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Rundgang März 2007. Im Zeichen der G8.
Das Jahr 2007 soll etwas Besonderes werden für
Heiligendamm.
8 Staatschefs, Tausende Journalisten, Polizisten und Ter... -
nein - Demonstranten werden erwartet.
Manche Dinge sind so gefährlich, dass sie hinter
Gitter müssen.
So ziert ein 13 Kilometer langer und 2,50 Meter
hoher Eisenzaun mit NATO-Draht und Betonwall für ein halbes Jahr das mondäne
Ostseebad.
Zu Zeiten des Großherzogs war so ein Zaun noch
nicht nötig. Nun gut, entweder gab es keine Demonstrationen oder es gab danach keine Demonstranten mehr.
Inzwischen
leben wir ja in einer Demokratie, in der alles gesagt und getan werden darf
und wenn jemand unerwünscht ist, wird er eben eingesperrt. Hm - oder ausgesperrt. Oder
ein- und ausgesperrt. In Heiligendamm beruht die Unerwünschtheit wohl auf
Gegenseitigkeit.
Große Ereignisse bescherte schon der Januar.
Die
Villa "Perle" musste einer Pressetribüne weichen und auch die Möwe und der
Schwan stehen auf der Abschussliste.
Mit der sinnlosen Ermordung eines Schwanes
begann die Geschichte Doberans und über 820 Jahre später holt diese
Geschichte die mondäne Tochter der Münsterstadt ein. Der Abriss der Villa Perle - irrtümlich als
einstiges Quartier des russischen Zaren tituliert aber fast Sommerresidenz
Wladimir Putins geworden - erfolgte unter enormen öffentlichen Interesse.
Angeblich durch
die Behörden abgesegnet fiel die Perle den Kränen zum Opfer und als sie weg
war, meldeten sich zuständige Denkmalschützer zu Wort und zeigten an,
übergangen worden zu sein. Der Abriss der Perle war die schlechteste
Werbung, die Heiligendamm erfahren konnte. Zeitungen aus aller Welt beschäftigten sich
kritisch mit dem Thema.
Zuletzt steht Jagdfeld als Zerstörer deutschen
Kulturguts dar und hat sich selbst zum bösen Finanzhai aus dem Westen gemacht.
Dabei
wollte er doch nur Heiligendamm retten. Relativ unbeachtet von der
Vernichtung der Villa Perle fielen im Hinterland auch "Tabea" und der linke Flügel
der Fachhochschule den Kränen zum Opfer. Heiligendamm versank zuerst im Meer
aus Baufahrzeugen und ein paar Tage nach Jahresbeginn auch noch in einem
Meer aus Polizeiautos.
In den drei ersten Monaten des Jahres 2007 gab
es mehr zu fotografieren, als in den drei Jahren davor zusammen.
Ausgerüstet mit einer neuen Kamera machten wir uns jeden Monat bis zu
dreimal auf den Weg nach Heiligendamm.
Unser erster Rundgang beginnt in der
Seedeichstraße und führt uns auf die Promenade und von dort aus in die
Professor-Vogel-Straße und wieder zurück zur Seedeichstraße. Es ist eine
kurze Route aber schon diese bringt mehr Bilder als die lange 2004-Route.
Wir planen noch vier weitere Rundgänge in jeweils anderen Routen, die
jeweils monatlich stattfinden sollen. Eine davon soll während des Gipfels
vor das abgeriegelte Heiligendamm führen. Wir ahnen noch nicht, was uns
erwartet... Aber beginnen Sie trotzdem im Januar!
Damit die Bilder für Sie
erkennbar bleiben, ist diese Seite und sind die Rundgang-Seiten breiter,
als die anderen.
Wenn Ihr Monitor weniger
als 1024 Pixel in der Breite darstellt, finden Sie die Navigation, indem
Sie den unteren
Scrollbalken nach rechts schieben. Bei Breitbild-Monitoren ab 1024 Pixel
Breite passt alles auf den Bildschirm.
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13.03.2007 - Irrwege, Umwege und neue
Wege.
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Es ist der 13.03.2007 und wir beginnen unseren
Rundgang auf dem Parkplatz am
Residenz-Hotel und gelangen durch den Wald in
die Kühlungsborner Straße, wo
wir die neuen Bushaltestellen bestaunen dürfen.
Modern und zeitgemäß sind sie
allemal aber für ein Bad, das wie vor 250 Jahren
aussehen soll, hätte man sich
auch etwas besonderes und traditionelles
einfallen lassen können.
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Fußweg, Radweg, Parkleitsystem, Bushaltestelle -
alles ist da. Diese Straße ist
gut ausgebaut und ein beidseitiger Fuß- und
Radweg wird uns wohl bis ans Ende
des Ortes führen. Der Parkplatz zu unserer
Linken ist inzwischen kostenpflichtig
aber mit einem Euro für zwei Stunden Mindest-
und Höchstparkdauer nicht
überteuert. Wer länger braucht oder es eilig
hat, sollte allerdings woanders parken.
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Der Wegweiser verrät uns, dass wir uns vor dem
Kempinski Grand Hotel befinden.
Das wissen wir natürlich auch so. International
beflaggt strahlt das Hauptgebäude.
Zwei Wachposten gehen abwechselnd an der
Schrankenanlage auf und ab und
auf dem Parkplatz gegenüber ist eine Reihe für
die Polizei reserviert.
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Der Eingang des Hotels wurde sinnigerweise mit
einer Schrankenanlage versehen.
So kommen nur noch Gäste hinein und heraus. Der
Parkplatz ist aber zu klein.
Ein Parkhaus soll aber unter der Erde gleich
gegenüber des Ensembles entstehen.
Während wir fotografieren, werden wir vom
Wachposten und der Polizei beobachtet.
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Wir sind heute nicht allein mit der Kamera
unterwegs. Auch mehrere Fotografen
haben sich vor dem Hotel postiert, um die guten
Lichtverhältnisse auszunutzen.
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Bislang konnte man auf schmalem Grat von der
Einfahrt des Hotels zum Kurhaus
gelangen. Jetzt ist hier Schluss und auf der
Straße darf und sollte man nicht laufen.
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Na dann überqueren wir einfach die Straße und
gehen links weiter.
Doch das ist nicht möglich, denn ein Zaun
versperrt den Zugang zum Bürgersteig.
Wir sind gezwungen, umzukehren. Der Zaun ist
durchaus sinnvoll, denn so laufen
die Leute nicht einfach in der unübersichtlichen
Kurve auf die Straße.
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Aber man sollte vielleicht auf der rechten
Straßenseite schon an der Bushaltestelle
deutlich machen, dass es sich um eine Sackgasse
ohne Ausweichmöglichkeit
handelt. Es sind nämlich gut 100 Meter, die man
zurück laufen muss, bevor man
die Ampel erreicht und an ihr die Straße
überqueren darf. Was wir dann auch taten.
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Also noch einmal aus der ferneren Perspektive
mit Zaunpfosten im Bild.
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Dort hinten befindet sich kein Bürgersteig. Das
ist nur die Ausfahrt vom Kurhaus.
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Der Zaun ist lang und scheint kein Ende zu
nehmen. Ein wenig verbogen ist er
auch. Man fährt hier zwischen Zäunen hindurch,
ganz wie im Grenzgebiet.
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Aber der Zaun nimmt ein Ende. In Höhe der
Orangerie geht es beidseitig weiter.
2005 gab es noch einen beidseitigen Bürgersteig
durch den ganzen Ort hindurch.
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Dummerweise hat man jetzt immer einen hässlichen
Bauzaun auf den Bildern.
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Leicht diesig ist es an diesem
Dienstagnachmittag im März.
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Eigentlich brauche ich die beiden Häuser noch
von Norden. Aber es führt kein Weg
dort hin. Dazu brauche ich eine
Zugangsberechtigung in Form einer Chipkarte.
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Noch einmal ein Blick nach Nordosten, wo das
Ensemble uns blendend anstrahlt.
Im Vordergrund wieder dieser hässliche Bauzaun
und der Bürgersteig-Zaun.
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Symbolträchtig ist beides: "FEIERABEND" und "END". Das war's,
liebe FaK.
Wir gehen noch schnell das Relief an der Verbindungsmauer
abfotografieren. |
Der Rest der Heiligendammer Luftschlösser ist amtlich
versiegelt, wie hier der
noch Gardinen behangende Fürstenhof, das ehemalige
Alterspflegeheim.
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Alle Rundgänge:
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Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur
Geschichte
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