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Rundgang Mai 2007. Im Zeichen der G8.
Das Jahr 2007 soll etwas Besonderes werden für
Heiligendamm.
8 Staatschefs, Tausende Journalisten, Polizisten und Ter... -
nein - Demonstranten werden erwartet.
Manche Dinge sind so gefährlich, dass sie hinter
Gitter müssen.
So ziert ein 13 Kilometer langer und 2,50 Meter
hoher Eisenzaun mit NATO-Draht und Betonwall für ein halbes Jahr das mondäne
Ostseebad.
Zu Zeiten des Großherzogs war so ein Zaun noch
nicht nötig. Nun gut, entweder gab es keine Demonstrationen oder es gab danach keine Demonstranten mehr.
Inzwischen
leben wir ja in einer Demokratie, in der alles gesagt und getan werden darf
und wenn jemand unerwünscht ist, wird er eben eingesperrt. Hm - oder ausgesperrt. Oder
ein- und ausgesperrt. In Heiligendamm beruht die Unerwünschtheit wohl auf
Gegenseitigkeit.
Große Ereignisse bescherte schon der Januar.
Die
Villa "Perle" musste einer Pressetribüne weichen und auch die Möwe und der
Schwan stehen auf der Abschussliste.
Mit der sinnlosen Ermordung eines Schwanes
begann die Geschichte Doberans und über 820 Jahre später holt diese
Geschichte die mondäne Tochter der Münsterstadt ein. Der Abriss der Villa Perle - irrtümlich als
einstiges Quartier des russischen Zaren tituliert aber fast Sommerresidenz
Wladimir Putins geworden - erfolgte unter enormen öffentlichen Interesse.
Angeblich durch
die Behörden abgesegnet fiel die Perle den Kränen zum Opfer und als sie weg
war, meldeten sich zuständige Denkmalschützer zu Wort und zeigten an,
übergangen worden zu sein. Der Abriss der Perle war die schlechteste
Werbung, die Heiligendamm erfahren konnte. Zeitungen aus aller Welt beschäftigten sich
kritisch mit dem Thema.
Zuletzt steht Jagdfeld als Zerstörer deutschen
Kulturguts dar und hat sich selbst zum bösen Finanzhai aus dem Westen gemacht.
Dabei
wollte er doch nur Heiligendamm retten. Relativ unbeachtet von der
Vernichtung der Villa Perle fielen im Hinterland auch "Tabea" und der linke Flügel
der Fachhochschule den Kränen zum Opfer. Heiligendamm versank zuerst im Meer
aus Baufahrzeugen und ein paar Tage nach Jahresbeginn auch noch in einem
Meer aus Polizeiautos.
In den drei ersten Monaten des Jahres 2007 gab
es mehr zu fotografieren, als in den drei Jahren davor zusammen.
Ausgerüstet mit einer neuen Kamera machten wir uns jeden Monat bis zu
dreimal auf den Weg nach Heiligendamm.
Unser erster Rundgang beginnt in der
Seedeichstraße und führt uns auf die Promenade und von dort aus in die
Professor-Vogel-Straße und wieder zurück zur Seedeichstraße. Es ist eine
kurze Route aber schon diese bringt mehr Bilder als die lange 2004-Route.
Wir planen noch vier weitere Rundgänge in jeweils anderen Routen, die
jeweils monatlich stattfinden sollen. Eine davon soll während des Gipfels
vor das abgeriegelte Heiligendamm führen. Wir ahnen noch nicht, was uns
erwartet... Aber beginnen Sie trotzdem im Januar!
Damit die Bilder für Sie
erkennbar bleiben, ist diese Seite und sind die Rundgang-Seiten breiter,
als die anderen.
Wenn Ihr Monitor weniger
als 1024 Pixel in der Breite darstellt, finden Sie die Navigation, indem
Sie den unteren
Scrollbalken nach rechts schieben. Bei Breitbild-Monitoren ab 1024 Pixel
Breite passt alles auf den Bildschirm.
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16.05.2007 - Dann zeigen
Sie uns doch bitte mal Ihre Ausweise...
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Unser letzter Rundgang vor dem Gipfel findet am
16.05.2007 statt.
Es ist ein etwas trüber Tag aber da wir einen
Termin in Hohenfelde haben, machen
wir gleich einen kleinen Abstecher nach
Heiligendamm, parken auf dem Parkplatz
der MEDIAN-Klinik (auf dem öffentlichen Teil)
und gehen zu Fuß in den Ort hinein.
Das schont die Umwelt, die Nerven und den
Geldbeutel. Wir passieren das alte
Forsthaus, das sich wie gehabt hinter der
Scheune zu unserer Rechten...
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... Moment - die Scheune ist weg! Es tut sich
etwas. Und die Planen lassen die
Vermutung zu, dass die Scheune nicht weg
bleiben, sondern wieder aufgebaut
werden soll. Laut ECH soll hier ein öffentlicher
Biergarten mit Festscheune hin.
Wenn es dabei bleibt, ist das ein guter Anfang
und man bäckt erst einmal kleine
Brötchen bei der ECH. Dummerweise werden in ein
paar Tagen hier neben dieser
Bruchbude die Staatschefs mit dem Helikopter
landen und daran vorbei fahren.
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Wir gelangen zur ehemaligen Fachschule, die ja
bekanntlich abgerissen wurde.
Langsam wächst Gras drüber. Die Baracken kommen
auch noch weg und das
Haus "Waldfriede" soll auch weg aber es gehört
nicht der ECH und der Besitzer
kann sich einen Abriss derzeit nicht leisten.
Nur darum steht es noch.
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Auf der gegenüber liegenden Seite fällt uns eine
asphaltierte Einfahrt zum Platz
hinter dem Fürstenhof auf. Dort sollte ja ein
Parkplatz entstehen, der dann
irgendwann einmal durch Tennis- und
Konferenzplätze ersetzt werden soll.
Die Einfahrt ist nun mit einer Schrankenanlage
versehen.
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Und der Parkplatz gut besucht, wie man sieht.
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Die Freifläche mit Blick auf den rechten Flügel
der Fachschule.
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Und dann kommen wir auch schon an die Seehospiz.
Hier sieht man auch die
Nebenbauten, die ein Karree bildeten. Das
Armenkrankenhaus war als Hof
gebaut. Doch was ist denn das weiße da hinter
dem Haus?
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Also ein Kornspeicher ist es sicherlich nicht.
Wir fragten am Ende unseres
Rundgangs einen Polizisten aber der konnte uns
dazu auch nichts sagen.
Inzwischen wissen wir, dass es das Pressezentrum
war - mit Parkhaus.
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An den Molli-Schienen begegnet uns das nächste
Gebäude. Ein massiver
Flachbau im Bäderstil. Zweck unbekannt.
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Von hinten stellt sich das massive Gebäude als
Zelt dar. Gut gemacht, das muss
man schon sagen. Es war übrigens das
Bewirtungs-Zelt für die restlichen Teilnehmer.
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Wir gehen zum Bahnhof, einen Gutschein für eine
Molli-Fahrt kaufen. Eine tolle
Geschenk-Idee, wie auch der Herr am Schalter
fand. Offenbar aber eine kaum
bekannte Idee, er musste nämlich erst einmal
rückfragen, wie man Gutscheine
erstellt. Dazu gab es dann viele schöne
Prospekte und die Beschenkten haben
sich gefreut. Der Fahrttermin steht noch aus
aber selbstverständlich bin ich als
Führer dabei. Auf dem Bild sehen wir noch einmal
das Pressezentrum.
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Vorbei an metallenen Dixies in Edelstahl-Optik
(ich habe es mir gespart, die auch
noch zu fotografieren, um nicht von den
Polizisten angesprochen zu werden) geht
es durch das Wäldchen zur Kühlungsborner Straße.
Diese ist mit Gerüsten und
Leitungsüberführungen überbaut. Auch die
Molli-Schienen sind mit solchen
Gerüsten versehen worden. Diese Gerüste führen
später Kabel über die Straßen,
damit niemand darüber stolpert. Sie werden mit
Wasserbehältern stabilisiert.
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Ich bin heute irgendwie durch den Wind und renne
an der Stelle vorbei, an der die
Post und die Garagen standen. Also ein Foto von
hier. Die vielen komischen
Gestalten da im Wald sind übrigens Leute. Davon
sind heute viele hier.
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Der Stein darf ja nun bleiben und über die Perle
ist Gras gewachsen. Majestätisch
erhebt sich das Haus "Mecklenburg" in den hellen
Himmel und ich muss schnell
ausweichen, um nicht von einer Radfahrer-Kolonne
umgefahren zu werden.
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Der Herr mit dem roten Pullover fragte mich
gerade, ob man da wo wir herkommen
auch zum Bahnhof kommt. Er war nicht mehr der
jüngste und ihm war nur der Weg
über die Seedeichstraße bekannt aber der ist zu
lang. Nicht gut für den Bahnhof...
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Na wer sagt es denn - die von mir als fehlend
monierten Abfahrten wurden ohne mein
Zutun auf die Treppenstufen gesetzt. Endlich
kann man Rollis und Kinderwagen auf
einer 45°-Rampe direkt in den Sand schieben. Bis
zum Wasser sind es noch 10 m.
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Wenn das man langt. Daneben befindet sich dann
auch gleich eine Sandrampe,
die viel lieber genutzt wird aber auch für
Rollis und Kinderwagen nichts taugt.
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Es trübt sich ein. Hier sieht man die unter
"Architektur" beschriebene Eröffnung des
Ensembles von West nach Ost. Und unbenutzte
Strandkörbe mit Mauerblick.
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Die Hochwasserschutzmauer ist endlich
heruntergefahren. Angesichts der Sockel
der Villen wünscht man sie sich aber wieder
zurück. Inzwischen dürfte es in die
"Möwe" hinein regnen, denn das Dach des linken
Flügels ist teilweise abgedeckt.
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Ein Blick zurück auf die Promenade mit ihrem
weißen Ensemble, den gräulichen (!)
Villen und den richtig grauen Sonnenschirmen auf
der Terrasse des "Medini's"
Wir gehen erst einmal in Cocos Milchbar und
essen ein Kugel-Eis in der Waffel.
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Hinter dem Café am Alten Golfteich ist Ordnung
eingekehrt. Aus dem nicht gerade
ordentlichen Platz im Hinterhof wurde in
ziemlich kurzer Zeit ein Parkplatz.
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Irgend etwas ist hier anders. Ja - ein Zaun. Ein
billiger Bauzaun ganz nach Manier
der ECH. Nur macht er sich hier ganz gut, denn
er soll ja nur ein Wrack einfrieden.
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Es regnet. Und wir eilen zum Auto und nehmen
noch schnell das Zelt mit.
Es ist einfach fantastisch anzusehen und ein
Wunderwerk der Zeltbauarchitektur.
Aber wir werden nass und haben keine Zeit für
weiterführende Gedanken.
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Also eilen wir durch die Kühlungsborner Straße
und passieren dabei das Seehospiz
und ein Haus, das vermutlich aus den 20ern
stammt und eines, das schon auf den
alten Plänen auftaucht. Heute sind das
Wohnhäuser. Schöner Bürgersteig übrigens.
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Kurz vor dem Auto fahren an uns mehrere Autos
der Polizei und der Bundespolizei
vorbei in das Gelände des Heizkraftwerkes und
ein Polizeiauto hält vor uns an.
Wir werden gefragt, was wir hier tun und unsere
Personalien werden überprüft
und man empfiehlt uns, nach dem Gipfel
weiterzuarbeiten, um nicht andauernd
angehalten und überprüft zu werden. Vielleicht
ist es auch besser so.
Wir machen uns auf den Weg nach Hohenfelde und
stellen fest, dass einer der
Polizisten mich schon einige Wochen vorher
einmal gefragt hat, was ich da mache.
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In Hohenfelde hat sich die Bundeswehr mit einer
Sanitätseinheit niedergelassen und
der Feldwebel zeigt uns das Camp, in dem 268
Soldaten und Soldatinnen in Zelten
zu je 12 Personen nächtigen. Das eigentliche
Lazarett steht am Dorfrand auf dem
Gelände des Krankenhauses und arbeitet direkt
mit diesem zusammen. Links sieht
man die Schlafzelte und rechts die sanitären
Einrichtungen. Das Objekt wird von
Feldjägern bewacht und wir dürfen es
fotografieren, weil ich die Internetseite und die
Chronik für das Dorf mache. Link:
www.hohenfelde.net.
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Alle Rundgänge:
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Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur
Geschichte
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