Zeit am Meer

Rundgang 2004. Bestandsaufnahme Teil 1.

 

Wir beginnen unseren Rundgang im Juli 2004.

Einige Bilder habe ich von 2005 dazwischen gemischt, weil ein Teil der Bilder von 2004 nach einem Defekt an der Festplatte

verloren gegangen sind. Den Unterschied würden Sie aber ohnehin nicht bemerken, weil er zwischen 2004 und 2005 noch nicht so groß ist, wie zwischen 2006 und 2007.

 

Unsere Route verläuft vom Parkplatz der MEDIAN-Klinik aus vorbei am Forsthof und entlang der Kühlungsborner Straße.

Dabei passieren wir bereits die Fachschule für Angewandte Kunst, die Wohnhäuser "Tabea" und "Waldfriede", sowie die MEDIAN-Klinik, die Orangerie, die Hohenzollernburg, das Kurhaus, das Grand Hotel und das Severin-Palais.

 

Die Route geht dann durch den Wald, vorbei an der Kapelle und mit dem Ziel "Seedeichstraße" und den dortigen Villen "Eikboom" und "Seeadler" und dem Golfhaus. Dann geht es auf die Promenade, die wir bis zum Ende durchlaufen und an deren Ende wir umkehren und zur Professor-Vogel-Straße gehen. Dort fotografieren wir dann die Perlenkette von hinten und halten die Kolonnaden, Post und Garagen bildlich fest, bevor wir durch den Wald wieder zur Kühlungsborner Straße und über diese zum MEDIAN-Parkplatz gehen. Das ist eine von drei Routen, die wir im Laufe der Jahre nutzen.

 

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Rundgang 2004 - Die Prinzessin schläft.
 

 

Wir beginnen auf dem MEDIAN-Parkplatz unweit der evangelischen Kirche.

Das erste Fotomotiv zeigt daher einen Teil von Heiligendamm, den der Gast von

Bad Doberan aus eher nicht zu Gesicht bekommt. Es handelt sich hierbei um zwei

Wohnblöcke in industrieller Bauweise (so genannte Plattenbauten), die in den 70ern

als Mitarbeiterwohnungen für das Kurbad gebaut wurden. Die Wohnungen werden

von der Deutschen Kreditbank (ehem. Staatsbank der DDR) als Wohneigentum

verkauft.

 

 

Weiterhin befindet sich an der Zufahrtstraße zum Parkplatz auch dieses Gebäude.

Es handelt sich um einen Teil des Forsthauses. Hier wird einst ein Biergarten Gäste

des Hotels und Gäste von außerhalb gleichermaßen zu einer kühlen Erfrischung in

gemütlicher Runde einladen. Anno 2004 aber ist hier bis auf Gras und dichte Büsche

nichts kühlendes zu finden. Jedenfalls gibt es hier viel Wellasbest zu entsorgen.

 

 

Vom Parkplatz aus gelangen wir auf die Kühlungsborner Straße. Hier befindet sich

die ehemalige Fachschule für angewandte Kunst, die von Wismar hier her verlegt

wurde. Auch als Kinderheim, Flüchtlingsunterkunft und Ferienlager diente das

Gebäude schon. Es ist leer und nur auf dem Hof wird noch gehämmert.

 

 

Die Fachhochschule besteht aus zwei Flügeln, die durch einen Flachbau verbunden

sind. Dies ist der Nordflügel der FaK. Deutlich bröckelt hier die Farbe. Aber eben nur

die. Der Putz ist noch weitestgehend in Ordnung. Das Gebäude war eigentlich als

Pension errichtet worden und sah genauso aus, wie das daneben stehende Haus.

 

 

Abschließend der Nordflügel der Fachhochschule noch einmal von Norden aus.

Die Studenten sind wieder nach Wismar zurück gezogen und dort auf dem Campus

untergekommen. Darum auch "Wismar wir kommen" und "Feierabend". Selbst diese

Inschriften sind künstlerisch gestaltet und alles andere als Schmierereien.

 

 

Das nächste Haus an der Ostseite der Kühlungsborner Straße ist das Ferienheim

"Tabea". Hier bröckelt mehr als nur die Farbe. Das Ferienheim war als dieses auch

erbaut worden und hat schon über 150 Jahre auf dem Buckel. Im Konzept der ECH

kommt das leere Haus nicht mehr vor. Sein Schicksal ist (anno 2004) für ungewiss.

 

 

Auf der gegenüber liegenden Seite nun tut sich dieses imposante und so ganz

andersartige Gebäude auf. Dieses nun leere Altersheim war auch als Gasthaus

erbaut worden, ist so alt wie "Tabea" und trägt den stolzen Namen "Fürstenhof".

Der Fürstenhof wird zum Tagungszentrum des Hotel-Ressorts.

 

 

Dies ist die Nordostseite des Gebäudes, mit dem Portal, in dem sich der Eingang

befindet. Dieses Motiv zierte schon alte Post- und Ansichtskarten Heiligendamms.

Architektonisch erinnert es an das Jagdschloss in Gelbensande aber Möckel war

hier wohl nicht am Werk. Der Zustand des Hauses ist zumindest sehr gut.

 

 

Neben "Tabea" befindet sich noch ein weiteres Haus. Auch "Waldfriede" war als

Gastwirtschaft erbaut worden, ist über 150 Jahre alt und in einem schlechten

Zustand. Es gehört nicht der ECH, ist aber ebenfalls leergeräumt und taucht im

Masterplan gar nicht einmal als vorhanden auf. Dennoch: Zukunft ungewiss.

 

 

Wir überqueren die Bahnschienen und kommen an dieses kleine Häuschen des

Schrankenwärters. Diese Bestimmung jedoch erfüllt es schon lange nicht mehr

und auch das Werbeschild für den Imbiss gehört nicht zum Haus. Es ist schlicht

und einfach ein Wohnhaus direkt zwischen Wald und Molli-Schienen.

 

 

 

 

 

 

Wir haben Glück - die Molli (oder der Molli?) kommt gerade.

Allerdings im Doppelpack und ohne Waggons.

 

 

Gleich gegenüber des Schrankenwärterhäuschens befindet sich diese moderne

Kurklinik. Die MEDIAN-Klinik wurde 1997 für Kassen- und Privatpatienten eröffnet.

 

 

Nun wollten wir mal sehen, ob man denn auch zur Steilküste kommt. Der Weg

führt uns zu diesem Neubau des Grand Hotel. Es handelt sich um das Gebäude

für die Ver- und Entsorgung, das auch Lager- und Hauswirtschaftsräume, Räume

der Verwaltung, der Hausmeisterei und Unterstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge

bietet.

 

 

Bis zum Kinderstrand ist rechts alles mit einem Holzzaun abgesperrt, sodass wir

kilometerweit hätten laufen müssen. Auch zur Alexandrinen-Cottage gelangten wir

nicht. Wohl aber in den Kurgarten der MEDIAN-Klinik. Allerdings versehentlich.

Das Betreten ist hier eigentlich nur den Patienten erlaubt, darum schossen wir

nur schnell ein Bild von der Burg "Hohenzollern" und verließen den Park wieder.

 

 

Beim Verlassen des Parks stoßen wir auf dieses märchenhafte Gebäude.

Hier wohnt nicht Dornröschen, sondern gar keiner mehr. Einst war hier die "Palette"

untergebracht, eine beliebte Gaststätte mit Biergarten und allem drum und dran.

Auch eine Feuerwehr und Wohnungen beherbergte das Gebäude.

 

 

Rechts am Gebäude vorbei gelangt man zum Bahnhof. Die Südseite hatte einen

Ausgang zum Biergarten. Das Gebäude, welches durch den Umbau des Marstall

entstanden ist, wurde immer gut gepflegt und war stets ein Familienbetrieb mit

Gastronomie. Nun steht es leer und taucht im Masterplan nicht mehr auf.

 

 

Unser Weg führt uns wie erwartet zum Bahnhof. Nun ist der Molli aber gerade weg.

Der Bahnhof beherbergt einen Schalter, Gastronomie und einen Mehrzwecksaal,

welcher "Herzogliche Wartehalle" getauft wurde. Vom Bahnhof gibt es immer nur

aus dieser Perspektive Bilder, weil er anders nicht zu erreichen und nicht in

ganzer Länge zu fotografieren ist.

 

 

Zurück an der Kühlungsborner Straße, die übrigens zu herzoglichen Zeiten noch

"Bollhäger Weg" hieß, gelangen wir wieder an die trostlose Palette. Die beiden

Tore in der Mitte des Mittelflügels waren die Garagen der Feuerwehr. Im linken

Flügel waren Wohnungen untergebracht und auch im Oberteil des Mittelflügels

wohnten Leute. Überwiegend Mitarbeiter des Kurbades.

 

 

Der Blick nach Norden ist idyllisch. Ein völlig untypisches Fachwerkhaus mit

roten Backsteinen duckt sich zwischen zwei Bäumen. Briefkasten und Telefonzelle

machen den Ort modern. Doch die Drogerie im Fachwerkhaus ist längst nicht mehr

da und auch die Wohnungen sind schon lange geräumt.

 

 

Um das Fachwerkhaus noch einmal von Westen aus zu fotografieren, betreten wir

eine Einfahrt und was wir da sehen, raubt uns den Atem. Eine waschechte Burg

mitten am Ostseestrand! Die Burg "Hohenzollern" stand dort auch schon vor einem

Jahrhundert, wurde aber nach einem Brand und Vereinfachungen 2003 restauriert.

 

 

Vergessen ist das Fachwerkhaus - die Ostsee! Geblendet vom Weiß der Häuser

wird hier erst einmal ein anderes Foto gemacht. Die vermeintliche Lampe dort ist

übrigens ein luxuriöses Wohnangebot an Vögel, damit diese nicht die weißen

Wände beschmutzen. Die weißen Wände sprechen für die Nisthilfen oder für

die Hausmeisterei. Auf jeden Fall ist hier jemand gut zu Vögeln. ;-X

 

 

Eigentlich wollten wir dort gern hin aber das geht nur mit Hotel-Karte. Also bemühen

wir eben den Zoom der Kamera und holen zu uns, was wir nicht erreichen können.

Haus "Magdeburg" und "Dresden", besser bekannt als "Krone" und "Mariencottage"

sind irgendwie nicht so weiß wie der Rest. Und leer sind sie auch.

 

 

Gut versteckt zwischen "Palette" und Fachwerkhaus befindet such diese Scheune

Die beiden Fachwerkhäuser gehörten auch zum Gelände des Marstall.

 

 

Da war doch noch was? Das Fachwerkhaus von Westen aus! Hier ist es.

Idylle pur. Schade drum. Die Tage des Hauses sind nämlich bald gezählt.

 

 

Ein Blick in dieselbe Richtung etwas weiter nach rechts zeigt uns die Orangerie.

Von dort aus hatten wir auch die Burg fotogradiert. Der Anbau links ist ein Neubau,

die Orangerie selbst ist originalgetreu restauriert worden. Einst Unterstellhalle für

Blumen- und Baumkübel, bietet sie nun Maisonette-Suiten für betuchte Gäste an.

 

 

Hier scheiden sich die Geister. Wir haben das Ensemble erreicht und schauen

zwischen Kurhaus und Grand Hotel hindurch ur Ostsee und dem Findling. Dieser

einst öffentliche Weg führt nun direkt an der Terrasse des Kurhaus-Restaurants

vorbei und wurde für den Besucherverkehr gesperrt. Wegen furzenden Anglern. (?!)

 

 

Also gehen wir weiter den schmalen Bürgersteig entlang und erblicken ein altes

klassizistisches Bauwerk, dem man die 250 Jahre ganz sicher nicht ansieht.

Nun ja - es wurde 2003 fertig gestellt. Dort stand vorher nur ein Sportplatz.

 

 

Wir wagen noch einmal einen Blick über die Hecke hin zur Ostsee und zum Haus

"Mecklenburg". Der Parkplatz ist zugleich Anlandepunkt für die Nobelkarossen der

Hotelgäste. Aber auch Mittelklassewagen sind dabei.

 

 

So, am Severin-Palais geht es nun in die Professor-Vogel-Straße. Dummerweise

müssen Fußgänger, Autos und die lautlosen Elektrofahrzeuge des Hotels sich den

Anfang des Weges teilen. Radfahrer werden aber aufgefordert, abzusteigen.

Wobei das eigens kreierte Schild ziemlich belustigend ist.

 

Die Prof.-Vogel-Straße biegt nach Osten ab und ein weiterer Fußweg führt nach

Westen direkt zum Ensemble. Von diesem aus entstand dieses Bild, welches

die Prof.-Vogel-Str. mit den Villen "Perle" und "Greif" und den Kolonnaden zeigt.

Und einen Schilderwald mit schiefen Schildern, die scheinbar alle dasselbe anzeigen.

 

 

Erst einmal schauen wir aber nach links. Die Seebrücke und die Ostsee bieten

zusammen mit dem vielen Grün ein herrliches Bild. Der Balkon der "Perle" gehört

dazu. Nur das dumme Schild stört das Idyll. Scheinbar befindet sich die ECH im

Reglementierungswahn.

 

 

Wir gehen erst einmal nach Osten. Die einstigen Kaufhallen des Großherzogs sind

bis auf ein Café verlassen und verfallen. Das Schwanencafé hat Tradition in diesem

Gebäude, das früher auch Wohnungen und Geschäfte beherbergte. Seit 1997 steht

es bis auf das besagte Café leer.

 

 

 

 

 

 

Die Kontraste könnten kaum größer sein. Das Severin-Palais ist weißer als die

Kolonnaden und selbst der Rasen des neuen Heiligendamm ist grüner als der des

alten Heiligendamms. Keine Kunst, denn der Rasen ist eben dies.

 

 

Hinter den Kolonnaden nun befindet sich dieser kleine und längst verlassene

Postschalter nebst Garagen. Hier stempelt seit Jahren niemand mehr. Pakete

werden nach Bad Doberan gebracht und Briefe nimmt auch der Postbote mit.

 

 

Neben der Poststelle geht es zum Bahnhof. Ein Sandweg mit wenigen Lampen, der

bei Regen ziemlich matschig ist, führt zuerst an eine Wegkreuzung und dann zur

Kühlungsborner Straße.

 

 

Die Kühlungsborner Straße ist nun zu überqueren und man gelangt auf einen

ähnlichen Weg mit noch weniger Lampen aber strahlendem Ziel. Ist dies das

Licht, von dem Wiederkehrer aus dem Jenseits immer reden?

 

 

 

 

 

Ist es nicht. Es ist der Bahnhof. Dieses Mal von hinten.

Hier waren wir schon und darum gehen wir den gleichen Weg wieder zurück.

 

 

Etwas östlich des Weges zum Bahnhof stoßen wir in der Kühlungsborner

Straße auf dieses Schild, welches nach Nordosten in den Himmel deutet.

Eine Kapelle im Wald? Mal sehen, was die so für Musik spielt...

 

 

Stellen wir also erst einmal fest, dass man zur Kapelle scheinbar mit dem

Dreirad gelangt oder einen breiten Wagen hinter sich her zieht.

Anders sind die drei Spuren wohl nicht zu erklären.

 

 

Hier also treffen sich die Dreiradfahrer. Nun, mit Musik hat die Kapelle auch etwas

zu tun aber gemeint ist eher evangelische Kirchenmusik. Das Umland sieht aus wie

auf dem Mond und so ist nicht einmal ein gerades Bild möglich.

 

 

 

 

 

Der Weg durch den Wald führt uns nach Osten und wir überqueren eine Straße

und gelangen an diese geheimnisvolle Tür. Oder besser: diesen Verschluss.

 

 

Die Tür gehört zu diesem Haus. Die Villa "Sporn" wurde als Wohnhaus errichtet und

1939 durch Ernst Heinkel in "Eikboom" umbenannt und als Ferienhaus genutzt.

 

 

Gleich rechts daneben verfällt ein weiteres Haus. In der Seedeichstraße gibt es nur

drei Häuser und diese beiden hier verfallen einsam und verlassen.

 

 

Das Haus heißt übrigens "Seeadler" und ist auch als Wohnhaus errichtet worden.

Der Zustand ist sehr schlecht, weil die Umgebung auch sehr feucht ist.

 

 

Das erwähnte dritte Haus kann sich - zumindest von vorn - sehen lassen.

Es beherbergt ein Café und eine Wohnung des Inhabers und Hausbesitzers.

 

 

Nach rechts führt die Seedeichstraße an der Ostsee entlang nach Börgerende und

nach links gelangt man zuerst zu diesem neuen Sanitärhäuschen.

 

 

Rechts am Sanitärhäuschen vorbei gelangt man zur Promenade und von dort aus

zum Strand. Der Blick nach Osten zeigt einen gut besuchten Strand, der aber

zu dieser Zeit nicht mehr ganz so voll ist, wie am frühen Nachmittag oder gar am

Wochenende. Unser Fototermin fand mitten in der Woche statt.

 

 

Links auf der Promenade geht es zum Ensemble. Im Vordergrund befinden sich die

Wasserwacht und der Imbiss und dahinter das Haus "Bischofsstab" mit der Eisbar,

dem Restaurant "Medini's" und den Hotelzimmern. Für kurze Zeit hieß das Haus

"Doberan" und später "Fritz-Reuter-Haus" und war ein FDGB-Heim.

 

 

Ostseeluft kann auch Nachteile haben. Auf weiße Sonnenschirme zum Beispiel.

Selbst das Haus "Anker" im Hintergrund ist noch heller, als die Sonnenschirme

des "Medini's", welches zum Hotel gehört.

 

 

Das erste Glied der Perlenkette ist die Villa "Anker". Die Perlenkette wurde von

Osten nach Westen gebaut und dieses Gebäude war das erste Logierhaus der

Perlenkette. "Bischofsstab" und "Prinzessin-Reuss-Palais" entstanden später.

 

 

Das zweite Haus der Perlenkette ist die Villa "Hirsch" (hier sagt man "Hürsch").

Der Hirsch - nein, das Hirsch - war wie die anderen Häuser ein Gästehaus des

Kurbades. Seit 1997 verfällt es verlassen vor sich hin.

 

 

Neben dem Hirsch befindet sich in Vollendung des Doberaner Stadtwappens das

Haus "Schwan". Allerdings hat es keine große Ähnlichkeit mehr mit dem Original.

Auch dieses Haus verfällt seit 1997 verlassen vor sich hin.

 

 

Maritim geht es weiter mit der Villa "Seestern", deren Zustand um einiges besser

als vom "Schwan" ist. Es wurde zwar vereinfacht aber baulich nicht verändert.

Dennoch verfällt auch der "Seestern" verlassen und allein.

 

 

Noch schlechter sieht die Villa "Möwe" aus. Einst Schmuckstück in alpenländischer

Bauweise mit Türmchen und Holzschnitzereien fristet die Möwe ein vereinfachtes

aber immerhin erhaltenes Dasein und verfällt dabei zusehends.

 

 

Zur Möwe gesellt sich nun der "Greif". Baulich arg verunstaltet aber zumindest gut

erhalten bröckelt wenigstens nur die Farbe des einstigen "Käthe-Kollwitz-Hauses".

 

 

Zum Schluss die Perle der Perlenkette mit dem Namen "Perle", die eigentlich aus

zwei Häusern besteht: "Perle" und "Großfürstin Marie". Eine grandiose Geschichte.

 

 

Die "Perle" schwindet und ganz nach den Vorstellungen der Romantik eröffnet sich

das Ensemble Stück für Stück. Allerdings auch ein toller Kontrast.

 

 

Ein Blick auf die Perlenkette ermöglicht eine Ganzaufnahme aller Villen.

Wir sehen "Perle", "Greif", "Möwe", "Seeadler", "Schwan", "Hirsch" und "Anker".

 

 

Wir sind nun schon einige Zeit unterwegs und schauen uns daher das Ensemble

nur kurz an, bevor wir dann wieder in die Prof.-Vogel-Str. einbiegen. Die Burg

"Hohenzollern" haben wir dabei ganz vergessen. Beim nächsten Mal.

 

 

Hier sehen wir nun noch einmal die "Perle" oder korrekterweise den Anbau der Perle

"Großfürstin Marie" von Westen aus. Das ehemalige "Maxim-Gorki-Haus" ist neben

dem Ensemble stets das beliebteste Foto- und Bildmotiv gewesen.

 

 

Die "Villa "Greif von hinten - also von Süden. Dies war auch stets die Seite mit dem

Hauseingang. Villa "Greif trägt die Hausnummer 8.

 

 

Die Prof.-Vogel-Str. 9 ist die Villa "Möwe. Hier der Eingangsbereich.

Die "Möwe" hieß zu DDR-Zeiten "August-Bebel-Haus".

 

 

Die Villa "Möwe" noch einmal in ganzer Pose von Süden. Die Hecken sind doch

irgendwie sehr hoch. Als wolle man "Gras drüber wachsen lassen".

 

 

Auch Villa "Seestern" hat den Eingang zur Prof.-Vogel-Str. Sie trägt die Nummer 10.

Die Villa hieß zu DDR-Zeiten "Walther-Rathenau-Haus".

 

 

Die Villa "Schwan" sieht von hinten nicht besser aus, als von vorn.

Sie wurde sehr vereinfacht. Merkwürdigerweise verfällt sie bedeutend

mehr als die anderen Villen. Von parkenden Trabis stammen die

Stellen aber nicht. Das Haus mit der Nummer 11 hieß "Rosa-Luxemburg-Haus".

 

 

Dennoch gibt es auch beim "Schwan" noch Originale. Diesen Erker zum Beispiel.

Das Schild davor hat mit dem Haus nichts zu tun. Es verweist auf das Café in den

Kolonnaden. Achten Sie mal auf den Wegweiser. Zur Seebrücke geht es auch zur

anderen Seite und zwar schneller. Das nennt sich "Besucher in Bahnen lenken".

 

 

Haus "Hirsch" sieht von hinten recht unspektakulär aus, wenn man mal an die

Vorderseite denkt. Allerdings mussten hier schon zerfallene Fenster durch

Sperrholzverkleidungen ersetzt werden. Die Nummer 12 in der Straße hieß

einst "Karl-Liebknecht-Haus".

 

 

Die letzte Perle nun ist zugleich die älteste. Haus "Anker" macht von hinten einen

schlichten aber soliden Eindruck. Auch hier sollten seit 1998 Gäste drin wohnen.

Statt dessen steht es seit 1997 leer und verfällt.

Haus "Anker" hieß zu DDR-Zeiten "John-Brickmann-Haus" und trägt die Nummer 13.

 

 

Wieder ganz in weiß strahlt zu unserer Rechten die Hausnummer 19 als

krönender Abschluss der Perlenkette. Einst "Prinzessin-Reuss-Palais",

später "Max-Planck-Haus", heißt es jetzt "Residenz-Hotel".

 

 

Ganz so weiß ist es dann doch nicht. Der Verfall scheint wie ein Fluch über dem

Seebad zu liegen. Lieber nicht an die Brüstung anlehnen, auch wenn diese einen

schönen Blick zur Ostsee verspricht.

 

 

Das Residenz-Hotel sollte eigentlich "Adlon am Meer" heißen. Das brachte aber

Probleme mit sich und so entschied man sich dann für "Residenz-Hotel.

 

 

Zur Linken sehen wir nun gerade den Imbiss mit dem Biergarten schließen.

Auch für uns wird es Zeit für die Heimreise.

 

 

Inzwischen ist auch der Parkplatz fast leer.

Diesen müssen wir nun noch überqueren und uns in die Seedeichstraße begeben.

Dort steht unser Auto. Wir haben ja nur die Fototour von hinten begonnen.

 

 

Hier parken die Gäste aus der nahen Umgebung, die sich auskennen. Dieser Streifen

ist nämlich kostenfrei. Aber auch nicht ungefährlich, denn die Straße ist eng und es

gibt keine Fuß- und Radwege. Hier endet der Rundgang 2004.

 

 

Alle Rundgänge:    

 

Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur Geschichte

 

Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur Geschichte, Architektur und zum Werdegang Heiligendamms ,

sowie zur öffentlichen Diskussion um Heiligendamm. Die Aussagen spiegeln nur die persönliche Meinung des Autors nach dem

Kenntnisstand vom Tag des jeweiligen Rundgangs wieder und sind ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
Für weitere Informationen lesen Sie bitte das Selbstverständnis dieser Dokumentation.

Bitte beachten Sie auch das Special "Vier Touristen-Fragen", welches die Foto-Rundgänge mit wichtigen Fakten zum besseren Verständnis ergänzt.
Bitte informieren Sie sich auch hier: Die Zukunft Heiligendamms | Öffentliche Diskussion | Historie der Sommerfrische | Geschichte | Architektur | Gebäudedatenbank
 

 

2004 - Bestandsaufnahme. Teil 1.

Wenn Sie selbst kostenloses Bildmaterial von vor 2004 (auch von Bad Doberan) oder Informationen zur Verfügung stellen können, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.

2005 - Bestandsaufnahme. Teil 2. 

 

2006 - Das Jahr des Erwachens.

Überraschungen jenseits von Zäunen.

George W. Bush kommt!

Die MS Europa legt an.

 

2007 - Im Zeichen der G8.

30.01. Die Prinzessin ist aufgewacht!

04.02. Die Ruhe vor dem Sturm.

24.02. Die Abrissbagger sind da.

13.03. Irrwege, Umwege u. neue Wege.

24.03. Zäune, Wälle und Wunder.

16.05. Dann zeigen Sie uns doch bitte mal Ihre Ausweise...

09.06. Und sie kommen in Schar'n dorthin, wo die Promis war'n...

19.08. Kleine Stippvisite.

 

2008 - Das Baujahr.

18.03. Dem "Verbrechen" auf der Spur.

30.05. Ein Stück Berlin näher betrachtet.

07.06. Das herzogliche Anbaderitual.

11.08. Sommerfrische in Heiligendamm.

16.08. Test: Öffentlichkeit in Heiligendamm?

25.09. Das war das Baujahr? - Ein Fazit.

 

2009 - Neue Wege.

19.04. Was ist los in Heiligendamm?

22.06. Tuscheln oder Kuscheln?

26.08. Unerkannt durchs Märchenland - Die Hotelführung.

24.11. Der blanke Hans kommt!

 

 

 

2010 - Der zweite Frühling.

26.01. Die weiße Stadt am Meer.

11.03. Leiser Aufschwung.

17.04. Der Countdown läuft.

In Vorbereitung

12.06. Fest der Landleute in Bad Doberan.

03.07. Der erste Spatenstich für Villa Perle

 

2011 -

 

 

 

 

 

 

 

2012 -

 

 

 

 

 

 

 

Lesetipp

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