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Und Bad Doberan?
Gute Straßen - Schlechte Straßen.
n der DDR gab es keine schlechten Straßen. Es gab nur Möglichkeiten, mit seinem Fahrzeug irgendwo hindurch zu kommen - das nannte sich dann Straße - und Unmöglichkeiten, irgendwo hindurch zu kommen - das war dann keine Straße. Allerdings waren die Autos auch so gebaut, dass sie die Pisten abkonnten und wenn doch mal etwas kaputt ging, konnte man es selbst reparieren oder für ein paar Bier bei Bekannten reparieren lassen. Den TÜV gab es ja auch nicht, sodass es diesbezüglich überhaupt keine Probleme gab.
Das war vor über 18 Jahren. Inzwischen gibt es die DDR nicht mehr, von den damaligen Autos nur noch wenige und die guten Bekannten arbeiten nicht mehr für ein paar Bier, sondern für harte Euros. Inzwischen gibt es schließlich den TÜV und da muss man schon professionell arbeiten. Die Zeiten haben sich geändert. Und mit ihnen die Straßen, möchte man meinen.
Das ist aber nicht überall in Bad Doberan der Fall. Die Rostocker Straße und die Kröpeliner Straße wurden vor ein paar Jahren neu gemacht und auch die Dammchaussee, die Nienhäger Chaussee und die Beethovenstraße wurden asphaltiert. Die Severinstraße wurde ebenfalls erneuert, wenngleich sie dadurch etwas zu eng geraten ist und auch nicht gerade so schön glatt ist, wie die August-Bebel-Straße. Die Straße Am Kamp ist in einem guten Zustand, um den Markt herum und in der Neuen Reihe sind die Straßen gut und auch die Kastanienstraße und der Lettowberg sind an sich nicht schlecht. Nur die Bürgersteige sind hier sehr uneben. Die Marktstraße, Am Ziegenmarkt, in der Querstraße und In dem Hörn sind in gutem Zustand aber eben auch sehr schmal und die Bergstraße bis zur Dr.-Leber-Straße ist auch okay. Die Friedhofstraße wurde gerade erst neu gemacht, die Dr.-Leber-Straße ist noch ganz in Ordnung, die Baumstraße auch und die Waldstraße wird gerade saniert. Der Töpferberg ist in Ordnung, die Steinstraße, der Rosenwinkel, die Mittelstraße, die Straße Am Tempelberg und die Neue Reihe sind in Ordnung und auch der Alexandrinenplatz ist - wenngleich verkehrstechnisch sehr unüberlegt - in gutem Zustand. Der Stülower Weg, die Friedrich-Franz-Straße, die Bahnhofstraße und viele andere Straßen sind in Ordnung. Bloß bei einigen wichtigen Straßen schlägt man die Hände über den Kopf zusammen. Zum Beispiel bei der Goethestraße. Hier habe ich Feedback sogar aus der Bundeshauptstadt bekommen, dass diese Straße völlig inakzeptabel ist. Und das zu recht, denn diese Hauptverbindung vom Zentrum zur Dammchaussee - einst nach Bismarck benannt und mit der Mollitrasse nach der Mollistraße die beliebteste Straße Bad Doberans - ist streckenweise nur noch mit Schrittgeschwindigkeit befahrbar. Die Straße war schon immer problematisch, weil sie auf weichem Untergrund steht und gerade auf ihr der Molli entlang fährt aber inzwischen baut man Wolkenkratzer und ganze Städte, die auf Stelzen stehen und ist nicht in der Lage, die Goethestraße nachhaltig zu sanieren. Wenn es eine Alternative zur Goethestraße gäbe, wäre alles gar nicht so schlimm aber die einzige Alternative ist es, die Severinstraße zu nehmen und zu hoffen, dass am Nadelöhr, an dem die Verbindungsstraße in die Severinstraße mündet und diese genau in die Kurve der Beethovenstraße, welche mit der August-Bebel-Straße eine abbiegende Hauptstraße darstellt, mal hinein gelassen wird. Die andere Alternative ist es, die Feldstraße zu befahren aber die endet kurz vor der Heinrich-Heine-Straße im Sand und dort sind die Löcher noch tiefer, als in der Goethestraße. Außerdem muss man dann auch wieder auf die Goethestraße, die ab hier allerdings etwas besser ist. Würde man die Feldstraße weiterführen und auf die Klaus-Groth-Straße oder gleich auf die Dammchaussee ziehen, würde man das Zentrum sehr wirkungsvoll entlasten und eine Alternative zur Goethestraße schaffen, die man dann sogar ab der Kreuzung Verbindungsstraße/Lessingstraße verkehrsberuhigen oder zur vom Zentrum wegführenden Einbahnstraße machen könnte. Aber gut - das ist Sache der Stadtverwaltung. Jedenfalls ist die Goethestraße peinlich.
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