzugsgebiet hat, das sich kaum mit dem des neuen ALDI überschneidet, besteht auch kein Zweifel an seiner Rentabilität. So hat Bad Doberan nun mit ALDI, LIDL, PENNY, NETTO, SPAR und EDEKA ganze sieben Supermärkte und das läuft offenbar ganz gut.
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