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Rundgang Februar 2007. Im Zeichen der G8.
Das Jahr 2007 soll etwas Besonderes werden für
Heiligendamm.
8 Staatschefs, Tausende Journalisten, Polizisten und Ter... -
nein - Demonstranten werden erwartet.
Manche Dinge sind so gefährlich, dass sie hinter
Gitter müssen.
So ziert ein 13 Kilometer langer und 2,50 Meter
hoher Eisenzaun mit NATO-Draht und Betonwall für ein halbes Jahr das mondäne
Ostseebad.
Zu Zeiten des Großherzogs war so ein Zaun noch
nicht nötig. Nun gut, entweder gab es keine Demonstrationen oder es gab danach keine Demonstranten mehr.
Inzwischen
leben wir ja in einer Demokratie, in der alles gesagt und getan werden darf
und wenn jemand unerwünscht ist, wird er eben eingesperrt. Hm - oder ausgesperrt. Oder
ein- und ausgesperrt. In Heiligendamm beruht die Unerwünschtheit wohl auf
Gegenseitigkeit.
Große Ereignisse bescherte schon der Januar.
Die
Villa "Perle" musste einer Pressetribüne weichen und auch die Möwe und der
Schwan stehen auf der Abschussliste.
Mit der sinnlosen Ermordung eines Schwanes
begann die Geschichte Doberans und über 820 Jahre später holt diese
Geschichte die mondäne Tochter der Münsterstadt ein. Der Abriss der Villa Perle - irrtümlich als
einstiges Quartier des russischen Zaren tituliert aber fast Sommerresidenz
Wladimir Putins geworden - erfolgte unter enormen öffentlichen Interesse.
Angeblich durch
die Behörden abgesegnet fiel die Perle den Kränen zum Opfer und als sie weg
war, meldeten sich zuständige Denkmalschützer zu Wort und zeigten an,
übergangen worden zu sein. Der Abriss der Perle war die schlechteste
Werbung, die Heiligendamm erfahren konnte. Zeitungen aus aller Welt beschäftigten sich
kritisch mit dem Thema.
Zuletzt steht Jagdfeld als Zerstörer deutschen
Kulturguts dar und hat sich selbst zum bösen Finanzhai aus dem Westen gemacht.
Dabei
wollte er doch nur Heiligendamm retten. Relativ unbeachtet von der
Vernichtung der Villa Perle fielen im Hinterland auch "Tabea" und der linke Flügel
der Fachhochschule den Kränen zum Opfer. Heiligendamm versank zuerst im Meer
aus Baufahrzeugen und ein paar Tage nach Jahresbeginn auch noch in einem
Meer aus Polizeiautos.
In den drei ersten Monaten des Jahres 2007 gab
es mehr zu fotografieren, als in den drei Jahren davor zusammen.
Ausgerüstet mit einer neuen Kamera machten wir uns jeden Monat bis zu
dreimal auf den Weg nach Heiligendamm.
Unser erster Rundgang beginnt in der
Seedeichstraße und führt uns auf die Promenade und von dort aus in die
Professor-Vogel-Straße und wieder zurück zur Seedeichstraße. Es ist eine
kurze Route aber schon diese bringt mehr Bilder als die lange 2004-Route.
Wir planen noch vier weitere Rundgänge in jeweils anderen Routen, die
jeweils monatlich stattfinden sollen. Eine davon soll während des Gipfels
vor das abgeriegelte Heiligendamm führen. Wir ahnen noch nicht, was uns
erwartet... Aber beginnen Sie trotzdem im Januar!
Damit die Bilder für Sie
erkennbar bleiben, ist diese Seite und sind die Rundgang-Seiten breiter,
als die anderen.
Wenn Ihr Monitor weniger
als 1024 Pixel in der Breite darstellt, finden Sie die Navigation, indem
Sie den unteren
Scrollbalken nach rechts schieben. Bei Breitbild-Monitoren ab 1024 Pixel
Breite passt alles auf den Bildschirm.
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04.02.2007 - Die Ruhe vor dem Sturm.
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Zwei Wochen später. Es ist Februar und nass. Wir haben den
"Geheimtipp"
bekommen, dass "Tabea" und die Fachschule bald abgerissen
werden und
machen uns spontan auf den Weg, sie auf eine SD-Karte zu
bannen.
Heiligendamm ist in der Mitte gesperrt und wir fahren von
Süden heran und
parken am Forsthaus, dessen Scheune wir hier sehen.
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Das Dach ist nicht verfallen, sondern professionell abgedeckt
worden. Die Scheune
wird umgebaut und das ist nicht zu überhören und auch aus der
Nähe zu sehen.
Leider ist das Betreten des Grundstückes verboten und da es
von Baumaschinen,
Bauarbeitern und Polizisten hier nur so wimmelt, lassen wir
es auch bleiben.
Das Bild ist etwas nachbearbeitet worden, weil es zu dunkel
war.
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Wir waren nun schon einige Male hier aber die Baracken haben
wir nie zuvor
gesehen. Nun sind die Bäume kahl und die Büsche weg und sie
sind sichtbar.
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Hier sehen wir nun den Anbau am Südflügel der Fachhochschule.
Der Bürgersteig davor wird neu gemacht aber die FaK kommt
weg.
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Ja, dort brennt tatsächlich Licht und da sind wirklich
Jalousien angebracht.
Hier sitzt nämlich die ECH und seit kurzem auch die
Landespolizei.
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Der Nordflügel ist hingegen nicht in Benutzung und wird in
den nächsten Tagen von
innen heraus bereinigt und dann abgerissen. Feierabend.
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Der Baucontainer steht schon da. Nach dem Fototermin erfuhr
ich von meiner
Oma, dass sie nach der Flucht aus Pommern oben links
untergebracht war.
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Bei "Tabea" sind wir etwas zu spät. Die Fenster und die
Inneneinrichtungen wurden
schon entfernt und eine Baustraße existiert auch schon. Bald
ist "Tabea" weg.
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Darum halten wir sie noch einmal fest. Im zweiten Stock
prangt der Protest der
G8-Gegner: "NOG8" in blauer Sprühfarbe. Nur sieht es dort
keiner.
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Villa "Waldfriede" steht zwar auch auf der Abschussliste,
gehört aber nicht
der ECH und ist darum noch nicht dran. Aber das Haus ist
polizeilich versiegelt.
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Hinter dem Fürstenhof wird fleißig gebaut aber da kommen wir
nicht hin,
weil es zu matschig ist und Baumaschinen ein und aus fahren.
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Der Fürstenhof selbst döst noch immer ungenutzt vor sich hin
aber zumindest
hat er eine Perspektive. Er wird Konferenzzentrum und
Konferenzhotel.
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Wir blicken noch einmal zurück zu den Villen.
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Und dann geht es die Kühlungsborner Straße entlang in
Richtung Norden.
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Dieses Haus haben wir immer übersehen. Dabei hat Professor
Vogel persönlich
dafür gesorgt, dass es gebaut wurde und sich damit viel
Stress eingehandelt.
Es ist die Seehospiz, einst Armenkrankenhaus, jetzt Wohnhaus.
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Die Kühlungsborner Straße bekommt eine vollwertige Bebauung
mit Fußgänger-
und Radweg und wird zum G8-Gipfeltreffen fertig sein. Diese
Baustelle ist auch
der Grund, warum wir die Villen nicht von Osten aus erreichen
konnten.
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Unser Ziel heute ist der Park der MEDIAN-Klinik. Wir sind
auch ganz leise.
Hier ein Blick auf die Burg "Hohenzollern" mit der Orangerie
im Vordergrund.
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Unbekannt unter dem Namen "Haus Brahn" grenzt hier die unter
dem Namen
"Kids Club" bekannte Villa an den Kurpark. Ein Zaun trennt
sie vom Kurpark.
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Die Frage ist nur, ob normal sprechende Tagestouristen die
Patienten denn mehr
stören, als kreischende Kinder auf dem Balkon und in der
Rutsche des Kinderclubs.
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Leider kommen wir ob der vielen Sperrbänder nicht ran.
Das hier ist die Marien-Cottage, einst "Haus Dresden".
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Wir verlassen den Park und treten ins Helle. Der Anbau an der
Orangerie hat
noch geöffnet. Ein Star-Friseur frisiert hier Stare - nein
Stars.
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Und gegenüber verblüht das Grabgesteck der "Palette".
Aber die Lampen (sollen wohl welche sein) sind neu.
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Noch ein Blick auf die Leerfläche, auf der nun Hunde
ausgeführt werden.
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Und dann geht es zurück zum Auto. Noch einmal "Tabea".
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Alle Rundgänge:
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Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur
Geschichte
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