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Rundgang
2004. Bestandsaufnahme Teil 1.
Wir beginnen unseren Rundgang im Juli 2004.
Einige Bilder habe ich von 2005 dazwischen gemischt, weil ein Teil der
Bilder von 2004 nach einem Defekt an der Festplatte
verloren gegangen sind. Den Unterschied würden Sie aber ohnehin nicht
bemerken, weil er zwischen 2004 und 2005 noch nicht so groß ist, wie
zwischen 2006 und 2007.
Unsere Route verläuft vom Parkplatz der
MEDIAN-Klinik aus vorbei am Forsthof und entlang der Kühlungsborner Straße.
Dabei passieren wir bereits die Fachschule für
Angewandte Kunst, die Wohnhäuser "Tabea" und "Waldfriede", sowie die
MEDIAN-Klinik, die Orangerie, die Hohenzollernburg, das Kurhaus, das Grand
Hotel und das Severin-Palais.
Die Route geht dann durch den Wald, vorbei an
der Kapelle und mit dem Ziel "Seedeichstraße" und den dortigen Villen "Eikboom"
und "Seeadler" und dem Golfhaus. Dann geht es auf die Promenade, die wir bis
zum Ende durchlaufen und an deren Ende wir umkehren und zur
Professor-Vogel-Straße gehen. Dort fotografieren wir dann die Perlenkette
von hinten und halten die Kolonnaden, Post und Garagen bildlich fest, bevor
wir durch den Wald wieder zur Kühlungsborner Straße und über diese zum
MEDIAN-Parkplatz gehen. Das ist eine von drei Routen, die wir im Laufe der
Jahre nutzen.
Wenn Sie Bilder aus dem Rundgang verwenden möchten, können Sie das gern tun,
solange Sie den Schriftzug drauf lassen.
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Rundgang 2004 - Die
Prinzessin schläft.
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Wir beginnen auf dem MEDIAN-Parkplatz unweit der
evangelischen Kirche.
Das erste Fotomotiv zeigt daher einen Teil von
Heiligendamm, den der Gast von
Bad Doberan aus eher nicht zu Gesicht bekommt. Es handelt
sich hierbei um zwei
Wohnblöcke in industrieller Bauweise (so genannte
Plattenbauten), die in den 70ern
als Mitarbeiterwohnungen für das Kurbad gebaut wurden.
Die Wohnungen werden
von der Deutschen Kreditbank (ehem. Staatsbank der DDR)
als Wohneigentum
verkauft.
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Weiterhin befindet sich an der Zufahrtstraße zum
Parkplatz auch dieses Gebäude.
Es handelt sich um einen Teil des Forsthauses. Hier wird
einst ein Biergarten Gäste
des Hotels und Gäste von außerhalb gleichermaßen zu einer
kühlen Erfrischung in
gemütlicher Runde einladen. Anno 2004 aber ist hier bis
auf Gras und dichte Büsche
nichts kühlendes zu finden. Jedenfalls gibt es hier viel
Wellasbest zu entsorgen.
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Vom Parkplatz aus gelangen wir auf die Kühlungsborner
Straße. Hier befindet sich
die ehemalige Fachschule für angewandte Kunst, die von
Wismar hier her verlegt
wurde. Auch als Kinderheim, Flüchtlingsunterkunft und
Ferienlager diente das
Gebäude schon. Es ist leer und nur auf dem Hof wird noch
gehämmert.
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Die Fachhochschule besteht aus zwei Flügeln, die durch
einen Flachbau verbunden
sind. Dies ist der Nordflügel der FaK. Deutlich bröckelt
hier die Farbe. Aber eben nur
die. Der Putz ist noch weitestgehend in Ordnung. Das
Gebäude war eigentlich als
Pension errichtet worden und sah genauso aus, wie das
daneben stehende Haus.
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Abschließend der Nordflügel der Fachhochschule noch
einmal von Norden aus.
Die Studenten sind wieder nach Wismar zurück gezogen und
dort auf dem Campus
untergekommen. Darum auch "Wismar wir kommen" und
"Feierabend". Selbst diese
Inschriften sind künstlerisch gestaltet und alles andere
als Schmierereien.
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Das nächste Haus an der Ostseite der Kühlungsborner
Straße ist das Ferienheim
"Tabea". Hier bröckelt mehr als nur die Farbe. Das
Ferienheim war als dieses auch
erbaut worden und hat schon über 150 Jahre auf dem
Buckel. Im Konzept der ECH
kommt das leere Haus nicht mehr vor. Sein Schicksal ist
(anno 2004) für ungewiss.
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Auf der gegenüber liegenden Seite nun tut sich dieses
imposante und so ganz
andersartige Gebäude auf. Dieses nun leere Altersheim war
auch als Gasthaus
erbaut worden, ist so alt wie "Tabea" und trägt den
stolzen Namen "Fürstenhof".
Der Fürstenhof wird zum Tagungszentrum des
Hotel-Ressorts.
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Dies ist die Nordostseite des Gebäudes, mit dem Portal,
in dem sich der Eingang
befindet. Dieses Motiv zierte schon alte Post- und
Ansichtskarten Heiligendamms.
Architektonisch erinnert es an das Jagdschloss in
Gelbensande aber Möckel war
hier wohl nicht am Werk. Der Zustand des Hauses ist
zumindest sehr gut.
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Neben "Tabea" befindet sich noch ein weiteres Haus. Auch
"Waldfriede" war als
Gastwirtschaft erbaut worden, ist über 150 Jahre alt und
in einem schlechten
Zustand. Es gehört nicht der ECH, ist aber ebenfalls
leergeräumt und taucht im
Masterplan gar nicht einmal als vorhanden auf. Dennoch:
Zukunft ungewiss.
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Wir überqueren die Bahnschienen und kommen an dieses
kleine Häuschen des
Schrankenwärters. Diese Bestimmung jedoch erfüllt es
schon lange nicht mehr
und auch das Werbeschild für den Imbiss gehört nicht zum
Haus. Es ist schlicht
und einfach ein Wohnhaus direkt zwischen Wald und
Molli-Schienen.
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Wir haben Glück - die Molli (oder der Molli?) kommt
gerade.
Allerdings im Doppelpack und ohne Waggons.
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Gleich gegenüber des Schrankenwärterhäuschens befindet
sich diese moderne
Kurklinik. Die MEDIAN-Klinik wurde 1997 für Kassen- und
Privatpatienten eröffnet.
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Nun wollten wir mal sehen, ob man denn auch zur
Steilküste kommt. Der Weg
führt uns zu diesem Neubau des Grand Hotel. Es handelt
sich um das Gebäude
für die Ver- und Entsorgung, das auch Lager- und
Hauswirtschaftsräume, Räume
der Verwaltung, der Hausmeisterei und
Unterstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge
bietet.
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Bis zum Kinderstrand ist rechts alles mit einem Holzzaun
abgesperrt, sodass wir
kilometerweit hätten laufen müssen. Auch zur
Alexandrinen-Cottage gelangten wir
nicht. Wohl aber in den Kurgarten der MEDIAN-Klinik.
Allerdings versehentlich.
Das Betreten ist hier eigentlich nur den Patienten
erlaubt, darum schossen wir
nur schnell ein Bild von der Burg "Hohenzollern" und
verließen den Park wieder.
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Beim Verlassen des Parks stoßen wir auf dieses
märchenhafte Gebäude.
Hier wohnt nicht Dornröschen, sondern gar keiner mehr.
Einst war hier die "Palette"
untergebracht, eine beliebte Gaststätte mit Biergarten
und allem drum und dran.
Auch eine Feuerwehr und Wohnungen beherbergte das
Gebäude.
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Rechts am Gebäude vorbei gelangt man zum Bahnhof. Die
Südseite hatte einen
Ausgang zum Biergarten. Das Gebäude, welches durch den
Umbau des Marstall
entstanden ist, wurde immer gut gepflegt und war stets
ein Familienbetrieb mit
Gastronomie. Nun steht es leer und taucht im Masterplan
nicht mehr auf.
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Unser Weg führt uns wie erwartet zum Bahnhof. Nun ist der
Molli aber gerade weg.
Der Bahnhof beherbergt einen Schalter, Gastronomie und
einen Mehrzwecksaal,
welcher "Herzogliche Wartehalle" getauft wurde. Vom
Bahnhof gibt es immer nur
aus dieser Perspektive Bilder, weil er anders nicht zu
erreichen und nicht in
ganzer Länge zu fotografieren ist.
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Zurück an der Kühlungsborner Straße, die übrigens zu
herzoglichen Zeiten noch
"Bollhäger Weg" hieß, gelangen wir wieder an die
trostlose Palette. Die beiden
Tore in der Mitte des Mittelflügels waren die Garagen der
Feuerwehr. Im linken
Flügel waren Wohnungen untergebracht und auch im Oberteil
des Mittelflügels
wohnten Leute. Überwiegend Mitarbeiter des Kurbades.
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Der Blick nach Norden ist idyllisch. Ein völlig
untypisches Fachwerkhaus mit
roten Backsteinen duckt sich zwischen zwei Bäumen.
Briefkasten und Telefonzelle
machen den Ort modern. Doch die Drogerie im Fachwerkhaus
ist längst nicht mehr
da und auch die Wohnungen sind schon lange geräumt.
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Um das Fachwerkhaus noch einmal von Westen aus zu
fotografieren, betreten wir
eine Einfahrt und was wir da sehen, raubt uns den Atem.
Eine waschechte Burg
mitten am Ostseestrand! Die Burg "Hohenzollern" stand
dort auch schon vor einem
Jahrhundert, wurde aber nach einem Brand und
Vereinfachungen 2003 restauriert.
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Vergessen ist das Fachwerkhaus - die Ostsee! Geblendet
vom Weiß der Häuser
wird hier erst einmal ein anderes Foto gemacht. Die
vermeintliche Lampe dort ist
übrigens ein luxuriöses Wohnangebot an Vögel, damit diese
nicht die weißen
Wände beschmutzen. Die weißen Wände sprechen für die
Nisthilfen oder für
die Hausmeisterei. Auf jeden Fall ist hier jemand gut zu
Vögeln. ;-X
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Eigentlich wollten wir dort gern hin aber das geht nur
mit Hotel-Karte. Also bemühen
wir eben den Zoom der Kamera und holen zu uns, was wir
nicht erreichen können.
Haus "Magdeburg" und "Dresden", besser bekannt als
"Krone" und "Mariencottage"
sind irgendwie nicht so weiß wie der Rest. Und leer sind
sie auch.
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Gut versteckt zwischen "Palette" und Fachwerkhaus
befindet such diese Scheune
Die beiden Fachwerkhäuser gehörten auch zum Gelände des
Marstall.
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Da war doch noch was? Das Fachwerkhaus von Westen aus!
Hier ist es.
Idylle pur. Schade drum. Die Tage des Hauses sind nämlich
bald gezählt.
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Ein Blick in dieselbe Richtung etwas weiter nach rechts
zeigt uns die Orangerie.
Von dort aus hatten wir auch die Burg fotogradiert. Der
Anbau links ist ein Neubau,
die Orangerie selbst ist originalgetreu restauriert
worden. Einst Unterstellhalle für
Blumen- und Baumkübel, bietet sie nun Maisonette-Suiten
für betuchte Gäste an.
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Hier scheiden sich die Geister. Wir haben das Ensemble
erreicht und schauen
zwischen Kurhaus und Grand Hotel hindurch ur Ostsee und
dem Findling. Dieser
einst öffentliche Weg führt nun direkt an der Terrasse
des Kurhaus-Restaurants
vorbei und wurde für den Besucherverkehr gesperrt. Wegen
furzenden Anglern. (?!)
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Also gehen wir weiter den schmalen Bürgersteig entlang
und erblicken ein altes
klassizistisches Bauwerk, dem man die 250 Jahre ganz
sicher nicht ansieht.
Nun ja - es wurde 2003 fertig gestellt. Dort stand vorher
nur ein Sportplatz.
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Wir wagen noch einmal einen Blick über die Hecke hin zur
Ostsee und zum Haus
"Mecklenburg". Der Parkplatz ist zugleich Anlandepunkt
für die Nobelkarossen der
Hotelgäste. Aber auch Mittelklassewagen sind dabei.
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So, am Severin-Palais geht es nun in die
Professor-Vogel-Straße. Dummerweise
müssen Fußgänger, Autos und die lautlosen
Elektrofahrzeuge des Hotels sich den
Anfang des Weges teilen. Radfahrer werden aber
aufgefordert, abzusteigen.
Wobei das eigens kreierte Schild ziemlich belustigend
ist.
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Die Prof.-Vogel-Straße biegt nach Osten ab und ein
weiterer Fußweg führt nach
Westen direkt zum Ensemble. Von diesem aus entstand
dieses Bild, welches
die Prof.-Vogel-Str. mit den Villen "Perle" und "Greif"
und den Kolonnaden zeigt.
Und einen Schilderwald mit schiefen Schildern, die
scheinbar alle dasselbe anzeigen.
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Erst einmal schauen wir aber nach links. Die Seebrücke
und die Ostsee bieten
zusammen mit dem vielen Grün ein herrliches Bild. Der
Balkon der "Perle" gehört
dazu. Nur das dumme Schild stört das Idyll. Scheinbar
befindet sich die ECH im
Reglementierungswahn.
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Wir gehen erst einmal nach Osten. Die einstigen
Kaufhallen des Großherzogs sind
bis auf ein Café verlassen und verfallen. Das
Schwanencafé hat Tradition in diesem
Gebäude, das früher auch Wohnungen und Geschäfte
beherbergte. Seit 1997 steht
es bis auf das besagte Café leer.
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Die Kontraste könnten kaum größer sein. Das
Severin-Palais ist weißer als die
Kolonnaden und selbst der Rasen des neuen Heiligendamm
ist grüner als der des
alten Heiligendamms. Keine Kunst, denn der Rasen ist eben
dies.
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Hinter den Kolonnaden nun befindet sich dieser kleine und
längst verlassene
Postschalter nebst Garagen. Hier stempelt seit Jahren
niemand mehr. Pakete
werden nach Bad Doberan gebracht und Briefe nimmt auch
der Postbote mit.
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Neben der Poststelle geht es zum Bahnhof. Ein Sandweg mit
wenigen Lampen, der
bei Regen ziemlich matschig ist, führt zuerst an eine
Wegkreuzung und dann zur
Kühlungsborner Straße.
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Die Kühlungsborner Straße ist nun zu überqueren und man
gelangt auf einen
ähnlichen Weg mit noch weniger Lampen aber strahlendem
Ziel. Ist dies das
Licht, von dem Wiederkehrer aus dem Jenseits immer reden?
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Ist es nicht. Es ist der Bahnhof. Dieses Mal von hinten.
Hier waren wir schon und darum gehen wir den gleichen Weg
wieder zurück.
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Etwas östlich des Weges zum Bahnhof stoßen wir in der
Kühlungsborner
Straße auf dieses Schild, welches nach Nordosten in den
Himmel deutet.
Eine Kapelle im Wald? Mal sehen, was die so für Musik
spielt...
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Stellen wir also erst einmal fest, dass man zur Kapelle
scheinbar mit dem
Dreirad gelangt oder einen breiten Wagen hinter sich her
zieht.
Anders sind die drei Spuren wohl nicht zu erklären.
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Hier also treffen sich die Dreiradfahrer. Nun, mit Musik
hat die Kapelle auch etwas
zu tun aber gemeint ist eher evangelische Kirchenmusik.
Das Umland sieht aus wie
auf dem Mond und so ist nicht einmal ein gerades Bild
möglich.
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Der Weg durch den Wald führt uns nach Osten und wir
überqueren eine Straße
und gelangen an diese geheimnisvolle Tür. Oder besser:
diesen Verschluss.
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Die Tür gehört zu diesem Haus. Die Villa "Sporn" wurde
als Wohnhaus errichtet und
1939 durch Ernst Heinkel in "Eikboom" umbenannt und als
Ferienhaus genutzt.
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Gleich rechts daneben verfällt ein weiteres Haus. In der
Seedeichstraße gibt es nur
drei Häuser und diese beiden hier verfallen einsam und
verlassen.
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Das Haus heißt übrigens "Seeadler" und ist auch als
Wohnhaus errichtet worden.
Der Zustand ist sehr schlecht, weil die Umgebung auch
sehr feucht ist.
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Das erwähnte dritte Haus kann sich - zumindest von vorn -
sehen lassen.
Es beherbergt ein Café und eine Wohnung des Inhabers und
Hausbesitzers.
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Nach rechts führt die Seedeichstraße an der Ostsee
entlang nach Börgerende und
nach links gelangt man zuerst zu diesem neuen
Sanitärhäuschen.
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Rechts am Sanitärhäuschen vorbei gelangt man zur
Promenade und von dort aus
zum Strand. Der Blick nach Osten zeigt einen gut
besuchten Strand, der aber
zu dieser Zeit nicht mehr ganz so voll ist, wie am frühen
Nachmittag oder gar am
Wochenende. Unser Fototermin fand mitten in der Woche
statt.
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Links auf der Promenade geht es zum Ensemble. Im
Vordergrund befinden sich die
Wasserwacht und der Imbiss und dahinter das Haus
"Bischofsstab" mit der Eisbar,
dem Restaurant "Medini's" und den Hotelzimmern. Für kurze
Zeit hieß das Haus
"Doberan" und später "Fritz-Reuter-Haus" und war ein
FDGB-Heim.
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Ostseeluft kann auch Nachteile haben. Auf weiße
Sonnenschirme zum Beispiel.
Selbst das Haus "Anker" im Hintergrund ist noch heller,
als die Sonnenschirme
des "Medini's", welches zum Hotel gehört.
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Das erste Glied der Perlenkette ist die Villa "Anker".
Die Perlenkette wurde von
Osten nach Westen gebaut und dieses Gebäude war das erste
Logierhaus der
Perlenkette. "Bischofsstab" und "Prinzessin-Reuss-Palais"
entstanden später.
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Das zweite Haus der Perlenkette ist die Villa "Hirsch"
(hier sagt man "Hürsch").
Der Hirsch - nein, das Hirsch - war wie die anderen
Häuser ein Gästehaus des
Kurbades. Seit 1997 verfällt es verlassen vor sich hin.
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Neben dem Hirsch befindet sich in Vollendung des
Doberaner Stadtwappens das
Haus "Schwan". Allerdings hat es keine große Ähnlichkeit
mehr mit dem Original.
Auch dieses Haus verfällt seit 1997 verlassen vor sich
hin.
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Maritim geht es weiter mit der Villa "Seestern", deren
Zustand um einiges besser
als vom "Schwan" ist. Es wurde zwar vereinfacht aber
baulich nicht verändert.
Dennoch verfällt auch der "Seestern" verlassen und
allein.
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Noch schlechter sieht die Villa "Möwe" aus. Einst
Schmuckstück in alpenländischer
Bauweise mit Türmchen und Holzschnitzereien fristet die
Möwe ein vereinfachtes
aber immerhin erhaltenes Dasein und verfällt dabei
zusehends.
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Zur Möwe gesellt sich nun der "Greif". Baulich arg
verunstaltet aber zumindest gut
erhalten bröckelt wenigstens nur die Farbe des einstigen
"Käthe-Kollwitz-Hauses".
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Zum Schluss die Perle der Perlenkette mit dem Namen
"Perle", die eigentlich aus
zwei Häusern besteht: "Perle" und "Großfürstin Marie".
Eine grandiose Geschichte.
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Die "Perle" schwindet und ganz nach den Vorstellungen der
Romantik eröffnet sich
das Ensemble Stück für Stück. Allerdings auch ein toller
Kontrast.
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Ein Blick auf die Perlenkette ermöglicht eine
Ganzaufnahme aller Villen.
Wir sehen "Perle", "Greif", "Möwe", "Seeadler", "Schwan",
"Hirsch" und "Anker".
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Wir sind nun schon einige Zeit unterwegs und schauen uns
daher das Ensemble
nur kurz an, bevor wir dann wieder in die Prof.-Vogel-Str.
einbiegen. Die Burg
"Hohenzollern" haben wir dabei ganz vergessen. Beim
nächsten Mal.
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Hier sehen wir nun noch einmal die "Perle" oder
korrekterweise den Anbau der Perle
"Großfürstin Marie" von Westen aus. Das ehemalige
"Maxim-Gorki-Haus" ist neben
dem Ensemble stets das beliebteste Foto- und Bildmotiv
gewesen.
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Die "Villa "Greif von hinten - also von Süden. Dies war
auch stets die Seite mit dem
Hauseingang. Villa "Greif trägt die Hausnummer 8.
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Die Prof.-Vogel-Str. 9 ist die Villa "Möwe. Hier der
Eingangsbereich.
Die "Möwe" hieß zu DDR-Zeiten "August-Bebel-Haus".
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Die Villa "Möwe" noch einmal in ganzer Pose von Süden.
Die Hecken sind doch
irgendwie sehr hoch. Als wolle man "Gras drüber wachsen
lassen".
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Auch Villa "Seestern" hat den Eingang zur Prof.-Vogel-Str.
Sie trägt die Nummer 10.
Die Villa hieß zu DDR-Zeiten "Walther-Rathenau-Haus".
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Die Villa "Schwan" sieht von hinten nicht besser aus, als
von vorn.
Sie wurde sehr vereinfacht. Merkwürdigerweise verfällt
sie bedeutend
mehr als die anderen Villen. Von parkenden Trabis stammen
die
Stellen aber nicht. Das Haus mit der Nummer 11 hieß
"Rosa-Luxemburg-Haus".
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Dennoch gibt es auch beim "Schwan" noch Originale. Diesen
Erker zum Beispiel.
Das Schild davor hat mit dem Haus nichts zu tun. Es
verweist auf das Café in den
Kolonnaden. Achten Sie mal auf den Wegweiser. Zur
Seebrücke geht es auch zur
anderen Seite und zwar schneller. Das nennt sich
"Besucher in Bahnen lenken".
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Haus "Hirsch" sieht von hinten recht unspektakulär aus,
wenn man mal an die
Vorderseite denkt. Allerdings mussten hier schon
zerfallene Fenster durch
Sperrholzverkleidungen ersetzt werden. Die Nummer 12 in
der Straße hieß
einst "Karl-Liebknecht-Haus".
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Die letzte Perle nun ist zugleich die älteste. Haus
"Anker" macht von hinten einen
schlichten aber soliden Eindruck. Auch hier sollten seit
1998 Gäste drin wohnen.
Statt dessen steht es seit 1997 leer und verfällt.
Haus "Anker" hieß zu DDR-Zeiten "John-Brickmann-Haus" und
trägt die Nummer 13.
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Wieder ganz in weiß strahlt zu unserer Rechten die
Hausnummer 19 als
krönender Abschluss der Perlenkette. Einst "Prinzessin-Reuss-Palais",
später "Max-Planck-Haus", heißt es jetzt
"Residenz-Hotel".
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Ganz so weiß ist es dann doch nicht. Der Verfall scheint
wie ein Fluch über dem
Seebad zu liegen. Lieber nicht an die Brüstung anlehnen,
auch wenn diese einen
schönen Blick zur Ostsee verspricht.
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Das Residenz-Hotel sollte eigentlich "Adlon am Meer"
heißen. Das brachte aber
Probleme mit sich und so entschied man sich dann für
"Residenz-Hotel.
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Zur Linken sehen wir nun gerade den Imbiss mit dem
Biergarten schließen.
Auch für uns wird es Zeit für die Heimreise.
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Inzwischen ist auch der Parkplatz fast leer.
Diesen müssen wir nun noch überqueren und uns in die
Seedeichstraße begeben.
Dort steht unser Auto. Wir haben ja nur die Fototour von
hinten begonnen.
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Hier parken die Gäste aus der nahen Umgebung, die sich
auskennen. Dieser Streifen
ist nämlich kostenfrei. Aber auch nicht ungefährlich,
denn die Straße ist eng und es
gibt keine Fuß- und Radwege. Hier endet der Rundgang
2004.
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Alle Rundgänge:
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Die Rundgänge durch Heiligendamm dienen der Veranschaulichung zur
Geschichte
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