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Und Bad Doberan?
Die DOBRA-Pleite. Auch wenn das "DOB" für "gut" steht, so konnte sich auch das DOBRA, welches das MAGNET-Kaufhaus von der HO übernommen hatte, nicht länger halten. Die Nähe zu Rostock wurde Bad Doberan erstmals mit ALDOBERAN und DOBRA zum Verhängnis. In Kühlungsborn gibt es ein ähnliches Kaufhaus wie das DOBRA unter gleichen Bedingungen wie in Bad Doberan. Und die Kühlungsborner nutzen ihr STOLZ, denn alles andere liegt viel zu weit weg. Wohlgemerkt, dass auch Kühlungsborn über Discounter in der Stadt verfügt. Die gab es in Bad Doberan noch gar nicht, als das DOBRA pleite ging. DOBRA war auf Bekleidung spezialisiert und Spezialisierungen waren zu dieser Zeit ein Problem. Ein weiteres Problem war auch, dass sich Asiaten (so genannte Fidschis) mit Billigartikeln auf den Markt drängten und die Bürger zu der Zeit noch nicht die Qualität der Waren auf dem ersten Blick unterscheiden konnten. Später führten auch die Asiaten günstige Qualitätsartikel ein und boten dazu noch Dienstleistungen in der Schneiderei an. Das DOBRA hätte also auf lange Sicht nur als Gesamtkaufhaus mit Branchenmix existieren können aber dazu wären enorme Umbaumaßnahmen nötig gewesen. Und da das Haus denkmalgeschützt ist, ging ein Umbau nur innen. Also ging das DOBRA 2002 in Insolvenz und das Kaufhaus stand leer.
Der Kaffehaus-Erfolg Das Kaufhaus gehörte der Treuhand-Liegenschaften-Gesellschaft (TLG) und diese wurde es beim besten Willen nicht los. Fünf Jahre lang stand das Haus in bester Lage leer und war zuletzt mit seinen verhangenen und später vernagelten und schließlich plakatierten Fenstern ein richtiger Schandfleck mitten in der Stadt und in bester Lage. Die Lage war auch nie das Problem möglicher Investoren. Das Problem war eher der Zustand und der Aufwand, mit dem man das Haus umbauen musste. Eine Investitionsgesellschaft aus dem Ruhrgebiet übernahm 2005 das Gebäude aber verändert hatte sich dadurch nichts. Erst 2007 erbarmten sich die Rostocker Brüder SPARRE des Hauses und eröffneten im Erdgeschoss ein Café nach dem Vorbild der Wiener Cafés. Das ist schon etwas Besonderes gegenüber den vielen anderen Cafés und Bäckereien. Wiener Cafés sind hochwertig ausgestattet und die Tische ordnen sich um den Thekenbereich herum. Es gibt gemütliche Ecken und - und das ist die Besonderheit schlechthin - musikalisches Ambiente live mit dem Klavier. Die Bäckerei SPARRE in Bad Doberan ist zudem in der Lage, auch größere Familienfeiern aufzunehmen, da hier mehr Platz vorhanden ist, als es in den anderen Cafés der Fall ist.
Voraus ging ein Umbau und eine Einrichtung für 350.000 Euro. Nebenbei entstanden so 8 Arbeitsplätze. In den Obergeschossen ist Platz für Arztpraxen und Anwälte geschaffen worden. Noch wird der Platz nur zögerlich angenommen aber die Chancen für ein Wiederaufblühen der touristischen Oase inmitten der Stadt stehen sehr gut und damit steigt auch der Wert des Grundstückes und des Hauses und damit sein Ansehen und das Begehren, dort zu praktizieren. Die Bäckerei SPARRE ist also ein Erfolgsbeispiel.
Lesen Sie hier weiter: Die Amtshaus-Pleite und der Logierhaus-Erfolg
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