Zeit am Meer

Besuche im August 2008. Das Baujahr.

 

Dies ist unser erster Sommer in meiner alten uns unser neuen Heimat.

Wir wohnen direkt an der Dammchaussee nach Heiligendamm - sogar in Fahrtrichtung zum Heiligen Damm.

Das heißt, dass wir nach Heiligendamm fahren oder gar radeln können, wann immer wir Lust haben. Wie es so ist, wenn man hat, was man begehrte, hält sich die Lust zeitweise noch in Grenzen. Hinzu kommt eigentlich, dass man mit dem Auto nur kostenpflichtig parken kann und mit dem Fahrrad hier noch ein paar hundert Meter Radweg fehlen. Der Radweg beginnt erst am Ortsausgangsschild und bis dahin muss man entweder auf einer viel befahrenen Straße fahren oder auf dem schmalen Bürgersteig das Rad schieben oder man fährt einen Umweg, wozu man aber bei uns erst sein Fahrrad über einige Stufen tragen und mitunter über einen Zaun heben muss. Außerdem fahren hier ja viele Touristen lang und die kennen den Umweg erst recht nicht und fahren dann entweder einfach im Glauben, dass es sich um den Radweg handele auf dem Bürgersteig weiter oder auf der Straße. Und damit verursachen sie nicht selten Staus, da man hier schlecht überholen und auch schlecht den Gegenverkehr einsehen kann.

 

Wir haben es aber dennoch ein paar Mal zu ganz unterschiedlichen Zeiten geschafft, mal nach Heiligendamm zu fahren und hatten da dann ebenso unterschiedliche Gesichter Heiligendamms kennen lernen dürfen. Wir laden Sie dazu ein, sich diese Gesichter einmal anzusehen.

 

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August 2008 - Wo das Meer das Land berührt. Sommerfrische in Heiligendamm.

 

 

Gut besucht ist Heiligendamm eigentlich im Sommer immer. Die Frage ist nicht, wie viele Touristen da sind, sondern wie viele sich in das Wasser trauen. Heute sind es wenige aber das liegt auch daran, dass es nicht sehr warm ist. Gerade warm genug.

Aber es ist Sonntag und normalerweise kann man hier sonntags nicht treten.

 

 

Am übernächsten Tag - einem Dienstagvormittag . sieht es schon ganz anders aus.

Inzwischen gibt es auch wieder Strandkörbe in Heiligendamm. Dennoch dominieren Strandmuscheln und Windschutzwände. Es sind übrigens auch viele Einheimische unter den Sonnenanbetern. Es sind ja Ferien in Mecklenburg-Vorpommern.

 

 

Der Dienstagvormittag wird zum Dienstagmittag und inzwischen gibt es auch keinen Parkplatz mehr auf dem Parkplatz in der Professor-Vogel-Straße.

Kaum auszudenken, wenn der Parkplatz mal nicht mehr ist,

 

 

Irgendwann hat die Stadtverwaltung eingesehen dass es Käse war, den großen Sandparkplatz wegzunehmen und keinen Ausgleich für die ca. 100 weggefallenen Parkplätze in der Seedeichstraße zu schaffen und den Sandparkplatz wiedereröffnet.

 

 

Natürlich kostet auch diese Sandwüste Parkgebühren. Aber wie überall im Strandbereich darf hier von 07-19 Uhr für 0,50 Euro pro Stunde bis zu 4 Stunden geparkt werden. Danach und davor ist es kostenlos. Wir haben erst einmal Hunger. Das Bistro am Strand hat sich gut gehalten und hat sogar sein Angebot erweitert, sich eine Kühlbox und neue Terrassenmöbel zugelegt.

 

 

 Man kann sagen, dass es ein Stück nobler geworden ist. Die Preise sind sehr günstig und hier finden sich auch Hotelgäste unter den Speisenden. Unser nächster Besuch erfolgte dann einen Tag später und da war der Strand dann wieder leerer.

Inzwischen hatten auch die ersten Quallen nach Heiligendamm gefunden. Aber nur ganz normale harmlose Ohrenquallen. Von Feuerquallen war hier nichts zu merken.

 

 

Hier sieht man noch einmal sehr deutlich den Kontrast der verblichenen Perlenkette gegenüber dem strahlenden Haus "Mecklenburg" und dem Rest des Ensembles.

 

 

Wieder ein anderer Tag. Wir baden eigentlich nicht so oft aber die Schwiegermutter macht bei uns einen reinen Badeurlaub und da kommt man dann auch mal mit raus.

 

 

Nach diesem Strandbesuch - wir haben erst weit hinter Heiligendamm einen Parkplatz ergattert - gehen wir zum Auto, um noch etwas zu holen. Dabei bemerke ich einen eingezäunten Bereich mit Strandkörben mitten im Strandgebiet. Das Schild verrät, dass es sich um den Privatstrand der MEDIAN-Klinik handelt.

 

 

 Diese steht gut 3 Kilometer von hier entfernt. Aber nur 500 Meter von der Küste.

Da das Hotel den ganzen Strand westlich der Seebrücke für sich beansprucht hat,

musste die MEDIAN-Klinik kilometerweit nach Osten ausweichen. Auch die MEDIAN Patienten dürfen nicht durch das Hotelgelände zum Strand laufen.

 

 

Einen Tag später ist es vorbei mit Baden. Die Ostsee tobt unter den rauen Winden.

 

 

Wir befinden uns hier unweit der Jemnitz-Schleuse auf der Packwerk-Promenade,

 

 

Der Sandsturm lässt die Konturen der Menschen verschwinden.

 

 

Immer wieder fliegen uns Sandwolken ins Gesicht. Was für ein Schauspiel.

 

 

Man kann schon wegen des Sturmes kaum gehen und nun muss man noch durch Sand waten. Die Mauer hält den Seesand gerade noch davon ab, über die Dünen auf die Straße zu wehen. Dort habe ich ihn früher auch schon oft gesehen.

 

 

Wer nur zwei Wochen Urlaub und die Ostsee gebucht hat, der will auch baden.

Das Wetter ist ihm dann egal. Kein Einheimischer würde da ins Wasser gehen.

Die Wellen haben hier eine Wucht, die selbst Steine an Land spülen kann.

 

 

Noch weit vor Heiligendamm: Hier beginnt schon die kurtaxenpflichtige Zone.

 

 

Ein paar Mutige haben sich warm angezogen, um das Schauspiel live zu erleben.

 

 

Die Bilder sind übrigens alle gezoomt. In Wirklichkeit sind wir noch so weit weg.

 

 

Das ist das höchste, was ich im Sturm wankend von hier aus zoomen kann.

 

 

Ohne Zoom wird der Himmel gleich blauer. Blick Richtung Börgerende (Osten)

Man sieht hier keine Fußspur weit und breit. Nicht einmal Sandburgruinen.

 

 

Auch hinter uns verschwinden die Spuren im Sand sofort.

Und Quallen im Sand sehen aus, wie Steine. Beinahe...

 

 

Nächster Tag. Der Wind ist weg und mit ihm auch die Quallen. Wir nutzen den Abend für eine kleine Schwiegermutter-Sonderführung durch Heiligendamm.

 

 

Auf dem Rasen vor dem Kurhaus steht ein Hubschrauber und von irgendwo kommt Musik. Die Seebrücke ist leer und trägt Werbefahnen. Hm - und ein Schild?

 

 

Aha. Das ist übermorgen. Was heißt "öffentlicher Besucherverkehr"?

Wir sind leider die beiden Tage nicht da, um das herauszufinden.

 

 

Dann beim nächsten Mal. Genießen wir noch einen Blick auf die entstellte Perlenkette ohne Perle. Genießen wir... den Charme des Morbiden.

 

 

Was ist denn an der Burg los? Von dort scheint die Musik zu kommen.

 

 

Zoom - ja, da ist etwas los.

 

 

Noch mehr Zoom. Aha. Piano, Geige, Stehcafé. Die feine Gesellschaft genießt ein kulturelles Programm. Und ich sage ohne Neid: Das sieht toll aus. Das gehört hier her. Das ist das, was Heiligendamm wirklich verdient. Kultur pur. Ich lausche den Klängen der Musik, die leise zu uns herüber wehen. Irgendwann geht es dann wieder nach Hause und irgendwann hört man einen Hubschrauber fliegen.

 

 

Das Ende der Woche endet mit einem zweisamen Spaziergang zwischen Heiligendamm und Börgerende, östlich der Schleuse. Wie schön es doch hier ist.

Wie schön doch das Leben ist. Und wie schön es doch ist dort zu leben, wo andere Urlaub machen. Ich erinnere mich an den Spruch über der Tür des Alexandrinen-Cottage und ich verstehe ihn heute mehr denn je: Wo das Meer das Land berührt.

 

 

Alle Rundgänge:    

 

Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur Geschichte

 

Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur Geschichte, Architektur und zum Werdegang Heiligendamms ,

sowie zur öffentlichen Diskussion um Heiligendamm. Die Aussagen spiegeln nur die persönliche Meinung des Autors nach dem

Kenntnisstand vom Tag des jeweiligen Rundgangs wieder und sind ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
Für weitere Informationen lesen Sie bitte das Selbstverständnis dieser Dokumentation.

Bitte beachten Sie auch das Special "Vier Touristen-Fragen", welches die Foto-Rundgänge mit wichtigen Fakten zum besseren Verständnis ergänzt.
Bitte informieren Sie sich auch hier: Die Zukunft Heiligendamms | Öffentliche Diskussion | Historie der Sommerfrische | Geschichte | Architektur | Gebäudedatenbank
 

 

2004 - Bestandsaufnahme. Teil 1.

Wenn Sie selbst kostenloses Bildmaterial von vor 2004 (auch von Bad Doberan) oder Informationen zur Verfügung stellen können, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.

2005 - Bestandsaufnahme. Teil 2. 

 

2006 - Das Jahr des Erwachens.

Überraschungen jenseits von Zäunen.

George W. Bush kommt!

Die MS Europa legt an.

 

2007 - Im Zeichen der G8.

30.01. Die Prinzessin ist aufgewacht!

04.02. Die Ruhe vor dem Sturm.

24.02. Die Abrissbagger sind da.

13.03. Irrwege, Umwege u. neue Wege.

24.03. Zäune, Wälle und Wunder.

16.05. Dann zeigen Sie uns doch bitte mal Ihre Ausweise...

09.06. Und sie kommen in Schar'n dorthin, wo die Promis war'n...

19.08. Kleine Stippvisite.

 

2008 - Das Baujahr.

18.03. Dem "Verbrechen" auf der Spur.

30.05. Ein Stück Berlin näher betrachtet.

07.06. Das herzogliche Anbaderitual.

11.08. Sommerfrische in Heiligendamm.

16.08. Test: Öffentlichkeit in Heiligendamm?

25.09. Das war das Baujahr? - Ein Fazit.

 

2009 - Neue Wege.

19.04. Was ist los in Heiligendamm?

22.06. Tuscheln oder Kuscheln?

26.08. Unerkannt durchs Märchenland - Die Hotelführung.

24.11. Der blanke Hans kommt!

 

 

 

2010 - Der zweite Frühling.

26.01. Die weiße Stadt am Meer.

11.03. Leiser Aufschwung.

17.04. Der Countdown läuft.

In Vorbereitung

12.06. Fest der Landleute in Bad Doberan.

03.07. Der erste Spatenstich für Villa Perle

 

2011 -

 

 

 

 

 

 

 

2012 -

 

 

 

 

 

 

 

Lesetipp

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