Die Architektur Heiligendamms und seine Baumeister.

 

Auf dieser Seite geht es um die Architektur Heiligendamms und um die Baumeister.

Die Seite ergänzt die Informationen der Gebäudedatenbank. Es wird erklärt, was sich die Baumeister bei Ihren Planungen gedacht haben,

warum einige Dinge im Nachhinein verändert wurden und wie es zum Stilbruch beim Bau der Villen der Perlenkette kam. Das Kommen und

Gehen der Baumeister und Architekten wird Thema sein und es werden Assoziationen zu den Lehrern der Baumeister und ihren Bauwerken

vorgenommen. Auch die politische Lage zum jeweiligen Bauzeitpunkt wird Thema dieser Internetseite sein. Als Textquellen dienen insbesondere

die Bücher von Judith Groschang, Wolf Karge, Frank Mohr, Joachim Skerl und Thomas Grundner, sowie Museen, Ausstellungen und die

freie Wissensdatenbank Wikipedia.

 

Unsere architektonische Reise beginnt im Jahre 1793 in Doberan. Der kleine Ort lag eingebettet in die Hügel einer Endmoränenlandschaft sechs Kilometer vor der Ostsee.

Doberan war ein Dorf mit einer großen gotischen Klosterkirche, dem Münster. Um das Klostergelände legte sich westlich die Ansiedlung mit 85 reetgedeckten Häusern

herum, in denen 900 Einwohner Platz fanden. Doberan, 1186 erstmals erwähnt, war Teil des Domanium und damit herzoglicher Besitz. Das Münster war die Grablege

der Herzöge Mecklenburg-Schwerins und im Sommer zog es die Familie oft nach Doberan. Im Klostergarten und nach Althof ließ es sich gut wandern.

 

Der Heilige Damm war nur eine Lichtung im Wald, ein flaches Tal mit Seezugang zwischen zwei Steilküsten. Den eigentlichen Damm - die Aufschüttung von

dunklen Flintsteinen - gab es längst nicht mehr. Das Erstaunen der Besucher war eher von der Steilküste abzuleiten, den sie für den Heiligen Damm hielten.

Und die sonnengespeiste Lichtung im dunklen Buchenwald mit dem saftigen Gras und davor dem hellen Sand und den dunklen Steinen in der Brandung

zusammen mit der glänzenden See dürften dem Eindruck ihren Ausdruck gegeben haben.

 

Die ersten Gebäude entstanden dann auch nicht an diesem Ort, sondern in Doberan. Prof. Vogel hatte Doberan als Badeort vorgeschlagen und wollte ein bestehendes

Haus zum Badehaus umbauen und das Wasser vom Heiligen Damm mit Rohrleitungen nach Doberan pumpen lassen. Aber Doberan liegt höher als der Heilige Damm

und 6 Kilometer bergauf ließ sich das Wasser 1793 noch nicht transportieren. Also reiste die herzogliche Familie mit Wagen an und baute am Heiligen Damm eine

Wagenremise mit Zelten auf, in denen Badewannen aufgestellt wurden und in denen sich umgekleidet wurde. Nur wenige wagten sich direkt in das Wasser der

Ostsee und andere ließen sich ihr Badewasser lieber erhitzen. Später baute man eine Reihe von Holzhütten an das Wasser, wo man sich umziehen konnte.

Es folgten einige größere Hütten für die kurzfristige Unterstellung der Logistik und als Unterschlupf, wenn es mal zu regnen begann.

Das konnte nämlich damals genauso überraschend geschehen, wie es heute der Fall ist.

 

Während die herzogliche Familie am Heiligen Damm badete, wohnte sie im Amtshaus, das von Seydewitz 1793

auf dem Klosterhof errichtet hatte. Das eingeschossige Fachwerktraufenhaus mit elf Achsen und Krüppelwalm-

Mansarddach steht im Angesicht zum Klostergarten. Besonders auffällig ist das zweiachsige Zwerchhaus mit

Dreiecksgiebel und Ochsenauge, unter dem sich die drei mittleren Achsen befinden. Der Rest der Badegesellschaft

residierte in Doberans einziger Wirtschaft, dem Lindenhof und andere Mitglieder des Hofes kamen in den Privathaushalten

Doberans und in einer kleinen unansehnlichen Kneipe am Stadtrand unter.

Zum Baden fuhr man vormittags und Mittags war man wieder in Doberan.

Die erste Saison begann im Oktober 1794 und brachte 308 Badegäste mit sich.

Das war mehr, als Doberan aufnehmen konnte. Ein Logierhaus musste her.

Also wurde eine "Herzogliche Badedirection" gegründet und beschlossen,

dass ein "Logirhauß" gebaut werden müsse.

 

Herzog und später Großherzog Friedrich Franz I von Mecklenburg-Schwerin.

 

 

Herzog Friedrich Franz I beauftragte seinen Bauconducteur Johann Christoff Heinrich von Seydewitz mit dem Bau eines Logierhauses.

Damit kommen wir zum ersten Baumeister:

 

 

Johann Christoff Heinrich von Seydewitz.

Über den ersten Bauconducteur ist wenig bekannt. Sicher ist, dass er 1748 geboren wurde. Er baute mehrere Gutshöfe, Schlösser, wie das Jagdschloss in

Friedrichsmoor und Kirchen, wie z.B. 18106 St. Helena in Ludwigslust. Im Jahre 1796 sollte von Seydewitz eigentlich in den Ruhestand gehen und nach dem

Osterfest sollte sein Gehilfe Carl Theodor Severin ihn ersetzen. Von Seydewitz blieb jedoch bis 1808 im Amt und fiel dafür 1806 beim Herzog in Ungnade.

1824 starb Johann Christoff von Seydewitz.

 

Seydewitz erbaute 1795 an der Ostseite des Kamp das Logierhaus im Zopfstil mit

Fachwerk. Es hatte 2 Geschosse mit 19 Achsen, ein ausgebautes Dachgeschoss

mit Mansardwalmdach und ein dreiachsiges Zwerchhaus. Damit gehörte das Gebäude

zum Barock. Es beherbergte einen Tanzsaal, ein Speisezimmer und eine Spielbank

für Pharao und Roulette. Im Obergeschoss gab es ausschließlich Logierzimmer und

im Flügel waren im Parterre die Wagenremise und Stallungen und darüber Logierzimmer

untergebracht. Das Logierhaus wurde 1796 fertig gestellt und dem Herzog übergeben.

Zur gleichen Zeit entstand unter Leitung von Seydewitz auch das barocke Badehaus

am Heiligen Damm. Es war eingeschossig, hatte elf Fenster- und Türachsen,

eine Dachzone, vier pilastergerahmte zweigeschossige Mittelrisaliten und eine

geschwungene zweiläufige Freitreppe, die direkt in das unterkellerte Hochparterre

führte. Prof. Vogel hatte vorgeschlagen, das Haus mit einem Giebel zur Seeseite zu

stellen, um dem Wind wenig Angriffsfläche zu geben.

 

Das passte zu von Seydewitz barocken Verständnis, sodass er das Haus im 90°-

Winkel zur See und auf die Allee nach Doberan ausrichtete, die nur den Zweck hatte,

vor dem Badehaus auf einem Platz zu enden. Es verfügte über 7 Zimmer für Kalt- und

Warmwasserbäder, 2 Ruhekabinette, 2 Konversationszimmer, die Bademeister-Wohnung

und einige Zimmer für Schwache, denen die tägliche Kutschfahrt zu beschwerlich waren.

Aristokratische Schwache wohlgemerkt. Neben den Holzhütten gab es profane Fachwerk-

bauten, für Warm- und Kaltbäder und 11 schilderhausartige Umkleidekabinen am Strand.

 

Das Logierhaus heute (oben). Der Kamp vor dem Logierhaus um 1840. (unten)

Tipp: Ersteigern Sie sich ein Candelight-Dinner im Kurhaus, dem einstigen Logierhaus ->

Empfehlung:

Das einstige Logierhaus beherbergt heute das Hotel "Friedrich-Franz-Palais", in dem es sich wunderbar speisen und wohnen lässt. Der Betreiber versteigert Arrangements bei eBay, womit Sie zum Bruchteil des eigentlichen Preises in das Vier-Sterne-Hotel einchecken können. Bieten Sie einfach mit!

 

Logierhäuser waren am Heiligen Damm nicht geplant, da Prof. Vogel vom Nutzen der Kutschfahrten überzeugt war.

Die aerosolhaltige und ionenreiche Mischung aus salzhaltiger Ostsee- und sauerstoffreicher Waldluft ist sehr gesund.

Für das Gesellschaftsleben sollte Doberan hergerichtet werden. Die Spielbank brachte pro Jahr 12.700 Taler Pacht ein

und durch den Verkauf von 1000 mecklenburgischen Söldnern nach Oranien flossen pro Jahr 30.000 Taler in die Kasse

des Herzogs. Mittel standen genug zur Verfügung und der Herzog wies explizit an, alles aus der Herzoglichen Schatulle

zu bezahlen und nicht die öffentlichen Kassen zu molestieren. Ein reichhaltiges Kulturprogramm (auf der Startseite

genauer beschrieben) sorgte für einen Zustrom an Gästen aus dem deutschen und europäischen Adel, Offizieren,

Kaufleuten, Gutsbesitzern, Beamten, Ärzten, Künstlern, Wissenschaftlern, Musikern und Schauspielern. Der Herzog

war beliebt und seine Anwesenheit in Doberan zog unweigerlich die Massen an. Die Rangordnung hatte er aufheben

lassen und so war jeder per Sie (ansonsten hätte man den Herzog "Eure Durchlaucht, der Herzog Friedrich Franz I

von Mecklenburg-Schwerin" nennen müssen) und jeder gleich viel Wert. Die einfache Bevölkerung wurde zwar nicht

ausgeschlossen, blieb aber von selbst wegen der hohen Preise fern. In den Jahren 1798/99 verzeichnete der Herzog

einen Geldumlauf von 100.000 Talern. Das tat auch der einfachen Bevölkerung gut.

 

Der Kamp - vorher eine Weide mit allen riechbaren Nebenwirkungen und inzwischen eine Mehrzweck-

Nutzfläche - wurde zur einem Park umfunktioniert. Der Herzog verbot den Bau von stroh- und reetgedeckten Häusern

und unterstützte finanziell die Umrüstung auf Ziegeldächer. Durch die stetige Zunahme des Gästestroms nach Doberan

und von dort aus zum Heiligen Damm wurde es aber auch bald im Logierhaus zu eng. Inzwischen vermietete jeder, der

nur irgendwo ein Zimmer frei hatte dieses an die Gäste. Aber auch diese Kapazitäten nahmen immer weiter ab.

So beauftragte der Herzog anno 1801 seinen Bauconducteur-Duo von Seydewitz und Severin mit dem Bau eines

Salongebäudes. Der Salon sollte einen weiteren Speisesaal, Logierzimmer und sechs Läden für Kaufleute enthalten.

Von Seydewitz hatte zu der Zeit mit den Planungen für Ludwigslust zu tun und der Herzog wollte auch von Severin

einmal etwas eigenes sehen und so ließ er Severin eigenständiger als bisher arbeiten. Damit wären wir dann beim

zweiten Baumeister.

 

Das Badehaus am Heiligen Damm um 1800 (oben)

Der Kamp in seiner vollendeten Form nach 1830. (unten)

 

 

Carl Theodor Severin.

Mehr als über von Seydewitz ist über Severin überliefert.

Er wurde am 13.09.1763 in Mengeringshausen im hessischen Waldeck geboren. Wo er gelernt hat, ist nicht herauszufinden aber

seine Werke tragen die Handschriften von Karl Friedrich Schinkel, Carl Gotthard Langhans, David und Friedrich Gilly und Heinrich Gentz.

 

Hier müssen wir uns erst einmal einen Überblick verschaffen:

 

Carl Gotthard Langhans war Baumeister in Berlin und erbaute u. a. das Brandenburger Tor, das Deutsche Nationaltheater,

das Schauspielhaus in Breslau und das Belvedere im Schlosspark Charlottenburg. Er lernte nicht durch einen Lehrer, sondern

durch Studienreisen, u. a durch Italien und durch Bücher, die sich mit antiker Architektur befassten.

 

Auf dieselbe Weise bildete sich Friedrich Willhelm von Erdmannsdorf. Er orientierte sich an Palladio, einem antiken Architekten.

Von Erdmannsdorf baute u. a. das Pantheon, das Schloss und das Rathaus in Wörlitz und das Schloss und Schlosstheater in Dessau.

 

Friedrich Gilly lernte unter anderem bei seinem Vater David Gilly, bei Carl Gotthard Langhans und Friedrich Willhelm von Erdmannsdorf

und erbaute in seinen 28 Lebensjahren das Denkmal Friedrich des Großen und plante viele der Bauwerke, die Schinkel zu Ende brachte.

 

Heinrich Gentz wurde von Carl von Gontard ausgebildet und erbaute u. a. das Theater in Bad Lauchstädt und das Mausoleum für Königin

Luise im Schlosspark in Charlottenburg.

 

Schinkel lernte bei Friedrich Gilly und erbaute u. a. das Schauspielhaus, die Neue Wache, die Bauakademie und das Alte Museum in Berlin.

 

Carl Theodor Severin nun lernte bei irgend einem dieser Architekten, nahm aber von allen etwas mit, da ja irgendwie jeder bei jedem lernte.

Aus Severins Studienzeit ist wenig bekannt und auch damals war dem Hof wenig über Severin bekannt. Er war recht plötzlich einfach da.

 

Die Aufzeichnungen am Hofe zu Mecklenburg-Schwerin beginnen erst um 1789 mit dem Erscheinen Severins in Mecklenburg.

Am 20.02.1836 siedelte er nach Doberan um. In den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts arbeitete er in Schwerin als Bauaufseher und

Berechner der Schiffbauerei. Nach seiner Ernennung zum Baumeister war er in Doberan tätig und leitete ab 1809 das Landbauwesen

der Ämter Buckow, Doberan, Ribnitz, Rühn, Toitenwinkel und Schwaan. Carl Severin wurde 1819 zum Oberlandbaumeister ernannt.

Zu seinen Arbeiten in Doberan und Heiligendamm gehören das Großherzogliche Palais (1806 - 1809), das Herzogliche Salongebäude

(1801 - 1802), das Kleine Palais (1810 - 1813) und das Kurhaus (1814 - 1816). 1835 trat er in den Ruhestand und verstarb 1836 in Doberan,

wo er zwei Tage später an unbekannter Stelle beigesetzt wurde. Als Severin starb, war er völlig verarmt und hatte nur noch 50 RT Vermögen.

 

Severin stellte das Salongebäude 1802 fertig und der Herzog war begeistert.

Der zweigeschossige Flachbau gliedert sich in 17 Achsen und hat einen fünfachsigen Mittelrisaliten,

der auch den Mittelpunkt der umlaufenden Attika bildet. Hinter der Attika befindet sich ein flaches Walmdach.

Der Saal im Inneren ist im Stil des Empire gehalten und weist daher reiche Verzierungen auf. Im Salongebäude

wurde nun neben dem Speisesaal und vielen Logierzimmern zur Entlastung des Logierhauses auch eine Spielbank

eröffnet. Da es im Lindenhof schon eine Spielbank gab, wurde diese zur Silberbank und die im Salon wurde zur

Goldbank.

1803 beauftragte der Herzog Severin mit dem Bau des Herrenbades und 1804 mit einer Konversationsrotunde

am Heiligen Damm. Beides befand sich dort, wo später die Villen der Perlenkette gebaut wurden und beides

fiel später der Sturmflut zum Opfer.

 

Von oben nach unten: Der Salon heute. Das Theater um 1840. Palais, Salon, Logierhaus und Theater um 1840. Der Rosengarten um 1840.

Das Herzogliche Palais von vorn und von hinten im Jahre 2007. Blick vom Roten zum Weißen Pavillon.

 

 

 

1805 bekam Severin dann allein den Auftrag zum Bau eines Theaters.

Er errichtete dieses rechts neben dem Logierhaus. Auch dieses Gebäude war im Stil des Klassizismus gebaut,

hatte aber ein Mansardwalmdach, was wiederum darauf schließen lässt, dass der Einfluss von Seydewitz noch

vorhanden war. Die beiden Seitenrisaliten wiesen eine große Ähnlichkeit zum später entstandenen Palais auf und

auch der Mittelrisalit findet sich in späteren Bauten Severins, wie dem Prinzenpalais, dem Moorbad und dem Haus

"Gottesfrieden" wieder. Ebenso Severin-typisch ist die Dreiergruppierung der Fenster. Das Theater bot Platz für 500

Gäste und wurde am 02.07.1806 mit einer Festaufführung eingeweiht. Heute sucht man dieses Haus in Bad Doberan

vergebens, weil es abgerissen und später überbaut wurde. An seiner Stelle befinden sich heute der Rosenwinkel und

das Gymnasium "Friderico-Franciseum".

 

Noch während Severin am Theater baute, wollte der Herzog auch im neuen Zentrum wohnen und beauftragte

ihn mit dem Bau eines Palais. Severin plante dieses 1805 und 1806 konnte mit dem Bau begonnen werden.

Ein Jahr später konnte der Herzog vom Amtshaus in das noch nicht vollendete Palais umziehen. Dort brachte

der Herzog aber nur ein paar Tage zu, weil er am 08.01.1807 mit seiner Familie vor Napoleon ins Exil in das

dänische Altona fliehen musste. Dank der Intervention des befreundeten russischen Zaren, Alexander Romanow,

konnte die Familie am 10. August 1807 wieder zurückkehren. Sie kehrte nicht in die Hauptstadt zurück, sondern

nach Doberan, wo sie mit einem beeindruckenden Volksfest empfangen wurde. Endlich konnte der Herzog sein

Palais in Doberan beziehen. Die Arbeiten im Inneren dauerten zwar noch gute zehn Jahre an aber das tat der

Freude des Herzogs keinen Abbruch. Das Palais ist ebenfalls ein im Stil des Klassizismus erbautes Gebäude.

Es passte sich farblich und stilistisch dem Salon, dem Logierhaus und dem Theater an.

 

Wie schon der Salon hatte auch das Palais 2 Stockwerke, die von einer umlaufenden Attika gekrönt waren,

hinter der sich ein flaches Walmdach verbirgt. Im Gegensatz zum Salon arbeitete Severin beim Palais aber

nicht mit einem Mittelrisaliten, sondern mit zwei seitlichen Risaliten, die jeweils einachsig waren und jeweils

ein Rundbogenfenster im Untergeschoss und je ein dreiteiliges Fenster im Obergeschoss hatten. An Stelle

des Mittelrisaliten schuf Severin einen Portikus mit vier eingestellten, mit Plinthen verzierten dorischen Säulen.

Die Säulen waren freistehend, was den Portikus zu einer echten Vorhalle werden ließ. In der Mitte der vier Säulen

befand sich die Tür. Ausgehend vom Portikus hatte das Palais jeweils vier Achsen mit vier Fenstern pro Geschoss

bis zu den beiden Risaliten.

Eine Besonderheit am Palais ist die Schrägstellung. Dadurch verengte sich die Straße zum Heiligen Damm,

sodass die Kutschen langsamer fahren mussten und die Fahrgäste einen längeren Blick auf das Wohnhaus des

Herzogs werfen konnten. Ebenso besonders ist einmal, dass sich das Palais einfach und ohne Hervorhebung an

die Gebäudereihe anschließt und dass auf das Southterrain verzichtet wurde. Damit verdeutlichte Severin noch

einmal architektonisch die in Doberan aufgehobene Rangordnung. Der in den Garten gezogene Ovale Saal des

Palais zeigt deutlich, dass Severin die Berliner Schule von Langhans und Schinkel genossen hatte.

Die Decke des Ovalen Gartensaals ist besonders kostbar, denn sie ist tapeziert und bemalt mit der

Darstellung zur Amor-und-Psyche-Sage des Apuleius (nach Entwürfen von Lois Lafitte und Mary Blonder

1820 in Paris gedruckt). Severin konnte sich der absoluten Aufmerksamkeit des Herzogs sicher sein.

Dieser beauftragte ihn nämlich sogleich mit dem Bau eines Aussichtsturmes am Heiligen Damm und

danach mit der Gestaltung des Kamps, der noch immer einen Park mit Holzbuden und Zelten darstellte

und neben den herrschaftlichen Bauten wenig repräsentativ war.

1808 war das Todesjahr von Langhans und von David Gilly und es war das Jahr, in dem Beethoven seine vierte

Sinfonie uraufführte. So frei und überschwänglich wie diese war auch der Baustil dieses Jahres.

 

Chinesische Baukunst wurde modern und auch wenn Mecklenburg sonst immer eher hinter der Entwicklung

der anderen Länder hinterher hinkte, erreichte auch den kleinen Ort Doberan die chinesische Baukunst. Severin

baute nämlich auf dem Kamp einen kleinen Pavillon im chinesischen Stil, der der Erfrischung dienen sollte.

Er gestaltete ihn farblich in gelb, weiß, rot, braun, schwarz und einigen Mischtönen. Bauconducteur von Seydewitz

ging endlich in Pension und Severin wurde 1809 Landbaumeister und konnte endlich sein eigenes Geld verdienen.

Er war zuständig für ein großes Einzugsgebiet und hatte Einfluss auf die Gestaltungen der Häuser in diesem Gebiet.

Direkt von ihm stammen das Mausoleum in Buchholz, das Kurhaus in Sülze, das Schul- und Küsterhaus und die

Post in Wulfshagen und die Hauptwache in Rostock. Severin hatte das letzte Wort bei den Bauplänen, die alle ihm

vorzulegen waren. Die Bauherren mussten sich in Doberan - zumindest rund um den Kamp an klare Auflagen halten:

Steinfassung, Ziegeldach und mindestens zwei Etagen. Severin sorgte dann für den letzten Schliff und damit für ein

einheitliches aber doch individuelles Aussehen. Sein wohl größtes Werk stand ihm jedoch noch bevor.

Erst einmal zog er 1810 nach Doberan um, heiratete Marie Eleonore Magdalena Bollow, begann mit dem Bau

eines weiteren Pavillons auf dem Kamp und am Heiligen Damm des Damenbades und im Auftrag Prof. Vogels

das Armenkrankenhaus. Letzteres wurde von der Rostocker Freimaurerloge gestiftet, welcher Vogel angehörte.

 

Der Herzog war nicht angetan davon, dass nun in jeder Saison 80 mittellose Kranke durch sein Bad wandern

sollten und sorgte mit einem Zeitplan dafür, dass sich Arme und Aristokraten nicht über den Weg laufen konnten.

Severin vollbrachte auch privat ein kleines Werk, indem er 1811 mit der Geburt der ersten Tochter eine kleine

Familie gründen konnte. Er entschloss sich, nun in Doberan zu bleiben und baute ein Stück rechts vom Theater

sein Wohnhaus. Der neue Pavillon darf eigentlich erst diesen Namen tragen, denn er ersetzte das Zelt, in dem

bisher die Philharmonie für musikalische Unterhaltung sorgte. Chefkoch Medini bewirtete seine Gäste schon in

einem Zelt und der Kamp war voller Buden, da wollte der Herzog gern etwas Ordnung hinein bringen. Severin griff

beim Pavillon auch eine Vorlage zurück, die er abänderte. Der achteckige Baukörper wurde z.B. mit dorischen

Säulen versehen, die eher zum Klassizismus gehören, als zum Chinastil. Der Pavillon diente als Musiksalon

und Severin bauten an der Nordseite Boutiquen an, damit die Buden auf dem Kamp verschwinden. Während die

Arbeiten am Pavillon sich aus Mangel an Materialien dahin zog, erweitere Severin das Badehaus am Heiligen Damm

mit einem Anbau. Dieser fasste vier weitere Badezimmer, ein Restaurant, Räume für Regen- Tropf- und Spritzduschen.

 

 

Am Strand entstanden Stege, Badekabinen, zwei Wasserreservoirs für 900 Tonnen Wasser, ein Gebäude für das Trittrad, eines für das Pumpenwerk, ein großer Schauer für das Einziehen der Pferde, zum Aufenthalt der Dienerschaft bei Regenwetter und zum Unterstellen der Schaluppe und das Haus des Schaluppenmeisters Johann Both nebst Stall. Die Zahl der Schaluppen war bereits von zwei auf eine gesunken und nachdem nun die ersten Badekarren aufgestellt wurden, war auch diese Schaluppe nicht mehr so oft benutzt, da die Gäste immer seekrank wurden. Kaum hatte Severin diese Gebäude fertig und die Arbeiten am Pavillon 1813 endlich abgeschlossen, mussten die Bauten am Heiligen Damm die erste Bewährungsprobe bestehen. Eine schwere Sturmflut riss alles nieder, was nicht weit genug auf dem Land stand und nicht niet- und nagelfest war.

         Entwurf des Kurhauses von C. T. Severin.

 

Der Herzog erkannte den Unsinn von Holzhäusern am Strand und beauftragte Severin mit dem Bau eines Gesellschaftshauses zum Tanzen, Speisen, Ruhen und Feiern. Neben den Zerstörungen durch die Sturmflut

war auch der Drang der Gesellschaft, sich vor Ort zu vergnügen, einer der Gründe für diesen Auftrag. Bisher

reiste die Badegesellschaft vormittags von Doberan zum Heiligen Damm und fuhr dann zum Mittag zurück

nach Doberan, um im Salon an der Table de hôte - dem Essen mit dem Herzog - teilzunehmen. Der Rest

des Tages spielte sich dann in Doberan ab. Severin plante nun also ein Gesellschaftshaus und legte dem

Amtmann Schuhmacher zwei Entwürfe vor. Einer stellte ein Gebäude dar, dass in gleicher Größe parallel

aber versetzt zum Badehaus stehen würde und der andere zeigte eine Halle, die im rechten Winkel zum

Badehaus und auf das Meer ausgerichtet stehen würde.

Die Entscheidung fiel für die zweite Variante und 1814 begann Severin mit dem Bau des Hauses.

 

Das Salongebäude am Heiligen Damm nun wurde 120 Fuß lang und 28 Fuß breit und hatte eine 8 Fuß

breite Vorhalle. Hier griff Severin auf die Lehren seiner Meister zurück. Schinkel hatte bereits 1802 eine Zeichnung

angefertigt, die einen Raum einer Halle darstellte, durch dessen Fenster man zwischen Säulen hindurch zum Meer

sah. Er selbst hatte eine solche Halle nur in einer meerlosen Form am Ufer der Havel in Gliencke in Form des dortigen

Kasinos verwirklichen können. Sein Schüler Severin nun hatte die Chance, Schinkels Idee - wissend oder nicht -

zu verwirklichen. Dazu baute er einen Kubus mit einem Innenhof, der an die Peristylhöfe antiker Villen erinnerte.

Die umgebenen Kolonnaden sollten zum Verweilen im Freien auch bei schlechtem Wetter einladen und der Innenhof

sollte zur Entspannung dienen. An der Seeseite schuf Severin eine Vorhalle mit acht geschossübergreifenden Säulen.

Im Gegensatz zum Palais in Doberan waren diese Säulen nicht nur eingestellt, sondern tragend und sie hatten keine

Basis mehr, wie es Palladio lehrte, sondern orientierten sich an den toskanischen Säulen des Dorismus, wie sie von

Erdmannsdorf bereits verwendet hatte. Diese sprießen wie Bäume direkt aus der Sockelplatte des Hauses.

 

Andrea Palladio hatte seinerzeit noch gemäß dem "Quattro Libri dell' Architettura" von 1570

Säulen mit flachem Enchius, einem Kapitell mit quadratischem Abakus und einem durch einen

Stab abgesetzten Hals verwendet. Und auch die Zahl der glatten Säulen kommt nicht von ungefähr,

sondern von der Akropolis in Athen. Severin setzte der Halle ein Walmdach auf, das sich hinter

einer Attika mit Fenster verbarg aber er schnitt das Walmdach und die Attika ein, was der Halle

das Aussehen eines Tempels verlieh. Statt einer Vorhalle realisierte Severin den Eingang über

das Vestibül und schuf damit einen Portikus. Um den klassizistischen Stil zu halten, setzte

Severin auf der schon doppelten Attika noch ein Tympanon auf. Heute befindet sich darin eine

Uhr. Ursprünglich war dieser Freudentempel zum Meer hin zweigeschossig und nach Süden hin

eingeschossig. Im Vorderteil waren im Erdgeschoss der Saal, drei Gesellschaftszimmer, Wohn-

und Wirtschaftsräume untergebracht. Im Westflügel bekam der Bademeister eine neue Wohnung

und die alte Wohnung im Badehaus wurde zu Logierzimmern umgestaltet.

Oben links: Salon und Badehaus von der Allee und von der Seeseite aus.

Unten rechts: Portikus des Kurhauses mit Inschrift und Relief aus Jasper.

 

Wieder einmal war das Material knapp und das Jahr 1815 verstrich, das Jahr 1816 und die Saison 1817 rückte

näher. Der Herzog - seit 1815 nun Großherzog - drückte im Herbst 1816 sein Befremden und sein Missfallen über

das langsame Fortschreiten aus und befürchtete, zur Saison 1817 nicht fertig zu werden. Das musste auch bald

Severin selbst befürchten aber er schaffte es gerade rechtzeitig zur Saison, das Gebäude fertig zu stellen.

Im Inneren war nur noch der Maler Johannes Hauthmann aus Lübeck die Saison über beschäftigt. Die Halle

am Meer war nun also endlich fertig. Sie war sandsteinfarben und hob sich somit von den anderen Gebäuden ab.

Aber eigentlich tat sie das schon durch ihre Größe. Über dem Eingang wurde ein halbrundes Relief angebracht,

das die Göttin Hygieia mit Schale und Schlange zeigt und links daneben wurde über jedes Fenster ein Relief mit

Abbildungen von Nereiden und rechts über jedes Fenster eines mit Tritonen angebracht. Dieses Relief stellt die

Hochzeit des Poseidon dar und ist nicht etwa mit Farbe gemalt, sondern als blauen Jasper und weißem Sandstein

angefertigt worden. An der Attika brachte man einen Spruch von Immanuel Gottlieb Huschke (1761-1828) an, auf

dem da zu lesen steht: HEIC TE LAETITIA INVITAT POST SANEA BALNUM. Sinnlich übersetzt (da es wörtlich

keinen Sinn ergibt) bedeutet dies: Hier empfängt dich Freude, entsteigst du gesundet dem Bade. Heute dreht man

das zu: Freunde empfängt dich, entsteigst du gesundet dem Bade.

 

Und in der Tat: Die Zeit der Aufklärung hatte begonnen und statt Puder, Parfum, Korsetts und Beinkleider hielt

Hygiene Einzug in die Paläste und Domizile der europäischen Bevölkerung. Dafür steht in Heiligendamm Hygieia

über der Tür des Kurhauses. Damit endet Severins Arbeit am Heiligen Damm. 1819 wird er Oberlandbaumeister

und erweitert bis 1821den Salon durch einen Anbau.

1822 kauft ihm der Großherzog sein Wohnhaus ab und schenkt es seinem Sohn, dem Erbherzog Friedrich Ludwig.

Durch den Wiener Kongress 1815 wurden die Herzöge zu Großherzögen und nur in Mecklenburg wurden auch die

Prinzen zu Herzögen und die Prinzessinnen zu Herzoginnen. Erbherzog Friedrich Ludwig wäre also - wenn er nicht

in Mecklenburg gelebt hätte - kein Erbherzog, sondern ein Erbprinz und darum trägt Severins erstes Wohnhaus

heute den Namen "Prinzenpalais". Nun jedenfalls wohnten der Vater am nördlichen und der Sohn am südlichen

Ende von Doberans Hauptstraße. Severin sollte sich ein Haus in einem Neubaugebiet am Rande des damaligen

Doberaner Ortskerns bauen, bat aber um ein Grundstück gegenüber dem vorherigen Wohnhaus und versprach,

dieses Haus so repräsentativ und schön zu gestalten, wie die anderen Gebäude um den Kamp. Hintergrund war,

dass Severin inzwischen 5 Kinder hatte, Doberan ein teueres Pflaster war, er zwar gut verdiente aber das Geld

nie wirklich reichte und er in seinem Haus Zimmer vermietete und das natürlich am Besten in innerstädtischer

 

Lage möglich war. Friedrich Franz I stimmte zu und so erbaute sich Severin 1823-1824 sein Haus in Angesicht

mit dem Prinzenpalais. 1825 beauftragte ihn der Leibkoch des Herzogs und Starkoch aus Mailand,  Caetano

Medini, mit dem Bau eines Wohnhauses an der Nordseite des Kamp. Severin errichtete einen zweigeschossigen

Putzbau mit reicher ornamentaler Verzierung und kaum war er fertig, bekam er auch noch Aufträge für ein Bürgerhaus

und eine Apotheke direkt neben seinem Wohnhaus. Im selben Jahr folge dann der Bau des Stahlbades am südlichsten

Zipfel der Münsterstadt, wo man gerade eine Stahlquelle entdeckt hatte und 1829 kehrt Severin noch einmal an den

Heiligen Damm zurück, um das Belvedere - ein Schatten spendendes Portal mit Aussichtsplattform - zu errichten.

1834 sollte Severin in Pension gehen, bat jedoch um Aufschub, weil er seine Familie sonst nicht ernähren konnte.

Er durfte bis an das Ende seiner Tage bleiben, die aber schon zwei Jahre später gezählt waren.

Von seiner Gehaltszulage über 150 RT blieben nur 50 RT übrig,  als er am 20.02.1836 in seinem Haus starb.

Vier Tage später wurde er an unbekannter Stelle beigesetzt.

 

Bild oben: Das Prinzenpalais, Severins erstes Wohnhaus. Nach der Nutzung als Schule soll es zum Konferenzhotel umgebaut werden.

Bild Mitte: Haus "Gottesfrieden", das zweite Wohnhaus Severins. Es wird heute von einer kirchlichen Institution für religiöse Zwecke genutzt.

Bild unten: Das Haus des Chefkochs Caetano Medini. Heute beherbergt das Gebäude eine Bank, Büros und Wohnungen.

 

In Ludwigslust hatte längst ein anderer Baumeister den Stift in der Hand. Der Großherzog war für damalige Verhältnisse schon recht alt und nicht mehr so baulustig

und an das Baden war auch nicht mehr so oft zu denken und so ging es an der Ostsee nicht so richtig weiter. Oberbaumeister in Schwerin wurde ein Herr Wünsch

aber sein unbezahlter Gehilfe überholte ihn bald und wurde zum neuen Architekten. Der neue Architekt in Schwerin hatte einen Namen:

 

Georg Adolf Demmler

 

Demmler wurde als uneheliches Kind des 45-jährigen Güstrower Schornsteinfegermeisters Johann Gottfried Demmler und der sechs Jahre

jüngeren, verwitweten Tochter des Brauereibesitzers Mau geboren. Aus diesem Grund siedelte seine Mutter vor der Entbindung nach Berlin

um, wo Demmler bis zu einem Alter von neun Jahren bei einer Pflegefamilie lebte. 1813 trennte sich Georg Adolfs Vater von seiner Frau und

lebte von diesem Zeitpunkt an mit der Mutter seines Sohnes zusammen. Der Junge wurde nach Güstrow geholt, wo er bis 1819 das

Gymnasium besuchte und zusätzlich Privatunterricht bekam. Früh entwickelte er Interesse an der Bautechnik, das von seinem Vater

gefördert wurde. Mit 14 Jahren zeichnete er seinen ersten Bauplan für ein Haus. Anschließend studierte er an der Bauakademie in Berlin,

wo er Schüler Karl Friedrich Schinkels und Friedrich Gottlieb Schadows war. Wegen seiner Mitgliedschaft in der geheimen Burschenschaft

Arminia wurde er 1823 von der Hochschule verwiesen und fand eine Anstellung als Feldmesser in Potsdam. Nicht zuletzt wegen der

Fürsprache Schinkels wurde Demmler 1824 in den mecklenburgischen Staatsdienst aufgenommen, zunächst ohne festes Gehalt und

als Gehilfe des Oberlandesbaumeisters Wünsch. 1825 entging er der Einberufung zum Militär mit Hilfe eines Stellvertreters.

In mecklenburgischen Diensten wirkte Demmler vor allem in der Landeshauptstadt Schwerin. Ab 1830 war Demmler zudem Lehrer an einer

von Freimaurern betriebenen Schweriner Sonntagsschule und unterrichtete dort unentgeltlich Handwerkerlehrlinge. 1832 erfolgte die Ernennung

zum Baumeister. Da seine Eltern im gleichen Jahr kurz nacheinander starben und ihm ein großes Vermögen hinterließen, unternahm Demmler

in diesem und dem folgenden Jahr mehrere Kunstreisen durch deutsche Städte, unter anderem Frankfurt am Main, Heidelberg und München.

1833 heiratete er Henriette Zickermann, die Tochter eines Schweriner Kriegsrats. Die Ehe blieb nach zwei Fehlgeburten kinderlos.

 

1835 wurde Demmler zum Landesbaumeister. 1837 trat Großherzog Paul Friedrich die Regierung an. Er förderte den Architekten, der seine

ambitionierten Ausbaupläne für Schwerin umsetzen sollte, und ernannte ihn noch im gleichen Jahr zum Hofbaumeister und 1841, im letzten

Jahr seiner nur fünfjährigen Herrschaft, zum Hofbaurat. Unter den Hofbeamten stieß der aus einfachen Verhältnissen stammende Demmler

auf Missgunst, zumal der Baumeister direkten Zugang zum Fürsten und dessen persönliches Vertrauen hatte.

Während seiner Dienstzeit entwarf Demmler die Pläne für sämtliche öffentliche und herrschaftliche Gebäude in Schwerin. Das erste größere

Projekt in mecklenburgischen Diensten war 1824 das Kollegienhaus, das als Sitz der Regierung des Fürstentums diente. Glanzpunkte seines Wirken sind der 1845 begonnene Umbau des Schlosses und das Arsenal am Pfaffenteich, der Marstall (1838 bis 1843), das 1882 zerstörte

Theater (1836), die Rathausfassade im Tudorstil (1834/35), das Hotel du Nord, den Stadtwall mit den klassizistischen Torhäusern und sein

eigenes Wohnhaus, das Demmlers Vorliebe für Rundbögen und Turmaufbauten deutlich zeigt. Auf dem Gelände rund um den Pfaffenteich

betätigte er sich in seiner zweiten Schaffensphase in den 1860er Jahren auch als Landschaftsplaner und schuf eine Parkanlage. Um das

Arsenal am Westufer des Teichs wurde die Paulsstadt als neuer Stadtteil angelegt. Das Wirken beschränkte sich nicht allein auf repräsentative

Bauten, sondern umfasste auch die Schweriner Infrastruktur. So sorgte Georg Adolf Demmler für eine bessere Anbindung der ungeplant

entstandenen Vorstadt an den alten Stadtkern. Dieses Bauprogramm fügte sich in die Pläne Paul Friedrichs ein, der die Residenz von

Ludwigslust zurück nach Schwerin verlegte. Auch Bauwerke in anderen Städten Mecklenburgs beruhen auf Demmlers Plänen, beispielsweise

das Ernst Barlach-Theater in Güstrow. Beim Umbau des Schlosses galt es für Demmler vor allem, das auf einer Insel gelegene

Gebäudeensemble, das bis zur Verlegung der Residenz 80 Jahre lang keine dauerhafte Fürstenwohnung mehr gewesen war, entsprechend

den Erfordernissen und Vorstellungen seiner Zeit umzugestalten. Vor allem musste er die nach und nach entstandene Ansammlung

verschiedener Stilrichtungen zu einem einheitlichen Ganzen umformen. Nach einer Studienreise entschied er sich für das französische

Loire-Schloss Chambord als Vorbild. Gemeinsam mit seinem Gehilfen Hermann Willebrand, der auch die unmittelbare Bauleitung übernahm

und bis zur Fertigstellung 1857 inne hatte, zeichnete er die Entwürfe. Ältere Gebäudeteile wurden abgerissen. Die vorhandenen Elemente aus

dem 16. und 17. Jahrhundert bezog Demmler aber bewusst in sein neues Werk ein. 1843 begannen die Arbeiten, an der zeitweilig bis zu 800

Menschen beteiligt waren. 1847 war mit dem Hauptturm an der Seeseite der erste größere Bauabschnitt vollendet.

 

1826 war Demmler in die Schweriner Freimaurerloge Harpokrates zur Morgenröthe eingetreten, die liberales Gedankengut pflegte.

Bereits vor der Revolution von 1848 engagierte er sich sozial. Er setzte sich vor allem für gerechte Löhne und die soziale Krankheits- und

Unfall-Absicherung für Arbeiter und Handwerker ein und begann, obwohl selbst eher ein Liberaler, mit der Arbeiterbewegung zu sympathisieren.

Für "seine" Schlossarbeiter richtete er einen Fonds für Kranken- und Unfallgeld ein. Außerdem entwarf er Systeme für sozial gestaffelte

Lohnzuzahlungen. 1864 wurde auf seine Initiative eine Baugewerkeschule gegründet. Demmler war einer der Autoren des fünfbändigen

Werks "Mecklenburg. Ein Jahrbuch für alle Stände", das von 1844 bis 1848 erschien und mehrfach von der Zensur verboten wurde.

1845 wurde Demmler in den Schweriner Bürgerausschuss gewählt. Ab diesem Zeitpunkt gehörte er außerdem bis 1849 dem Reformverein

der Stadt an. Er setzte sich vor allem für die Pressefreiheit, eine Reform der Kommunalgesetze und für eine Verfassungsreform für ganz

Mecklenburg ein. 1849 trat er sich massiv gegen den Freienwalder Schiedsspruch ein, der die neue Verfassung von 1849 aufheben und das

alte ständische Grundgesetz wieder einführen sollte. Er forderte als bürgerlichen Gremien und Vertretungen auf, dem Schiedsspruch nicht

zuzustimmen. Insbesondere aus diesem Grund wurde er 1851 von der neuen, vom Fürst eingesetzten Regierung wegen angeblicher Illoyalität

unter Druck gesetzt. Er reichte darauf seine Kündigung ein, wurde ohne Pension entlassen und musste auch den Bürgerausschuss verlassen.

 

Demmlers persönliches Verhältnis zur Fürstenfamilie um den neuen Großherzog Friedrich Franz II. blieb aber gut. Auf die Pension war er

dank des elterlichen Erbes nicht angewiesen. Der Schlossbau wurden von Friedrich August Stüler vollendet, der jedoch zahlreiche Änderungen

einbaute. Demmler wurde in den folgenden Jahren deutschland- und europaweit politisch aktiv und nahm an zahlreichen Kongressen der sich

formierenden Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung teil. Nach längeren Reisen durch Europa, unter anderem nach England, Schottland,

Frankreich, Italien und in die Schweiz, kehrte er 1857 nach Schwerin zurück, wo er wieder Mitglied des Bürgerausschusses wurde.

 

1859 war er einer der Gründer des Deutschen Nationalvereins in Frankfurt. Zwei Jahre später wählte ihn der Mecklenburgische Gewerbeverein

zum Vorsitzenden. Allerdings blieb er auch als Architekt aktiv: Er brachte die Anlegung des Neuen Friedhofs (heute Alter Friedhof) voran,

der 1864 eröffnet wurde und legte 1863 dem Magistrat der Stadt einen "Erweiterungs- und Verschönerungsplan der Residenzstadt Schwerin"

vor, der eine Ausweitung der Stadt nach Süden und Osten und vor allem die Veränderungen rund um den Pfaffenteich vorsah. Darüber hinaus

gehörte Demmler zu den Gründern der Friedens- und Freiheitsliga in Genf und der Deutschen Volkspartei (Stuttgart, 1868). Gegen die

Gründung des Norddeutschen Bundes opponierte Demmler zunächst, weil Mecklenburg einen Teil seiner Souveränität abgeben musste.

Nach der Reichsgründung wurde er jedoch in den neuen Strukturen politisch aktiv: Für die Deutsche Volkspartei kandidierte er 1873 und

1874 bei der Wahl zum Reichstag, 1876 und 1877 erneut für die Sozialistische Arbeiterpartei. Die letzte Kandidatur war erfolgreich.

Demmler wurde für die Sozialdemokraten im Leipziger Landkreis in den Reichstag gewählt, verzichtete aber angesichts der

Sozialistengesetze 1878 auf eine Wiederwahl und zog sich ins Privatleben zurück. 1880 unternahm er einen Italienreise mit seiner Nichte

Elisabeth Mau. Auf dem Alten Friedhof in Schwerin wurde Demmler in seiner Grabkapelle beigesetzt, in der auch seine 1862 verstorbene

Frau beerdigt worden war. In der Grabkapelle verewigte Demmler wichtige freimaurerische Symbole und Architektur-Stile. Der Eingang zur

Kapelle wird in Anlehnung an den Tempel Salomons von zwei Säulen eingefasst, was durch die darüber liegende Namensgebung

hervorgehoben wird. In seinem Testament war verfügt worden, dass in jedem Jahr jeweils 1000 Mark aus seiner Familienstiftung an alte und

kranke Schweriner Maurer und Zimmerleute ausgezahlt werden sollten. Wegen Rechtsstreitigkeiten wurde dieser Wunsch jedoch nie erfüllt.

 

(Quelle: www.wikipedia.de)

 

Die neuen Architekten

am mecklenburgischen

Hofe in Schwerin:

 

Georg Adolf Demmler

 

Hermann Willebrand

 

 

 

 

Regent, Regierungssitz, Badearzt, Baumeister und Baustil - der Wechsel ergreift Mecklenburg und erreicht Heiligendamm.

 

Bis 1830 hatten viele weitere Bäder direkt am Meer eröffnet und fast überall konnte man auch direkt am Meer Logis finden. Am Heiligen Damm war das noch nicht der

Fall und der Großherzog beauftragte Severin, sich deshalb etwas einfallen zu lassen. Bisher hatte er gern selbst sehr genaue Vorstellungen vorgetragen oder Professor

Vogel trug den Baumeistern seine Vorstellungen vor. Inzwischen vergreiste diese Generation und so kam es nicht von heute auf morgen zum Baubeginn. Ob und was

Severin überhaupt am Heiligen Damm nach 1830 plante, ist nicht bekannt. Er starb jedenfalls 1836, ohne am Heiligen Damm noch einmal etwas selbst errichtet zu

haben. Ihm folgten der Hofmedicus Professor Vogel am 19.01. 1837 und  der Großherzog Friedrich Franz I am 01.02.1837. Die Gründergeneration war innerhalb

eines Jahres ausgelöscht.

 

Und das waren ihre Nachfolger:

 

 

Paul Friedrich, 37 Jahre alt, Großherzog von Mecklenburg-Schwerin in der Eigenschaft

als Regent und Bauherr.

Georg Adolf Demmler, 33 Jahre alt, Architekt und Hofbaumeister mit gutem Verhältnis zum Großherzog und sein Assistent, Herrmann Willebrand, 21 Jahre alt.

Adolf Kortüm, 27 Jahre, Badearzt.

Leider gibt es kein Bild von ihm,

weshalb Sie hier die Baderegeln sehen.

 

Um es vorweg zu nehmen: Der Badearzt hatte nicht das Charisma eines Gottlieb Samuel Vogel und mischte sich daher nicht in die Planungen des Baumeisters

und des Großherzogs ein. Großherzog Paul Friedrich war der Enkel von Friedrich Franz I. Sein Vater war Friedrich Ludwig von Mecklenburg - Sie erinnern sich:

der im Erbprinz. Friedrich Ludwig starb schon 1819 und so wurde rechtmäßig sein Sohn der Thronfolger. Dieser Paul Friedrich nun war voller Tatendrang. Er war

mit der lebensfrohen blühenden Friederike Wilhelmine Alexandrine Marie Helene Prinzessin von Preußen (bekannt als Alexandrine von Preußen) verheiratet und

hegte durch das frühe Ableben seines Vaters die Geschichte seiner Ahnen. Seit 70 Jahren war Ludwigslust die Residenzstaat des Großherzogtums und nun

wollte er diese wieder nach Schwerin verlegen. Das Schloss war ihm zu klein und auch nicht mehr repräsentativ genug und so beauftragte er Demmler mit dem

Bau eines neuen Schlosses in Schwerin.

 

Aber auch am Heiligen Damm tat sich wieder etwas. Doberan interessierte Paul Friedrich nicht weiter.

Er nutzte die vorhandenen Gebäude seines Großvaters aber er wollte die Logis direkt an den Heiligen

Damm verlegen. Er beauftragte Demmler damit, das Badehaus zu einem Logierhaus zu machen und

trug ihm seine Vorstellungen vor. Diese passten natürlich nicht in den kleinen Backsteinbau.

Den aber abzureißen und völlig neu zu bauen, war teuer. Also entfernte Demmler das Dach und entkernte

das Gebäude und ließ um das entkernte Badehaus herum einen dreistöckigen Neubau errichten. Man kann

also eigentlich nicht von einer Aufstockung reden. Was blieb, waren das Parterre und die geschwungene

Flügeltreppe. Das Badehaus hatte nun drei Achsen von je 4 Fensterachsen Breite und je drei Fensterachsen

Höhe. Die Fenster waren alle gleich groß. Zur Seeseite und zur Parkseite hin hatte das Haus drei Fensterachsen,

von denen die Mittelachse breiter war, als die beiden Außenachsen. Das Gebäude verfügte über ein Flachdach,

das mit einem grazilen Eisengestell gerahmt war und in der Mitte des Daches setzte Demmler zur Betonung

der Symmetrie des Hauses einen einstöckigen Turm mit je drei Fenstern pro Wand auf.

 

Dieser Aufbau diente zugleich als Zugang zum Dach und das Eisengeflecht hatte die Funktion eines 

Absturzschutzes. Demmler passte das Logierhaus - wie sich das bisherige Badehaus nun nannte -

farblich dem Kurhaus an und hielt es sandsteinfarben.

 

Bild oben: Das Ensemble um 1820. Bild unten: Dieselbe Ansicht 20 Jahre später. Die Schornsteine sind ein Irrtum des Zeichners.

 

Der Großherzog ließ zwar dieses Logierhaus bauen aber das sollte weniger für den Hof selbst sein, als eigentlich für die Gäste des Hofes. Er wusste nur zu gut,

dass die fröhliche Alexandrine sich in einem kleineren Rahmen mit tieferen Beziehungen wohler fühlte als in einem großen und oberflächlichen Beziehungskreis.

Darum beauftragte er Demmler mit dem Bau einer kleinen Villa extra für die Großherzogin. Es sollte ein Geschenk sein. Demmler und Willebrand konstruierten

eine Villa, welche sich auf dem Damm (also auf der Steilküste) befinden und streng auf das Meer ausgerichtet sein sollte. Den beiden Architekten ist bewusst,

dass für Heiligendamm eine neue Zeit beginnt und mit dieser neuen Zeit kommt es auch zu einem neuen Stil.

 

Stilbruch in Heiligendamm - Vom Klassizismus zum Historismus.

 

Wie kam es nun zum Stilbruch ab 1839? Nun, das Zeitalter der Romantik hatte Mecklenburg erreich. Wie immer fast 50 Jahre später aber immerhin überhaupt.

Mit der Aufklärung kam die Abkehr vom Absolutismus, von strengen Normen und von monumentaler Architektur. Haydn komponierte seine "Vier Jahreszeiten",

Milton schrieb vom verlorenen Paradies und aus England kam die Idee der Englischen Gärten mit ihren gewundenen Wegen, Rondellen, Sichtachsen und

Baumgruppen nach Mecklenburg. Peter Joseph Lenné war Landschaftsarchitekt des Großherzogs und mit ihm kamen in Mecklenburg die großen Gartenanlagen,

in denen der Adel auch gern das eine oder andere Haus errichten ließ. Das erste Anzeichen dieses Stilbruchs kam in Heiligendamm durch den Bau des Cottages

für die Großherzogin zu Tage.

 

Ein zum Meer gerichtetes Haus mit einem achteckigen Turm mit geschweiften Helmen, den Rundbogenfenstern

und einer harmonischen Asymmetrie stellt das Alexandrinencottage dar. Statt auf symmetrische Perfektion setzte

Demmler auf rhythmische Gliederung und dennoch bewies er mit dem Cottage ein barockes Verständnis, indem er

es und fast jedes Zimmer in ihm auf das Meer ausrichtete. Das Haus mit seiner geschwungenen und verspielten

Form spiegelte exakt den Lebensstil der Großherzogin Alexandrine wider und das war die entscheidende Wende

im Stil Heiligendamms. Statt monumentaler Bauwerke nach antiken und klassizistischen Vorbild kamen nun

Häuser, die den Stil ihrer Bewohner betonten. Nach der Großherzogin bekam auch die Gattin des Großherzogs,

Marie von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) ihr eigenes Cottage. Dieses entstand etwas südöstlich des

herzoglich-mütterlichen Cottages und sollte zunächst nach den Plänen Willebrands auch zwei Türme haben.

Damit wäre das Haus aber zu gewaltig geworden. Also entschied sich Demmler, statt zweier Türme einen

rhythmisch gegliederten hochgezogenen Erker mit Rundbogenfenstern zu verwenden.

Diese ungleiche Gliederung der beiden Cottages lassen sie größer erscheinen, als sie es tatsächlich sind.

 

links: Alexandrinencottage, rechts: Mariencottage, Kronencottage

 

Neben diesem Cottage baute er ein weiteres Cottage, das Kronen-Cottage.

Hierbei  handelte es sich um ein zweistöckiges Haus mit zwei Trakten, die eine mittige Terrasse mit

Veranda gegrenzten. Das Kronen-Cottage wurde als Gästehaus für Besucher der Herzoglichen Familie

errichtet und blieb den höheren Kreisen des Adels vorbehalten. Die wichtigsten Gäste dürften hier die

Familienmitglieder der preußischen königlichen Familie, der ja Alexandrine von Preußen entstammt,

gewesen sein. Hier kommt z.B. der preußische Kronprinz Friedrich Willhelm IV in Frage, der 1840

König von Preußen wurde. Er hatte gute Kontakte zum mecklenburgischen Hof und bediente sich

auch des Baumeisters Stüler und des Landschaftsarchitekten Lenné, die ja bekanntlich beide im

Dienste Paul Friedrichs arbeiteten. Stüler baute im Auftrag des Königs auch die Orangerie in Potsdam

und wenn man den Stil dieser und anderer vom König beauftragten und von Stüler geplanten Bauten mit dem des Kronen-Cottages vergleicht, spricht

doch sehr viel dafür, dass Paul Friedrich hier für seinen Schwiegervater ein Sommerhaus errichten ließ. Er war durchaus angetan von seinem Schwiegervater.

Friedrich Willheim IV - auch der "Romantiker auf dem Thron" genannt - gehörte übrigens zum Hause der Hohenzollern.

 

Womit wir beim nächsten Bau wären, den Paul Friedrich in Auftrag gab.

Wer hat sich diese Frage noch nicht gestellt:

 

Was macht eine Burg am Ostseestrand?

 

Interessant ist, dass ich noch kein Buch gefunden habe, das mir diese Frage beantwortet. Also habe ich in der Wikipedia recherchiert und als ich gerade nach

dem möglichen Bewohner des Kronen-Cottages suchte, fand ich eine Antwort, die ich nicht nur als möglich, sondern als zu 99% richtig ansehen würde. Warum?

Schauen Sie selbst:

 

Großherzog Paul Friedrich verstand sich gut mit seinem Schwiegervater und Großherzogin Alexandrine mochte ihren Vater sehr, sodass es zu einem regen

Besuchsverkehr zwischen den beiden Familien kam. Der Großherzog lud den König in seine Sommerresidenz an die Ostsee ein und der König tat es ihm gleich

und lud ihn in seine Sommerresidenz in den Bergen ein. Diese steht in den Bergen von Koblenz und heißt "Schloss Stolzenfels". Das Schloss wurde schon im

16. Jahrhundert von den Hohenzollern gebaut und als letzter um 1840 werkelte Stüler an ihr herum. Und nun treten wir den Vergleich an:

Links das Schloss Stolzenfels und rechts die Burg Hohenzollern in Heiligendamm:

 

(GNU-Lizenz, Quelle: wikipedia - Weitere Infos zum Schloss)