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Rundgang 16. August 2008. Das Baujahr.
Zum zehnten Mal jährt sich die Veräußerung des
Heiligendammer Ensembles an die FUNDUS-Gruppe.
Für 2008 standen viele Dinge in den Plänen der
ECH und den Zeitungen unserer Stadt.
Die Villa "Perle" soll wieder aufgebaut
werden, die Villen "Möwe" und "Hirsch" sollen weichen und auch neu
errichtet werden und das Alexandrinencottage soll umgebaut werden. Im März
sollte es losgehen. Statt des Wiederaufbaus der Perle erfolgte aber ein
Einzug der Promenade auf ganze 60 Meter zu Gunsten des Hotelgeländes. Im
Juli wurde dann bekannt, dass die gerade für 300.000 Euro sanierte
Promenade auch im Osten weichen muss. Eine Tiefgarage soll unter ihr
entstehen und dazu muss sie etwas höher gelegt werden.
60 Meter weniger Heiligendamm sind nun der
Öffentlichkeit zugängig. Zehn Jahre ist es her, dass die ECH versprach und
immer wieder betonte, dass Heiligendamm für die Öffentlichkeit zugängig
ist und bleibt. Zehn Jahre sind die Dokumente alt in denen zu lesen steht,
dass sich die FUNDUS-Gruppe wünscht, dass der Tagesgast im Hotel speisen,
sich erholen und etwas für seine Gesundheit tun möge.
Grund genug für eine Probe aufs Exempel. Wir
wollen ein Eis essen in Heiligendamm. Und zwar nicht im Schwanen-Café, wie
sonst immer.
Nein, das ist nun schon seit über einem Jahr
verschwunden. Auch nicht im Café am Golfhaus. Das machen wir ein anders
Mal. Und nicht im Imbiss am Strand und auch nicht am Strandkorbverleih.
Nein, es sollte ein Eisbecher sein und kein Tüteneis. Nein, auch in der
Coco-Milchbar nicht. Das heben wir uns für später auf. Wir wurden
innerhalb der Familie eingeladen für zum Kaffee im Grand Hotel. Einmal im
Jahr machen wir so etwas und unsere Ziele sind dann stets Cafés, in die
man sonst nicht geht. Letztes Jahr war es z.B. das Café im Hotel NEPTUN
und damit darf sich das Kempinski heute messen.
Wenn man denn überhaupt... sehen Sie selbst!
Die weiteren Bilder dieser Galerie zeigen
Heiligendamm in der Saison 2008 an ganz unterschiedlichen Tagen.
Damit die Bilder für Sie
erkennbar bleiben, ist diese Seite und sind die Rundgang-Seiten breiter,
als die anderen.
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16.08.2008 - Öffentlichkeit
in Heiligendamm? |
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Wir beginnen unseren
Besuch auf dem Parkplatz in der Professor-Vogel-Straße.
Natürlich könnten wir
auch versuchen, direkt auf das Hotelgelände zu fahren aber wir wollen ja
nicht testen, ob wir ins Hotel kommen sondern, ob wir als Tagesgast von
der Promenade aus zu den gastronomischen Einrichtungen kommen.
Hier haben wir aber
auch gleich unser erstes Problem: Das Tor in der Professor-Vogel-Straße
ist zu. Man benötigt eine Chipkarte. Die aber bekommt man nur an der
Rezeption. Diese aber befindet sich ja hinter diesen verschlossenen
Pforten.
Wir haben aber das
Glück, dass am Tor neben dem Findling gerade jemand hinein will und
seine Chipkarte sucht und dabei auch gerade welche hinaus wollen. Das
nutzen wir, bedanken uns höflich und treten ein. Es hätte noch einen
anderen Weg gegeben, den ich anstandshalber aber nicht verrate.
Wir sind nun also
"drin" und begeben uns auf direktem Weg zur Kurhausterrasse.
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Ich hatte mich vorab
über das Angebot erkundigt und erfahren, dass es Kaffee, Eis und Kuchen
in der Nelson-Bar gibt. Diese befindet sich im Kurhaus. Da es warm ist,
suchen wir uns aber draußen einen Platz. Einen freudigen Empfang gibt es
nicht. Wir werden zur Kenntnis genommen aber niemand hilft uns bei der
Platzwahl.
Im Hotel Neptun eilte
gleich jemand auf uns zu und wies uns einen Platz am Fenster mit Blick
auf Warnemünde zu und fragte, ob es schon einmal etwas sein darf.
Das offensichtliche
Problem ist nämlich, dass wir fünf Personen sind und es nur Vierertische
gibt. Da noch vier Personen dazu kommen, haben wir ein Problem.
Dieses können wir nur
lösen, indem wir das Personal ansprechen und fragen, ob wir Tische
zusammen schieben dürfen. Die Mitarbeiterin ist sehr freundlich und
hilft auch dabei. Sie weist auch darauf hin, dass vier Tische angenehmer
zum Sitzen sind, als drei. Bei drei Tischen wären nämlich die Füße im
Weg. So, nun sitzen wir also.
Nach einem
Sonnenschirm werden wir übrigens trotz der brennenden Sonne an dieser
Stelle nicht gefragt.
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Aber erst einmal will
ich ein Foto machen. Vom Grand Hotel. Im Erdgeschoss beim roten Schirm
befindet sich auch noch einmal eine Bar. Aber hier gibt es kein Eis und
keinen Kuchen, sondern Getränke und Snacks. Belegte Baguettes wurden
z.B. im Schreiben des Grand Hotels angepriesen. Draußen ist dort drüben
jedenfalls nicht viel los. Nach meinem Verständnis ist diese Bar eher
etwas für den Abend.
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Und gleich noch
einmal vom Eingang. Da standen in dieser Zeit und auch schon zu anderen
Zeiten bei anderen Rundgängen viele Leute, die schon gern hinein gewollt
hätten und sicherlich auch etwas getrunken und gegessen hätte.
Ungewöhnlich, dass Kempinski diese Leute einfach aussperrt und so auf
die Einnahmen verzichtet.
Man sieht übrigens
den Gästen auf der Terrasse nicht an, wie viel Geld sie haben.
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Wir waren dann auch
schnell vollständig und gaben unsere Bestellung auf. Während der
Wartezeit konnten wir uns überzeugen, dass Kinder von Gästen des Hotels
sich kaum von den Kindern unterscheiden, die wir täglich begegnen. Über
uns im Haus "Mecklenburg waren drei Fenster ganz geöffnet und aus ihnen
drang der Lärm spielender Kinder, die ganz genau dieselben
Kraftausdrücke verwendeten, wie wir es von Kindern kennen, die ihren
Urlaub nicht in Luxushotels verbringen. Vom Luxus war auch gar nicht so
viel zu spüren. Die Leute waren überwiegend lässig gekleidet und
schlenderten mit dem Bademantel unter dem Arm in verblichenen Shorts und
T-Shirt vom Haus "Mecklenburg" hinüber zum Grand Hotel. Sie sind sich
auch nicht zu fein, dabei den Slip heraus gucken zu lassen oder behaarte
Haut zu zeigen. Mir fiel da die Geschichte mit dem furzenden Angler ein,
der ja angeblich einer der Gründe dafür sein sollte, dass die
Kurhausterrasse von der Öffentlichkeit abgeschnitten werden sollte. Die
Hotelgäste latschen definitiv über den Rasen, wie man hier auch gut
sehen kann. Für mich wirkte das Ganze wie damals die FDGB-Ferienheime.
Was nicht abwertend sein soll - das waren schöne Urlaube in Bansin und
Jabel.
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Aber ein
Fünf-Sterne-Luxushotel hatte ich mir anders vorgestellt. Vielleicht
liegt es aber einfach an der Magie Heiligendamms. Auch mancher
hochrangige Adel oder Politiker des vorigen Jahrhunderts wurde ja hier
mit hochgestreiften Ärmeln gesichtet.
Nach 10 Minuten
wurden Servietten, Gabeln und Suppenlöffel aufgedeckt. Wir waren leicht
irritiert. Nach weiteren 5 Minuten bekamen die Kuchenesser ihren Kuchen.
Wegen der Wespen
mussten sie ihn aber gleich essen und waren damit dann schon fertig und
hatten auch ihren Kaffee schon alle, als nach einer guten halben Stunde
dann endlich das Eis kam. Ich weiß: Es ist peinlich, in einem
Luxusrestaurant das Menü zu fotografieren. Aber ich konnte es nicht
lassen. Hat aber keiner gesehen.
Das hier ist "Daeth
by Chocolate". Nicht zu verwechseln mit "Death"! Es ist ein Traum von
Schokoladeneis mit Schokoladencreme. Selbst das Gitter, das die Tafel
viertelt, ist aus Schokolade. Und das hier durfte sich auch Schokolade
nennen. Es ist so hochwertige und nährstoffreiche Schokolade, dass man
von diesem Eis so satt ist, als hätte man gerade eine Gaststättenportion
Pommes mit Schnitzel verdrückt.
Das Eis kostet 10,50
Euro und ist diese Sünde auch mal wert. Aber Zeit mitbringen!
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Nach dem Essen sollst
du ruh'n oder tausend Schritte tun. Ich entscheide mich für das zweite.
Die Zeit drängt, denn wir waren um 15 Uhr hier und wollen um 17 Uhr ins
Kino zu Mamma Mia. Ich möchte die Chance unbedingt nutzen für ein paar
Fotos.
Während die anderen
also auf die Rechnung warten, machen wir uns zu viert auf den Weg in den
Kurwald. Oder was davon nach dem Einzug übrig geblieben ist.
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Die Wege sind
ausgefranst, der Rasen fleckig und ungepflegt und das Laub liegt herum.
Die Büsche sind nicht geschnitten. Der Park wirkt verwahrlost. Ganz im
Kontrast zum saftigen Grün vor der Burg. Die Fackeln am Wegrand sind
nicht so sehr als Lichtquelle gedacht, sondern, um Mücken zu vertreiben.
Und hier ist auch der G8-Pavillon gelandet. Als asiatisches Restaurant
und Sushi-Bar.
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Mein Ziel ist
natürlich jenes Haus, an dem das Meer das Land berührt oder auch, in dem
sich das Klo mit dem schönsten Ausblick der Welt befindet. (Christian
Ludwig)
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Anno August Jagdfeld
möchte dieses Haus zu seinem Sommerhaus umbauen.
Aber es ist ihm zu
klein und darum möchte er es aufstocken, also verändern.
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Da spielen aber
Denkmalschützer und Bürgerinitiativen nicht mit, denn jede bauliche
Veränderung dieser Art würde das Haus entstellen. Das versteht man
besonders gut, wenn man sich das Haus einfach mal von dieser Seite
ansieht.
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Um dieses Bild zu
machen, muss man seinen Hintern an das Geländer der Aussichtsplattform
drücken oder ein Weitwinkelobjektiv haben. Frühere Bilder zeigen das
Haus von hier aus ganz. Ein Indiz für das an der Steilküste nagende
Meer.
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Am Cottage selbst
nagen auch so einige Dinge. Die feuchte Salzluft, Regen, Frost und Wind,
Holzwürmer, Käfer und Bakterien. Oder einfach: Der Zahn der Zeit.
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Dennoch kommen
Erinnerungen an die Aussagen zum "Charme des Morbiden" unweigerlich
wieder ins Gedächtnis. Was für ein Ort! Was für eine Schande!
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"Wir sind eine große
Familie" hat Jagdfeld gesagt. Und dass er darüber lächelt, wenn sich die
Urlauber in Knokke um die Liegestühle streiten. Er macht ja in
Heiligendamm seinen Sommerurlaub. Das war vor genau 10 Jahren und 10
Jahre später ist von der Aufbruchstimmung nur so viel zu sehen, wie man
es halt vom Zahn der Zeit in alten Gemäuern erwarten kann. Was
aufbricht, ist der Putz.
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Einst wohnte hier
Alexandrine von Preußen. Sie hatte drei Kinder und ein Bild aus alten
Tagen zeigt eine 14köpfige großherzogliche Familie im Sommer 1923 auf
der Treppe des Alexandrinen-Cottage. Kann Jagdfeld das toppen? Und wenn
ja: Ist das dann wirklich noch Urlaub? Zu DDR-Zeiten waren hier übrigens
Kurpatienten mit Hautkrankheiten untergebracht. Man wollte ihnen die
Blicke anderer ersparen.
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Ganz wie Jagdfeld
sich die Blicke anderer (oder deren Anblick?) ersparen möchte.
Wir müssen zurück und
passieren das Lindenrondell, das man heute gar nicht mehr finden würde,
stünde da nicht der kleine Erfrischungspavillon. Heute ist das einfach
nur ein vernagelter Schuppen mitten auf dem Gelände eines "Luxushotels".
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So wie auch dieses
marode Produkt planloser Bewirtschaftung eines einst adligen Cottages.
Es ist das Marien-Cottage und der Zustand dieses Hauses ist sehr
schlecht. Natürlich darf man nicht vergessen zu erwähnen, dass das vor
1990 absolut nicht der Fall war, sondern erst mit der Nichtnutzung seit
1996 eintrat.
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Es wurde in der DDR
vieles vereinfacht und Zierrat verschwand fast vollständig.
Auch dieser kleine
Schacht ist ein Anbau aus DDR-Zeiten. Aber verfallen ließ man das
Cottage deshalb noch lange nicht. Und verwuchern übrigens auch nicht.
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Ich kann mich gut
erinnern, dass man die beiden Cottages immer von der Promenade aus sehen
konnte. Die Idee, morbide Gebäude hinter dichten Hecken zu verstecken,
hatte erst die ECH. Vermutlich in Anlehnung an ein Grimm-Märchen.
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Jedenfalls sind die
Cottages gut verdeckt und versteckt. Nach dem Motto "Aus den Augen, aus
dem Sinn". Die Kinder in ihrem Spielzelt, die man vom Kids Club nebenan
hier her verfrachtet, interessiert das alles nicht. Sie haben hier ihr
Zelt und ihren Spaß und da sich hier niemand her verirrt, stören sie
auch niemanden.
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In dieser mobilen
Küche richtet gerade ein Koch mit seinem kleinen Team asiatische
Spezialitäten, wie Sushi, Sashimi, Curries, Suppen und Salate an. Dazu
gibt es ein Glas Sake, asiatisches Bier und Cocktails. Geöffnet hat der
Asia Pavillon nebst Asia Lounge von Freitag bis Dienstag von 17 bis 22
Uhr. Schön ist er aber nicht gerade.
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Wir verlassen den
Kurwald und treten ins Helle. Dieser bis März noch öffentliche
Strandaufgang ist nur mit Chipkarte nutzbar und auf der Ecke der
einstigen Promenade steht eine Wasserwacht mit einem Krankenwagen des
Bayerischen Roten Kreuzes und bietet Windschutzmatten, Decken,
Sitzauflagen und kühle Getränke an. Der Kasten links ist eine Kühlbar.
Da steht auch Sekt und so drin.
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Vielleicht diesmal
wirklich die letzte Chance. Ein Bild des Hauses "Mecklenburg" von Westen
her. Da man sich nun nicht mehr in die Ecke der Promenade zwängen kann,
muss man entweder weiter nach rechts gehen (wo aber heute der
Krankenwagen steht) oder man hat einen Pfahl vor der Linse. Wenn
übrigens 500 Meter weiter am "normalen" Strand jemand verunglückt, kommt
ein Krankenwagen aus Hohenfelde.
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Unser legendärer
Kontrast-Blick, wegen der Hecke allerdings etwas verschoben.
Ja, die Hecke ist
endlich angewachsen. Sie Strandkörbe - 10 bis 15 an der Zahl - sind
übrigens alle unbenutzt. Und unten am Stand sind vielleicht ein Drittel
benutzt.
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Dort ging es bis vor
einigen Monaten geradeaus weiter bis Börgerende. Nun ist hinter dieser
Hecke für die Öffentlichkeit in Heiligendamm Schluss. Heute gehören wir
ja nicht dazu und es entgeht uns nicht, dass die Leute neugierig zu uns
rüber blicken.
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Wenn wir nun (z.B.
als Hotelgast) auf die Promenade wollten, müssten wir einen Umweg von 50
(Rasenlatschen) bis 100 (Anstand) Metern machen und eine Karte benutzen,
um zur Promenade - oder auch nur zur Seebrücke zu kommen.
Ich sag nur: "Zoo für
Reiche" und gebe damit weiter an Klaus Peter Behrends.
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Inzwischen ist der
Rest der Familie schon in Aufbruchstimmung, hat die Rechnung bezahlt und
will nun zurück zum Auto. Wenn man Kaffee trinkt, Kuchen isst und noch
ein Eis dazu, muss man 20 Euro pro Person einplanen. Wir hatten uns aber
darauf verständigt, entweder Eis oder Kaffee und Kuchen zu nehmen.
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Und wir Eisesser sind
so satt, wie wir noch nie von Eis geworden sind. Nun geht es zum
Haupteingang, weil der Rest der Familie sein Auto am Bahnhof geparkt
hat.
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Hier gibt es ein Tor,
das aber geschlossen ist und nur mit einer Karte geöffnet werden kann.
Mein Vater nutzte dann die Lücke zwischen Torpfosten und Schranke.
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Wir folgten ihm und
standen mitten in der Einfahrt. Nach rechts ist für Fußgänger verboten.
Geradeaus - kennen wir ja schon - hindert uns auf der anderen Seite der
Straße ein Zaun am Erreichen des Gehsteiges. Bleibt nur nach links. Wir
hangeln uns also auf einer 30 Zentimeter schmalen Bordsteinkante entlang
zwischen Zaun und Autoverkehr und erreichen nach 50 Metern den
Bürgersteig, der die ganze Zeit neben uns hinter einem hohen Zaun liegt.
Wir hätten auch zurück gehen können aber dann hätten wir vor einem der
drei verschlossenen Tore gestanden, die wir auch nicht hätten öffnen
können, da wir keine Karte haben. Wie ist eigentlich der Rest der
Familie hier hinein gekommen? Sie fragten den Pförtner.
Einen Weg hätte ich
noch gekannt - ca. 1000 Meter Umweg.
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Wir fahren zum Kino.
Vorbei an der Rennbahn. Vorbei am Zappanale.
Öffentlichkeit in
Heiligendamm? Jeder ist herzlich eingeladen?
Die Tatsache ist,
dass man nur hinein kommt, wenn gerade jemand heraus oder auch hinein
will. Am Haupteingang steht man vor einem verschlossenen Tor. Sicherlich
könnte man da auch klingeln aber warum wird einem der Zugang zur
Rezeption versperrt, wenn man Fußgänger ist? Wenn man im Hotel nur Gast
sein kann, wenn man mit dem Auto anreist, dann hatte das Hotel heute
genau 8 Gäste.
Irgendwie kommt mir
da gerade der Satz Walter Ulbrichts in Erinnerung:
"Niemand hat die
Absicht, eine Mauer zu bauen". Ein paar Wochen später stand sie.
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Alle Rundgänge:
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Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur
Geschichte
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