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Wir parken
heute mal an der Kühlungsborner Straße. Es ist kurz vor 18 Uhr,
herrliches Wetter und zusammen mit meinen Eltern und der
Schwiegermutter, sowie einer Kollegin meiner Mutter geht es zum Grand
Hotel. Rüber über die Straße und auf direktem Wege zum berüchtigten Tor.
An diesem befindet sich neuerdings - seit kurz nach Kempinskis Rückzug -
eine Klingel. Wir lassen läuten, warten eine Weile, lassen noch einmal
läuten und dann surrt der Türöffner auch schon. Geht doch.
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So muss es sein: Nicht weniger als ein Rolls
Royce steht vor der Tür.
Der steht zugegebenermaßen - wenn man darauf achtet - oft mal dort.
Das Grand Hotel verfügt über einen eigenen
Fuhrpark von mehreren Oberklasse-Fahrzeugen. Ob der Royce auch dazu
gehört, ist uns nicht bekannt.
Und auch eigentlich nicht wichtig. Unser
Ziel liegt hinter dem legendären Fahrzeug.
Also gehen wir dran vorbei und in die
Haupthalle des Hotels.
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Ein Bild von der Eingangshalle gibt es
nicht, da ich dort nicht fotografieren konnte.
Es soll auch ein wenig spannend bleiben.
Gehen Sie doch einmal selbst dort hin.
Wir hätten hier in der Lobby warten können,
zogen aber die Eingangshalle vor, weil da etwas steht, was uns viel mehr
interessierte, als das Bild von Alexandrine. |
Nämlich ein Modell von Heiligendamm im Jahre
X. Dieser Teil hier dürfte sich allerdings noch zu unseren Lebzeiten
realisieren. Man kann ja nicht ewig blockieren.
Wir sehen die Villen Anker, Hirsch, Schwan
und Seestern, die Kolonnaden und die beiden Neubauten "Ensemble-Palais"
und "Ensemble-Villa" in der zweiten Reihe. |
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Die beiden Bauten passen sich gut an die
historischen Werke an. Jagdfeld will hier nicht nur als Retter in die
Geschichte eingehen, sondern anknüpfen - fortsetzen.
Für eines der beiden Bauten laufen die
Vorbereitungen bereits.
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Auch das Thalasso-Zentrum mit Innen- und
Außenbecken gehört zu den Plänen der ECH. Es kommt, wenn der SPA-Bereich nicht mehr ausreicht, die Finanzierung steht und die
Behörden zustimmen. Links am Gebäude befindet sich die
Tiefgaragenzufahrt. |
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Hinter dem Golfteich sollen das
Ayurveda-Zentrum und ein Zentrum für plastische Chirurgie entstehen.
Dafür werden freilich viele Bäume weichen müssen. Aber noch gibt es gar
keinen Bedarf für, sodass noch Jahre bis zum Bau vergehen werden.
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Eher noch werden Appartementwohnungen in der
Kühlungsborner Straße entstehen.
Dieser Teil des Komplexes soll gegenüber der
MEDIAN-Klinik einen etwa gleich hohen aber m. E. besser gestylten
Gegenpart zur Kurklinik bilden.
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Pünktlich trifft Vize-Direktor Oliver
Sembill ein und die Führung kann beginnen. Zunächst geht es in die
Nelson-Bar. Das Foto davon ist verschwommen, sodass ich Ihnen keinen
Einblick bieten kann. Aber die Preise sind bezahlbar, sodass Sie sich ja
selbst einmal ein Bild von gediegenem Luxus in entspannter Atmosphäre
machen können. Die Ruhe und Entspanntheit dieser Bar hätte das Bild eh
nicht wieder geben können. Von der Bar aus geht es zurück zur
Eingangshalle und dort nach oben.
Wir gelangen in das erste Zimmer. Hier gibt
es ein Panoramafenster nach Westen. |
Mich interessiert in erster Linie, was die
Gäste sehen, wenn sie aus dem Fenster schauen. Von diesem Zimmer aus
blicken sie auf das Kurhaus und durch die Baumkrone hindurch zum Haus
"Mecklenburg". Die Ausstattung ist komfortabel oder besser luxuriös,
nicht überladen, luftig und locker, wirkt angenehm und gemütlich und ist
sorgfältig zusammen gestellt. Glashäger Mineralwasser in der
Gastro-Variante steht in mehreren Flaschen zur Verfügung, darüber hinaus
habe ich in den Schränken auch Wein und Sekt oder Champagner (habe ich
nicht erkannt) gesehen.
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Nach Norden hin blickt man hier auf die
Seebrücke.
Rechts hiervon geht es dann ins
Schlafzimmer.
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Das Schlafzimmer ist hell, gemütlich und
nicht zu überladen.
Vom Schlafzimmer und
auch vom Flur aus geht es in das luxuriöse Bad.
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Weil keiner das Bad mehr verlassen wollte,
bekommen Sie erst später eines zu sehen. Während sich alle im Bad
drängten schaute ich nach, wohin man vom Schlafzimmer aus guckt. Zur
Villa "Perle", so sie denn da wäre. Auge in Auge.
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Zurück im Hauptflur gelingt uns wieder ein
Schnappschuss von der Heiligendammer Variante der Sommerfrische: In
Bademänteln kommen zwei Gäste aus dem SPA.
Das ist irgendwie gewöhnungsbedürftig aber
offenbar nimmt keiner daran Anstoß. |
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Der selbe Standort und ein Schwenk nach
oben. Die Eingangshalle ist zugleich ein geschlossener Lichthof. Zu
DDR-Zeiten wurde dieser teilweise zugemauert, um Platz für einen
Fahrstuhl und Treppen, sowie einige Räume zu bieten. Da das Gebäude bei
der Sanierung entkernt wurde, konnte der alte Lichthof wieder
hergestellt werden..
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Einen offenen Lichthof gibt es ebenfalls.
Der befindet sich nebenan im Severin-Palais.
Alle Fenster zum Innenhof gehören
ausschließlich zu Korridoren. Dadurch gibt es hier schön helle Flure,
von denen aus man in die Zimmer gelangt. Das Severinpalais ist auch
unser nächstes Ziel. Dazu geht es erst einmal hinaus und über den "Hof".
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Haltepunkt Nummer eins ist der SPA-Bereich
des Severin-Palais. Gleich rechts empfängt uns die SPA-Chefin und zeigt
uns einen Beauty-Salon. Auch hier wieder Glashäger Mineralwasser, dazu
heißes Wasser und verschiedene Teesorten.
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Gleich daneben kann man sich nach einem
Reinigungsritual (Füße waschen) und einer Teezeremonie verschiedenartig
massieren und verwöhnen lassen. Im Vorraum, den wir eben gesehen haben,
kann man sich auch zur Kosmetik beraten lassen.
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Nun heißt es Folien über die Schuhe stülpen
und ab in die Hitze.
Ein großer
Fitnessbereich (wir sehen hier nur ein Drittel davon, damit keine Gäste
abgebildet sind) lädt zum Schwitzen ein. Es gibt wohl kaum ein
Fitnessgerät, dass es hier nicht gibt. Das alles steht auch Tagesgästen
und Einheimischen zur Verfügung.
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Vom Fitness-Center geht es in den
Schwimmbereich. Dieser ist angenehm abgedunkelt, sehr warm und es riecht
wie auch im Rest des Hotels angenehm.
Zum Schwimmen ist das Becken zu klein und
darum sollte man sich hier auch voranmelden. Die eigenen Gäste sollen
schließlich auch Platz finden. |
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Es gibt auch eine Bar, an der man seinen
Durst löschen und sicherlich auch den kleinen Hunger stillen kann.
Aktuell kostet ein ganzer Tag im SPA-Bereich 45 Euro und wenn man eine
Anwendung dazu nimmt, kostet diese ermäßigt 25 Euro.
Damit orientieren sich
die Preise am NeptunSPA und am YHD-SPA in Warnemünde.
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Die genauen Preise gibt es auf der
Internetseite des Grand Hotels.
So ganz blicken wir da ehrlich gesagt auch
nicht durch.
Aber wir werden das einmal in Anspruch
nehmen.
Von ganz unten geht es nach ganz oben auf
die Dachterrasse.
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Alle die wie wir gedacht haben, dass es da
oben einen Pool gibt, müssen wir enttäuschen. Dort gibt es nur eine
Liegewiese. Aber immerhin: Dort oben ist es herrlich ruhig, angenehm
warm und doch nicht stickig und die Aussicht ist herrlich.
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Obwohl früh am Abend scheint es in
Heiligendamm unter der Woche keine Besucher zu geben. Im Hotel kamen uns
mehr Leute entgegen, als wir außerhalb antrafen.
Der Horizont ist
heute endlos und das Meer verliert sich in ihm. Wir träumen.
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Aber wir können nicht ewig hier oben
bleiben. Nachdem wir nach Westen und Norden schon einmal nach unten
geschaut haben, können wir nun auch im Osten einen sonst von außen kaum
sichtbaren Bereich einsehen. Eigentlich sollte der ganze jetzige Kurwald
Hotelpark werden aber den Ärger wollte man sich ersparen und entschied
sich für eine kleinere Fläche im Kleinen Wohld. Der Ärger kam trotzdem.
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Hier oben werden auch mal Partys gefeiert,
wie ich gelesen habe. Heute haben sich gerade eine Hand voll Leute hier
her "verirrt" und die sind ganz bewusst hier. Im Bademantel und mit einem
Buch in der Hand genießen sie den Sonnenuntergang und entspannen sich
hoch oben über Heiligendamm. Wir haben übrigens nicht das Gefühl, hier
Fremdkörper zu sein. Ob es den Gästen außerhalb des Hotels auch so
geht?
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Die letzte Station im Severin-Palais ist
eine Suite mit Parkblick.
Da Parkblick nicht wirklich interessant ist
- dafür sind die Preise aber geringer - konzentriere ich ich auf das
Interieur. Wieder die Glashäger Wasserflasche, auch hier alkoholische
Getränke und eine eher gediegene aber gemütliche Einrichtung. |
Diese urkomischen aber laut Testergebnis
einer Mitteilnehmerin sehr bequemen Sessel finden sich in wohl jedem
Zimmer des Hotels. Die Fernsehgeräte, die Sie auf den Bildern vergeblich
suchen, befinden sich stets hinter Schranktüren. Die meisten Zimmer
bestehen aus Wohn- und Schlafbereich, Bad und flurartigen Garderobenraum. |
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Hier ist der Schlafbereich zur Abwechslung
einmal mit
getrennten Betten versehen.
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Vom Severin-Palais geht es wieder "über den
Hof" in Richtung
Kurhaus.
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Abendbrotzeit ist
noch nicht. Oder schon vorbei? Die Terrasse ist fast leer. |
Malerisch erhebt sich das "Haus Mecklenburg"
sattweiß aus sattem Grün. |
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Unser Ziel ist der Ort, an dem uns Freude
empfängt, wenn wir gesundet dem Bade entstiegen sind. Nun gut, wir sind
schweißgebadet ob der Hitze des SPA-Bereichs.
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Hier befindet sich morgens das Buffet. Das ist
riesig und reichlich aber einige Gäste im Internet fanden diese Praxis
merkwürdig und monierten das Anstehen am Buffet.
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Ins Kurhaus an sich geht unser Rundgang aber
gar nicht. Er führt uns in diesen Salon, wo wir einen Blick in eine Bar
werfen können, die ich aber wieder nicht auf den Film bannen kann. Die
Bars haben es in sich - sie verschwimmen immer.
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Durch ein Treppenhaus geht es ins Haus
"Mecklenburg" und dort nach oben in diesen dunklen Korridor. Hier musste
man die alten Gegebenheiten irgendwie nutzen und das Haus ist gar nicht
so groß, wie man von Norden und Osten denkt.
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Unser Ziel ist das letzte Zimmer hinten
links mit Blick nach Westen. Auch hier wieder ein riesiges
Panoramafenster mit Seeblick. Die Abendsonne sorgt für Romantik pur.
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Auch hier gibt es einen Blick auf die
Seebrücke.
Die Ausstattung ist wie in den anderen
Zimmern, darum hier nur Aus-Blicke. |
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Das Bett gibt es trotzdem. Nächste Station:
Obergeschoss. Eine ganz normale Suite mit Wohnraum aber ohne Bett. Doch
dann geht es eine Wendeltreppe hinauf und... |
Das hier - tief Luft holen - ist die
Hochzeitssuite. Für 1400 Euro können Sie hier Ihre Hochzeitsnacht über
den Dächern Heiligendamms in einem eigenen Turm verbringen.
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Rund um dieses
Turmzimmer - dort drüben sind noch zwei ähnliche - befindet sich eine
Dachterrasse. Wenn Sie bisher dachten, dass es sich dabei um eine
Terrasse für alle Gäste handelt, haben wir uns gemeinsam geirrt. Das ist
das Sahnehäubchen. |
Nach Osten haben wir
einen herrlichen Weitblick über den Strand, das Meer, die Perlenkette,
die Schleuse
und die Hafenausfahrt von Rostock-Warnemünde.
Man stelle sich die
Perle wieder im neuen Glanz als Abschluss der Villenreihe vor.
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Hier kommen nun auch
Fragen von Interessierten zu den Perlen und den Problemen der ECH mit
der SVV auf. Geduldig und sachlich richtig beantwortet Herr Sembill sie.
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Mit Zoom ist ein
Blick über die Ortsgrenzen hinaus möglich.
Ein Teleskop wäre
noch eine Einrichtungsidee. Hier gibt es nur einen Fernseher.
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Zumindest wissen wir
Dank Zoom aber nun, wo die ganzen Leute stecken.
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Der Blick nach Norden
ist atemberaubend. Sanft senkt sich die Nacht hernieder.
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Mein Vater ist mehr
vom Blick nach Südwesten fasziniert. Diese Burg sieht so unnatürlich aus
- so unecht. Wie eine Kulisse. Anno August Jagdfelds erster Eindruck
beim Betrachten eines Fotos von Heiligendamm im "Focus" 1993 war, dass
hier wohl jemand eine Hollywood-Kulisse vergessen hat abzubauen. Das
verstehen wir gut.
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Nicht das ganze Dach
ist für die Frischvermählten reserviert. Abgesehen davon, dass eine
Hochzeit keine Bedingung für die Buchung dieser Suite ist. Wir haben von
hier aus auch noch einen Blick auf das von oben komisch unförmig aussehende
Kurhaus und deren Terrasse. Blauer Himmel, grüner Wald, die rote
Abendsonne. Ein Genuss.
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Mit dem Blick auf den Eingangsbereich und
die Kühlungsborner Straße ist das Panorama perfekt. Von hier aus sieht
man die Idee der Baumeister am Besten:
Die Straße nach Heiligendamm hatte nur dem
Zweck, hier auf dem Platz zu enden.
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Wenn Sie noch immer nicht wissen, welcher
Turm gemeint ist: Der hier.
Er thront auf dem Haus "Mecklenburg" und ist
das I-Tüpfelchen dieses klassizistischen Meisterwerkes. Wobei dieser
Aufsatz eher neogotisch aussieht.
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Nun geht es wieder
durch den Flur, welcher übrigens von Nord nach Süd eine Schräge im Boden
hat, die Treppen herunter und durch den Salon an der Seite des Kurhauses
ins Freie. Vorbei an einem schönen Hortensienbeet geht es in den
Westteil.
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Die imposante
Hohenzollernburg streckt ihre Türme in den Abendhimmel. Ich hatte
herausgefunden, dass eine Ähnlichkeit zu Schloss Stolzenfels besteht
aber Professor Skerl hat mich im NDR darauf gebracht, dass Schloss
Babelsberg ihr ähnlicher ist.
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Die Orangerie steht
nicht auf dem Führungsplan aber wenn wir es wollten und ein Zimmer frei
wäre, würde Herr Sembill auch dies ermöglichen. Die Zimmer sind
zwar besonders, da zweigeschossig (Maisonette) aber sie sind den anderen
ähnlich.
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Also lassen wir die
Orangerie aus und gehenin die Burg. Herr Sembill empfiehlt uns die
Raucher-Lounge "Davidsson-Bar", sagt aber auch, dass man am Besten
vorher anruft. Es wird nicht immer alles vollumfänglich bereit gehalten,
um Kosten zu sparen.
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In der Burg nun geht
es in die zweite Etage - die mit dem langen Nordbalkon.
Hier zeichnet sich
nun ein ganz anderes Bild ab. Gediegene Atmosphäre, kontrastreiche
dunkle Farben, massive Möbel, schwere Textilien, alte und reich
verzierte Kastenschränke, Ritter-Bilder, Wappen, alte Kunst und hohe Zimmer.
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Wie es sich für eine
Burg gehört. Zwar ist es noch viel zu freundlich und hell für eine
mittelalterliche Burg aber für eine Burg des 19. Jahrhunderts, erbaut am
Ostsee-Strand im Stil der Romantik ist das hier genau das richtige. Herr
Sembill hatte uns auf die völlig andere Gestaltung vorbereitet und es
klang fast, als wollte er sie verteidigen.
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Das ist aber absolut
nicht nötig. Auch die Burg hat ihren Charme und uns gefällt es. Hier habe ich dann erstmals Platz für ein Foto vom Badezimmer. Geduscht
wird separat in einer Kabine. Kosmetik, Badtextilien, Badeschlappen und
Bademantel gibt es gratis und so sehen die anderen Bäder auch aus. Die
Bäder befinden sich immer neben dem Schlafzimmer und sind meistens auch
vom Flur (Ankleide) zugänglich. Diese praktische Anordnung setzt sich in den
zukünftigen Perlenketten-Villen fort.
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Vom Nord-Balkon - der
recht schmal und eigentlich nicht wirklich zum Sitzen geeignet ist und
den man sich mit den Nebenzimmern teilt - hat man einen wunderbaren
Blick auf die Terrasse, den ich aber heraus lassen muss, weil dort Leute
sitzen. Und natürlich hat man
noch dazu einen herrlichen Blick auf das Ensemble von einer Seite, die
man sonst nicht so einfach zu Gesicht bekommt. Man beachte, wie schmal
das von Norden und Osten so riesig wirkende ehemalige Logierhaus
eigentlich ist.
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Wir verlassen die
Burg und gelangen auf den Vorplatz an der Orangerie.
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Das nächste Ziel
liegt rechts davon: Haus Brahn - Der Kids Club. |
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Im Kids-Club befindet
sich der Eisbären-Kinderclub und der nutzt diese ansprechend gestalteten
Räumlichkeiten. Im Erdgeschoss gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten und
außer im Kinderrestaurant im Kurhaus, wird auch hier mal gegessen.
Kostet 10 € pro Mahlzeit. Die Betreuung selbst kostet nichts - nur für
Kinder bis 3 Jahre kostet das Babysitting 13 Euro pro Stunde. Das alles
natürlich zusätzlich zum Zimmerpreis.
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Die Kinder werden nur
zwischen 10 und 20 Uhr betreut - danach geht es zu den Eltern zurück.
Auf dem Plan stehen Beschäftigung, Spiele, Wanderungen, Ausflüge, z.B.
zum Zoo oder mit dem Bollerwagen, Ponyreiten, Feste, Märchenstunden,
Turniere, Kinderlesungen, Kinderzirkus, Mollifahrten, Schatzsuche,
Pizzabacken, u.v.m.
Es gibt ausgebildete
Betreuer einerseits und staatlich anerkannte Erzieher zusätzlich.
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Jedes Geschoss hat
ein Thema: Im Erdgeschoss heißt es "Mogli im Dschungel".
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Nicht nur Spiel, auch
Sport ist möglich. Draußen steht sogar ein eigenes Zirkuszelt.
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Für Erwachsene ist
der Weg nach oben auf Grund der tiefen Geländer und kleinen Stufen nicht
so einfach. Aber es gibt genug Sperren, damit die Kinder nicht herunter
fallen. Außerdem spielt die Musik in den Räumen und nicht im
Treppenhaus.
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Wie wir unschwer
erkennen, ist hier der Wilde Westen das Thema der Kindervilla.
Den Männern unter uns
hat es diese Miniatur-Westernstadt angetan. Schwer, davon los zu kommen.
Kostüme und Ausrüstung gibt es auch für die "Western City".
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Von der ersten Etage
führt übrigens eine Wendel-Rutsche in den Außenspielplatz.
Das Dachgeschoss hat
das Weltall als Thema. Hier kann gekuschelt werden...
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oder ferngesehen. Den Nebenraum konnte ich wegen
Überfüllung nicht fotografieren. Dort befindet sich ein futuristisches Computerkabinett
im Startrek-Brücken-Stil..
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Am Ende der Seite
gibt es aber einen Link. Meine Mutter und ihre Kollegin - beide
staatlich anerkannte Erzieherinnen - waren natürlich sehr interessiert
und befragten die Mitarbeiterinnen des Kinderclubs. Sie sind angetan von
diesem Kinderhäuschen.
Vor der Tür ist es
nun unvermeidbar, nach links schauend die Kehrseite der Medaille
Heiligendamms zu sehen: Das Mariencottage modert vor sich hin.
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Es gibt aber
Hoffnung: Villa "Krone" - gleich daneben - hat einen Käufer gefunden und
die Sanierung soll Ende August beginnen. Ein Teilnehmer verwies darauf,
dass der August nur noch vier Tage hat. Gelächter in der Runde.
Zwischenfrage von mir:
Wie kommt der
Eigentümer eigentlich mit dem Auto zum Haus?
Antwort: Über den Weg
am Wirtschaftsgebäude. Einleuchtend.
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Wir wenden den Blick
weiter nach rechts und die verblichene Krone weicht der stolzen Burg.
Wir erinnern uns: 2007 standen wir versehentlich schon einmal hier.
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Noch weiter rechts
gibt es dann die Orangerie. Das hier ist die Lieferzufahrt für das
Quartier 206 und LE COVP. Die Belieferung erfolgt auch vom
Wirtschaftsgebäude.
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Vorbei an der Burg,
an deren Zinnen die Abendsonne streift...
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geht es wieder in das
Oktogon am Kurhaus. Es wird nach Feiermöglichkeiten gefragt.
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Herr Sembilll bleibt
keine Antworten schuldig. Prompt organisiert er eine Routenänderung und
führt uns in den ersten der Festsäle. Da kommt Tanzlust auf.
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Wir haben uns schon
immer gefragt, was sich wohl hinter den Ochsenaugen des Kurhauses
verbirgt. Die Antwort ist ernüchternd aber einleuchtend:
Treppenaufgänge.
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Der Saal ist nicht
breit aber unsagbar lang. Fast so lang, wie das Kurhaus eben.
Hier geht es vom Ochsenauge zurück zum Eingang des Saales. Diese
Raumteilung musste aus statischen Gründen und sicherlich auch wegen des
Denkmalschutzes beibehalten werden. Die Zwischenwände tragen das Dach.
Also müssen sie bleiben.
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Von dort aus führt uns Herr Sembill zu einen von mehreren
Konferenzräumen, der sich an der Ostsesite des Kurhauses befindet. Alle
wundern sich über den Teppich, ich erinnere mich an den Streit zwischen
FUNDUS und Kempinski um eben diese. Den Raum selbst konnte ich
wegen des ungünstigen Lichteinfalls nicht fotografieren.
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Herr Sembill ließ es sich nicht nehmen, auch die weiteren Säle zu
zeigen.
Das hier ist der
Professor-Vogel-Salon. Wieder endlos lang aber heller.
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Und am Ende gibt es
diesmal keine Treppen, sondern einen Buffettisch mit Seeblick.
Von diesem Raum aus
gelangt man auch auf die Ost-Terrasse des Kurhauses.
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Damit keiner sagen
kann, im Grand Hotel könne man nicht groß feiern, zeigt uns Herr Sembill auch noch das Kurhaus-Restaurant. Größer geht es dann wirklich
nicht.
Einwurf von mir: Das
"Ensemble-Palais" wird auf der ganzen Erdgeschossebene einen Ballsaal
beherbergen, der sogar nach Süden noch aus dem Gebäude herausragen und
oben auf eine große Terrasse - auch für Feierlichkeiten geeignet -
bilden wird. Das reicht dann definitiv für JEDE Feierlichkeit - egal,
wie groß sie ist.
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Im Ostflügel neben
dem großen Saal gibt es dann das Friedrich-Franz-Restaurant.
Damit keine
Missverständnisse aufkommen: Das Buffet im Foyer wird nur morgens
aufgebaut und nach dem Frühstück wieder abgebaut. Wenn man im Kurhaus
oder auf der Kurhausterrasse speisen möchte, wählt man natürlich aus der
Speisekarte und wird bedient. Ebenso wird man in den Bars und
Restaurants des ganzen Grand Hotel bedient. Und Sonderwünsche sollen
meistens erfüllbar sein und erfüllt werden.
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Unser Rundgang führt
an der Ostseite aus dem Wirtschaftstrakt des Kurhauses heraus. Die Küche
ist für uns selbstverständlich tabu und auch den Sauna- und
Anwendungsbereich des Severin-Palais haben wir nicht gesehen, weil das
sensible Bereiche sind. Später stellte sich uns dann die Frage - da wir
fast überall waren - wo denn eigentlich die Verwaltung des Grand Hotel
sitzt. Diese Frage konnte privat am Lagerfeuer geklärt werden. Wie sich
heraus stellte, sind Angestellte des Hotels einem oft näher, als man
denkt. Die Verwaltung sitzt komplett im dreistöckigen
Wirtschaftsgebäude. Alles was irgendwie Seeblick hat, wurde für die
Gäste gebaut.
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Am Ende unseres Rundgangs geht auch die Sonne über Heiligendamm unter.
Es war ein schöner
Tag - meteorologisch und auch für uns alle. Für Herrn Sembill gibt es
Applaus, die Teilnehmer verteilen sich und für uns ist es Zeit für ein
Resümee.
Vorher möchte ich
Ihnen wie versprochen ein paar Links mitgeben:
360°-Rundgänge
SPA-Angebote
Restaurants uind Bars
Eisbären-Kinderclub
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Diese Führung hat uns tiefe Einblicke in den Hotelalltag gegeben.
Wir haben nicht einfach nur Zimmer und
Suiten gesehen, sondern Orte, an denen Gäste mit viel Geld Urlaub machen
und sich erholen und entspannen wollen.
Es könnten mehr Gäste sein und das besonders
in der Nebensaison - das steht außer Frage - und sicherlich würden es
auch mehr sein, wenn das Umfeld stimmen würde.
Einen Teil muss die ECH dazu beitragen und einen Teil die Stadtt.
Es geht nur gemeinsam. Hier im Grand Hotel machen die Leute täglich
ihren Job und davon hängt viel ab.
Noch mehr aber hängt davon ab, ob und wie
Heiligendamm sich entwickelt.
Wir haben Taxen aus Bad Doberan gesehen,
Glashäger Mineralwasser, Satower Fruchtsäfte, zu anderen Zeiten Gärtner
und Handwerker aus der Region, örtliche Dienstleister verschiedenster
Branchen und auch in den Speisekarten findet sich unsere Region wieder.
Heiligendammer Gastgeber profitieren von Feierlichkeiten und nehmen die
Gäste der Gäste auf, werden sogar vom Grand Hotel empfohlen.
Vorausgesetzt natürlich, sie sind dem Hotel gegenüber nicht feindlich
gesinnt.
Aber nur ein
attraktiver Ortskern mit attraktiver Strandversorgung, funktionierender
Infrastruktur und verlässlichem Kurwesen zieht die Menschen an und
bewegt sie dazu, wieder zu kommen. Es fehlen Beschlüsse, welche der ECH
ein Weitermachen erlauben und es fehlt das Vertrauen einiger
Stadtvertreter in die Partnerschaft mit der ECH.
Wir empfehlen Ihnen, selbst an einer Führung
teilzunehmen.
Die Führungen finden im laufenden Betrieb
statt - da wird also nicht für einen Tag alles heraus geputzt.
Die Zimmer sind so, dass man sie sofort
buchen könnte. Die Hochzeitssuite z.B. war bis zu unserem Rundgang zwei
Wochen fast durchgehend belegt.
Nicht jeder bekommt sie daher bei der
Führung zu Gesicht. Bei 10 Teilnehmern und ca. 2 Stunden Führungszeit
ist das Tempo gut, um in Ruhe gucken zu können und Zeit für Fotos zu
haben. Herr Sembill ermuntert immer wieder, ihn zu fragen und versucht,
Sonderwünsche zu ermöglichen. Man bedenke, dass normalerweise nicht
ständig alle Räume zur Verfügung stehen und verschlossen sind. Ein
kurzer Anruf und schon kommt er hinein.
Wurden Sie schon einmal so durch ein Hotel
geführt?
Diese Art von Öffentlichkeitsarbeit ist
alles andere als selbstverständlich und obwohl das Grand Hotel kein
Museum, sondern ein Wirtschaftsbetrieb ist, ermöglicht es solche und
auch individuelle Führungen. Damit auch Tagesgäste die Angebote nutzen
können, wurde extra ein Mitarbeiter an das Tor am Findling positioniert.
Mit Stehtisch und Sonnenschirm stellt er
tagsüber stundenlang stehend die Speisekarten zur Verfügung, beantwortet
Fragen und öffnet den Tagesbesuchern das Tor.
Am Haupteingang gibt
es eine Klingel, sodass man nun auch ohne Zimmerkarte Einlass bekommt.
Hinaus ging es an
diesem Tag auch problemlos, an einem anderen Tag wieder nicht, weil die
Technik streikte.
Das alles wurde
erst nach dem Ausstieg der Kempinski-Gruppe realisiert.
Wir erkennen hier
also einen Richtungswechsel: Weg von der Billigvermarktung und hin zu
Exklusivität aber nicht mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Sie können auch ohne
Zimmerbuchung einen ganzen Tag lang nach Belieben im Schwimmbecken
planschen, Wellnessdrinks und Wellnesssnacks einnehmen, verschiede Arten
von Saunen besuchen, Dampfbäder nehmen, sich massieren und kosmetisch
behandeln und beraten lassen, ins Fitnessstudio gehen, auf der
Liegewiese oder der Dachterrasse ausspannen, ins Restaurant essen oder
in den Bars einen Kaffee trinken gehen.
Auf dem Gelände
angekommen ist es Ihnen jederzeit möglich, ungehindert und ohne prüfende
Blicke jeden Winkel des Hotelgeländes zu erkunden, sich auf die Treppe
des Alexandrinencottages zu setzen oder den Ausblick von der Plattform
davor zu genießen. In dem Moment, wo Sie auch nur einen Tee trinken,
sind Sie Gast und müssen sich für nichts rechtfertigen, das Sie tun, das
auch andere Gäste tun können und dürfen.
Das einzige, was uns
daran hindert, im Grand Hotel in einem Restaurant essen zu gehen ist,
dass wir mit den Gerichten nichts anfangen können und bei unseren
Einkommen nicht so viel Geld für ein Essen ausgeben würden, weil es uns
dann woanders wieder fehlen würde. Wir wissen aber, dass wir willkommen
sind, dass wir jederzeit einkehren könnten und dürften und dass uns das
Grand Hotel nicht mehr ausschließt, als das Prinzenpalais, der
Ratskeller, der Weiße Pavillon, Cocos Milchbar oder das Turbo. Da kann
man auch nicht einfach nur mal so sich hinsetzen und Zeitung lesen - man
muss etwas bestellen. Im Prinzip kann ich von jedem anderen historischen
Gebäude Bad Doberans weniger sehen und erleben, als von den Häusern des
Grand Hotels.
Natürlich
übersehen wir nicht die verfallenen Perlen und Villen, die Zäune und
einige unglückliche Wegeführungen.
Darum stehe ich
weiterhin bei allen Verantwortlichen auf der Matte und stelle Fragen,
gebe auch mal Anregungen und lasse mir alles ganz genau erklären.
Jede Wirkung hat eine
Ursache - jeder Reaktion geht eine Aktion voraus. Heiligendamm ist, wie
es ist, weil es von allen - Befürwortern, Kritikern und Meinungslosen -
dazu gemacht wurde. Den genauen Werdegang aufzuzeigen - die Ursachen und
ihre Wirkung zu benennen - die Aktionen und ihre Reaktionen zu
dokumentieren - das bleibt weiterhin mein Anliegen. Solange wir die
Probleme nicht verstehen oder sogar gar nicht erst betrachten, können
wir sie nicht lösen. Und zur Lösung der Probleme gehören alle
Beteiligten - auch jene, die meinen, dass es nicht ihre Probleme sind.
Heiligendamm ist die Summe aller Teile und wer auch nur an Heiligendamm
denkt, hat seinen Teil dazu beigetragen.
Es ist die Art,
wie wir denken, die bestimmt, wie wir handeln. Und es ist die Art zu
handeln, die bestimmt, wie wir denken.
Der nächste Rundgang
wird darum ein Mehrteiler sein und sich allen Diskussionsschwerpunkten
in Heiligendamm widmen.
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