Zeit am Meer


Bad Doberan und Heiligendamm - Geschichte, Werdegang und Zukunft. Chronik, Foto-Rundgaenge, Gebaeudedatenbank, Oeffentliche Diskussion.
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2000: Es kann los gehen.

 

Ein paar Monate später ist dann endlich ein Ende des Wartens in Sicht:

 


OSTSEE-ZEITUNG | Freitag, 7. Januar 2000  |  

Anfang April ist Baubeginn in Heiligendamm

Prof. Ottmar Braun, Sprecher der Fundus-Gruppe

Rostock Das Warten soll ein Ende haben: Anfang April will die Fundus-Gruppe mit der Sanierung von Heiligendamm beginnen. Allerdings hat die Gruppe angekündigt, den für die Finanzierung eingerichteten Fonds erst Ende März zu schließen. Ursprünglich war geplant, das Geld bis Ende 1999 zusammen zu haben.

OZ: Bedeutet die Fristverlängerung, dass Sie bislang nicht genug Geld beisammen haben?

Braun: Nach einem völligen Marktumbruch im letzten Jahr können wir im Fall des Fonds „Grand Hotel Heiligendamm“ eine außerordentlich positive Bilanz feststellen. Dass Heiligendamm an der Jahreswende ein großes Anlegerinteresse gefunden hat, spiegelt allein die Tatsache wider, dass 1999 ein dreistelliger Millionenbetrag erfolgreich vertrieben wurde. Heiligendamm wird sich am Anlegermarkt durchsetzen.

OZ: Welche Summe haben Sie bislang konkret zusammen?

Braun: Es ist branchenunüblich, Zwischenergebnisse bekannt zu geben. Insofern halten wir uns an Usancen aus der Welt des Fußballs: Endergebnisse stehen erst nach 90 Minuten fest.

OZ: Wann beginnen die Bauarbeiten?

Braun: Anfang April.

OZ: Was passiert, wenn Sie die 250 Millionen bis dahin nicht zusammen haben?

Braun: Die Fundus-Gruppe denkt nicht im Traum daran, ihr Engagement in Heiligendamm zu stoppen. Im Gegenteil: Letztlich geht es wohl auch kaum um Optimismus oder Pessimismus, sondern um Erfahrung und Marktanalyse. Die Gruppe hat auf den Rat von Hotelexperten gesetzt und folgt nicht den Einschätzungen von „Trübsalbläsern“. Das Heiligendamm-Konzept ist marktgerecht und schlüssig.

INTERVIEW: THORSTEN FUCHS
 

 

 

Klarheit bei FUNDUS - Zwielichtigkeit bei der Stadt

 

Nun also gibt es konkrete Termine und Angaben und Heiligendamm atmet auf.

Unterdessen hält man in Bad Doberan die Luft an. Rathaus-Spektakel vom Feinsten:

 


OSTSEE-ZEITUNG | Freitag, 25. Februar 2000  |  

Was drang aus dem Ausschuss nach draußen?

CDU sieht Vertraulichkeit verletzt

Wie geheim ist eigentlich Nichtöffentlich? Die Doberaner CDU-Fraktion sieht sich von Unbeteiligten mit Details konfrontiert, die nur hinter verschlossenen Türen besprochen wurden.

Bad Doberan (OZ) Ein Vorwurf steht im Raum. Vertrauliches aus der nichtöffentlichen Tagung des Hauptausschusses am 5. Januar soll nach außen gedrungen sein. So moniert es die CDU-Fraktion der Doberaner Stadtvertretung. Jetzt wollten die Konservativen dieses Problem in öffentlicher Ausschusssitzung klären.

Doch das wirkte zunächst wie ein Beitrag zum Thema: Wascht euch, aber macht euch nicht nass. Da der Vorwurf aus nichtöffentlicher Beratung resultierte, wollte die CDU das Problem selbst in aller Öffentlichkeit auch nicht benennen.

Es ging um den Fakt: Ein Anruf, den Peter Husar (CDU) nach jener problemgeladenen Sitzung Anfang Januar erhielt, ließ nur den Schluss zu, dass etwas nach draußen gedrungen sei. Für Husar nicht tragbar. Die CDU habe durch Vertraulichkeit Stadt und Bürgermeister vor Schaden bewahren wollen. Spätestens hier konnten nur noch Eingeweihte folgen. Einer fühlte sich angesprochen – Christian Berner (SPD). Ihm galt der Vorwurf. Er bestand aber darauf, das Prinzip der Nichtöffentlichkeit eingehalten zu haben. Was war geschehen?

Am 5. Januar war das Sanierungsvorhaben Heiligendamm Thema im Ausschuss. Die CDU wollte sich offenbar nicht alleine auf die Erklärung des Bürgermeisters verlassen, die Fundus-Gruppe hätte die Finanzierung gesichert. Aus ihrer Sicht sollte die Stadt eine Prüfung der Finanzierung vornehmen, wie sie laut Baugesetzbuch vorgesehen sei. Der CDU lagen offenbar Erkenntnisse vor, dass es mit dem Fonds Probleme geben könne. In jenem Anruf, den Husar tags darauf von einem Unbeteiligten erhielt, sollen Details dieser Sitzung eine Rolle gespielt haben.

Christian Berner bestreitet gegenüber OZ nicht, dass er sich nach dem Ausschuss weitergewandt habe, um zu erfahren, was an den Befürchtungen der CDU dran sein könnte. Das sei seine Pflicht als Stadtvertreter. Eine Verletzung der Vertraulichkeit sehe er nicht, da er mit jemandem gesprochen habe, dem das Problem vertraut sei.

Auch Berner will, dass die Stadt die Finanzierung prüft. Allerdings wolle er sich da nicht auf Gerüchte verlassen. Wenn Fundus den Fonds geschlossen habe, werde das weitere Vorgehen mit den Stadtvertretern abgestimmt. Da sei Gelegenheit, Fragen zu stellen, notfalls Wirtschaftsprüfer einzusetzen.

Der Vorwurf der Vertraulichkeitsverletzung wurde nicht ausgeräumt. Bürgermeister Hartmut Polzin (SPD) lässt das Problem jetzt durch die Kommunalaufsicht prüfen.
 

 

Nach vier Jahren Warten und einem zurück gezogenen Fonds sind einige Politiker misstrauisch geworden. Hier arbeiten SPD und CDU mal zusammen und der SPD-Mann Berner hakt nach, was die CDU insgeheim befürchtet. Und fällt damit auf die Nase. Man sieht jedoch, dass FUNDUS in den wichtigsten Fraktionen noch kein Vertrauen erwecken konnte. Einmal liegt das an der langen Wartezeit und zum anderen einfach daran, dass diese Anlageform hier recht unbekannt ist und damit erst einmal mit Skepsis betrachtet wird. Aber schon bald folgen Meldungen, die die Zweifel der Stadtvertreter ausräumen:

 

 

Nun ist wirklich alles klar.

 

Gerade rechtzeitig hat FUNDUS das Geld zusammen. So kommt es nicht erst zu einer Diskussion um die Finanzierungsprüfung.

Es ist ja auch eine Vertrauensfrage und wenn die Stadt dem Investor kein Vertrauen entgegen bringt, macht es das nicht einfach.

 


OSTSEE-ZEITUNG | Donnerstag, 30. März 2000  |  

Für Heiligendamm Finanzen klar

Rostock (dpa) Der Finanzierungs-Fonds für den Umbau von Heiligendamm wird Ende März geschlossen. Die geplanten 250 Millionen DM seien beisammen, sagte der Sprecher der Kölner Fundus-Gruppe, Ottmar Braun. Am 27. Mai werde im Beisein von Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) mit dem ersten Spatenstich das Fundus-Projekt offiziell gestartet. Zu der Viertel Milliarde des „Fonds 34 Grand Hotel Heiligendamm“ soll eine Beteiligung von EU, Bund und Land über 50 Millionen DM kommen.
 

 


OSTSEE-ZEITUNG | Montag, 3. April 2000  |  

Ende Mai Baustart für Heiligendammer Luxus-Hotel

Rostock/Berlin (dpa) Für das Heiligendammer Fünf-Sterne-Luxus-Hotel wird am 27. Mai Baubeginn sein. Im ältesten Seebad Deutschlands sollen insgesamt 300 Millionen Mark in die Sanierung von fünf historischen Gebäuden und einen Neubau investiert werden. Das Grand-Hotel soll nach Fundus-Angaben eines der exklusivsten Resort-Hotels in Deutschland werden.
Die Finanzierung sei mit Hilfe eines geschlossenen Immobilienfonds sicher gestellt, erklärte der Chef der Kölner Fundus Gruppe, Anno August Jagdfeld, in Rostock. Inzwischen sei die Hälfte des Eigenkapitals in Höhe von 250 Millionen Mark an Endzeichner platziert. Die andere Hälfte hätten Banken und Sparkassen für ihre Kunden zur Weiterplatzierung verbindlich gesichert. 50 Millionen gibt das Land.
 

 

 

Heile Welt - Heiligendamm im Jahr 2000.

 

Das neue Jahrtausend hat begonnen und nun soll es endlich los gehen. Der erste Spatenstich steht bevor:

 


OSTSEE-ZEITUNG | Donnerstag, 25. Mai 2000  |  
 

Heiligendamm erwartet viele Gäste zum 1. Spatenstich


Bad Doberan (OZ) Mit dem symbolischen 1. Spatenstich wird Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) am Sonnabend um 12 Uhr den Startschuss für den Wiederaufbau Heiligendamms zur ersten Adresse unter den Seebädern geben. Wie der Investor, die Köln-Berliner Fundusgruppe, mitteilt, sind am Großprojekt Grand Hotel Heiligendamm u. a. die Kempinski Hotel AG, Europas größte Golf-Akademie Hartl aus Bad Griesbach, der New Yorker Star-Architekt Robert Stern sowie Gourmet-Berater Eckhart Witzigmann beteiligt.

Zum Festakt erwartet die Fundusgruppe Prominenz aus Politik und Gesellschaft. Auch die Doberaner und ihre Gäste sind zum 1. Spatenstich herzlich eingeladen, hieß es.
 

 

Drei Jahre nach dem Kauf des Ensembles für 11.000 DM pro Quadratmeter hatte Jagdfeld nun genug Geld zusammen, um mit dem Fonds 34 und einer Bankbürgschaft mit dem Bau des Hotels zu beginnen. Bis dahin allerdings standen alle Gebäude des Ensembles bis auf das Café in den Kolonnaden leer und verfielen. Die Mieter wurden 1997 gekündigt, weil mit dem Bau begonnen werden sollte. Baumaßnahmen fanden jedoch nur an den Häusern "Bischofsstab" und "Max-Planck-Haus, sowie am Golfhaus statt.

Alles das gehörte aber nicht zur ECH, sondern anderen Eigentümern. So waren das auch die ersten Häuser, die in neuer Pracht erstrahlten - schon vor dem Grand Hotel.

 

Dennoch: Die Stimmung bleibt positiv:

 


OSTSEE-ZEITUNG | Wochenendausgabe, 27./28. Mai 2000  |  

Die Rückkehr des alten Glanzes

 

Nach Jahren des Wartens beginnt heute die Sanierung von Heiligendamm

Mit einem symbolischen Spatenstich startet heute die Sanierung von Heiligendamm. Innerhalb von zweieinhalb Jahren will die Kölner Fundus-Gruppe aus den maroden Prachtbauten einen luxuriösen Hotel-Komplex zaubern. Die Erwartungen an die neuen Herren in Deutschlands ältestem Seebad sind groß.

Heiligendamm (OZ) Bernd Walter ist geblieben, trotz allem. „Früher, zu DDR-Zeiten“, erzählt er, „da haben wir 130 Torten an einem Wochenende verkauft, da war hier richtig was los.“ Nach der Wende hat er sein Cafe nochmal herausgeputzt für die neuen Zeiten. Doch als ringsum die Häuser verfielen, die Menschen verschwanden und die Geschäfte schlossen, half auch das nichts mehr.

30 Torten reichen heute für die ganze Woche, und manchmal steht Bernd Walter ein wenig einsam im Schwanencafe, dem letzten Betrieb in den Kolonnaden von Heiligendamm. „Wenn endlich wieder Leben in den Ort kommt“, sagt er, „dann kann das für uns alle nur gut sein.“

Zumindest heute wird schon mal eine ganze Menge Leben in Heiligendamm einziehen. Anno August Jagdfeld, der Chef der Fundus-Gruppe, bittet zum ersten Spatenstich–angekündigt haben sich neben Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) Herzogin Donata zu Mecklenburg und Prinz Karl-Wilhelm von Preußen. Abends servieren Eckart Witzigmann und Karl-Heinz Hauser, „die wohl besten Köche Deutschlands“ (Fundus-Ankündigung), den geladenen Gästen ein „exklusives Gala-Dinner“.

Viel Adel, viel Prominenz und ein Vorgeschmack auf jenen Luxus, der in Heiligendamm bald Alltag werden soll.

Mit reichlich Verspätung, aber dennoch: Die Sanierung beginnt. Innerhalb von zweieinhalb Jahren will die Fundus-Gruppe aus den maroden Bauten das Grand Hotel Heiligendamm zaubern, das, so Jagdfelds Versprechen, „neue Maßstäbe setzen und als Fünf-Sterne-Resort konkurrenzlos an der Ostseeküste sein wird“. Den Kern bilden fünf historische Häuser rund um das Kurhaus, dazu kommt mit dem Severin Palais ein Neubau. Begonnen, sagt der Fundus-Generalbevollmächtigte Ottmar Braun, werde mit der Sanierung des alten Grand Hotel. 220 Zimmer werden so entstehen. Preis pro Nacht: am Anfang rund 300 Mark.

Bislang scheiterte das Projekt stets an der Finanzierung. Doch die, versichert Peter Sähn, Fundus-Vertreter vor Ort, sei jetzt gesichert. Gut die Hälfte des Eigenanteils von 250 Millionen Mark habe Fundus mit einem Immobilienfonds zusammen. „Für die restliche Summe haben wir verbindliche Zusagen von den Banken“, bekräftigt Sähn, „die stehen in der Pflicht.“ EU, Bund und Land legen noch einmal 50 Millionen Mark drauf.

Beginnen will Fundus auch in diesem Jahr noch mit der Sanierung der sieben Strandvillen an der Promenade. Auf einen exakten Termin mag sich Braun hier zwar noch nicht festlegen. Aber: „Wir haben das Bestreben, damit in den nächsten Monaten anzufangen.“ Die Suiten mit dem exklusiven Ausblick werden einzeln verkauft, vier der 35 Wohnungen seien bereits vergeben. Die Sanierung bleibt in der Hand von Fundus. Ziel, sagt Braun, sei es, die Villen gemeinsam mit dem Hotel fertigzustellen.

Damit scheint nun zu einem guten Schluss zu kommen, was lange als Tragödie zu enden drohte. Von Stolz und Glanz der einst weißen Stadt blieben zuletzt nur bröckelnder Putz und zerbrochene Scheiben. Nach der Wende platzten gleich zwei Mal die Verhandlungen mit vermeintlich interessierten Investoren. 1996 kam die Fundus-Gruppe aus Köln–und scheiterte zwei Jahre später kläglich. Viel zu wenige Anleger setzten auf den Traum vom mondänen Bad am Ostseestrand. Und auch in Heiligendamm verlor so mancher den Glauben an die westlichen Hoffnungsträger im gediegenen Zweireiher. „Dass das hier zehn Jahre nach der Wende immer noch so aussieht wie nach 40 Jahren Sozialismus“, sagt Bernd Walter, der Mann vom Schwanencafe, „das ist 'ne ganz traurige Geschichte.“

Dafür sind die Erwartungen jetzt umso größer. Die Arbeitslosigkeit im Kreis Bad Doberan liegt bei 16 Prozent. In der Landwirtschaft, meint Landrat Thomas Leuchert (SPD), da müsse man schon froh sein, wenn nicht noch mehr Stellen abgebaut würden. Und die Industrie werde auch nicht plötzlich einfliegen. Bleibt: der Tourismus. „Lasst uns der Ferienkreis der Bundesrepublik werden“, verkündet Leuchert euphorisch. Das Prestigeobjekt Heiligendamm mit Kempinski als Betreiber, dem Koch Witzigmann und dem Architekten Robert Stern, mit den großen Namen und dem Versprechen auf 500 Arbeitsplätze kommt da gerade recht. Für die anderen Hotels, in Kühlungsborn oder Graal-Müritz, sei das jedenfalls keine Konkurrenz. Im Gegenteil, versichert er, die freuten sich über die zusätzliche Attraktion. Aber passt so viel Luxus denn hierher? „Wir müssen da ja schließlich nicht einkaufen gehen“, sagt Leuchert, „und an den Strand können wir ja weiterhin.“ „Wir“, das sind die Menschen aus dem Ort, aus der Region. „Von irgendwas müssen wir ja leben.“

Bernd Walters Pachtvertrag läuft noch zehn Jahre. Danach, da macht er sich keine Illusionen, wird es wohl vorbei sein mit seiner Wirtschaft. Die Noblesse wird Heiligendamm verändern. Die Tage des Pavillons an der Seebrücke, wo die Besucher jetzt für Bockwurst im Brötchen anstehen, sind gezählt, und irgendwann wird auch sein Schwanencafe, wo die Tasse Kaffee 2,60 Mark kostet, wie ein Überbleibsel vergangener Zeiten wirken. Aber bis dahin möchte er den neuen Gästen noch ganz viele Torten servieren, schließlich soll es sich gelohnt haben, dass er das alte Cafe noch einmal chic gemacht hat.

Der Spatenstich jedenfalls macht ihm Mut. „Jetzt hoff' ich bloß, dass die den Spaten danach nicht wieder mitnehmen“, setzt er dann noch hinzu. „Die sollen den schön hier lassen–damit es jetzt auch wirklich endlich los geht.“

THORSTEN FUCHS
 

 

Die Versprechungen sind groß und so sind auch die Erwartungen groß: 2004 soll Heiligendamm nördlich der Mollischienen fertig sein.

Die Zeitungen nehmen diese Story von der schnellen Wiedergeburt Heiligendamms gern auf und berichten über weitere schmackhafte Details:

 


OSTSEE-ZEITUNG | Montag, 29. Mai 2000  |  

Heiligendamm erwacht vom Dornröschenschlaf
 

Ester Spatenstich für Sanierung des Seebades erfolgt

Ein Fonds platzte, der zweite überzeugte. Seit 1996 arbeitet die Kölner Fundus-Gruppe zielstrebig auf den ersten Spatenstich fürs Grand Hotel und damit die Sanierung Heiligendamms hin.

Heiligendamm (OZ) Anno August Jagdfeld kann nichts erschüttern. Schlechte Presse für sein Sanierungsvorhaben in Heiligendamm hat der Chef der Fundus-Gruppe weggesteckt, ebenso wie den Platzregen, der am Sonnabend beinahe den ersten Spatenstich für das Grand Hotel ins Wasser fallen ließ. „Der Himmel weint Freudentränen“, kommentierte der Fonds-Manager die Sturzbäche und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Die gute Laune Jagdfelds litt auch nicht, als sich alteingesessene Doberaner beim eintreffenden Ministerpräsidenten Harald Ringstorff beschwerten, das einfache Volk sei schon vom ersten Spatenstich an in Heiligendamm nicht mehr erwünscht. Jagdfeld beseitigte das Missverständnis, indem er die wie es hieß „aus Sicherheitsgründen“ errichteten Zäune öffnen ließ. Dann begann, was in offiziellen Reden im Festzelt als Ende des Dornröschenschlafs und Wiedererweckung Heiligendamms zur Top-Adresse unter Deutschlands Seebädern gefeiert wurde.

Wie es in gut zwei Jahren nach dem Umbau im Fünf-Sterne-Hotel zugehen könnte, weiß Marianne Prüter. Die Heiligendammerin gewann in einer Tombola ein Wochenende im Berliner Luxus-Hotel „Adlon“. „Alles vom Feinsten“, schwärmt sie. „Das Personal vermittelte den Eindruck, nur für uns da zu sein.“ Sie hat nichts dagegen, in Heiligendamm einmal so verwöhnt zu werden. „Wessen Geldbeutel für die Übernachtung nicht reicht, der wird den Luxus im Grand Hotel bei einer Tasse Kaffee genießen können“, ist Marianne Prüter überzeugt.

Klaus Gürster aus Wetter/Ruhr gehört zu denen, die das Vorhaben Heiligendamm erst möglich machen. Der Anleger ist mit einer fünfstelligen Summe bei den 250 Millionen Mark im Fundus-Fonds 34 dabei. „1992 entdeckten meine Frau und ich die weiße Stadt am Meer und seit dem hat sie uns nicht losgelassen“, sagt der 63-jährige einstige Vermögensberater der Bochumer Sparkasse. Außerdem habe er den Fundus-Fonds zum „Adlon“ beobachtet und der sei ein Erfolg geworden.

Skeptisch sind dagegen Eberhard Raetsch und seine Frau aus Berlin. Sie überlegen noch, ob sie investieren. Die weißen Bauten aus dem Katalog haben sich in Natura als grau entpuppt.

Allerdings hat sich Fundus Mühe gegegeben, einen ersten Eindruck vom Grand Hotel zu vermitteln. Buchsbäumchen in Töpfen und frisch gepflanzte Blumen zieren die Wege. Neue Tafeln zeigen, was noch nicht zu sehen ist. Alles zusammen stimmte dann auch so manchen Kritiker milde. Klaus-Peter Behrens hatte als unabhängiger Doberaner Stadtvertreter oft gegen das Großvorhaben gewettert, weil aus seiner Sicht ein kleinteiligeres Herangehen schneller Veränderung für Heiligendamm gebracht hätte. „Auch wenn noch leise Zweifel da sind, bin ich doch froh, dass endlich etwas passiert“, sagt Behrens.

Anno August Jagdfeld dürften die Ohren geklungen haben.

JÖRG MATTERN
 

 

Die Kritiker sind milde gestimmt und die Öffentlichkeit wartet auf das, was kommt.
Noch war ja bis auf einen Spatenstich nichts passiert.

 


OSTSEE-ZEITUNG | Donnerstag, 13. Juli 2000  |  

Ortsteil stand im Mittelpunkt
 

Bürgerversammlung in Heiligendamm stieß auf mäßiges Interesse


Heiligendamm
(OZ) Es freue ihn, sagte Erich Zetzsche, dass sich nach langer Zeit wieder einmal ein Bürgermeister den Fragen der Heiligendammer stellt. Und Fragen hatte der 79-Jährige einige. Er hatte sie sich für die Bürgerversammlung am Dienstagabend im Kursaal extra aufgeschieben. Warum gibt es keine Verkaufsstelle, keine Post mehr in Heiligendamm? Können Molli und City-Bus nicht besser aufeinander abgestimmt werden? Der Bus sei immer weg, wenn der Zug aus Heiligendamm ankommt.

Bürgermeister Hartmut Polzin (SPD) gab sich Mühe, auf viele Fragen Antworten zu finden: Fehlende Verkaufsstellen und Post seien Probleme, auf die die Stadt nur bedingt Einfluss habe. Entscheidend für deren Ansiedlung sei, dass Händler von der Kaufkraft im Ort leben können, so der Bürgermeister, der versprach, die Anregung zur Abstimmung von Molli und City-Bus an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten.

Viele Stühle im Kursaal blieben am Dienstagabend zur Bürgerversammlung leer. Dabei standen Bürgermeister Hartmut Polzin hochkarätige Gäste zu Seite. Klaus Rhode vom Zweckverband Kühlung (ZVK) war der Einladung ebenso gefolgt wie Fundus-Chef Anno August Jagdfeld und ECH-Geschäftsführer Heiner Zimmermann.

Letzterer skizzierte noch einmal den Weg vom 1. Spatenstich für das Grandhotel bis zu dessen Eröffnung im Jahre 2002. Parallel dazu sollen die Logierhäuser in Angriff genommen werden.
Bis 2002 werde auch die Umgehungsstraße für Heiligendamm fertig sein, die jene 9000 Fahrzeuge täglich von und nach Kühlungsborn ums Seebad herumführen soll.

Wem gehören künftig Strand und Promenade, wurde gefragt. Beide würden öffentliche Bereiche bleiben, so die eindeutige Aussage Hartmut Polzins.

Klaus Rhode informierte über die Bauvorhaben des Zweckverbandes im Doberaner Ortsteil. Nachdem die Prof.-Dr.-Vogel-Straße im vergangenen Jahr an die Schmutzwasser- und Regenentwässerung angeschlossen wurde, werde in diesem Jahr die Seedeichstraße folgen und im nächsten Jahr die Gartenstraße in Angriff genommen. Insgesamt würden 10,7 Kilometer Rohre in Heiligendamm neu verlegt und gut 5,5 Millionen Mark in Trink- und Abwasserleitungen investiert.

J. M.
 

 

Man sagt den Mecklenburgern ja nach, dass sie schwer für Dinge zu begeistern sind und dass sie nur glauben, was sie auch sehen.

In Heiligendamm ist noch nichts zu sehen und damit auch nichts zu hinterfragen. Andererseits fallen in dieser Versammlung wichtige Aussagen, wie die, dass das Hotel-Areal nicht öffentlich sein wird. Wer nicht dabei ist, wird also überrascht. Zum Glück gibt es ja die Ostsee-Zeitung, die nach solchen Versammlungen die Inhalte schriftlich wiedergibt.

 


OSTSEE-ZEITUNG | Wochenendausgabe, 17./18. Juni 2000  |  

„Berlin“ kommt ins Korsett

Seit dem ersten Spatenstich wandelt sich Heiligendamm zur Baustelle

In Heiligendamm haben die Bauarbeiten für das Grandhotel begonnen. In einer Serie begleitet die OZ die Fortschritte auf dem Weg der Wiedererweckung des historischen Seebades.

Heiligendamm (OZ) Die Stelle, an der Ministerpräsident Harald Ringstorff und Fundus-Chef Anno August Jagdfeld den ersten Spatenstich für das Grandhotel Heiligendamm vollzogen, ist wieder mit Gras überwachsen. Allerdings heißt das nicht, dass hier seit dem 27. Mai Ruhe eingezogen ist, denn tatsächlich gibt es an einer Front des ehemaligen Hauses „Berlin“ vorsichtige Bewegung. Das Bohrgerät einer mecklenburgischen Baufirma schiebt sein Werkzeug sehr behutsam in die Erde.

Aus sechs Häusern wird ein Hotel

Die Vorsicht ist durchaus angebracht. „Die klassizistische Fassade darf durch die Arbeiten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden“, sagt Hans Schlag, technischer Leiter der Entwicklungskompagnie Heiligendamm (ECH). Der Arbeiter am Bohrer legt im wahrsten Sinne des Wortes den Grundstein für das Grandhotel, denn dessen Aufbau beginnt genau an seinem Bohrloch. Grandhotel–diesen neuen Namen wird künftig das „Berlin“ tragen. Aber auch der gesamte Komplex aus den Gebäuden „Mecklenburg“, „Hohenzollern“, Orangerie und Kurhaus sowie dem noch zu errichtenden „Severin“ wird sich Grandhotel Heiligendamm nennen. „Das Ganze soll ein Hotel in sechs Häusern werden“, erläutert ECH-Projektleiter Klaus Klingler. Doch bevor es soweit ist, müssen erst einmal noch Tonnen von Beton in die Bohrlöcher am Haus „Berlin“ verpresst werden.

Alter Lichthof wird wieder neu entstehen

Die so entstehenden Pfeiler werden später ein Stahlgerüst tragen, das die Außenmauern des „Berlin“ wie ein Korsett stützt, wenn innen das Gebäude entkernt wird. Der Abbruch im Innern werde sich nicht umgehen lassen, so Klingler. Bei Umbauten in den 80er Jahren waren im einstigen Lichthof Betonmauern eingezogen worden. „So wurden 1987 etwa 1000 Quadratmeter zusätzliche Sanatoriumsfläche gewonnen“, versucht Klingler noch einmal die damaligen Gründe nachzuvollziehen. Die Betonmauern aus DDR-Zeiten sowie alle anderen Innenwände und Böden werden in den nächsten Wochen mit einem Spezialgerät komplett aus dem Baukörper gekniffen, sobald das Korsett außen steht. Im Neuaufbau wird der Lichthof wieder zu finden sein.

In der Zwischenzeit bleibt das ECH-Team nicht untätig. „Wir sind derzeit dabei, die Baupläne entsprechend den Wünschen des Kempinski-Managements zu optimieren“, betont Hans Schlag. Die Details können nur in enger Zusammenarbeit mit den Hotelprofis von Kempinski erarbeitet werden. Geklärt werden soll dabei unter anderem die Frage: Wie funktioniert ein Hotel in sechs Häusern mit insgesamt 220 Gästezimmern? Bereits jetzt wird überlegt: Wo kommt beispielsweise die Tomatensuppe her, die der Gast nachts in einem der 52 Appartements des Hauses „Mecklenburg“ zu sich nehmen möchte–aus der zentralen Küche im Kurhaus oder besser aus einer nahe gelegenen Pantry?

Detailtreue Arbeit schafft Sicherheit

„Wir wollen darauf Antworten so detailliert und so früh wie möglich geben, um Sicherheit für die Zusammenarbeit mit dem künftigen Generalunternehmer zu finden“, sagt Schlag. Im Herbst wird es dann eine Ausschreibung geben. Danach steht der Unternehmer fest.

Bis dahin wird am Haus „Berlin“ längst das Korsett stehen. Vorsichtig fährt der Arbeiter den Bohrer aus der Erde und macht Platz für die Betonpumpe.

JÖRG MATTERN
 

 

Die Ostsee-Zeitung startet eine eigene Berichts-Serie mit dem Namen "Bautagebuch Heiligendamm".

Und sie berichtet beiläufig, dass FUNDUS auch die Halbinsel Wustrow vor den Toren Reriks gekauft hat und auch dort ein 5-Sterne-Resort errichten will.

 

 

Inzwischen macht sich auch die Wirtschaft Hoffnungen:

 

Früher plante man ein Haus, kaufte das Grundstück und das Baumaterial und beauftragte eine Firma, die dann das Haus baute.

Heute braucht man nur das Grundstück und eine Baugenehmigung für die Dimensionen eines Hauses. Was drinnen geschieht, interessiert die Behörde wenig.

So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass man in Heiligendamm die Häuser in ein Korsett zwängt und entkernt und erst während dessen Firmen sucht, die das Gerippe wieder mit Inhalten füllen können. Nicht nur die eingerüsteten Baukörper sorgen für Aufsehen, sondern auch das Investitionsvolumen. Hier wird mit vollen Händen Geld ausgegeben und an dieser Torte will natürlich jeder teilhaben. Darf er ja auch und darum kommt es zu ersten Gesprächen zwischen Bauherr und möglichen Auftragnehmern.

 


OSTSEE-ZEITUNG | Wochenendausgabe, 9./10. September 2000  |  

Regionale Firmen am Aufbau interessiert

ECH und Handwerkerbörse berieten
 

Die Bauvorhaben der Fundusgruppe in Heiligendamm machen die „Weiße Stadt“ in den nächsten Jahren zur landesweit größten Baustelle. Firmen aus der Region stellen ihr Leistungsprofil vor.

Kühlungsborn/Heiligendamm (OZ) Die Kühlungsborner Handwerkerbörse ist ein Zusammenschluss verschiedener Unternehmen aus dem Bereich Bad Doberan-Kühlungsborn. Anfangs belächelt, kann die Börse mit ihren 14 Betrieben aus den unterschiedlichen Gewerken rund um den Bau auf eine gute Zusammenarbeit in den letzten zwei Jahren zurückblicken.

Die regionale Ausdehnung der einzelnen Betriebe beträgt lediglich 30 km. Durch den Zusammenschluss können Aufträge auch größeren Umfangs qualitiäts- und termingerecht bearbeitet werden. Die Leistungsmöglichkeiten wurden enorm gesteigert und zahlreiche Arbeitsplätze gesichert. „Die Kühlungsborner Handwerkerbörse besitzt keinen Sonderstatus“, erklärt der Vorsitzende Eckard Paap, „Anliegen ist, die frühere Gemeinschaft der Handwerker wieder aufleben zu lassen. Anstatt gegeneinander zu konkurrieren, sind wir daran interessiert zu koopieren und mit guter Leistung zu überzeugen“, fügt er hinzu.

Am vergangenen Mittwochabend trafen sich Vertreter der ECH, Tochter-Unternehmen der Fundus-Gruppe, und die Kühlungsborner Handwerkerbörse im Landhaus Pietsch in Wittenbeck. Thema der Gesprächsrunde waren die geplanten Bauvorhaben in Heiligendamm. Herzstück des Großprojektes ist das Grand-Hotel, welches aus sechs klassizistischen Gebäuden besteht. Weitere Bauabschnitte sind die Logierhäuser an der Strandpromenade, die Golfplatzanlage, ein Villenquartier und das Gut Vorder Bollhagen.   Es besteht ein großes Interesse von beiden Seiten, einheimische Betriebe an dem Wiederaufbau des ältesten Seebades in Deutschland zu beteiligen. „Die Börse hat sich in Mecklenburg-Vorpommern konstituiert und stellt in der Region eine Größe dar“, bestätigt Peter Sähn, kaufmännischer Leiter der ECH. „Deshalb versuchen wir, regionale Betriebe bei der Restaurierung von Heiligendamm mit einzusetzen“.

In den nächsten Jahren werden zahlreiche Projekte nicht nur von Großunternehmen sondern auch von kleineren Firmen in Angriff genommen. „Die Firmen der Handwerkerbörse wären insbesondere für die Beteiligung an Ausschreibungen von Einzelgewerken in und um Heiligendamm prädestiniert “, erklärt Jens-Uwe Trost, Mitarbeiter in der technischen Projektleitung des Bauvorhabens Heiligendamm.

Aufträge, die für die Region bestimmt sind, sollten möglichst von regionalen Firmen ausgeführt werden, so heißt es. Dabei sei der schnelle Service vor Ort nach Fertigstellung der Bauaufträge nicht außer Acht zu lassen. Die Firmen der Handwerkerbörse wollen ihre langjährigen Erfahrungen und ihre Fachkompetenz bei diesem einmaligen Bauvorhaben unter Beweis stellen.

In einem Katalog, der ständig aktualisiert wird, stellen sich die einzelnen Betriebe aus der Region allen Bauinteressenten vor. Die Kontakte zwischen den Firmen sollen durch regelmäßige Treffen weiter ausgebaut werden.

ARIANE PETERS
 

 

Die Absicht, mecklenburgische Unternehmen zu beauftragen, ist keine rein patriotische.

Die regionalen Unternehmen arbeiten zum kleinen Preis.

Aber sie haben Arbeit und daher ist es nicht sinnvoll, das kaputt zu reden.

Allein die Firma Werges (Abriss, Erdarbeiten, Abtransport) profitiert sehr vom Bauvorhaben.
 


OSTSEE-ZEITUNG | Mittwoch, 6. Dezember 2000  |  

Sicherheitszaun wächst um Heiligendamm

Nächste Bauphase beginnt

Das einstige Haus Berlin ist entkernt. Um den Komplex des künftigen Grandhotels in Heiligendamm zieht sich ein Bauzaun. Die Fassadensicherung an weiteren Gebäuden wird vorbereitet.

Heiligendamm (OZ) Die mächtige Eiche vor dem Haus Hohenzollern wirkt wie das Urbild des deutschesten aller Bäume. Doch wenn Hans Schlag davor steht, dann hat er nicht nur Augen für die Schönheit des Baumes. Den technischen Leiter der Entwicklungscompagnie Heiligendamm (ECH) bewegt dabei immer auch, wie an dem Haus gearbeitet werden kann, ohne den Baum zu beschädigen. Die ausladenden Äste der Eiche kommen dem Dachsims sehr nah.

„Zu nah, um einen Kran arbeiten zu lassen“, sagt Schlag. Das Baugerät ist bereits eingetroffen. Behutsam bugsieren Arbeiter den Kran hinter das Gebäude, weit weg vom Baum. Allerdings wird die Eiche für die Baufreiheit am Gebäude schon ein paar Äste hergeben müssen.

Für die Sicherheit der Bäume wurde jeder Stamm, der in der Nähe der künftigen Hotelgebäude steht, von ECH-Experten und Mitarbeitern der Umweltschutzbehörde begutachtet. Gemeinsam seien Maßnahmen für den Baumschutz festgelegt worden, betont der technische Leiter, denn: „Wir wollen hier keinen Baum fällen.“ Die Vorhaben gehen so weit, dass nicht nur die Stämme abgesichert werden. Auch Bodenverdichtung durch Baufahrzeuge soll zum Schutz der Wurzeln verhindert werden.

Damit treten die Bauarbeiten für das künftige Grandhotel in Heiligendamm in ihre nächste Phase. Nachdem das einstige Haus Berlin komplett entkernt wurde, geht es jetzt am Kurhaus, dem Hohenzollern, dem Haus Mecklenburg und der Orangerie ans Werk. „Die Baustellen werden eingerichtet“, sagt Schlag. Dazu gehört auch, dass der Komplex eingezäunt wird.

Das könnte Unmut unter Spaziergängern auslösen, weil öffentliche Wege abgeschnitten werden, befürchtet der ECH-Mann. Doch er betont, dass es ECH nur darum gehe, Gefahren für die Öffentlichkeit auszuschließen, wenn sich erst einmal Baukräne drehen. Mit der Stadt Bad Doberan habe man sich daher über die nötigen Absperrungen entsprechend geeinigt.

Während gegenwärtig damit begonnen wird, die Fassadensicherung an den Gebäuden vorzubereiten, läuft parallel dazu die Ausschreibung für den Hochbau im Hotelkomplex.
Der technische Leiter weist auf eine meterlange Reihe Aktenordner in seinem Büro: „Da stecken die Unterlagen dazu drin.“

Am 15. Januar ist Stichtag für die Angebote. „Bereits jetzt zeigen Firmen aus Mecklenburg großes Interesse an der Ausschreibung“, lässt Schlag schon mal durchblicken.

JÖRG MATTERN

 

 


Fazit 2000: Das Warten hat ein Ende.

 

Man hatte die Hoffnung schon aufgegeben und vermutet, dass FUNDUS es nicht schafft. Nun jedoch geht es los.



Hier geht es weiter:
 2001: In Heiligendamm wird fleißig gebaut.