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Wir nutzen den
frühen Sonntagnachmittag für einen ersten richtigen Rundgang. Vielleicht
tut sich schon was an der Villa "Perle", ansonsten schauen wir halt, wie
die Stimmung ist. Erste Station: Forsthof. Hier wird gebuddelt und
planiert.
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Wo 2006 George W. Bush und 2007 die Staats-
und Regierungschefs der Gruppe der Acht (G8) mit ihren Helikoptern
landeten, entstehen nun - die ECH hat es in der April-Ausgabe der
"Zukunft Heiligendamm" angekündigt - Tennisplätze für das Grand Hotel.
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Am Forsthaus gibt ein kleines
Baustellenschild Auskunft zu diesen Arbeiten.
Auftragnehmer sind Merkel Ingenieur Consult aus Bad Doberan, MZS Zaunbau
aus Bargeshagen und die Rostocker GaLaBau - alles regionale Unternehmen.
Wie man also sieht, profitiert die Region auch heute noch vom Engagement
Jagdfelds.
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Und wie man auch sieht, setzt die ECH ihre Pläne genau so um, wie im
Masterplan vorgesehen, wenn man sie nur lässt. Das Unternehmen hat zum
Jahreswechsel seinem Sitz einen neuen Anstrich spendiert. Das ehemalige
Hotel "Dunker's" und die spätere Fachschule für angewandte Kunst (FaK)
strahlt wieder in cremeweiß.
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Gerade kommt die Molli aus Kühlungsborn an
und ermöglicht dieses schöne und lebhafte Bild von der Hauptverkehrsader
Heiligendamms mit der Median-Klinik.
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Das einstige Armenkrankenhaus steht zum
Verkauf. Die Wohnung im Dachgeschoss steht leer und sucht einen Mieter.
(Info:
http://rnm.me/7ml - PLZ
18209 eingeben) |
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Bisher habe ich das übersehen: Die
Median-Klinik wird nicht nur straßenseitig aufgestockt, sondern erhält
auch waldseitig eine Etage oben drauf gesetzt.
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Das alles geschieht im laufenden Betrieb.
Lärm wird nur gemacht, während die Kurpatienten gerade in den
Anwendungen sind.
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Übrigens hat sich meine Prognose erfüllt:
Auch der Median-Kurpark wurde mit einem Tor versehen, damit er nicht von
Touristen durchlaufen wird.
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Wir beobachten recht ratlose Radfahrer,
deren Karten offenbar zu alt für das Wegenetz Heiligendamms sind. Sie
fahren daher falsch und gefährdet noch dazu.
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Das Märchenschloss zeigt sich heute von
seiner besten Seite.
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Auch die weißen Riesen strahlen mit dem
Himmel um die Wette.
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Ein VIP-Mobil der Marke Landrover passier
die Einfahrt des Grand Hotel.
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Die noch spärlich grünen Bäume geben den
Blick auf die Kolonnaden frei.
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Und beim Anblick dieses Bildes glaubt man,
es sei gemalt, statt fotografiert.
Die Ampel will uns heute ärgern: Sie bleibt stur auf rot stehen.
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Etwas widerstrebend nutzen wir die holprige
festgetretene Abkürzung durch den Kurwald, nachdem wir eine alte Dame am
Wegesrand ihr Geschäft verrichten ließen.
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Die Kolonnaden werden nach den Plänen der
ECH nach hinten verbreitert, um mehr Raum für die Wohnungen und
Terrassen zum Sitzen zu schaffen.
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Ich hätte mir hier eine Fortführung der Idee
der Kaufhallen gewünscht aber mitten im geschlossenen Wohngebiet
rentiert sich das wohl nicht. Rechts das Waldhaus.
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Im Waldhaus nutzen ECH und Hotel die Räume.
Nächste Station: Promenade.
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A Hürsch. ;-) Der Hirsch verliert langsam
sein Fell.
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Auch der Schwan musste im Winter einige
Federn lassen. Seine Zeit läuft ab.
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Der Seestern funkelt schon lange nicht mehr
aber er darf bleiben.
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Nicht so die Möwe. Sie befindet sich im
Sturzflug und ist nicht mehr zu retten.
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Der Winter hat ihr stark zugesetzt. Jetzt
fällt mehr als nur der Putz.
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Der Greif greift auch weiterhin und wartet
auf seine große Schwester - die Perle.
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Die soll nächsten Monat neu errichtet
werden. Majestätisch: Haus Mecklenburg.
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Unser Weg führt uns auf die Seebrücke. Ich
muss zugeben, nicht gern auf Seebrücken zu sein. Erstens wird mir dort
wegen der Bewegung darunter oft schwindlig und zweitens traue ich dem
Holz oder seinen Pflegern nicht.
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Ich tu es nur für die Bilder - also
gewissermaßen für Sie. :-)
Wobei es sich heute mehr als sonst lohnt: Die Sonne steht günstig, der
Himmel ist klar und von einer isländischen Vulkanaschewolke ist weit und
breit nichts zu sehen. |
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Ich erinnere mich an die neue Perspektive,
die ich ausprobieren wollte. Hier ist die Nummer ein: Haus
"Bischofsstab". Wirkt schief, weil es schräg steht. Ich habe aber das
Raster der Kamera horizontal auf die Dachspitze gelegt - an mir lieg es
nicht.
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Villa "Anker" habe ich an Land mal wieder
vergessen. Dafür ist dieses Bild dann umso schöner. Der Anker soll als
einziges nur 5 statt 6 Wohnungen beherbergen, weil sonst eine keinen
Balkon hätte. Denkmalschutz und Originaltreue gehen vor.
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Sechs Wohnungen werden es im Schwan sein,
der dann aber nicht wieder zu erkennen sein wird, weil er so wie er
jetzt ist gegenüber dem Original zu verunstaltet ist. Darum soll er auch
abgerissen und völlig neu wieder errichtet werden. |
Dieses Bild ist wieder wie von Bob Ross
gemalt. Auch der Seestern sieht seinem Original nicht mehr so sehr
ähnlich. Aber hier ist die Substanz gut und es wurde nicht verändert,
sondern nur vereinfacht. Darum kann er ohne Abriss saniert werden.
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Anders bei der Möwe. Sie verlor alles:
Türme, Balkone, Arkaden, Fachwerk und sogar Erker und Loggien. Sie
wieder originalgetreu herzurichten käme einem Abriss gleich. Darum - und
wegen der Substanz wird sie abgerissen und neu aufgebaut.
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Beim Greif wird nicht ganz wieder alles so
wie bei seiner ersten Eröffnung. Die rechte Dachgaube ist nachträglich
entstanden. Aber die ECH lässt sie aus praktischen Gründen bestehen.
Immerhin: Sie ist auch schon vor der DDR-Zeit entstanden.
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Das ist also der derzeitige Stand der
Perlenkette.
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Geradeaus haben wir dann das klassizistische
Ensemble Heiligendamms.
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Und weiter rechts baut der Herr Otto die
Villa "Krone" zum Sommerhaus um. |
Noch weiter rechts thront die Alexandrine - irgend etwas
ist da anders.
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Gardinen hängen in den Fenstern.
Aber die hat nicht Anna Maria Jagdfeld dort hin gehängt, sondern das
Team um Hans Steinbichler, welches hier - wir erinnern uns an den
März-Rundgang - "Das Blaue vom Himmel" dreht. |
Aus eins mach sechs: Der Strandkorb zwischen Kurhaus und Grand Hotel hat
Gesellschaft bekommen. Während wir darüber nachdenken, wie Strandkörbe
sich wohl fortpflanzen fragen wir uns, ob sie mitten auf dem Weg stehen.
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Also mitten drauf
wohl nicht - scheinbar am Rand vor der Wiese.
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Zurück geht es durch
die Professor-Dr.-Vogel-Straße.
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Wir gehen Richtung
Bahnhof und stellen fest, dass es eine richtige Allee ist.
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Nach Norden mündet
sie auf den Parkplatz vor dem Ensemble.
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Das kleine Waldstück
steht den großen in nichts nach: Eine Annemonenwiese.
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Diese Wiese hingegen
ist noch leer. Erst die Perlen und dann der Demmler-Park.
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Die über die Orangerie ragenden Burgtürme
sind immer wieder zauberhaft.
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Die schnöde Architektur der Median-Klinik
weniger aber was soll man machen...
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Schnell durch - die
Schranken gehen zu.
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Eine Molli fährt von
Bad Doberan in den Bahnhof ein.
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Kurz darauf folgt von
der anderen Seite der Gegenzug aus Kühlungsborn.
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Manchen wird es
erstaunen: "DEN" Molli gibt es nicht. Es sind ganze vier Loks.
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Letzte Station: Der
Drehort für die ZDF-Sendereihe "Mord in bester Gesellschaft - das eitle
Gesicht des Todes". Auf dem Sandweg dorthin sehen wir den Fürstenhof und
die DKB-Wohnblöcke Heiligendamms von hinten. Davor die Fernwärmetrasse.
Nicht Ohrenburg aber typisch Ostdeutschland. Gibt es im Ruhrgebiet aber
auch.
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Das hier ist der
einzige befahrbare Zugang zur evangelischen Kapelle. Der Weg ist
trotzdem ein Fußweg - nur die Forst und der Kirchenverein dürfen ihn
benutzen. Außerdem ist Fritz Wepper alias Wendelin Winter ja nicht über
Bahnschienen gefahren. Das Bild mit der Asphaltstraße ist woanders
entstanden.
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Und er musste keine
Schlagbäume passieren. Dennoch: Autos haben hier gestanden während der
Dreharbeiten und auch Johannes' Motorrad war hier.
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Wobei die Kirche
nicht immer dieselbe war. Diese hier hat und hatte keine Ranken an den
Wänden. Auch das Innere stimmt nicht mit der Filmkulisse überein.
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Doch wir finden den
Stein, über den Johannes beim Versuch, seine Mutter zu überfahren mit
dem Motorrad flog und auch den Baumstamm, an dem er sich die tödlichen
Verletzungen zuzog. Ein Stück Formschaumstoff liegt dazwischen - sieht
aus wie etwas vom Sattel. Aber wohl kaum von Johannes' Maschine.
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Das also war die
Kameraposition. Hier standen die Kameraleute, als Johannes mit dem
Motorrad durch die Luft wirbelte und auf den Baumstamm aufschlug und als
die wahre Mörderin - seine Mutter - auf ihn zulief. Gerade lief "Zum
Hochzeitstag alles Böse" wieder vom SWR und wir stehen hier. Filmland MV
- ist doch schön. |
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Ach ja: Und wie ist nun die Stimmung in Heiligendamm? Erdarbeiten hier,
Dachausbau da, Innenausbau hier, Dreharbeiten dort - es tut sich was in
Heiligendamm. Verhalten, still aber stetig. Der zweite Frühling der
mondänen Prinzessin lässt sich schon erahnen. Es ist die Ruhe vor dem
Sturm, die Gelassenheit vor dem Start, die Vorfreude auf das, was uns
erwartet. Wir kommen wieder. Im Mai.
Nachtrag: Ein paar Tage nach dem Rundgang war ich noch einmal am
Alexandrinen-Cottage. Die Bilder davon finden Sie
HIER.
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