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Heute geht es zu einem ganz besonderen
Rundgang nach Heiligendamm.
In alter Manier trifft heute der Großherzog
Friedrich Franz I mit seinem Gefolge ein, um die Badesaison 2008 zu
eröffnen. Natürlich gespielt, denn Durchläuchting ist ja längst tot. Wir
parken wegen voller Parkplätze vor dem MEDIAN-Parkplatz. Daher zeigt
unser erstes Bild das Forsthaus, das uns schon bekannt ist. |
Eigentlich war die Rede von einem
Biergarten, der auch für die Öffentlichkeit zugänglich und der ECH damit
eine Goldgrube ist. Bis jetzt hat man die Scheune abgerissen und Gras
drüber wachsen lassen. Unser zweites Bild zeigt den Anbau an der FAK, in
dem irgendwie mit Leitern und Handwerkszeug gearbeitet wird. |
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Wir hatten im Mai die Information bekommen,
das in der Gartenstraße ein Haus abgerissen werden sollte. Da wir dort
nichts derartiges fanden, forschten wir nicht weiter, bis wir erfuhren,
dass die Villa "Waldfriede" gemeint war. Zu spät. |
Sie ist weg und das ist von ihr übrig.
Bauausführende Firma war auch hier WERGES aus Kröpelin. Das Grundstück
hier gehört aber nicht der ECH. Es ist mit einem Bauzaun versehen und es
gibt einen Verkaufs-Container und ein Werbeschild. |
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Nämlich dieses hier. Endlich mal
Perspektiven. Die Ferienwohnungen scheint man im besagten Container
kaufen zu können, um schon vor dem Bau eine Ferienwohnung in
Heiligendamm sichern zu können. Seeblick gibt es hier allerdings nicht.
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Diese Impression finden wir immer wieder
toll. Nicht nur wir - auch eine Frau fotografierte gerade aus dieser
Perspektive. Hier soll ja auch noch irgendwann gebaut werden. Ein
unterirdisches Parkhaus und darauf ein Appartementkomplex. |
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Wir kommen gerade richtig, um uns einen
guten Platz zu erhaschen. Da ist seine königliche Majestät, der
Großherzog Friedrich Franz I von Mecklenburg-Schwerin. Ruppig in seiner
Art aber geschwollen im Ausdruck freut er sich über den großen Empfang
der Großherzoglichen Familie in seinem Seebad Heiligendamm. |
Die Dame rechts hinter ihm ist Prinzessin
Alexandrine mit dem Erbprinzen Paul Friedrich, dem Sohnemann des
Großherzogs. Der Herr mit dem Zylinder ist der Hofmechanikus, der für
alle technischen Sachen zuständig ist. So wird dann auch eine große
technische Sache für morgen auf dem Kampus zu Doberan angekündigt.
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Dann nämlich findet das Plaisir statt - das
herzogliche Vergnügen, dass nach der Table de hôte - dem Feestmahl der
Badegesellschaft - stattfindet. Dies hier ist der Bauconducteur Severin
mit seiner Gemahlin, wenn ich es richtig verstanden habe. |
Und das ist der Hofmedicus Professor Doktor
Gottlieb Samuel Vogel mit seiner Frau Gemahlin. Er ist zweifelsohne eine
der Hauptcharaktere des Anbaderituals, denn ohne ihn und seine präzisen
Anweisungen darf schon mal gar keiner ins kalte Wasser. |
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Es geht durch das Waldstück auf die
Kühlungsborner Straße. Busse und Autos müssen halten und erstaunte und
begeisterte Gesichter sind durch die Scheiben zu erkennen. Die
Badegesellschaft winkt ihnen zu und sie winken freudig zurück. |
Wir hätten gedacht, dass es durch den Wald
ginge aber es geht in die teileingezogene Professor-Vogel-Straße und
dort tatsächlich nach links auf den Vorplatz des Kempinski Grand Hotel
Heiligendamm. |
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Dort standen wir nach 2003 noch nie, da es
unser Ziel ist, die Rundgänge so zu gestalten, wie sie der Tagesgast und
Einheimische erlebt. Dazu gehören eben keine Fotos auf dem Hotelgelände.
Dieses ist unser erstes Bild auf dem Gelände seit 2004. |
Und dieses das zweite. Gerade wurde der
Blick frei für die Kurhausterrasse.
Man muss diese
Kontraste von dunklem Holz und weißem Putz selbst erleben.
Es sieht sehr nobel
aus und hat seine fünf Michelinsterne allemal verdient. |
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Es geht am Findling vorbei in Richtung
Seebrücke, wo es laut zu werden scheint. |
Wir genießen noch einmal diese schöne
Impression vom Haus "Mecklenburg". |
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Und dann verlangsamt sich der Zug. Es ist
voll in Heiligendamm und es ist heiß.
Aber zum Glück sind wir recht luftig
gekleidet. Schwarze Hose, weißes Hemd und das Basecap mit der Werbung
für Zeit-am-Meer.de. Reichte für einen Gruß des Herzogs. |
Wir stehen innerhalb der Absperrungen und
alle gucken zu. Was für ein Gefühl.
Beim nächsten Mal denke ich darüber nach,
mich auch zeitgemäß zu kleiden.
Alles bei Seite, der Großherzog kommt mit
seiner Familie. |
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Und da kommt er. Was für ein fantastischer
Anblick. Schade, dass in Heiligendamm nur noch Wohlhabende aber kaum
Adelige einkehren. So wie es hier ist, könnte es bleiben. Das würde
Pluspunkte geben. Aber immerhin war Genscher gerade hier. |
Hinter Alexandrine kommt auch ein Diener
mit. Der Herzog mochte es in der Tat schon etwas orientalisch.
Alexandrine und Paul Friedrich ließen sich später in Heiligendamm
nieder. Ihm ist der Ausbau im Westen und Osten des Ensembles zu
verdanken. |
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Am Ende des Gefolges folgt der Hofmedicus
Professor Vogel mit seinem Diener. |
Eine gigantische Kulisse: Der Herzog, sein
Reisemarschall und sein Hofmedicus. |
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Der Herzog begrüßt sein Volk, das ihn immer
wieder dreimal hochleben lässt und mit in die Lobeshymne einstimmt, die
der Reisemarschall und der Leibarzt einstimmten. Während letzterer die
Baderegeln verliest, gehen wir schon einmal näher zum Strand. |
Was gar nicht so einfach ist, bei den vielen
Menschen. Aber es gelingt mir, einen Übergang zu finden. Inzwischen
wächst hier nämlich Strandhafer, damit der Strand nicht auf die
Promenade überwechselt. Habe ich ja schon lange vorgeschlagen. |
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Die Remise fällt etwas kleiner aus, als es
damals der Fall war. Mit Pferdegespannen und Wagen, Badekarren und
Schildhäusern wäre die Kulisse perfekt aber es wäre zu voll geworden und
wohl auch nicht finanzierbar. In dem Zelt wird sich umgezogen. |
Nein, nicht ausgezogen. Das gab es damals
nicht. Es wurde in Badeanzüge geschlüpft, welche eigentlich farblich für
Herren und Damen verschieden waren. Auf Grund eines Herrenüberschusses
wurde hier improvisiert. |
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Man beachte die Menschenmengen. Die
Badegesellschaft wärmt sich mit leichten Turnübungen auf. Eigentlich
macht man so etwas ja heutzutage nicht mehr. |
Der Pöbel wird vorgeschickt. Professor Vogel
gibt Anweisungen. Nur ein paar Schritte rein und schon laufen. Das nennt
sich auch "Wassertreten". Der Herzog steht bereit. |
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Bis zuletzt mit seinem Helm. Leider konnte
ich kein Bild davon machen. Er ging schnell hinein, stürzte sich ins
Wasser, schwamm eine Minute und ging wieder hinaus um zu verkünden, dass
die Badesaison hiermit eröffnet sei. |
Danach stürzte sich der Rest der
Gesellschaft in die kühlen und angenehmen Fluten der Ostsee. Vom
direkten Gefolge ging aber nur Severin baden, während der Erbprinz, die
Prinzessin, der Badearzt und der Reisemarschall draußen blieben. |
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Wir machen noch einmal ein Bild von der
Perlenkette und gehen dann zurück zum Auto. Das Anbaden dauert nur eine
halbe Stunde und dann geht es zum Bahnhof. |
Wir gehen eher und können so noch ungestört
ein paar Bilder machen. Zum Beispiel von der MEDIAN-Klinik, die wir noch
nie in der ganzen Länge fotografiert haben. |
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Hier noch eine Impression von der ehemaligen
Fachschule für angewandte Kunst. |
Hinter dem Fürstenhof befindet sich nunmehr
ein Parkplatz. |
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Allerdings stehen nirgendwo Automaten.
Zumindest noch außerhalb des Parkplatzes und rauf kommt man nur mit
einer Chipkarte, die die Schranke öffnet. Sicherlich bekommt man als
Hotelgast eine Karte, mit der man den Parkplatz dann nutzen kann.
Ist allerdings auch ein Stück zu laufen -
vielleicht sind es auch Mitarbeiterparkplätze?
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In der ehemaligen Fachschule sitzen die
Entwicklungscompagnie Heiligendamm (ECH), die Entwicklungscompagnie
Wustrow (ECW) und das Ostsee Golf Ressort Wittenbeck - alles
Tochterfirmen der FUNDUS-Gruppe. Wenigstens bleibt uns die FAK so noch
ein Weilchen erhalten.
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Dort hätten wir auch wohnen können aber
Platte ist Platte und in Heiligendamm gibt es nicht einmal einen Bäcker.
Dafür sind die Mieten aber sehr günstig |
Hier wurden wir vor fast einem Jahr von der
Polizei angehalten und kontrolliert.
Es flitzt gerade ein
Reh auf das Gelände des Heizkraftwerkes. Schluss für heute. |